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Veröffentlicht am 27.06.2018

Kann den Hype nicht erfüllen

Children of Blood and Bone
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Allgemeines:

Heute, ...

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Allgemeines:

Heute, am 27.06.2018, erscheint Children of Blood and Bone – Goldener Zorn als gebundenes Buch bei Fischer FJB, also in der Jugendabteilung der Fischerverlage. Das Buch hat 624 Seiten und eine Leseempfehlung ab 14 Jahren.

Vermutlich ist keiner von euch bisher um den Debütroman der Autorin Tomi Adeyemi herumgekommen. Ich drücke das mit Absicht so aus – man hatte eigentlich gar keine Wahl. Ob man wollte oder nicht, an der Bewerbung von Adeyemis Trilogieauftakt kam man als Leser kaum vorbei.

Da Adeyemis Buch in den USA so erfolgreich war, wurden die Filmrechte verkauft, eine Verfilmung ist bereits in Arbeit.

Inhalt:

„Sie töteten meine Mutter.
Sie raubten uns die Magie.
Sie zwangen uns in den Staub.
Jetzt erheben wir uns.

Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.

Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …“ (Quelle: Fischer FJB)

Meine Meinung:

Bücher, um die es einen solchen Hype gibt, wie um Children of Blood – Goldener Zorn, haben es nicht leicht. Ihnen wird vorgeworfen, attestiert oder zugeschrieben, gut zu sein. Sie müssen es einfach sein, schließlich sagt das doch jeder. Da traut sich auch fast keiner, etwas dagegen zu sagen. Alle anderen fanden es doch auch gut…. Durch einen solchen Hype entstehen Erwartungen, die schwer zu erfüllen sind. Und so war es bei mir auch mit Adeyemis Debütroman. Mir wurde so viel versprochen. Unendlich viel. So viel konnte Adeyemi eigentlich gar nicht in einem einzigen Buch erfüllen. Und so war es schlussendlich auch.

Ich habe Children of Blood and Bone in einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen. Auf solchen Bücherportalen gibt es immer viele begeisterte Leser, gleichzeitig wird durch den Austausch miteinander aber auch beinahe jeder kritische Punkt eines Buches beleuchtet. In dieser Leserunde sind nicht nur mir so einige Dinge in Adeyemis Geschichte aufgefallen, die in einer großen Diskrepanz zu dem versprochenen grandiosen Inhalt stehen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte euch das Buch auf keinen Fall schlecht reden. Es ist schlicht und ergreifend ein lesenswertes Buch, das nicht so gut ist, wie uns Lesern suggeriert wird. Doch woran liegt das?

Für jeden Autor ist es schwer, in der Welt der Fantasyliteratur ein Buch zu veröffentlichen, das völlig neu ist. Vielen gelingt es trotzdem, anderen nicht. Adeyemi hat faszinierende Ideen entwickelt, mit Orïsha eine Welt voller Magie erschaffen, eine Grundstimmung, die mich mitgenommen hat. Leider ist die Grundidee ihres Buches dabei sehr simpel. So etwas habe ich schon in vielen Büchern gelesen. Verschiedene magische Clans oder Kasten, die aus unterschiedlichen Gründen unterdrückt werden. Eine Protagonistin, die das alles ändern wird, aber davon selbstredend rein gar nichts ahnt. Sie muss einen Weg gehen, auf dem sie viele Prüfungen durchläuft. Dazu noch eine Portion Liebe. Ob sie es schafft oder nicht… man weiß es nicht. Ganze Szenen in Children of Blood and Bone erinnern dabei zusätzlich auffallend an andere Bücher. Ich habe eine Szene aus Jay Kristoffs Nevernight – Das Spiel nahezu genauso in Children of Blood and Bone gelesen. Dadurch hielt ich wohl eher unbewusst Ausschau nach weiteren Passagen, die mich an bereits gelesene Bücher erinnerten. Ohne zu viel zu verraten, kann ich euch sagen, dass ich auch eine Szene aus Panem entdecken konnte. Stichwort Rue.

Mit fortschreitender Handlung wurden des Weiteren immer wieder die Unterschiede zwischen schwarzen Menschen und Menschen mit etwas hellerer Haut betont. Dass in Orïsha diesbezüglich diskriminierende Unterscheidungen getroffen werden, hat der Leser nach etwa 100 Seiten mehr als verstanden. Es muss nicht immer wieder erwähnt werden und das zeichnet ein gutes Buch, das unter anderem Rassismus zum Thema hat, auch nicht aus. Schade!

Adeyemis Charaktere strahlen leider ebenfalls nicht durch ihre Einzigartigkeit. Viele ihrer Verhaltensweisen wirkten auf mich zu stereotypisch. Zu kindlich, vorhersehbar, jugendlich und eben gar nicht so innovativ wie versprochen. Mit Protagonistin Zélie konnte ich mich während der Lektüre kaum identifizieren. Ich fand keinen Zugang zu ihr. Auch ihr Bruder handelt so irrational, dass ich an manchen Stellen fassungslos war. Amaris Entwicklung innerhalb der Handlung gefällt mir. Aber gleichzeitig wirkt sie auf mich gewollt. Als ob die Autorin am Anfang dachte, dass sie Amari naiv und wenig eigenständig präsentieren möchte, um sie dann eine Entwicklung durchmachen zu lassen. In meinen Augen ist also auch Amari ein zu konstruierter Charakter.

Mich lässt Children of Blood and Bone – Goldener Zorn sehr zwiegespalten zurück. Schöne einzelne Elemente verpackt in eine stereotypische und vorhersehbare Grundstory – das Ganze in einem angenehmen und fesselnden Schreibstil. Deshalb bin ich umso gespannter, ob es Adeyemi im zweiten Teil gelingen wird, ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. Ich drücke die Daumen!

Fazit:

Ein großer Hype, den dieser Trilogieauftakt in meinen Augen nicht erfüllen kann.

Veröffentlicht am 18.03.2026

Grundidee top!

Montcrest University 1: Lessons in Evil
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Allgemeines:
„Montcrest University 1 - Lessons in evil“ ist am 27.02.26 bei Cove erschienen. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe. Das Taschenbuch hat 496 Seiten.

Inhalt:
„Willkommen an der ...

Allgemeines:
„Montcrest University 1 - Lessons in evil“ ist am 27.02.26 bei Cove erschienen. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe. Das Taschenbuch hat 496 Seiten.

Inhalt:
„Willkommen an der Montcrest University – einer geheimen Eliteakademie, tief verborgen in den schneebedeckten Schweizer Alpen. Abseits der sterblichen Welt studieren hier die Erben der versiegelten Unterwelt: Dämonen und Schattenengel, die darauf vorbereitet werden, die Menschheit mit Sünde und Tod zu überziehen.  

Grace Blackmore, Einzelgängerin, Schattenengel und Tochter ehrgeiziger Eltern, will nur eines: an der Spitze stehen. Doch an der Montcrest University entscheidet nicht Talent, sondern die Blutlinie über deinen Platz in der Rangordnung. Und ganz oben befindet sich Isak Volstrom, Montcrests mächtigster Dämon. Der Gebieter über Gedanken und Gefühle ist es gewohnt, alle zu beherrschen, nur ausgerechnet Grace entzieht sich seiner Kontrolle. Als die Universität ihren fünf besten Studierenden die einmalige Chance bietet, in die Hölle hinabzusteigen, entbrennt ein erbitterter Wettstreit um die begehrten Plätze. Die Rivalität zwischen Isak und Grace wird nahezu tödlich. Aber die Anziehung ist es auch … “ (Quelle: Cove)

Meine Meinung:

Die Geschichte spielt in einer Universität, alle Protagonisten sind erwachsen. Davon merkt man als Leser jedoch leider nicht so viel. Eigentlich haben wir hier tatsächlich ein ganz klassisches Jugendbuch mit einigen Elementen, die überzeugend ausgebaut werden könnten. Das Setting ist relativ stereotypisch aufgebaut und all das hat man irgendwie so oder ähnlich schonmal irgendwo gelesen. Anfangs wirkt zudem der Schreibstil recht abgehakt, man liest sich jedoch ein wenig ein und es wird besser.

Der Name von Protagonistin Grace
erinnert bedauerlicherweise so sehr an eine andere Reihe, die ebenfalls in einer Schule für magisch Begabte spielt, dass ich da anfangs richtig irritiert war bzw. es ist ja sogar der gleiche Name wie in den Katmere-Büchern, zudem haben auch beide Protagonistinnen Flügel.

Insgesamt betrachtet, gibt es auch Momente, die mir richtig gut gefallen haben. Dann kam bei mir aber auch immer wieder die Phase, in der ich ein bisschen kritischer auf die Umstände geschaut habe. Und wenn man das tut, beginnt man irgendwie, alles infrage zu stellen.
Da kommt mir zum Beispiel der Evilscore in den Kopf. Man bekommt in diesem Buch Punkte für gute schulische Leistungen und für das Engagement in Gruppenaktivitäten etc. So weit, so gut. Aber eigentlich geht es darum, besonders böse zu sein und die Gesetze der Nacht/des Bösen umzusetzen. Da es eigentlich aber ganz normale Teenies sind, passt das für mich mit der ganzen Ausbildung zu Superschurken nicht ganz zusammen.
Viele bedeutende Dinge werden beiläufig erwähnt und dann geht man zum nächsten Zeitsprung über. Leider ist dadurch vieles nicht zuende gedacht oder verknüpft worden. In diesem Buch passiert so viel und hat nicht so richtig Auswirkungen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde die grundlegende Story gut. Aber irgendwie ist nichts so richtig ausgeführt, wir gehen nicht in die Tiefe und springen von Szene zu Szene. Ab und zu tauchen wir ein bisschen ein und dann geht es weiter. Schade, da ist so viel unausgeschöpftes Potential!

Fazit:

Grundidee top, Umsetzung nicht!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Plot top, Inhalt flop

The Deathless One
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Allgemeines:
„The deathless one“ ist als Taschenbuch bei Fischer Tor erschienen. Ende August 2025 erblickte das Buch der US-amerikanischen Autorin Emma Hamm das Licht der Welt.

Meine Meinung:
Cover, ...

Allgemeines:
„The deathless one“ ist als Taschenbuch bei Fischer Tor erschienen. Ende August 2025 erblickte das Buch der US-amerikanischen Autorin Emma Hamm das Licht der Welt.

Meine Meinung:
Cover, Beschreibung und Titel sind bei diesem Buch sehr gut gewählt. Es zog mich direkt in seinen Bann und ich hatte ehrlich gesagt relativ hohe Erwartungen. Leider konnte „The deathless one“ diese nicht erfüllen. Das Buch hat sich so sehr gezogen, war langatmig und schlicht und ergreifend trivial. Und das, obwohl ich anfangs so gespannt auf die Geschichte war. Mir gefallen die Ansätze dieser Welt nach wie vor, mir gefällt der Plot und die grundsätzliche Story mag ich ebenfalls.

Alles ist düster, bedrohlich und man fiebert anfangs wirklich mit der Protagonistin mit. Aber dann ist in meinen Augen die Handlung ins Stocken geraten und mir passiert dann über einen längeren Zeitraum hinweg zu wenig. Ich las weiter und weiter, aber leider blieb es bis zum Ende so. Dann geht plötzlich alles sehr schnell, es passiert viel, genauso viele Fragen bleiben jedoch auch offen.

Zwischendurch hatte ich wenig Lust, überhaupt weiter zu lesen. Es geschah wirklich kaum etwas, das miteinander verknüpft ist. Wenn etwas passiert, wirkt es seltsam losgelöst voneinander und man sieht als Leserin wenig Zusammenhänge bzw. Verzahnungen durch die Autorin.
Hätte ich nicht an einer Leserunde teilgenommen, hätte ich das Buch abgebrochen. In der Leserunde ging es sehr vielen so. Zusammen war geteiltes Leid aber halbes Leid und wir haben es durchgezogen.

Die Protagonistin denkt in diesem Roman viel und handelt wenig. Wenn sie handelt, dann jedoch sehr unüberlegt. Erst wird verkauft, dass sie als Prinzessin des Reiches ganz schön viel drauf hat und dann überrascht sie schon wieder der nächste Aspekt ihres eigenen Reiches. Warum? War sie niemals in ihrem Reich unterwegs? Alles nicht wirklich logisch.

Fazit: Alles ist seltsam konstruiert und wenig durchdacht. Schade, da war so viel Potential. Aber ich musste leider immer wieder den Kopf schütteln über den Verlauf der Handlung. Definitiv keine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Spannende Grundidee

Lessons of Hearts and Magic
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Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr ruhig, die Autorin lässt ihren Leser*innen Zeit. Die Welt und das recht simple Magiesystem werden erklärt und die Autorin verliert sich dabei teilweise ...

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr ruhig, die Autorin lässt ihren Leser*innen Zeit. Die Welt und das recht simple Magiesystem werden erklärt und die Autorin verliert sich dabei teilweise in Wiederholungen. Insgesamt empfand ich den Schreibstil dabei als angenehm und bin immer wieder gespannt gewesen, wie es wohl weitergehen wird.

Unsere Protagonistin entdeckt ihre Magie. Da in ihrer Welt Frauen mit viel Magie beseitigt werden, muss sie untertauchen. Das tut sie, indem sie sich in die Akademie begibt, in der die sehr unerfahrenen Männer dieser Welt ihre Magie erlernen. Besonders die Ankunft in der Akademie macht Lust auf mehr. Ist ihre Magie wirklich anders als die der anderen? Oder wird es immer nur behauptet? Sie wird ja vermutlich stärker als manch anderer junger Mann dort sein. Wird jemand sie erkennen? Fragen über Fragen. Nach diesem Abschnitt hatte ich richtig Lust, weiterzulesen.

Dann folgen jedoch viele Abschnitte, die eher beschreibend sind und viele Logikfehler aufweisen. Das Buch unterhält und man liest es schnell weg, dabei ist es aber häufig sehr vorhersehbar. Mir fehlte das Tüpfelchen auf dem I, das Besondere und an vielen Stellen wäre unsere Protagonistin eigentlich aufgeflogen, wenn man in die Tiefe gegangen wäre. Außerdem ist das Magiesystem letzten Endes wirklich so vorhersehbar, dass es beim Lesen beinahe unangenehm war.

Obwohl dieses Buch ein sehr wichtiges Thema betrachtet, bin ich enttäuscht zurückgelassen worden. Wenn ich ein Buch schreibe, dann ist davon auszugehen, dass die Generation, die vor den von mir entworfenen Protagonisten lebte, Erinnerungen an die Vergangenheit hat. Selbst, wenn ich alle Bücher verbrenne, kann ich diese Erinnerungen nicht auslöschen. Und obwohl es dafür keine magische Grundlage gibt, erinnert sich hier niemand an früher. Das kann einfach nicht sein. Manches akzeptiere ich gerne als Leserin, wenn ich mir dann die Welt besser vorstellen kann. Aber auch meine Toleranz ist begrenzt, wenn es unlogisch und einfach zu stark konstruiert wird.

Wer dieses Buch liest, hat vermutlich den Klappentext gelesen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einen kritischen Gedanken anmerken: jede Frau mit ein bisschen mehr Magie wird vermutlich beseitigt. Da diese Magie durch Liebe ausgelöst wird, empfinde ich das als ein bisschen unlogisch. Viele Menschen lieben oder schätzen einander zumindest. Müsste es dann nicht deutlich weniger Frauen als Männer geben? Dann wäre das doch bestimmt schon als Problem erkannt worden oder? Insgesamt ist das in meinen Augen ein weiterer Logikfehler im Buch.

Fazit:
Ein wichtiges Thema wurde hier auf ungeschickte Art und Weise thematisiert. Ganz viel Potential, aber in dieser Form leider keine Weiterempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Das arme Land hat noch viel vor sich

The Beasts We Bury (Band 1)
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Meine Meinung:
Wir betreten in „The Beasts We Bury“
eine Welt, die eine sehr interessante, gleichzeitig jedoch auch grausame Komponente enthält. Die Magie war lange Zeit ganz fort und funktioniert nun ...

Meine Meinung:
Wir betreten in „The Beasts We Bury“
eine Welt, die eine sehr interessante, gleichzeitig jedoch auch grausame Komponente enthält. Die Magie war lange Zeit ganz fort und funktioniert nun anders als früher. Man weiß nicht, mit welcher Magie man gesegnet wird, wenn man die Höhle betritt. Oder ob man überhaupt lebend wieder hinauskommt… Wer kommt mit Magie hinaus und mit welcher? Spannende Idee, die häufig leider auch grausam anmutende Züge annimmt.

Grausamkeit ist hier ein Stichwort: Leider konnte ich das Buch nicht wirklich genießen, da teilweise so brutale Ereignisse eine Rolle spielen. Ich empfinde dieses Buch nicht als geeignet für jugendliche Leser*innen. Zum einen wird die der Protagonistin innewohnende Magie brutal ausgelebt, zum anderen ist ihr Vater ein so fürchterlicher Mensch, dass es kaum zu ertragen ist. In Kombination mit der stark ausgeprägten Naivität der Protagonistin ist das schwer auszuhalten. Es wirkt alles so, als hätte Mancella vor den Ereignissen des Buches nicht gelebt. Es entsteht der Eindruck, als würden alle Handlungsstränge erst mit dem Lesen des Buches beginnen. Selbst, wenn Mancella isoliert gelebt habt, muss sie ja Dinge mitbekommen haben. Leider sind in diesem Kontext auch die angepriesenen Tropes Enemies to lovers und Slow burn nicht überzeugend, da beide Protagonistin sich wirklich kindisch und naiv verhalten. Da burned gar nichts.

Einige Teile der Handlung unterhalten gut, andere sind schlicht und ergreifend unlogisch. Da gehe ich nicht weiter ins Detail, um nicht zu spoilern. Die Handlung bleibt während der fortschreitenden Geschichte mehr oder weniger an der Oberfläche. Für ein Jugendbuch empfinde ich sie außerdem wie bereits erwähnt als unnötig grausam. Allein ein Kampf in der Arena wird so detailliert geschildert, dass ich als 14-Jährige vermutlich Albträume gehabt hätte. Insgesamt schneidet die Autorin so vieles an, verknüpft es aber nicht wirklich.

Fazit:
Ich hätte mir mehr gewünscht, mehr Durchdachtheit und Tiefe. Unglaubwürdig bleibt nach wie vor das Bewerben von enemies to lovers oder auch von slow burn. Das arme Land - so ein naives Mädchen hat noch ziemlich viel vor sich. Band 2 werde ich nicht lesen.

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