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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

wie füllt man die Leere?

Die Ausweichschule
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Ich fand das Thema brisant und interessant zugleich. Und die voyeuristische Perspektive fand ich aus True Crime Wicht eigentlich auch ganz spannend. Ich habe hier aber tatsächlich mit der Aufbereitung ...

Ich fand das Thema brisant und interessant zugleich. Und die voyeuristische Perspektive fand ich aus True Crime Wicht eigentlich auch ganz spannend. Ich habe hier aber tatsächlich mit der Aufbereitung und dem Erzählstil gehadert.

Die Erzählung wirkt sprunghaft, unfokussiert und gleichzeitig effektheischerisch. Der Protagonist gibt ja selbst immer wieder zu seine Erinnerungen gezielt verfälscht zu haben, unsicher zu sein, was er wirklich sah und erlebt hat. Und diese Unschärfe bestimmt gefühlt auch den Text. Und zwischen dem was zählt und bewegt immer wieder Nichtigkeiten.

Ich hatte wirklich eine harte Zeit mit diesem Buch und bin mir auch jetzt am Ende unschlüssig, ob ich wirklich Zugang zum Text gefunden habe. Was mir aber gut gefallen hat, das waren die vielen verschiedenen Blickwinkel, die auf die Tat selbst und den Täter geworfen wurden.

Hätte für meinen Geschmack noch pointierter und dichter erzählt werden können, mich haben die Unterbrechungen und unzusammenhängenden Alltagsbanalitäten immer etwas aus dem Tunnel rausgerissen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Fands amüsant, aber auch irgendwie cringe

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Der Herbst ist einfach die ideale Jahreszeit für solche Cosy Reads, wobei ich hier klar sagen möchte, dass das für mich zu viel Spice war, um noch als cosy durchzugehen. Ich hätte das nicht gebraucht und ...

Der Herbst ist einfach die ideale Jahreszeit für solche Cosy Reads, wobei ich hier klar sagen möchte, dass das für mich zu viel Spice war, um noch als cosy durchzugehen. Ich hätte das nicht gebraucht und hatte das tatsächlich auch nicht erwartet. Also wer süße Feelgood-Romance sucht, ist hier vielleicht eher falsch.

Was mir hier besonders gut gefallen hat war, dass wir hier Grumpy vs. Sunshine mal mit vertauschten Rollen bekommen. Sonst ist der Mann doch immer der unnahbare, mysteriöse Typ, der zu selten lächelt. Aber dieses Buch beweist, auch Frauen können und dürfen grumpy sein. Das war ja mal herrlich erfrischend und ich finde Sadie einfach so cool. Und dieses Tech-Milliardär spielt Bauer/Cowboy ist zwar irgendwie sehr random, hat mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Ist irgendwie cringe den beiden bei ihrer Annäherung zuzusehen, aber auch irgendwie süß. Ganz seltsamer Vibe, der aber insgesamt innerhalb dieser Storyline funktioniert.

Ich liebe Sadies direkte Art, das Fluchen und dass sie generell kein Blatt vor den Mund nimmt. Und ich liebe diesen Gegensatz zu Joshs eher unbeholfener Art. Dieser Welpe/Katze-Vergleich, der im Buch gezogen wird, spiegelt einfach perfekt den Vibe der Geschichte wieder. Gefällt mir richtig gut, dass Sadie die Kontrolle hat, den erfahrenen Part übernimmt, das gibt es im Romance-Bereich ja irgendwie eher selten.

Die Rahmenhandlung rund um den Kürbiswettbewerb und die Familienverhältnisse der beiden Protagonisten fand ich als Bühne für die Lovestory eigentlich völlig ausreichend, man sollte hier einfach nicht zu viel erwarten. Die Story ist schon eher flach und oberflächlich gehalten. Ein bisschen gestört hat mich vielleicht, wie oft Sadies Äußeres eben doch Thema ist, es wurde schon ziemlich auf ihrer "Andersartigkeit" herumgeritten, was für mich immer so ein bisschen ein kleiner Stimmungskiller war. Warum kann sie nicht einfach ne coole Badass-Queen sein, ohne dass ihre Tattoos oder ihr üppiger Hintern Thema sind?! Auch der Spitzname von ihrem Vater war in meinen Augen mehr als grenzwertig, wird aber auch null thematisiert.

Hab minimal was anderes erwartet, hat mir aber mit kleinen Abstrichen unerwartet gut gefallen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine Liebe aus 1001 Nacht

The Wrath and the Dawn
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Die Geschichte ist eine Art Retelling der Geschichte von Scheherezade aus 1001 Nacht. Es gibt viele Parallelen zum Persischen Original aber auch einige völlig neue Aspekte. Insgesamt wirkt die Geschichte ...

Die Geschichte ist eine Art Retelling der Geschichte von Scheherezade aus 1001 Nacht. Es gibt viele Parallelen zum Persischen Original aber auch einige völlig neue Aspekte. Insgesamt wirkt die Geschichte weniger märchenhaft als gedacht, erinnert trotz des Settings eher an moderne Fantasy.

Die Kulisse der Geschichte gefällt mir sehr gut, auch wenn man vom Reich selber eher wenig Eindrücke gewinnt, da der Großteil der Handlung sich im Palast selbst abspielt. Aber die kleinen Exkurse außerhalb der Mauern haben mir richtig gut gefallen.

In Sachen Lovestory bin ich mir grad noch unschlüssig, auch diese schreitet langsam voran, nachdem die erste gemeinsame Nacht vorbei ist. Wobei mich da auch einfach so ein bisschen das superjunge Alter der Protagonistin stört. Zum Glück ist auch der Kalif nicht viel älter.

Shahrzad ist schon irgendwie eine coole Protagonistin, die nicht dem Rollenklischee entspricht. Trotzdem wirkt sie oft einfach nicht altersgerecht in dem was sie tut und wie sie sich gibt. Ihre Motive finde ich nachvollziehbar, an der Umsetzung merkt man, wie jung sie noch ist.

Das Ende fand ich sehr überraschend, weil ich darauf so gar nicht vorbereitet war. Der Cliffhanger macht es praktisch unmöglich, den Folgeband nicht zu lesen.
Ist für mich jetzt kein Buch, was man unbedingt gelesen haben muss, aber unterm Strich schön gemacht.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

hätte gerne schauriger sein dürfen

Verschließ jede Tür
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Mit Riley Sager und mir ist es so eine Sache: Es gibt Bücher, die finde ich grandios und solche, da komm ich einfach nicht ran. Ich mochte die Prämisse zu diesem Thriller und Potential für Grusel und Spannung ...

Mit Riley Sager und mir ist es so eine Sache: Es gibt Bücher, die finde ich grandios und solche, da komm ich einfach nicht ran. Ich mochte die Prämisse zu diesem Thriller und Potential für Grusel und Spannung war auf jeden Fall vorhanden. Aber für mein Empfinden, ist die Geschichte einfach nicht so richtig aus dem Knick gekommen.

Schon in dem Moment wo eine mittellose, alleinstehende Frau in ein exklusives Apartment-Haus als Wohnungssitterin einzieht, kann man sich ziemlich gewiss sein, welche Richtung die Handlung nimmt. Ist ja auch gar nicht schlimm, aber da man ja von Beginn weiß, worauf das hinauslaufen wird, hätte ich mir schon deutlich früher ein paar Schocker-Momente und Spannungsaufbau gewünscht. Die Geschichte plätscherte für mein Empfinden sehr lange sehr seicht dahin. Auch als Jules endlich anfängt Nachforschungen über das haus anzustellen, kommt trotz allem nicht so richtig Stimmung auf. Die Atmosphäre ist zwar angespannt, aber Jules kommt keine Sekunde auf die Idee, sich auch um sich selbst zu sorgen. Und da hakts bei dann irgendwie.

Das ungefähr letzte Drittel, als das Geheimnis des Hauses gelüftet wird war so cool und so stark, das hätte ich mir einfach für das gesamte Buch gewünscht. da wird es dann endlich schauerlich, abgründig und auch bisschen böse. Die Idee dahinter war einfach so dermaßen wild, so moralisch völlig verwerflich und aus der nüchternen Sicht des Täters so erstaunlich rational vorgetragen, dass ich da dann durchaus gecatcht war.

Mir wars einfach nicht temporeich genug, slow start ist ja ok, aber hier hätte mir die Geschichte schneller auf den Punkt kommen können. Zudem waren mit Jules und ihr Schicksal auch ziemlich gleichgültig. Ich brauche keine Sympathieträger in Geschichten, aber ich brauch irgendwas, was mich abholt. Wenn schon nicht der Plot, dann die Figuren. War hier leider nicht so der Fall.

Es war nicht schlecht und ich bin zügig durch das Buch gekommen. Das Hörbuch ist angenehm eingesprochen und ich hab wirklich gerne zugehört. Hat mich halt nur einfach nicht umgehauen, wie ich es von anderen Büchern des Autors kenne

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Potential ist da

Silver Elite
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Das Buch wirkt auf mich ein bisschen wie eine Kombination sehr erfolgreicher Bücher. Wir haben ein ähnlich dystopisches Setting wie bei Tribute von Panem, die Akademie und ihr Prüfungen erinnert an Divergent ...

Das Buch wirkt auf mich ein bisschen wie eine Kombination sehr erfolgreicher Bücher. Wir haben ein ähnlich dystopisches Setting wie bei Tribute von Panem, die Akademie und ihr Prüfungen erinnert an Divergent und die mentalen Fähigkeiten der Protagonistin haben was von Fourth Wing.
Mit den rebellischen Tendenzen und der Außenseiter-Position hat dieses Buch also alles, was die klassischen Elemente zum Erfolg für dystopische Fantasy sind.

Aber trotzdem fehlte dem Buch für mein Empfinden dieser Funke, den die anderen erfolgreichen Reihen bereits haben. Die Handlungsmuster der Protagonistin sind sehr vorhersehbar und auch die Identität von Wolf ist ehrlich gesagt sehr durchschaubar. Mir hätte hier eine überraschende Wendung gut gefallen.

Ähnlich wie Rebecca Yarros und Suzanne Collins scheut sich auch diese Autorin nicht, vermeintlich beliebte Figuren über den Jordan zu schicken oder mit den Sympathien des Lesers zu spielen, nur um diese Sympathie zu verraten. Mag ich, hab ich aber alles schon gesehen. Ich hätte mir hier irgendwas fernab der Erfolgsformel gewünscht, denn so ein bisschen fühlte es sich so an, als wäre hier eine Content-Checkliste abgearbeitet worden.

Die Spannung der verbotenen Liebesbeziehung war nicht schlecht, stiehlt aber allem anderen so ein bisschen die Show. Ich seh warum das Buch so im Hype ist, ganz ehrlich. Und ich finde auch, es hat Potential sich echt toll zu entwickeln. Aber dieser erste Band war mit zu glatt und berechenbar.

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