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Veröffentlicht am 27.09.2025

Nicht ganz unser Ding

Stachel und Stunk
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Kinderbücher haben die wunderbare Aufgabe, kleine Leserinnen und Leser in neue Welten mitzunehmen, spannende Figuren vorzustellen und mit schönen Bildern zum Träumen einzuladen. Stachel und Stunk greift ...

Kinderbücher haben die wunderbare Aufgabe, kleine Leserinnen und Leser in neue Welten mitzunehmen, spannende Figuren vorzustellen und mit schönen Bildern zum Träumen einzuladen. Stachel und Stunk greift diese Idee auf und punktet vor allem mit der ungewöhnlichen Tierwahl: Ein Igel und ein Stinktier als Hauptfiguren begegnet man nicht alle Tage, und genau das fanden wir sehr originell. Auch die Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und machen das Blättern im Buch zu einem echten Vergnügen.

Beim Lesen selbst fiel es uns jedoch nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen. Die Texte wirkten teilweise etwas verwirrend angeordnet, sodass man öfter innehalten musste, um den roten Faden wiederzufinden. Zudem verhalten sich manche Figuren recht ruppig und wenig einladend, was den Gesamteindruck für uns ein wenig getrübt hat.

Insgesamt bleibt daher ein gemischter Eindruck: Auf der einen Seite die kreativen Figuren und die gelungenen Bilder, auf der anderen Seite eine Erzählweise, die uns nicht ganz überzeugen konnte. Für Familien, die Lust auf ungewöhnliche Charaktere haben, könnte es dennoch ein spannendes Buch sein – für uns persönlich war es allerdings nicht der ideale Lesestoff.

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Veröffentlicht am 28.01.2020

Ich wollte dieses Buch lieben, aber...

Kreona
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Sayen hat außer ihrer Heimatstadt Taian noch nie etwas anderes gesehen. Mehr schlecht als recht schläft sie sich als Diebin durch. Als der König sie erwischt und man sie festnehmen will, verlässt Sayen ...

Sayen hat außer ihrer Heimatstadt Taian noch nie etwas anderes gesehen. Mehr schlecht als recht schläft sie sich als Diebin durch. Als der König sie erwischt und man sie festnehmen will, verlässt Sayen die Stadt und begibt sich auf die Suche nach einem legendären Buch, das dem Besitzer die Macht verleihen soll in die Zukunft zu schauen.
Auf der Suche nach den 5 Hinweisen, die zum Versteck des Buches führen sollen, besucht Sayen die merkwürdigsten Orte, stellt sich Gefahren, sich selbst, findet neue Freunde und erlebt die ein oder andere Überraschung.

Ich wollte dieses Buch so gerne lieben. Seit Monaten stand es auf meiner Wunschliste, bis ich es auf der Frankfurter Buchmesse verbunden mit einem kleinen Plausch mit der Autorin kaufte. Ich war sofort verliebt in das Cover und die liebevollen Illustrationen, Zeichnungen und Verzierungen. Optisch einfach ein wahres Meisterwerk.
Was den Inhalt betraf musste ich mich leider von meiner Euphorie verabschieden. Kreona und ich hatten unsere Probleme miteinander. Ich kam schwer ins Buch. Die Story packte mich nicht und plätscherte irgendwie so dahin. Mir fehlten die Details, die schmuckvollen Sätzen und das Unerwartete. Alles ging zu einfach. Probleme würden sofort gelöst. Orte, die Erwartungen schürten waren unwichtig, Figuren tauchten auf, hatten aber keinerlei Bedeutung für den Fortgang der Story. Ich tat mich wirklich schwer. Die ersten ca. 170 Seiten waren ein Kampf, denn ich wollte Kreona doch so gerne lieben.

Es ging bergauf. Die Story nahm ein wenig Fahrt auf. Kreona und ich näherten uns etwas an. Ich mochte die Figuren lieber, die Details wurden zahlreicher. Es entwickelte sich eine Geschichte - eine fantasievolle Geschichte, die wirklich Potenzial hat. Der es aber meiner Meinung nach an Wortgewalt und Bildhaftigkeit fehlt. Der Satzbau war zu einfach, Emotionen kamen mir zu kurz, Fäden wurden gewoben und dann fallen gelassen. Alles wirkte irgendwie nicht rund. Ich habe mich wirklich schwergetan.
Die Idee mit den Städten gefiel mir wirklich gut, doch hätte man diese deutlich mehr ausschmücken dürfen. Man hätte Sayen beim Beschaffen der Hinweise gerne mehr Steine in den Weg legen dürfen. Ich hätte mir mehr Emotionen gewünscht.

Das Ende des Buches hat dann nochmal alles gegeben und mich tatsächlich überrascht, doch der Gesamteindruck ist leider nur mittelmäßig geblieben.
Aufgrund des Cliffhänger-Endes ist es völlig unklar, ob ich die Fortsetzung, sollte sie denn Erscheinen, lesen möchte.
Vielleicht sollte Kreona irgendwann eine zweite Chance bei mir bekommen.

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Veröffentlicht am 03.11.2019

Mittelmäßige Unterhaltung durch unrunde Figuren

Ein Moment fürs Leben
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Lucy scheint zufrieden, bis Sie ein Briefe von ihrem Leben bekommt und um ein Treffen gebeten wird. Als es sich nicht mehr verhindern lässt, lässt sich Lucy auf dieses Treffen ein und stellt fest, dass ...

Lucy scheint zufrieden, bis Sie ein Briefe von ihrem Leben bekommt und um ein Treffen gebeten wird. Als es sich nicht mehr verhindern lässt, lässt sich Lucy auf dieses Treffen ein und stellt fest, dass ihr Leben doch nicht so glücklich und zufrieden verläuft, wie sie es sich vormacht. Zusammen mit ihrem Leben, löst sie Probleme, bringt Licht ins Dunkel und kann sich nach und nach unangehme Wahrheiten eingestehen und Lügen aus dem Weg räumen.

Mich hat Lucys Leben eher verwirrt. Die Idee "das Leben" als Person in der Geschichte vorkommen zu lassen, gefiel mir nur teilweise. Irgendwie blieben Zusammenhänge offen und die Figur "Lucys Leben" war mir teilweise einfach zu wechselhaft und schwankend. Ich wurde nicht so wirklich warm mit dieser Figur. Lucy als Protagonistin war sympathisch, aber auch nicht wirklich rund. Die Sprache im Buch war verständlich, der Schreibstil flüssig, aber die ganz großen Worte blieben aus. Der Unterhaltungsfaktor ist definitiv gegeben, durch die unrunden Figuren schwankt die Spannung aber immer wieder.

Für mich hatte die Story ihre Höhen und Tiefen, was im Gesamtergebnis nur auf ein "mittelmäßig" hinausläuft.

Veröffentlicht am 02.04.2019

Ganz okay, aber so richtig konnte der Funke nicht überspringen

Ich weiß, du bist hier
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Als ihr Mann David im Sommer zu einer Kajaktour aufbricht und nach einem schweren Gewitter nicht zurückkehrt, geht man davon aus, dass er tot ist.
Bis er plötzlich monate später wieder vor Sarah steht, ...

Als ihr Mann David im Sommer zu einer Kajaktour aufbricht und nach einem schweren Gewitter nicht zurückkehrt, geht man davon aus, dass er tot ist.
Bis er plötzlich monate später wieder vor Sarah steht, die nicht weiß was sie glauben soll.
Ist ihr Mann garnicht tot? Warum sollte er nach Monaten zu ihr zurückkehren? Bildet sie sich alles nur ein?

Laura Brodie schafft es mit ihrer Geschichte die Linie zwischen Fantasie und Realität so dünn und durchscheinend zu gestalten, dass man als Leser
selber nicht mehr weiß, was man glauben soll. Mit Sarah schafft sie eine verzweifelte, aber dennoch irgendwie zwiespältige Protagonistin,
die vom scheinbaren Tod ihres Mannes betrübt, aber auch befreit wirkt. Die Geschichte plätscherte anfangs etwas dahin, sodass es für mich schwierig
war ins Buch einzusteigen. Mehrere Male war ich kurz vom Abbruch, weil scheinbar nichts passierte, was mich packen konnte. Im letzten Anlauf
konnte ich dann den "toten Punkt" überwinden und das Buch dann fast in einem Stück durchlesen.
Dennoch hat die Story definitiv ihre Höhen und Tiefen. Teils waren mir die Zitate zu melancholisch oder hochtrabend, in einer sanften Liebesgeschichte.

Unterm Strich bin ich jedoch froh, dass Buch beendet zu haben, die die Autorin schaffte es ihre Erzählung sehr bildhaft zu verpacken und gerade Sarah als
Hauptprotagonistin regt sehr zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Tolle Idee, aber an der Umsetzung scheiterte es etwas

Cold Fire
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Eigentlich ist Lara ein ganz normaler Teenager. Sie verschläft öfter mal, ist vergesslich und manchmal ein wenig tollpatschig.
Nichts besonderes scheint in ihrem Leben zu passieren. Bis sie Logan trifft, ...

Eigentlich ist Lara ein ganz normaler Teenager. Sie verschläft öfter mal, ist vergesslich und manchmal ein wenig tollpatschig.
Nichts besonderes scheint in ihrem Leben zu passieren. Bis sie Logan trifft, was ihrer besten Freundin Jean so garnicht gefällt.
Warum nur? Und warum sollte sich so ein atemberaubender Typ wie Logan überhaupt für die unscheinbare Lara interessieren?
Lara sieht als Einzige wie und was Logan wirklich ist - ein Secutor. Ein Wesen, dessen Aufgabe es ist, seinen menschlichen Auftrag
zu schützen, unter die Arme zu greifen und ihn oder sie auf den richtigen Weg zu leiten.
Durch Logan taucht Lara ab in eine Welt aus Illusionen, neuen Freunden, faszinierenden Möglichkeiten, aber auch in die Welt einer tödlichen Gefahr.

Mich erinnerte das Buch und die Story sehr an die Obsidian- oder auch die Twilight-Reihe. Ein menschliches Mädchen verliebt sich in einen ungewöhnlichen,
übermenschlichen und natürlich unglaublich schönen Jungen, wird mit offenen Armen und kleinen Seitenhieben in der Familie willkommen und die ganz große
Liebe entfacht. Mir persönlich war die Story leider nicht besonders genug, da die Parallelen zu den oben genannten Reihen einfach zu extrem waren und die
Handlung daher leider relativ vorhersehbar. Die Rasse der Secutoren und Defensoren und die Idee mit den Illusionen war neu und ich fand sie auch echt spannend.
Leider wirkte das Konzept für mich nicht zu 100 % durchdacht. Viele Seiten musste ich doppelt lesen, um die Zusammenhänge zu verstehen, was mir dennoch
nicht immer gelang. Ich glaube die Welt, die die Autoren erschaffen wollte ist eine super Idee, die Umsetzung war für mich nur nicht immer schlüssig.
Die Figuren vor allem Lara, Logan und Jean waren für mich schon interessant. Alle hatten aber auch ihre Tücken. Konflickte wurden für mich immer viel zu
schnell gelöst und so ein bisschen herrschte immer die "Vergeben und Vergessen"-Atmosphäre. Auch die Lovestory war für mich ein wenig over the top.
In besagten Reihen, kam die ganz große Liebe ja auch immer sehr schnell, wirkte für mich aber authentischer. Dass Logan seien Lara die ganze Zeit "mein Engel"
nennt, war mir auch viel zu viel.
Mit dem Schreistil kam ich leider auch nicht wirklich gut klar. Zitate konnten oft nicht dem Sprecher zugeordnet werden, da direkt nach dem Zitat ohne Zeilenumbruch
schon eine Reaktion des Gegenübers stand. Ich hatte die Hoffnung, dass sich das im Laufe des Buches vielleicht legen würde oder ich reinfinden könnte,
leider war dem aber nicht so. Sodass ich ziemlich viele Lesepausen einlegen musste.

Fürs Fans der Obsidian- oder Twilight-Reihe mag die Story sicher interessant sein, doch fehlt dem Ganzen der rote Faden, das I-Tüpfelchen und ein klarer Schreibstil.