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Veröffentlicht am 15.10.2025

Charmanter Krimi mit Herz und Humor

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Joyces Tochter Joanna heiratet ihren Partner Paul, den sie im Internet kennengelernt hat. Elizabeth, Ron und Ibrahim sind ebenfalls eingeladen und feiern gemeinsam mit Joyce das Brautpaar. Während der ...

Joyces Tochter Joanna heiratet ihren Partner Paul, den sie im Internet kennengelernt hat. Elizabeth, Ron und Ibrahim sind ebenfalls eingeladen und feiern gemeinsam mit Joyce das Brautpaar. Während der Feier bittet der Trauzeuge Nick Silver Elizabeth um Hilfe. Jemand hat versucht, ihn umzubringen und er präsentiert ihr gleich mehrere Verdächtige.

Dies ist bereits der fünfte Band der beliebten Reihe rund um den Donnerstagsmordclub. Ich habe zum ersten Mal den Donnerstagsmordclub gelesen und gleich mit Band 5 begonnen. Normalerweise starte ich ungern mitten in einer Reihe, aber Richard Osman schafft es, die Figuren und die Handlung so charmant einzuführen, dass man sofort hineinkommt. Gleichzeitig hat mich das Buch neugierig auf die ersten vier Bände gemacht, die nun definitiv auf meiner Leseliste stehen.

Im Mittelpunkt steht diesmal ein geheimnisvoller Code, der Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim auf den Plan ruft. Hinter dem Rätsel steckt nicht nur eine spannende Geschichte voller Wendungen, sondern auch Themen wie Vertrauen, Loyalität und die eigenen Grenzen. Osman verbindet die Spannung des Kriminalfalls mit Humor und warmherziger Leichtigkeit, sodass das Lesen sowohl unterhaltsam als auch berührend ist.

Die Figuren sind das Herzstück des Buches. Elizabeth wirkt klug, kontrolliert und überlegt, mit ihr bin ich persönlich allerdings nur schwer warm geworden. Vielleicht liegt es an ihrer oft distanzierten Art, die für die Geschichte zwar wichtig ist, mir aber etwas zu kühl erschien. Ibrahim hingegen bringt Ruhe und Struktur in die Gruppe, Ron überzeugt mit seiner ehrlichen, emotionalen Art, und Joyce war ganz klar meine Lieblingsfigur. Sie ist humorvoll, lebensnah und einfach zum Liebhaben. Ihre oft unbedachten, aber ehrlichen Gedanken haben mich mehrmals laut lachen lassen. Sie erinnerte mich stark an meine eigene Mutter. Die Dialoge zwischen den vier Freunden sind durchweg witzig, liebevoll und voller Charme.

Neben dem Hauptfall gibt es auch einige Nebengeschichten, die anfangs etwas verstreut wirken, sich aber nach und nach ins Gesamtbild einfügen. Besonders interessant fand ich Joannas und Pauls Geschichte sowie Rons familiäre Probleme, die ihm neue Tiefe geben. Diese Nebenhandlungen verleihen der Geschichte zusätzliche Menschlichkeit, auch wenn sie den Lesefluss an manchen Stellen leicht bremsen.

Insgesamt hatte die Story für mich ein paar Längen, besonders im Mittelteil. Einige Passagen wirkten etwas ausufernd, bevor die Handlung wieder an Fahrt aufnahm. Trotzdem überwiegt der positive Gesamteindruck. Osmans Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und angenehm zu lesen. Er schafft es, ernste Themen wie Alter, Freundschaft und Verlust in eine spannende und humorvolle Rahmenhandlung einzubetten.

Fazit: Alles in allem hat mich "Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code" sehr gut unterhalten. Ich habe gelacht, mitgefiebert und mich in der Gesellschaft dieser besonderen Senioren richtig wohlgefühlt, auch wenn nicht jede Figur mein Herz gleichermaßen erobern konnte. Band 5 war für mich ein gelungener Einstieg in die Reihe, und ich freue mich darauf, die ersten vier Bände nachzuholen, um die Anfänge dieser liebenswerten Gemeinschaft kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Weniger Leichtigkeit, aber gute Unterhaltung

Salute - Das letzte Gebet
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Als Immacolata Ruggeri eines morgens die Pfarrkirche betritt, findet sie dort einen Toten vor, der sich später als Marcello Ferretti aus Monza herausstellt. Commissario Lanza übernimmt die Ermittlungen. ...

Als Immacolata Ruggeri eines morgens die Pfarrkirche betritt, findet sie dort einen Toten vor, der sich später als Marcello Ferretti aus Monza herausstellt. Commissario Lanza übernimmt die Ermittlungen. Auch der ehemalige Kommissar und jetzige Barista Zeitler mischt sich wieder ein. Einmal Polizist, immer Polizist.

Nach "Salute - Der letzte Espresso" und "Salute - Die letzte Fahrt" ist dies bereits der dritte Fall für den ehemaligen Münchner Kommissar Zeitler und Commissario Lanza am wunderschönen Gardasee.

Diese Reihe entwickelte sich in kürzester Zeit zu eine meiner Lieblingsreihen, weswegen ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut habe. Insgesamt hat mich "Salute - Das letzte Gebet" gut unterhalten, auch wenn ich am Ende sagen muss, für mich war es der bisher schwächste Teil der Reihe. Der Einstieg mit Sofias Tod hat mich sehr getroffen. Sie war mir wirklich ans Herz gewachsen, und Pauls Zukunft war dadurch erst einmal unsicher.

Wie gewohnt fand ich Pauls sarkastische Art großartig, auch wenn er diesmal deutlich brummiger war. Ich habe mich sehr über das Wiederlesen mit den bekannten Figuren gefreut, die die Geschichte für mich einfach lebendig machen. Gleichzeitig hat Lanza mehr Raum bekommen, was einerseits spannend war, weil man seine Ermittlungen besser mitverfolgen konnte. Andererseits ist Paul dadurch etwas in den Hintergrund geraten. Ich träume ja immer noch davon, dass die beiden sich irgendwann mal ohne Misstrauen auf einen Espresso treffen. Der Kriminalfall selbst war solide aufgebaut, aber für mich stellenweise etwas zu ernst. Am Ende, als klar wurde, was passiert ist, hat mich die Auflösung nicht mehr so sehr gepackt und berührt, wie ich es erwartet hätte.

Der Schreibstil liest sich wie gewohnt angenehm leicht, fast wie ein Urlaub in Buchform. Mit seinen lebendigen Schilderungen bringt Friedrich Kalpenstein das italienische Flair erneut wunderbar rüber.

Fazit: Ein spannender dritter Band, der mich trotz kleiner Schwächen gut durch die Seiten getragen hat. Mir fehlten allerdings Witz und Leichtigkeit, die ich an den ersten Teilen so geliebt habe. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Salute und bin gespannt, wie es mit Paul, Lanza und den anderen weitergeht.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Freundschaft, Mut und ganz viel Herz

3 Streuner und der sprechende Berg
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Erzählt wird die Geschichte von drei ehemaligen Straßenhunden: King Kerl, Big Ben und Flirty. Jeder von ihnen hat eine eigene Vergangenheit und eine ganz besondere Persönlichkeit. Gemeinsam ziehen sie ...

Erzählt wird die Geschichte von drei ehemaligen Straßenhunden: King Kerl, Big Ben und Flirty. Jeder von ihnen hat eine eigene Vergangenheit und eine ganz besondere Persönlichkeit. Gemeinsam ziehen sie los und geraten in ein spannendes Abenteuer rund um einen geheimnisvollen Berg, der sprechen kann und voller Rätsel steckt.

Nach "3 Streuner wittern das Abenteuer" ist dies bereits das zweite Abenteuer mit den drei Streunern Flirty, Big Ben und King Kerl. Der dritte Teil "3 Streuner werden Filmstars" soll im März 2026 erscheinen.

Am meisten hat uns begeistert, wie unterschiedlich die drei Hunde sind. King Kerl wirkt stark, mutig und manchmal ein wenig stolz, aber man spürt, dass auch er seine verletzliche Seite hat. Big Ben ist eher gemütlich und bringt Ruhe in die Gruppe, manchmal auch ein bisschen Humor. Flirty dagegen ist lebhaft, neugierig und sprüht nur so vor Energie. Er sorgt oft für überraschende Wendungen. Gerade durch diese Unterschiede entsteht eine spannende Dynamik. Man sieht, dass echte Freundschaft nicht bedeutet, gleich zu sein, sondern einander zu ergänzen. Die Hunde müssen über sich hinauswachsen, Vertrauen zeigen und ihre Ängste überwinden. Wir haben beim Lesen richtig mitgefiebert und konnten uns die Landschaft sehr gut vorstellen, fast so, als wären wir mit den drei Streunern unterwegs gewesen.

Fazit: "3 Streuner und der sprechende Berg"  ist ein Abenteuer voller Spannung, Wärme und Herz. Es zeigt, wie wichtig Zusammenhalt, Mut und Freundschaft sind, egal ob Mensch oder Tier. Wir haben die drei Hunde sofort ins Herz geschlossen und konnten das Buch kaum aus der Hand legen. Für uns ist es eine Geschichte, die sowohl spannend als auch berührend ist und die man unbedingt weiterempfehlen sollte.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Französisch vegan genießen

Französische Landhausküche vegan
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Als ich "Französische Landhausküche vegan" von Aude Richard das erste Mal in den Händen hielt, war ich sofort begeistert von der Aufmachung. Das Buch ist sehr schön gestaltet, jedes Rezept wird von einem ...

Als ich "Französische Landhausküche vegan" von Aude Richard das erste Mal in den Händen hielt, war ich sofort begeistert von der Aufmachung. Das Buch ist sehr schön gestaltet, jedes Rezept wird von einem ansprechenden Foto begleitet. Genau so, wie ich es mir von einem guten Kochbuch wünsche. Allein beim Durchblättern bekommt man Lust, direkt loszulegen und etwas auszuprobieren.

Besonders gefällt mir, dass Aude Richard es schafft, die klassischen Gerichte der französischen Landhausküche auf eine rein pflanzliche Weise neu zu interpretieren. Viele Rezepte erinnern an traditionelle Familiengerichte, wirken aber gleichzeitig modern und leicht zugänglich. Ich habe das Gefühl, dass hier wirklich mit Liebe zum Detail gearbeitet wurde.

Beim Kochen selbst habe ich schnell gemerkt, dass die Rezepte gut erklärt und auch für den Alltag geeignet sind. Man braucht keine ausgefallenen Spezialzutaten, sondern kann vieles mit dem umsetzen, was man ohnehin zuhause hat. Meine absoluten Lieblingsrezepte sind die Bäckerkartoffeln und die Zitronentarte. Beides Gerichte, die mich sofort überzeugt haben und die ich mittlerweile  nachgekocht habe. Die Bäckerkartoffeln sind herzhaft und sättigend, die Zitronentarte frisch, aromatisch und ein perfekter Abschluss für jedes Essen.

Fazit: Insgesamt ist dieses Buch für mich eine wunderbare Bereicherung. Es zeigt, dass vegane Küche keineswegs Verzicht bedeutet, sondern im Gegenteil Vielfalt, Kreativität und Genuss bieten kann und das alles mit einem Hauch von französischem Flair. Ich kann es jedem empfehlen, der Lust hat, die vegane Küche von einer anderen, besonders genussvollen Seite kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ein Buch zum Abschalten

Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt
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Hausmeister Penzkofer stolpert in einer Wohnanlage auf St. Pauli über einen Toten und ermittelt auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art.

Manchmal braucht es kein hochkomplexes Buch mit tiefgründiger ...

Hausmeister Penzkofer stolpert in einer Wohnanlage auf St. Pauli über einen Toten und ermittelt auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art.

Manchmal braucht es kein hochkomplexes Buch mit tiefgründiger Handlung, sondern einfach etwas Leichtes, das einen zum Schmunzeln bringt und beim Lesen entspannen lässt. Genau das habe ich mit "Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt" gefunden. Der Hausmeister Penzkofer ist eine herrlich schrullige Figur, die mit einer Mischung aus Gewitztheit, Pragmatismus und Humor durch die Geschichte stolpert. Schon nach den ersten Seiten habe ich gemerkt, hier geht es nicht um nervenaufreibende Spannung oder tiefschürfende psychologische Analysen, sondern um Unterhaltung pur. Und das hat mir sehr gut gefallen.

Das Buch ist witzig geschrieben, mit einer guten Portion Charme und Situationskomik. Ich musste mehrfach laut lachen und genau das macht es für mich zu einem perfekten Zwischendurch-Buch. Eines, das man abends zur Hand nimmt, wenn man einfach abschalten und den Kopf frei bekommen möchte. Es verlangt kein großes Nachdenken, sondern funktioniert wunderbar als kleine Auszeit vom Alltag. Natürlich darf man hier keine große literarische Tiefe erwarten. Das ist für mich aber überhaupt kein Kritikpunkt, sondern vielmehr Teil des Konzepts, nämlich unkompliziert, leichtfüßig, unterhaltsam. Und gerade deshalb habe ich es sehr genossen.

Mein Fazit: "Wasserschaden – Hausmeister Penzkofer ermittelt" ist ein amüsantes Buch zum Runterkommen. Wer Lust auf eine witzige, unaufgeregte Geschichte mit einem liebenswerten Ermittler hat, liegt hier genau richtig. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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