Zu wenig Krimi, zu viel Architektur
Weinbrenners SchattenZu wenig Krimi, zu viel Architektur
Da ich aus der Karlsruher Gegend stamme, war es für mich ganz interessant, über die Stadt und vor allem das Wirken des Baumeisters Friedrich Weinbrenner zu lesen. Es ...
Zu wenig Krimi, zu viel Architektur
Da ich aus der Karlsruher Gegend stamme, war es für mich ganz interessant, über die Stadt und vor allem das Wirken des Baumeisters Friedrich Weinbrenner zu lesen. Es wirkt sehr gut recherchiert und ich kann mir vorstellen, dass man damals wirklich so wie in diesem Roman beschrieben gelebt hat. Doch nehmen die Fakten mit all der Architektur und die Beschreibung der verschiedenen Straßen und Häuser für meinen Geschmack einen zu großen Raum ein. Der Kriminalfall bleibt dagegen fast im Hintergrund. Richtige Ermittlungen gibt es praktisch gar nicht. Mehr oder weniger zufällig führen die Spuren schließlich ans Ziel.
Ortsfremde könnten über den ein oder anderen eingestreuten Satz oder Begriff im Dialekt stolpern. Für mich war dies kein Problem; gestört hat mich nur, dass der Dialekt nicht konsequent an den entsprechenden Stellen verwendet wurde oder manchmal die Schreibweise sehr seltsam war (z.B. „Hoornoggs“).
★★★☆☆