Solide Romance mit Schwächen
Inhalt:
Jess Canning fühlt sich in ihrer Familie als Versagerin, hat sie doch schon mindestens drei Mal einen neuen Job begonnen. Als derzeit tätige Partyplanerin will sie nun beweisen, was in ihr steckt. ...
Inhalt:
Jess Canning fühlt sich in ihrer Familie als Versagerin, hat sie doch schon mindestens drei Mal einen neuen Job begonnen. Als derzeit tätige Partyplanerin will sie nun beweisen, was in ihr steckt. Dazu plant sie die Hochzeit ihres Bruders, für den sie gleichzeitig auch Trauzeugin ist. Ausgerechnet Blake Riley, beliebter Eishockeyspieler und Frauenschwarm, ist der andere Trauzeuge. Und Jess´ One-Night-Stand vor einigen Monaten. Jess will sich nicht von ihrem Plan abbringen lassen die perfekte Hochzeit auszurichten und Blake ist ihr dabei keineswegs eine Hilfe, denkt sie.
Blake Riley, der ein gewisser Ruf vorauseilt, sieht seine Chance Jess endlich von sich zu überzeugen, denn seit dem One-Night-Stand bekommt er sie nicht mehr wirklich aus dem Kopf. Doch Jess lässt sich nicht so leicht davon überzeugen, dass Blake im Privaten ganz anders ist, als er von der Öffentlichkeit gesehen wird. Aber Blake gibt nicht auf.
Meinung:
Nachdem ich gesehen habe, dass Elle Kennedy an diesem Buch beteiligt war, hatte ich durchaus einige Erwartungen. Leider wurden diese nicht wirklich erfüllt. Good Boy ist damit kein typisches Elle Kennedy Buch! Hier muss man jedoch erwähnen, dass es im Original bereits 2015 erschienen ist und dadurch mit ihren heutigen Werken wie der Windy City Series nicht mithalten kann.
Die Grundidee des Buches war durchaus sehr gut, die Umsetzung jedoch leider nicht ganz mein Geschmack. Allen voran Blake Riley ging mir in der ersten Hälfte mächtig auf die Nerven. Er ist bis ca. 45% des Buches eine absolute Redflag für mich gewesen. Hier haben fast dauerhaft meine inneren Alarmglocken geschrillt. Er ist besitzergreifend, ein Macho durch und durch und sendet Jess ungefragte Dickpics. Für mich ein absolutes No-Go. Ab der zweiten Hälfte ist er dann wie ausgewechselt, quasi eine Greenflag schlechthin. Zwischenzeitlich kam es mir so vor, als würde es zwei verschiedene Blakes geben. Mit dem Blake aus der zweiten Hälfte des Buches kam ich dann gut aus und er war mir auch durchaus sympathisch.
In der Grundstory und Idee des Buches kann man durchaus schon erste Elemente von Elle Kennedys späterem Erfolg lesen. Die andere Co-Autorin Sarina Bowen kenne ich leider bislang nicht, daher fällt mir eine Einschätzung ihres Einflusses auf das Buch schwer. Die Umsetzung der Idee war dann etwas ausbaufähig. Gestört hat mich jedoch vor allem neben dem Redflag-Blake die Formulierungen, die hier verwendet wurden. Ich bin mir nicht sicher, ob das durch die Übersetzung des Buches passiert ist oder ob auch im Original seltsame Synonyme für die Geschlechtsteile und auch den BH verwendet werden. Wenn ich aber Begriffe lese wie Doppelsteinschleuder, Wiesel, Blake-Snake oder auch Snake Riley geht bei mir die Lust am Lesen recht schnell verloren.
Insgesamt war Good Boy eine solide Romance mit viel Potential und leider etwas schwacher Umsetzung.