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Veröffentlicht am 28.10.2025

Eine weitere unterhaltsame Fortsetzung der bekannten Art!

Magic Agents - In Barcelona flippen die Drachen aus!
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Meinung:
Auch wenn wir uns dieses Mal etwas länger gedulden mussten, bis die Fortsetzung erschienen ist, habe ich mich schon vorab auf ein erneutes Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut ...

Meinung:
Auch wenn wir uns dieses Mal etwas länger gedulden mussten, bis die Fortsetzung erschienen ist, habe ich mich schon vorab auf ein erneutes Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut und habe auch sofort wieder super in die Handlung gefunden.

Elia ist ihrem Erzfeind Earl und damit der Elite auf der Spur, aber bevor sie zuschlagen kann, kann er wieder entkommen und sie steht recht bedröppelt da. Dennoch gibt es erneut die Möglichkeit ihn in seinen gemeinen Plänen zu stoppen und Elia setzt alles dran, genau dies zu tun.

Dafür reisen wir dieses Mal nach Barcelona. Wie alle bisherigen Schauplätze, ist auch diese Stadt mit vielen eigenen Sagen und Mythen versehen und wir lernen wieder neue, tolle Wesen kennen. Dieses Mal stehen natürlich vor allem die Drachen im Vordergrund, aber auch die Riesen kommen gut zur Geltung und natürlich dreht sich auch einiges um Antoni Gaudi. Insgesamt wird das Worldbuilding erneut um viele neue Figuren, magische Elemente und Gadgets, sowie interessante Schauplätze erweitert.

Erneut ist der Fall sehr actionreich und mit viel Tempo und Spannung versehen. Dazwischen gibt es natürlich auch wieder einige humorvolle und sarkastische Momente und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

Ich mag Elia als starke und optimistische Protagonistin sehr gerne, auch wenn sie dieses Mal teilweise etwas naiv war, bzw. es einfach lange dauert, bis sie Zusammenhänge verstanden hat, die eigentlich schon sehr früh klar waren. Aber gut, es kann nicht jedes Mal gleich gut klappen. Dafür war die Lösung des Ganzen dann fast ein bisschen einfach, da eine große Überraschung eher gefehlt hat, aber dennoch habe ich mich durchgängig gut unterhalten gefühlt.

Auch weil die Figuren einfach toll sind und das besondere Gespann einfach schon mit ihrer Dynamik überzeugt und unterhält. Dabei fand ich das Verhältnis der Streitereien zwischen Uhrenhexe Grenada und Muffel Selmur dieses Mal sehr passend und nicht zu viel. Auch Erzählstil und die Stimme von Sprecherin Mia Diekow fand ich erneut sehr angenehm, lebendig und zur Geschichte passend.

Das Ende macht erneut Lust, auf einen weiteren spannenden Fall.

Fazit:
Eine weitere unterhaltsame Fortsetzung und ein tolles Wiedersehen mit den bekannten und liebgewonnenen Figuren. Auch Barcelona hat viel zu bieten und Drachen sind sowieso immer besonders. Auch der Fall ist actionreich, wenn auch dieses Mal eher etwas leichter zu durchschauen und relativ einfach zu lösen, auch weil es keine große, unerwartete Überraschung gibt. Dennoch hatte ich wieder viel Spaß, vor allem mit der besonderen Dynamik der Figuren und habe jetzt schon wieder Lust auf einen weiteren Teil, dieser amüsanten und dynamischen Reihe. Ich vergebe erneut gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein fesselnder Abschlussband, mit einem Ende, das man erstmal Sacken lassen muss...

Liga Lexis – Silberhelle Welten
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Meinung:
Der Abschluss beginnt da, wo Band zwei geendet hat und die Ausgangslage ist wirklich erschütternd. Bücher werden verbrannt, das Lesen von Unterhaltungsliteratur ist verboten und Bookford Manor ...

Meinung:
Der Abschluss beginnt da, wo Band zwei geendet hat und die Ausgangslage ist wirklich erschütternd. Bücher werden verbrannt, das Lesen von Unterhaltungsliteratur ist verboten und Bookford Manor geschlossen. Außerdem zeigen nun auch einige Mitglieder vom Rat ihr wahres Gesicht und Annie muss ja noch einige Verluste verarbeiten.

Ich fand es etwas schade, dass Malice als neuer, überraschender Ultrabösewicht ein bisschen wenig Tiefe bekam. Man erfährt zwar, woher sie kommt und was sie möchte, aber irgendwie hätte ich mir da noch etwas mehr erwartet gehabt.

Nichtsdestotrotz finde ich es schön, dass Annie und ihre Freunde nicht aufgeben und der Start in die Geschichte doch auch noch etwas ruhiger ist und es in diesem Teil wieder ein paar schöne Begegnungen mit bekannten Buchcharakteren gibt. Ein Highlight war dabei für mich ganz klar die Edelsteintrilogie mit Wasserspeier Xemerius.

Nach und nach nimmt das Erzähltempo definitiv zu. Teilweise ist es sogar fast etwas hektisch, da so viele unerwartete Wendungen aufkommen, die ich fast alle nicht erwartet hatte und die mich auch in der Masse wirklich überrascht haben.

Die meisten davon haben mir aber echt gut gefallen und mich teilweise echt schockiert. Zur zweiten Sorte gehört auch das Ende, das definitiv etwas anderes ist, als ich erwartet hatte. Insgesamt passt es zu den geheimnisvollen Pro- und Epilogen der Vorgänger, aber für mich war es irgendwie doch ein schmerzhaftes Ende, das ich zwar stilistisch besonders, aber einfach auch richtig herzzerreißend fand. Und irgendwie hatte ich dann doch kurz den Gedanken, dass viele der Wendungen dann gar nicht nötig gewesen wären... Insgesamt muss ich mir da vieles davon einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen, denn es ist ein Ende, das definitiv noch länger in mir arbeiten wird.

Aber abgesehen von den etwas zwiegespaltenen Gefühlen am Ende, war ich wieder super schnell in der Handlung drin, mochte die Entwicklungen und auch die Gefühlsebene, die sich erneut nicht auf die Liebesgeschichte fokussiert, sondern eher auf den Zusammenhalt der Figuren, was mir echt gut gefallen hat. Ich konnte wieder gut mit den Figuren fühlen und fiebern und habe die Geschichte einfach gern begleitet und hautnah erlebt.

Den Hauptteil erleben wir wieder aus Annies Sicht, aber es gibt auch wieder kurze Kapitel aus der Sicht von Caspian, die ich durchaus interessant fand, auch wenn er selbst dieses Mal fast ein bisschen blass blieb. Dafür können die anderen aber wirklich glänzen und überzeugen.

Sprecherin Leonie Landa macht wieder einen tollen Job. Ihre Lesung ist authentisch und lebendig und passt super zur Geschichte.

Fazit:
Ein fesselnder Abschlussband, der das Worldbuilding nochmal deutlich vertieft und mit vielen unerwarteten Wendungen überrascht. Ebenso kommen die emotionalen Momente, sowie die humorvollen Einschübe nicht zu kurz. Und auch wenn ich mir noch etwas mehr Tiefe für Schurkin Malice und Love-Interessent Caspian gewünscht hätte, ist das wirklich Jammern auf hohem Niveau. Das Ende hat mich eiskalt erwischt, auch wenn es durchaus logisch ist, wenn man die geheimnisvollen Pro- und Epiloge der letzten Teile betrachtet. Somit finde ich es stilistisch passend, aber dennoch herzzerreißend und extrem komplex, weshalb ich mir vieles nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen muss.
Also, auch wenn der Abschluss für mich nicht ganz mit dem genialen zweiten Teil mithalten kann und ich das Ende noch etwas Sacken lassen muss, bin ich insgesamt zufrieden und vergebe solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Unterhaltsamer Thriller...

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang interessant. Nicht wenige haben ja den Wunsch, ins eigene Haus zu ziehen und ich konnte mir gut vorstellen, wie aus der anfänglichen Freude, doch Unsicherheit, Angst und Verzweiflung wurde.

Die unheimliche Atmosphäre kommt auf jeden Fall gut rüber und die gruseligen Beobachtungen wurden glaubhaft beschrieben, genauso wie die Zweifel, ob da wirklich was war, oder nicht.

Die Nachbarn nehmen die Winklers zwar gut auf, aber trotzdem sind sie teils undurchsichtig und verhalten sich auffällig. Dabei ist es etwas schade, dass viele von ihnen doch eher wenig beleuchtet werden. Auch Protagonist Marco ist manchmal etwas blauäugig und hätte teilweise noch mehr Tiefe vertragen können, aber insgesamt fand ich ihn und seine Gedanken und Gefühle glaubhaft dargestellt und konnte mich gut in ihn hineinversetzen.

Da es auch eine weitere Perspektive gibt, in der man jemanden begleitet, der im Kindesalter schlimme Gewalt erlebt hat, hat man schnell die Vermutung, da die Sicht des Täters präsentiert zu bekommen. Jedoch ist es hier etwas differenzierter und ich hatte durchaus auch mal den Gedanken, dass es sich bei den Perspektiven um zwei Seiten der gleichen Person handeln könnte.

Obwohl einige Morde passieren, überwiegen die leisen, atmosphärischen Töne. Erst gegen Ende gibt es einen kleinen Showdown, der zwar viele zufriedenstellende Antworten liefert, aber doch auch etwas sehr schnell abgehandelt wird. Ich fand das Motiv prinzipiell glaubhaft, aber dennoch hätte ich das gern noch etwas mehr beleuchtet gehabt, genauso wie manch andere Entwicklungen danach.

Sprecher Sascha Rotermund hat wieder einen tollen Job gemacht. Er vermittelt die Atmosphäre authentisch und differenziert die zweite Perspektive auch gut von Protagonist Marco Winkler.

Fazit:
Am Ende haben wir einen unterhaltsamen Thriller, der lange Zeit eher über die leisen Töne kommt, aber trotzdem recht spannend ist, auch weil der Autor mehrere falsche Fährten legt und man gut mit Protagonist Marco mitfühlen und mitfiebern kann. Am Ende gibt es einen kleinen Showdown und durchaus zufriedenstellende Antworten, auch wenn ich zu manchen Entwicklungen gern ein paar mehr Details gehabt hätte. Ich vergebe solide 4 Sterne und damit platziert sich „Welcome Home“ für mich im Mittelfeld, der von mir bereits gelesenen Werke des Autors.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein guter und zufriedenstellender Abschlussband

Auris. Puls der Angst
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Meinung:
Die Geschichte schließt nahtlos an ihren Vorgänger an. Es geht wirklich mit der Szene weiter, mit der das letzte Buch mit einem Knall geendet hat, wodurch man sofort wieder mitten in der Geschichte ...

Meinung:
Die Geschichte schließt nahtlos an ihren Vorgänger an. Es geht wirklich mit der Szene weiter, mit der das letzte Buch mit einem Knall geendet hat, wodurch man sofort wieder mitten in der Geschichte ist.

Jula erfährt, dass fast ihre ganze Familie und Freunde in das Geheimnis ihrer Mutter eingeweiht waren. Schon krass irgendwie. Und auch Jula findet diese Erkenntnis nicht so geil, wobei sie sich recht schnell wieder fängt und wieder ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Denn, die Mitglieder einer früheren Terrororganisation haben noch eine Rechnung mit Julas Mutter offen und schrecken dabei vor nichts zurück.

Ich fand die Ausgangslage erneut ziemlich interessant, die Hintergründe spannend, wenn auch (wie oft bei der Reihe) etwas abgedreht und das Tempo ist extrem rasant. Eins passiert nach dem anderen, wobei ich die Eile durch das Gift schon glaubhaft fand.

In diesem Teil werden nun die offenen Stränge zusammengeführt und manches kann man sich mit der Zeit schon denken. So gibt es eine Nebenfigur, bei der mir schnell klar war, dass sie ein falsches Spiel spielt und auch die Zusammenhänge zwischen Jula und Hegel waren doch recht schnell offensichtlich. Dennoch war dieser letzte, erneut abgedrehte Trip, spannend zu verfolgen und insgesamt war ich auch mit dem Ende recht zufrieden.

Etwas schade fand ich, dass die Phonetik dieses Mal sehr kurz kam. Es gab zwar eine scheinbar neue Möglichkeit für Hegel, aber diese hat sich mit der Zeit auch als Lüge herausgestellt.

Den Schreibstil fand ich, wie gewohnt, sehr flüssig und mitreißend. Die Charaktere durchaus immer noch mit undurchsichtigen Zügen versehen, aber insgesamt vielseitig und tiefgründig.

Fazit:
Ein guter und zufriedenstellender Abschlussband. Das Tempo ist rasant, die Lage wieder brenzlig und einige Wendungen erneut abgedreht, aber insgesamt eine unterhaltsame Geschichte und ein Ende, das einige Antworten liefert. Diese sind nicht alle total überraschend, aber doch gut lesbar. Ich vergebe solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Eine detaillierte Geschichte mit vielen leisen und berührenden Tönen...

Der Garten der kleinen Wunder
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Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da es nach einer berührenden und tiefgründigen Geschichte klang.

Und im Großteil habe ich das auch bekommen. Es ist schön zu verfolgen, wie die 14-jährige Vica ...

Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da es nach einer berührenden und tiefgründigen Geschichte klang.

Und im Großteil habe ich das auch bekommen. Es ist schön zu verfolgen, wie die 14-jährige Vica Mithilfe ihrer Nachbarin Toja aufblüht und lernt, dass es ok ist, wenn sie anders ist, als die anderen. Denn Vica und Toja sind beide sehr introvertierte und hochsensible Menschen, deshalb ist ihnen schnell alles zu viel. Ich fand es interessant, diese Sicht der Dinge mal genauer dargestellt zu bekommen, auch in Bereichen, in denen ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht habe.

Der Fokus der Geschichte liegt klar auf den Details. Alles wird sehr unaufgeregt und ausführlich erzählt. Auch die Besonderheiten und Wunder der Natur in Tojas Garten, aber auch ganz allgemein. Im Grunde wirklich interessant und entschleunigend, aber manchmal hätte ich es nicht ganz so ausführlich gebraucht.

Doch nicht nur Vica blüht durch die Freundschaft mit Toja und Bär auf, sondern auch ihr Vater Florian muss sich sehr ändern. Ich fand die Wandlung von ihm zwar toll für die Geschichte, aber doch etwas sehr leicht/einfach dargestellt. Somit war es am Ende eine recht große Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, die ich zwar wirklich harmonisch, aber leider auch etwas unglaubwürdig/ ein bisschen zu viel des Guten fand.

Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte oft berührt, zum Nachdenken angeregt und definitiv auch entschleunigt. Und das Ganze auch ohne größeren Spannungsbogen, sondern nur mit leisen Tönen. Ich mochte es ebenso, dass auch Tojas Geschichte in Rückblenden erzählt wird und man erfährt, dass auch ihr, in ihrer Kindheit, eher etwas unkonventionell geholfen wurde.

Für mich war es auch super, dass die Autorin auf eine Liebesgeschichte zwischen den Figuren verzichtet hat. Kurz hatte ich mal die Befürchtung, dass sich da was entwickeln könnte, aber zum Glück hat die Autorin da einen anderen Weg gewählt.

Wie gesagt, ist das Ende etwas zu harmonisch, aber insgesamt zufriedenstellend und passend. Ich habe die Geschichte mit einem guten Gefühl beendet.

Sprecherin Ulrike Kapfer passt mit ihrer ruhigen Art auch super zur Geschichte und hat sehr authentisch gelesen.

Fazit:
Ein sehr ausführlicher und detaillierter Roman, der die Bedürfnisse von introvertierten und hochsensiblen Menschen sehr genau darstellt. Dabei gibt es viele leise Töne, aber auch kleine Wunder und viele berührende Szenen und Besonderheiten. Manches hätte ich nicht ganz so ausführlich gebraucht und am Ende war mir die allgemeine Harmonie etwas zu groß, um wirklich glaubwürdig zu sein, aber ich habe die Geschichte gern verfolgt und mich von ihr entschleunigen lassen. Deshalb vergebe ich solide 4 Sterne.

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