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Veröffentlicht am 22.10.2025

Grandioser Reihenauftakt

Blood and Steel
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Altheas Berufswunsch sollte eigentlich kein Problem sein. Das Talent ist da und sie lebt zufällig als Mündel der Bibliothekarin in der Festung, in der die Krieger der Königreiche ausgebildet werden. Allerdings ...


Altheas Berufswunsch sollte eigentlich kein Problem sein. Das Talent ist da und sie lebt zufällig als Mündel der Bibliothekarin in der Festung, in der die Krieger der Königreiche ausgebildet werden. Allerdings ist es aufgrund einer Prophezeiung allen Frauen verboten, Waffen zu tragen. Und deshalb mussten vor Jahren alle Kriegerinnen ihre Klingen abgeben und sich einen neuen Beruf suchen, wenn sie in den Königreichen verbleiben wollten. Wer dagegen verstößt, muss mit dem Tod rechnen. Wie man aus dem Klappentext schon erfährt, schafft es Althea doch, die Ausbildung beginnen zu dürfen. Wie das Geschehen ist, müsst ihr selbst herausfinden, allerdings haben Altheas Zielstrebigkeit und ihr Sturkopf einen großen Anteil daran. Ich mochte ihren Charakter sehr. Sie lässt sich nicht unterbuttern und steht für andere ein. Sie geht nicht leichten Weg, was sie auch in Schwierigkeiten bringt. Während ihrer Ausbildung, was eigentlich den Hauptteil der Handlung beinhaltet, lernt sie mehr über sich, ihre Schwächen und muss auch mit vielen Schikanen umgehen. Und die sind hier nicht grad auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern könnten auch tödlich enden.

Der Trope Enemies to Lovers wird hier voll erfüllt. Wilder hat so gar kein Bock sich mit Althea auseinanderzusetzen und ist merklich genervt von der Anziehung, die zwischen ihnen herrscht. Ich habe es geliebt wie die beiden miteinander agiert haben. Freue mich schon sehr darauf, wie sich das ganze in den Folgebänden weiterentwickeln wird.

Auch wenn das Buch als spicy Romantasy angepriesen wurde, ist im ersten Band noch wenig Spice zu finden. Stattdessen haben wir hier die Annäherung der beiden und natürlich die Einführung in die Welt von Thezmarr. Eine Welt, die in Gefahr ist. Zwei Königreiche sind schon gefallen und der Schutzschleier bekommt immer mehr Risse. Die „Ungeheuer“ sind spannend umrissen und ich bin schon gespannt, was man noch über diese und deren Entstehung herausfinden wird. Irgendwie denke ich, dass die „Finsternis“ noch einen „Oh Wow“-Effekt auf mich haben wird. Die Kampfszenen sind spannend und so beschrieben, dass ich ein gutes Kopfkino entwickeln konnte. Über die Magie in diesem Buch werden bisher nur die Grundlagen erwähnt, allerdings klingt es interessant. Ich finde Magiesystem ja immer toll. Wie funktioniert sie, wie ist sie beschränkt, etc. Ich liebe Details dazu und hoffe auf ganz viel Input in den Folgebänden dazu.

„Blood and Steel“ ist für mich ein wunderbar gelunger Einstieg in die Reihe und freue mich schon auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Ein Wohlfühlroman

Books & Coffee - Das Beste liegt immer vor uns
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Achtung! Wenn ihr diese Buch lest, besteht die Gefahr, Heißhunger auf Cupcakes und Kuchen zu bekommen. Lesen auf eigene Gefahr! Zumindest ging es mir so als ich Ella Lindbergs neuen Reihenauftakt gelesen ...

Achtung! Wenn ihr diese Buch lest, besteht die Gefahr, Heißhunger auf Cupcakes und Kuchen zu bekommen. Lesen auf eigene Gefahr! Zumindest ging es mir so als ich Ella Lindbergs neuen Reihenauftakt gelesen habe. Die Kuchen und Torten klingen aber auch lecker und werden so toll beschrieben. Vor allem diese Zitronentorte…. Aber wir haben hier kein Backbuch vor uns, sondern einen humorvollen Liebesroman oder wie der Verlag es auch beschreibt: ein Feelgood-Roman.

Der Beginn der Geschichte lässt Lucy gleich mal 1000 Sympathiepunkte gewinnen, während ich mich bei ihrem Freund fragte, was sie nur von dem Kerl will. Aber während sich Lucy mutig in ihr neues Café-Abenteuer stürzt, mistet sie den Kerl auch gleich mal aus. Ein doppelter Neustart also mit Selbstzweifeln, Stolperfallen und Chaos. Lucy ist so eine herzerwärmende Person, dass ich ihren Weg total gern begleitet habe. Auch wenn ich wusste, dass ein Feelgood-Roman ja nur positiv enden kann, hatte ich trotzdem ein bisschen Angst gehabt, dass Lucy einmal zu oft „stolpert“. Denn ihr werden auch Fallen gelegt, die sie erst einmal erkennen muss. Nicht nur Lucy ist eine Person, die ich direkt toll fand, auch Clara hat mich mit ihrer Art sofort eingenommen. Ben ließ mich jedoch erstmal im Dunkeln tappen, aber seine Art war erfrischend.

Der Schreibstil ist flüssig und mit Details gespickt. Nicht nur das Café wird so schön beschrieben, dass ich direkt ein Bild im Kopf hatte, auch die Kuchenbeschreibungen ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Am zweiten Lesetag war ich jedoch vorbereitet und hatte ein Stück Kuchen vor mir stehen.

Das Ende bei Romance Büchern ist ja meistens vorhersehbar – am Ende gibt es ein Pärchen. Daher ist der Weg dorthin besonders wichtig. Hier entwickeln sich die Gefühle langsam und man konnte zusammen mit Lucy den Mann kennenlernen. Die Liebe fand ich glaubwürdig, ebenso die kleinen Missverständnisse und Gefühle, die diese hervorriefen. Vor allem, da sich Lucy erst frisch getrennt hatte, fand ich es wichtig, dass die neue Liebe nicht einfach so plötzlich da war, sondern das es für mich verständlich war, dass sich Lucy nach einer Trennung so schnell auf etwas Neues einlassen konnte. Zum Glück lernt man auch genug über ihren Ex kennen, um zu verstehen, was Lucy an Ben so toll findet.

Am Ende des Buches war ich zum einen traurig, dass es hier in der Gegend kein Café wie das Café Zuckerzeit gibt und zum anderen hatte ich wahnsinnig Lust aufs Backen. Wenn ich Band 2 lese, werde ich definitiv ein Stück Kuchen bereitstehen habe.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Lieblingsbuch

In Blut geschrieben
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Es gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach wenigen Seiten: Dieses Buch wird mich nicht mehr loslassen. So ging es mir mit „In Blut geschrieben“ von Anne Bishop, dem ersten Band der Anderswelt-Reihe. ...

Es gibt Bücher, bei denen weiß man schon nach wenigen Seiten: Dieses Buch wird mich nicht mehr loslassen. So ging es mir mit „In Blut geschrieben“ von Anne Bishop, dem ersten Band der Anderswelt-Reihe. Eine Geschichte, die mit ihrer düsteren Atmosphäre und faszinierenden Welt sofort in ihren Bann zieht.

Stell dir eine Welt vor, in der Menschen nicht die dominante Spezies sind, sondern Gestaltwandler, Vampire und noch viel mächtigere Wesen – die „Anderen“. Eine Welt, in der du als Mensch niemals sicher sein kannst, und in der jeder Schritt gut überlegt sein muss. In dieser Welt lebt Meg Corbyn, eine junge Frau mit einer besonderen Gabe – sie kann Prophezeiungen sprechen. Doch der Preis dafür ist hoch.

Meg ist auf der Flucht und landet im Lakeside Courtyard. Dort wo Menschengesetz keine Gültigkeit hat und ein falsches Wort oder Schritt den Tod bedeuten kann. Hier trifft sie auf Simon Wolfgard, einen Gestaltwandler und Leiter des Courtyard, der sich mehr als einmal fragt, ob es wirklich eine gute Idee ist, Meg zu vertrauen. Doch zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, aber tiefgreifende Bindung, die Dinge in den Gang setzen wird, die über Tod und Leben von so vielen entscheiden wird.

Was mich an diesem Buch so begeistert, ist die einzigartige Mischung aus Spannung, tiefgründigen Charakteren und einer faszinierenden Welt. Anne Bishop schafft es, die Welt der „Anderen“ und der Menschen mit so viel Detail zu erschaffen, dass man sich sofort in diese fremde Realität hineinversetzt fühlt. Die Welt ist gleichzeitig fremd und erschreckend real. Die sozialen Spannungen zwischen Menschen und Anderen spiegeln Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Machtmissbrauch – aber ohne dabei belehrend zu wirken.

Und dann sind da die Figuren. Simon Wolfgard, der Anführer des Courtyard, ist rau, ungestüm, manchmal absolut überfordert mit menschlichen Gefühlen – aber seine Entwicklung zusammen mit Meg ist einfach großartig geschrieben. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine vorsichtige Annäherung zweier Wesen aus völlig verschiedenen Welten.

Meg selbst ist eine ganz besondere Heldin. Sie ist unbeholfen, kennt sich in der Welt nicht aus und muss die einfachsten Dinge neu erlernen. Dabei wirkt sie aber nicht blöd, sondern man merkt schnell, dass ihre Wärter ihr jede Art von Selbstständigkeit abgesprochen haben. Meg ist oft überfordert von all den neuen Dingen, und dennoch steckt sie voller Mitgefühl, Stärke und einer ganz eigenen Weisheit. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

„In Blut geschrieben“ ist der perfekte Einstieg in die Anderswelt-Reihe. Wenn du Geschichten liebst, die düster, aber auch voller Herz sind, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es hat mich von der ersten Seite an gepackt – und ich bin sicher, du wirst es genauso lieben.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Toller Einstieg in die Reihe

Jezebel Files - Wenn der Golem zweimal klingelt
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Jezebel Files – Wenn der Golem zweimal klingelt
"Jezebel Files – Wenn der Golem zweimal klingelt"* bietet eine perfekte Mischung aus Fantasy und Sherlock Holmes-Anspielungen und entführt die Leser in die ...

Jezebel Files – Wenn der Golem zweimal klingelt
"Jezebel Files – Wenn der Golem zweimal klingelt"* bietet eine perfekte Mischung aus Fantasy und Sherlock Holmes-Anspielungen und entführt die Leser in die aufregende und mysteriöse Welt der Privatdetektivin Ashira Cohen.
Als Privatdetektivin in Vancouver hat Ashira Cohen schon viele Fälle gelöst. Was zunächst wie eine Routineaufgabe aussieht, entwickelt sich zu einem außergewöhnlichen Abenteuer, als sie ein verschwundenes Mädchen aufspüren soll. Ein Schlag auf den Hinterkopf enthüllt ein seltsames Tattoo und verleiht Ash plötzlich magische Fähigkeiten, die sie eigentlich nicht besitzen sollte. Diese neue Realität zwingt sie, mit ihrem langjährigen Rivalen Levi Montefiore zusammenzuarbeiten, der mittlerweile das Oberhaupt der magischen Gemeinschaft ist.
Levi ist ein faszinierender Charakter, dessen Dynamik mit Ash sowohl Spannung als auch Humor in die Geschichte bringt. Ihre Zusammenarbeit ist von bissigen Dialogen und einem unterschwelligen Knistern geprägt, was die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten besonders unterhaltsam macht.
Die Welt der magisch Begabten ist reich und detailreich beschrieben, was die Leser in eine faszinierende und komplexe Umgebung entführt. Besonders die verschiedenen Magiearten und wie diese sich in einem Nefesh – so heißen die Magiebegabten – manifestieren, sind interessant. Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf, als Ashira herausfindet, dass es ihre Magie eigentlich nicht geben sollte und sie trainiert werden muss. Auch die Tatsache, dass es zwischen den Nefesh und den Weltigen – magielose Menschen – zu Anfeindungen kommen, macht es spannend. Insbesondere da Ashs Mutter Magie hasst. Ashs Ermittlung zu den Entführungen führt sie immer tiefer in die Welt der magischen Gemeinschaft, und die Spannung steigt stetig an, da sie versucht, den wahren Bösewicht aufzudecken und die entführten Jugendlichen zu retten.
Der Schreibstil ist lebendig und flüssig, mit einer perfekten Balance zwischen Spannung, Humor und Action. Die Sherlock Holmes-Anspielungen sind geschickt eingearbeitet und verleihen der Geschichte eine besondere Note, die Fans des Detektivgenres sicherlich zu schätzen wissen.
Am Ende bleiben noch genügend Fragen übrig, die einem Lust auf den nächsten Band machen.

Fazit: "Jezebel Files – Wenn der Golem zweimal klingelt"
* ist ein fesselnder Urban-Fantasy-Roman, der mit einer starken Protagonistin, einer dynamischen Handlung und einer faszinierenden magischen Welt überzeugt. Die perfekte Mischung aus Fantasy-Elementen und Detektivgeschichte sorgt für ein unterhaltsames und spannendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Toller, düsterer Abschluss

Der Herrscher des Waldes
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Düster und spannend geht es im dritten und finalen Band der „Black Alchemy“ Reihe weiter. Wir kehren an den Anfangsort der Geschichte zurück, treffen alte Bekannte, lernen neue Gegner kennen und müssen ...

Düster und spannend geht es im dritten und finalen Band der „Black Alchemy“ Reihe weiter. Wir kehren an den Anfangsort der Geschichte zurück, treffen alte Bekannte, lernen neue Gegner kennen und müssen all unser Geschick und Wissen aufwenden, um uns den Gefahren zu stellen. Also eigentlich nicht wir, sondern Zeyn und Mirage.

Ein finaler Band weckt bei mir immer gemischte Gefühle. Zum einen freue ich mich darauf, endlich alle Geheimnisse und Verstrickungen kennenzulernen und die Helden dabei zu begleiten, wenn sie sich dem Endgegner stellen. Auf der anderen Seite bin ich bei einer fantastischen Geschichte auch immer traurig, dass es nun schon zu Ende gehen soll. Klar man kann immer wieder mit einem Reread in die Welt von Tradea zurückkehren, aber es ist doch nie das gleiche wie beim ersten Lesen.

Ich mochte es hier besonders Zeyn Sicht zu verfolgen, insbesondere weil er sich wieder mit seiner Exverlobten beschäftigen muss und ich ihm schon sehr früh gewünscht habe, dass er ihren Verlust verarbeitet bekommt. Mirage Sicht war zwar auch nicht langweilig und man erkennt hier deutlich, wie sich sich im Verlaufe der Story entwickelt hat, aber Zeyn hat mich trotzdem mehr packen können.

Die Handlung war wie schon in den ersten Bänden düster, die Kämpfe blutig. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Unschuldige sterben wie Schuldige, sympathische Personen wie unsympathische. Niemand ist sicher und das liebe ich an der Reihe.

Zum Ende hin wurden meine letzten offenen Fragen beantwortet. Trotzdem muss ich sagen, dass ich nicht ganz zufrieden war. Ich hätte es mir tragischer gewünscht. Auch wenn ich glaube, dass sehr vielen das leicht offene mit einem Hauch von Hoffnung für eine bestimmte Zukunft gefüllte Ende gefallen wird.

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