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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

Lässt sich toll lesen!

Kein Bock Club
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Egal ob in Filmen und Serien, Liedern oder Büchern: sexuelle Anziehung ist fast überall präsent. Doch was, wenn man eigentlich keinen Bock hat? Maria Popov beschreibt in ihrem Buch „Kein Bock Club - Warum ...

Egal ob in Filmen und Serien, Liedern oder Büchern: sexuelle Anziehung ist fast überall präsent. Doch was, wenn man eigentlich keinen Bock hat? Maria Popov beschreibt in ihrem Buch „Kein Bock Club - Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben“ ihre eigene Geschichte, ihre Asexualität und setzt sich intensiv mit dem Konzepten der Lust und Beziehungen auseinander. ✨

„Gerade Frauen wird in Bezug auf Sexualität und Bock-haben wenig Ambivalenz zugestanden. Unsere Gesellschaft sieht es zum Beispiel so: Wann Frauen ihr erstes Mal haben, mit wie vielen Partner*innen sie Sex hatten und wie häufig sie Bock haben, macht sie entweder zu »Nonnen« oder »Schlampen«.“ (S. 66)

Das Buch verknüpft dabei verschiedene Aspekte: Einerseits bindet die Autorin ihre eigenen Erfahrung und Erlebnisse ein, andererseits stellt sie verschiedene Theorien und Betrachtungen dar. Diese Mischung macht den Lesefluss wirklich sehr leicht und trotzdem interessant. Zudem werden häufig Songs zitiert, die sich mit Sexualität auseinandersetzen. Es wird viel auf das weibliche und queere Erleben eingegangen! 💙

Mir hat es richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich hatte noch nicht so viel Wissen über Asexualität und das Buch hat mich näher an das Thema gebracht. Außerdem hat es ziemlich dazu angeregt, sich mit seiner eigenen Sexualität beziehungsweise seinem sexuellen Erleben auseinanderzusetzen.

Kann ich sehr empfehlen! 💐

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2025

Gute Basics

Judith Butler
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Habe ich für die Uni verwendet, ist gut erklärt, nützlich um ins Thema reinzukommen

Habe ich für die Uni verwendet, ist gut erklärt, nützlich um ins Thema reinzukommen

Veröffentlicht am 30.09.2025

YES!

We love you, Bunny
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Die Königin der Weird-Girl-Fiction ist zurück: Mit „We Love You, Bunny“ hat die kanadische Autorin Mona Awad ein Prequel und Sequel zu ihrem Roman „Bunny“ (erschienen in 2019) erschaffen. Da dieses zu ...

Die Königin der Weird-Girl-Fiction ist zurück: Mit „We Love You, Bunny“ hat die kanadische Autorin Mona Awad ein Prequel und Sequel zu ihrem Roman „Bunny“ (erschienen in 2019) erschaffen. Da dieses zu meinen All-Time-Favorites gehört, war klar, dass ich die Neuerscheinung unbedingt lesen muss.

Darum gehts: Nachdem Samantha in „Bunny“ sich in die skurrile Welt der Bunnies eingelebt hat, veröffentlicht sie einen Roman. Doch die Bunnies sind mehr als entsetzt, wie sie dort dargestellt werden. Deshalb entführen sie Samantha und zeigen ihr, wie sie wirklich sind. Wir lernen jede der vier Bunnies einzeln kennen und bekommen die Entstehung ihrer Gruppe aus jeder Sicht geschildert. Allerdings bleiben ihre Perspektiven nicht die einzigen: auch ihre erschaffene Kreatur Aerius meldet sich zu Wort und zeigt, wer die Bunnies wirklich sind.

Das Buch ist wirklich ein perfekter weirder Herbst-Read. Ich hab es so genossen, die vier Bunnies einzeln kennenzulernen, ihre Backgroundstory zu erfahren und einen Einblick in ihre Gedanken zu bekommen. Ich hätte mir tatsächlich noch viel viel mehr davon gewünscht. Die dunkle, sarkastische und verwirrende Art hat sich nicht verändert - zum Glück! Auch die Sicht von Aerius war interessant, jedoch mir manchmal sogar zu viel. Wahrscheinlich muss ich beide Teile nochmal zusammen rereaden. Was ich besonders mochte, ist die Art und Weise, wie Mona Awad Popkultur und Literatur einbezieht - ganz toll!

Ein tolles Weird-Girl-Fiction Buch, für alle, die auch Bunny geliebt haben!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Bewegend und echt

Hallo, du Schöne
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Ein bewegendes und gleichzeitig schmerzhaftes Familiendrama: „Hallo Du Schöne“ von Ann Napolitano (dt. Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence) zeigt die Geschichte von vier Schwestern Sylvie, Julia, Emelie ...

Ein bewegendes und gleichzeitig schmerzhaftes Familiendrama: „Hallo Du Schöne“ von Ann Napolitano (dt. Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence) zeigt die Geschichte von vier Schwestern Sylvie, Julia, Emelie und Cecilie und einem Mann namens William.

William, welcher unter aufgrund eines frühen Verlustes unter schwierigen Umständen aufwuchs, da seine Eltern zerbrochen sind, spielt Basketball und bekommt dadurch ein Stipendium für ein College. Dort verliebt er sich in Julia Padavano und lernt bald ihre italienisch-amerikanische Familie kennen. Julia möchte unbedingt eine Zukunft mit William aufbauen, doch er hat mit sich zu kämpfen - wird ihr Beziehung funktionieren?

Doch das Buch betrachtet nicht nur Julia und William, es handelt auch von Julias drei Schwestern, deren Eltern, von Freundinnen und Partnerinnen. Die Figuren beeinflussen sich gegenseitig, verletzen sich und sind füreinander da. Die Situationen sind realistisch und schmerzend, es werden viele wichtige Themen wie Verlust, Schwangerschaft, Krankheit und Depressionen besprochen, ohne diese direkt als Plot des Buches zu nutzen.

Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Blickwinkel. Nach jedem Kapitel wechselt der Fokus der Geschichte und es wird über eine andere Figur gesprochen. So hatte ich das Gefühl, die Figuren gut kennenlernen zu können. Ich glaube auch, dass man sich sehr in die Figuren einfühlen muss, um das Buch zu lesen - sonst könnte es möglicherweise zu langsam sein.

„Hallo Du Schöne“ ist für alle, die gerne bewegende und realistische Familienbeziehungen lesen und mit den Fehlern von Figuren umgehen können.