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Veröffentlicht am 07.10.2025

Scheinheilig

Das Mädchen, das schwieg
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Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ...

Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ist eigentlich noch in Elternzeit, und Karsten versucht, sich von einem fast tödlichen Polizeieinsatz zu erholen, wird dabei aber immer depressiver.

Als nun in der Nachbarschaft ein Mord an einer stummen jungen Frau, Sissel, begangen wird, bedeutet das einen Wiedereinstieg in ihre jeweiligen Berufe. Keiner mag glauben, dass in ihrer kleinen Gemeinde ein Mörder umgeht. Die Autorin Trude Teige geht die Auflösung sehr behutsam an. Man erfährt viel Privates über die Dorfbewohner, schnell macht sich der Leser ein Bild über die unterschwellig herrschenden Spannungen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen und während eines fürchterlichen Wintersturms kommt es zum grandiosen Showdown, bei dem Karsten und Kajsa über sich hinauswachsen.

Dass der Mörder nicht leicht zu erraten ist, macht nur einen Teil der Spannung aus. Genauso faszinierend sind hier die Einzelschicksale von der toten Sissel, oder auch von dem Entführungsopfer, Tone, das von allen Seiten gemobbt wurde. Ebenso macht die Beziehung von Kajsa und Karsten eine interessante Entwicklung durch, und es ist schön zu sehen, wie Karsten wieder zu seinem alten Selbst zurückfindet.

Insgesamt ist "Das Mädchen, das schwieg" ein ruhiger, aber dabei sehr spannender Norwegen-Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann, weil er eben nicht so oberflächlich ist, wie manch anderer Krimi.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Waisenhaus des Schreckens

Coram House
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Dieser Thriller wird in erster Linie aus der Sicht von Alex Kelley geschildert. Sie ist eine True-Crime-Journalistin mit einem Bestseller-Debüt, dem ein Flop folgte. Dieses zweite Buch stürzte eine ganze ...

Dieser Thriller wird in erster Linie aus der Sicht von Alex Kelley geschildert. Sie ist eine True-Crime-Journalistin mit einem Bestseller-Debüt, dem ein Flop folgte. Dieses zweite Buch stürzte eine ganze Familie ins Verderben, bedeutete das berufliche Aus für Kelley und das ganze Desaster fiel auch noch ausgerechnet zeitgleich mit dem Tod von Alexs Ehemann zusammen.
Ein Buch über ein ehemaliges Waisenhaus, in dem sich unsägliche Dinge zugetragen haben, soll Kelley aus dem Tief holen.
Sie verbeißt sich sofort in das Schicksal eines vermissten Jungen. Sie will auch den anderen missbrauchten Kindern nachträglich Gerechtigkeit widerfahren lassen. Auch wenn sie hehre Ziele hat, so kommt Alex als Person sehr unsympathisch daher. Auf mich macht sie mit ihrer Reizbarkeit, den Stimmungsschwankungen und ihren Trinkgewohnheiten den Eindruck einer Alkoholikerin, auch wenn das nicht explizit erwähnt wird. Jedenfalls bringt sie einige Leute in Schwierigkeiten bis alles aufgeklärt ist.
Man sieht ihr bei den Recherchen für das Buch über die Schulter, doch viele Passagen und Gedankengänge wiederholen sich, sodass manches nur träge an einem vorbeirauscht, anstatt die Spannung zu erhöhen.
Heidi Jürgens als Sprecherin ist sehr angenehm, ebenso Wolfgang Berger, der die eingeschobenen Gerichtsprotokolle einliest.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Frühling in Alaska

Weit draußen in Alaska
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Dies ist mein erstes Zusammentreffen mit der Privatdetektivin Kate Shugak, doch ich hatte nie das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlen.
Auch wenn sich der Frühling langsam in Alaska zeigt, so herrscht ...

Dies ist mein erstes Zusammentreffen mit der Privatdetektivin Kate Shugak, doch ich hatte nie das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlen.
Auch wenn sich der Frühling langsam in Alaska zeigt, so herrscht doch immer noch gnadenlose Kälte im Verbund mit Schnee und Eis.
Shugak stoppt den Amoklauf eines ehemaligen Soldaten und wird gleich darauf beauftragt, einen Mord aufzuklären. Eins der Todesopfer starb nämlich nicht durch die Kugel des durchgeknallten Täters.
Die Ermittlung plätschert ziemlich träge dahin, auch wenn Kate nun selbst ins Visier des anderen Täters gelangt ist.
Die eigentliche Faszination dieses Romans liegt in dem außergewöhnlichen Setting. Dana Stabenow verzaubert mit ihren Landschafts- und Naturbeschreibungen. Da sie in Alaska aufgewachsen ist, wird auch das Leben dort in der Gemeinschaft authentisch geschildert. Darin liegt für mich der Reiz des Krimis und ich empfehle in gern weiter.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Schattenkönig

The Half King
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Als Kind schon wurde Cerise dem Tempel übergeben, doch die ganze Erziehung war vergeblich, denn die erwarteten seherischen Fähigkeiten wollen sich einfach nicht zeigen. Wegen einer Vision der obersten ...

Als Kind schon wurde Cerise dem Tempel übergeben, doch die ganze Erziehung war vergeblich, denn die erwarteten seherischen Fähigkeiten wollen sich einfach nicht zeigen. Wegen einer Vision der obersten Priesterin wird Cerise an den Hof König Kians geschickt. Sie muss ihn retten, denn sonst wird er mit dem 21. Geburtstag für immer von der Erde verschwinden. Zuerst sind es ihre Intelligenz und Intuition, die Cerise auf den richtigen Weg weisen. Vor ihr und Kian liegt eine abenteuerliche Zeit voller Prüfungen. Doch im Verlauf erfährt Cerise viel über sich selbst und ihre Fähigkeiten.
Das Buch steckt voller Überraschungen und Wendungen. So muss Fantasy sein. Sie wird in diesem Fall leicht und lebendig erzählt. Leider überzeugt die Liebesgeschichte nicht so recht, und es fehlt auch die Nähe zu den Protagonisten, sodass man nicht mit den Schicksalen mitfiebert. Deswegen gibt es einen kleinen Bewertungsstern weniger.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Sieg der Liebe

Midnight Eyes
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Dies ist nun das erwartete Finale der Midnight Eyes Trilogie, wieder hervorragend gelesen von verschiedenen Sprechern. Für den Hörer wäre es allerdings einfacher, wenn sich die Frauenstimmen stärker voneinander ...

Dies ist nun das erwartete Finale der Midnight Eyes Trilogie, wieder hervorragend gelesen von verschiedenen Sprechern. Für den Hörer wäre es allerdings einfacher, wenn sich die Frauenstimmen stärker voneinander unterscheiden würden.
Die Handlung findet jetzt fast ausschließlich in der Dämonenwelt statt. Hier hat die Autorin sehr viel Fantasie walten lassen, sodass der Leser alles fast bildlich vor Augen hat. Die Handlung selbst ist wesentlich brutaler als in den Vorgängerfolgen. Mir persönlich ist das zu drastisch geworden und ich würde deswegen das Buch nicht in Teenie-Hände geben, obwohl die Liebesszenen für diese Altersgruppe einfach perfekt wären. Ja, es wird sehr romantisch in diesem Buch und es wartet auch mit einem wundervollen Schluss auf, der keine Wünsche mehr offen lässt.

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