Platzhalter für Profilbild

Gisel

Lesejury Star
offline

Gisel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gisel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2025

Monstermäßig gut

Memento Monstrum (Bd. 3)
0

Zum 590. Geburtstag von Opa Dracula ist eine Urlaubsreise geplant, mit Familie und Freunden, und zwar an Orte, die er bisher noch nicht gesehen hat. Die Geburtstagsgesellschaft besteht aus Dracula und ...

Zum 590. Geburtstag von Opa Dracula ist eine Urlaubsreise geplant, mit Familie und Freunden, und zwar an Orte, die er bisher noch nicht gesehen hat. Die Geburtstagsgesellschaft besteht aus Dracula und seiner Frau Selena sowie seinen drei Enkeln Rhesus, Vira und Globinchen, zudem reisen noch mit Yeti, Werwolf Archie, der Zombie van Helsing mit seiner Frau Victoria und der unsichtbare Jack. Ob es wirklich noch Orte gibt, die Dracula nicht kennt?

Das Buch ist der dritte Band der Memento Monstrum Reihe. Die Geschichte macht genauso viel Spaß wie die beiden vorherigen Bände, man taucht gerne ein in die Geschichte um den Geburtstag des betagten Vampirs und all den Geschehnissen drum herum. Bestens gelungen sind auch wieder die Illustrationen im Buch. Da verliert man jede Scheu vor Monstern, findet sie menschlicher als uns selbst – ach ja, ein bisschen Grusel ist auch noch gegeben. Als Erwachsener lächelt man über einige der Geschichten, die man aus anderen Zusammenhängen bereits kennt und nun eine neue Auslegung davon erhält.

Dieses monstermäßig gute Kinderbuch hat mich wieder bestens unterhalten. Sehr gerne empfehle ich es weiter, zum Selberlesen und Vorlesen, und vergebe begeisterte 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Hochspannung von Anfang bis Ende

Der zweite Verdächtige
0

Als in einem Berliner Nachtclub ein junger Mann tot aufgefunden wird, gestorben an einer Überdosis Liquid Ecstasy, gerät sein Freund Jan Staiger sehr schnell in Verdacht. Doch er beteuert hartnäckig seine ...

Als in einem Berliner Nachtclub ein junger Mann tot aufgefunden wird, gestorben an einer Überdosis Liquid Ecstasy, gerät sein Freund Jan Staiger sehr schnell in Verdacht. Doch er beteuert hartnäckig seine Unschuld. Strafverteidiger Rocco Eberhardt glaubt ihm und will trotz erdrückender Indizien seine Unschuld vor Gericht beweisen.

Das Buch ist bereits der fünfte Band in der Justiz-Krimi-Reihe von Michael Tsokos und Florian Schwiecker. Man kann das Buch auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Diesmal hat es Strafverteidiger Rocco Eberhardt mit einem Fall zu tun, der nicht nur aussichtslos erscheint auf Grund der Indizien, die allesamt auf seinen Mandanten zeigen. Diesmal muss Rocco auch gegen Machtmissbrauch, Blind Spots und Vorurteile im Justizsystem kämpfen. Wie bisher auch ist die Geschichte sehr temporeich geschrieben, ohne größere Schnörkel, so dass sich das Buch auch sehr schnell liest. Der Fall ist spannend, muss doch selbst Rocco immer wieder an der Unschuld seines Mandanten zweifel, und mit ihm dann auch der Leser. Einige äußerst überraschende Wendungen bringen zusätzlich Spannung ins Geschehen. Das Buch soll der Abschluss der Reihe sein, wobei mich das Ende des Buches neugierig hinterlassen hat.

Dieser Justiz-Krimi hat mich von der ersten Seite an fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 04.10.2025

Hochspannung zum Thema ewiges Leben

Die Abschaffung des Todes
0

Der Journalist James Windover erhält den Auftrag, sich kundig zu machen über ein Projekt, das Leben über den Tod hinaus verspricht. Drei Unternehmer haben sich als Ziel das ewige Leben gesetzt. Was auf ...

Der Journalist James Windover erhält den Auftrag, sich kundig zu machen über ein Projekt, das Leben über den Tod hinaus verspricht. Drei Unternehmer haben sich als Ziel das ewige Leben gesetzt. Was auf den ersten Blick auf einen vielversprechenden Ansatz deutet, zeigt aber bei genauerem Hinsehen, dass doch nicht alles eitel Sonnenschein ist: Während die Investoren einerseits Milliarden einsammeln, versuchen sie insgeheim einen Schriftsteller zum Schweigen zu bringen. Was ist der Grund dafür? James macht sich auf die Suche nach dem Schriftsteller – und gerät dabei selbst in größte Gefahr...

Das Thema Künstliche Intelligenz verknüpft sich hier auf spannende Weise mit dem Wunsch des Menschen nach ewigem Leben. Sollte das machbar sein? Die Geschichte gerät zu einem spannenden Thriller, gespickt mit so mancherlei philosophischen Gedanken. Der Thriller ist spannend und gut verständlich geschrieben, so dass ich mich schnell von der Erzählung fesseln ließ. James ist ein sympathischer Charakter, mit ihm bin ich gerne durch die gesamte Welt gereist und habe in den Gefahrensituationen mitgebibbert. Die Idee hinter der Geschichte ist gut konstruiert und wirkt äußerst glaubhaft.

Mich hat dieser Thriller bestens unterhalten können, sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Skurril und menschlich bis in letzter Konsequenz

Eine ganz dumme Idee
0

Es ist kurz vor Silvester, in einer Kleinstadt in Schweden. Eine kleine Gruppe von Interessenten findet sich zu einer Wohnungsbesichtigung wieder. Doch ein wenig erfolgreicher Bankräuber platzt in die ...

Es ist kurz vor Silvester, in einer Kleinstadt in Schweden. Eine kleine Gruppe von Interessenten findet sich zu einer Wohnungsbesichtigung wieder. Doch ein wenig erfolgreicher Bankräuber platzt in die Besichtigung hinein, und plötzlich gerät die Veranstaltung zu einer Geiselnahme. Und hier summiert sich eines zum anderen: Da ist nicht nur der Bankräuber und Geiselnehmer völlig ungeeignet, auch die Geiseln sind es, und als Zeugen sind sie später gar nicht zu gebrauchen...

Ich lese sehr gerne die Bücher von Fredrik Backman, sie sind so herrlich skurril und bleiben doch menschlich bis in letzter Konsequenz. Zunächst möchte man einfach nur lachen, wie sehr hier alles schief geht, von Anfang an. Doch überraschend gibt es immer wieder neue Perspektiven, und am Ende verdrückt man sogar hie und da ein Tränchen... Das Buch verpackt hier eine Menge Sozialkritik, und doch wird alles in einer Leichtigkeit erzählt, dass sich die Geschichte fast schon von selbst liest. Die Charaktere des Buches werden schnell zu Personen, denen man auch im Alltag gerne begegnen würde. Obwohl man sie vermutlich auf den ersten Blick falsch einschätzen würde.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe selbstverständlich alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Eindeutiger Lesespaß mit den Grauses

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger
0

Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle ...

Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle anderen Bewohner der Straße: Wer sonst hat schon Hörner auf dem Kopf, ist unsichtbar oder schläft in Flaschen? Ottilie will den Grauses helfen, Freunde zu finden, auch wenn das, nun ja, nicht wirklich ihre besondere Kompetenz ist...

Das Buch ist der zweite Band über die Familie Grause, eine Gruppe von nicht ganz alltäglichen Mitbewohnern, die zu einer Familie zusammengewürftelt wurde vom Institut für andersartige Wesen. Während also die Grauses nicht so genau wissen, wie man sich in unserer Welt benimmt und wozu wir was benutzen, sollen sie nicht nur nicht auffallen, sondern auch noch Freunde finden: ein unerschöpfliches Reservoir für so manche skurrile Situation! Wie bereits im ersten Buch wird das so herrlich schräg erzählt, dass man einfach nur weiterlesen möchte, was hier alles geschieht. Die Geschichte gerät dabei eindeutig zu einem Plädoyer für Toleranz und für die Freundschaft, und das auch noch ohne erhobenen Zeigefinger. Die Geschehnisse sind wieder wunderbar illustriert, dass dies den Spaß an der Geschichte eindeutig erhöht.

Wie auch der erste Band ist auch die zweite Geschichte um die Grauses ein herrliches Lesevergnügen für alle jungen Leser ab 8 Jahren, zum Selberlesen oder auch zum Vorlesen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.