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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

keinen Zugang gefunden

Melken
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Die Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin ...

Die Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin Ellen steig ins Auto und fährt in ihre Heimat, in ihr ehemaliges Zuhause, einem abgeschiedenen Bauernhof. Es gehört schon längst anderen Bewohnern, diese sind jedoch auf Urlaub und Ellen verschafft sich Zutritt zu ihrer ehemaligen Heimat, zu ihrem ehemaligen kindlichen Bauernleben. In den Tagen, die sie nun hier einfach verbringt, kommen Erinnerungen hoch, Erinnerungen an den Hof, die Schule und auch an den Nachbarsjungen, der noch immer hier wohnt und sie während ihres Aufenthaltes öfter besucht.
Gerade diese Rückblenden und Erinnerungen hätten das Potenzial, den Text besonders eindringlich zu machen. Doch genau hier fehlt es für mich an Substanz und Tiefe. Auch nach den knapp 150 Seiten blieb für mich unklar, worauf der Text letztlich hinauswill: ein Ziel, eine Entwicklung oder eine klare Aussage sind für mich kaum greifbar. So bleibt wenig, das nachwirkt oder sich festsetzt. Melken ist damit für mich vor allem eine interessante Idee, die in der Umsetzung zu wenig greifbar wird – und mich letztlich etwas ratlos zurücklässt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

leider nicht meins

Reise nach Laredo
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Arno Geiger genießt im deutschsprachigen Raum große Anerkennung als gefeierter Autor. Sein Roman "Der alte Konig in seinem Exil" ist natürlich bekannt und wird von mir geschätzt. Im neuen Roman "Reise ...

Arno Geiger genießt im deutschsprachigen Raum große Anerkennung als gefeierter Autor. Sein Roman "Der alte Konig in seinem Exil" ist natürlich bekannt und wird von mir geschätzt. Im neuen Roman "Reise nach Laredo" geht es tatsächlich um einen echten König, Karl V. Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, auch weil es vielerorts positiv erwähnt wurde, wurde aber leider insgesamt enttäuscht. Freilich, der Schreibstil ist interessant, gut zu lesen. Trotzdem musste ich mich durch das Buch fast quälen, weil: es passiert einfach fast nichts. Der Inhalt des Buches ist für mich einfach belanglos, die Innenwelten des Protagonisten Karl geradezu langweilig. Lediglich der Einstieg, die detaillierte Beschreibung, wie Karl per Hebevorrichtung in einen Badezuber gehoben wird, fand ich sehr gelungen. Mit diesem Schreibstil und den eindrucksvollen Bildwelten könnte man großartige Romane schaffen, doch meiner Meinung nach bedarf es einer spannenderen Handlung. Daher konnte mich dieser Roman nicht wirklich begeistern.

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