keinen Zugang gefunden
MelkenDie Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin ...
Die Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin Ellen steig ins Auto und fährt in ihre Heimat, in ihr ehemaliges Zuhause, einem abgeschiedenen Bauernhof. Es gehört schon längst anderen Bewohnern, diese sind jedoch auf Urlaub und Ellen verschafft sich Zutritt zu ihrer ehemaligen Heimat, zu ihrem ehemaligen kindlichen Bauernleben. In den Tagen, die sie nun hier einfach verbringt, kommen Erinnerungen hoch, Erinnerungen an den Hof, die Schule und auch an den Nachbarsjungen, der noch immer hier wohnt und sie während ihres Aufenthaltes öfter besucht.
Gerade diese Rückblenden und Erinnerungen hätten das Potenzial, den Text besonders eindringlich zu machen. Doch genau hier fehlt es für mich an Substanz und Tiefe. Auch nach den knapp 150 Seiten blieb für mich unklar, worauf der Text letztlich hinauswill: ein Ziel, eine Entwicklung oder eine klare Aussage sind für mich kaum greifbar. So bleibt wenig, das nachwirkt oder sich festsetzt. Melken ist damit für mich vor allem eine interessante Idee, die in der Umsetzung zu wenig greifbar wird – und mich letztlich etwas ratlos zurücklässt.