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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2025

Eine solide Fortsetzung

Kingdoms of Smoke – Dämonenzorn
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Band 1 der Reihe hat mich kürzlich positiv überrascht und mir besser gefallen als erwartet. Band 2 knüpft daran an und hat mich nicht enttäuscht. Das Buch ist erneut aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, ...

Band 1 der Reihe hat mich kürzlich positiv überrascht und mir besser gefallen als erwartet. Band 2 knüpft daran an und hat mich nicht enttäuscht. Das Buch ist erneut aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, dadurch, dass die Charaktere und ihre Vernetzungen nun bereits bekannt sind werden die Charaktere tiefgründiger und wir erfahren mehr über die Welt, was mir gut gefallen hat. Leider fehlte mir auch hier wieder eine Überraschung, die Handlung war recht Vorhersehbar, es gab keinen großen Knall, keinen schockierenden Cliffhanger, der einen sofort zum Folgeband greifen lässt oder ähnliches. Trotzdem eine gelungene Reihe, mit einem schönen Worldbuilding und einer spannenden Grundidee.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ein Buch, das Hemmungen abbaut!

Der Club der kalten Hände
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Der Club der kalten Hände ist ein ganz besonderes Kinderbuch, denn es widmet sich einem Thema, bei dem wir Erwachsenen oft große Barrieren haben, uns unsicher und hilflos fühlen und diese Hemmungen schnell ...

Der Club der kalten Hände ist ein ganz besonderes Kinderbuch, denn es widmet sich einem Thema, bei dem wir Erwachsenen oft große Barrieren haben, uns unsicher und hilflos fühlen und diese Hemmungen schnell an unsere Kinder weitergeben.

Hier werden kindgerecht Fragen zu den Themen Beerdigung, Tod, Abschied und Trauer beantwortet.

Die erste Hälfte des Buches ist in Form einer Geschichte geschrieben und erzählt von Lizzy, deren Eltern Bestatter sind. Als sie versteht, was sich in den Kisten befindet, die diese in ihrem mysteriösen Transportunternehmen herumfahren, macht sie sich gemeinsam mit ihrer Bande auf die Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Dabei kennt sie keine Tabus, schleicht sich bei den verschiedensten Veranstaltungen hinein, begutachtet die Toten und stellt alle Fragen, die ihr in den Kopf kommen.

Im Laufe des Buches begleiten wir vier Trauerfälle, von einem kleinen Baby bis zu einer alten Dame. Wir lernen, dass es je nach Kultur und Wünschen verschiedene Rituale und Bestattungsarten gibt, sehen verschiedene Formen von Trauer und Abschied und erhalten Einblicke in die Arbeit eines Bestattungsunternehmens. Besonders schön finde ich, dass zwei trauernde Kinder im Laufe des Buches Teil der Bande werden. Oft ziehen sich Menschen aus Unsicherheit etwas Falsches zu sagen von trauernden Bekannten zurück, hier werden die Kinder sofort integriert und nicht mit Samthandschuhen angefasst. Zudem wird gezeigt, dass Beerdigungen nicht immer nur ernste, traurige Veranstaltungen sein müssen, sondern dies ganz individuell und abhängig von der Verstorbenen Person sein kann.

Der zweite Teil des Buches ist in Form des Bandenhandbuchs verfasst, in dem die wichtigsten Forschungsergebnisse der Kinder festgehalten werden. Hier wird beantwortet, wie Tote riechen, ob man sie Anfassen darf oder warum Cems Onkel Ali nur von Männern aus seiner Familie gewaschen werden durfte.

Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen, da es das Thema Tod mit Fokus auf ein Bestattungsunternehmen beleuchtet, auf unterschiedliche Kulturen eingeht und Tabus bricht Der Text ist zudem in sehr einfachen und kurzen Sätzen verfasst, sodass sich das Buch gut zum Selberlesen eignet.

Was mir ein wenig fehlte (aber eigentlich nicht schlimm ist) war eine grundsätzliche Erklärung dazu, was Sterben bedeutet bzw. was mit dem Körper passiert. Die Todesursache der Verstorbenen wird nicht oder nur sehr kurz erläutert und steht nicht im Vordergrund. Vor der Lektüre dieses Buches wäre es also sinnvoll, wenn grundsätzlich bekannt ist warum Menschen sterben, hierzu gibt es ja aber viele tolle Bücher, bei diesem hier handelt es sich für mich aber dadurch eher um ein weiterführendes Werk. Die Antworten auf die Kinderfragen im Buch waren dafür sehr informativ und kindgerecht, teils hätte ich mir aber noch tiefreichendere Informationen gewünscht, bspw. zu den verschiedenen Bestattungsarten oder religiösen und kulturellen Unterschieden. Diese Themen wurden zwar angeschnitten aber nicht tiefgehend erläutert.

Trotzdem finde ich es ein unheimlich wertvolles Buch für jedes Kinderbuchregal, das viele Kinderfragen beantwortet, Hemmungen abbaut und zeigt, wie wichtig Gemeinschaft auch im Trauerfall ist.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ängste Überwinden!

Mäusemut
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Ein neues Buch vom wunderbaren Duo Michael Engler und Joëlle Tourlonias - das mussten wir natürlich unbedingt lesen.

Diesmal geht es um Mut und Einsamkeit. Die kleine Maus Stanislav lebt über einem Käseladen ...

Ein neues Buch vom wunderbaren Duo Michael Engler und Joëlle Tourlonias - das mussten wir natürlich unbedingt lesen.

Diesmal geht es um Mut und Einsamkeit. Die kleine Maus Stanislav lebt über einem Käseladen und verlässt nie das Haus, denn er hat große Angst vor den Menschen und den vielen Gefahren, die draußen lauern. Als eines Tages Maus Martha bei Stanislav auftaucht möchte er ihre Gesellschaft nicht mehr missen. Aber Martha möchte neue Abenteuer erleben und kann Stanislav nicht davon überzeugen sein sicheres Zuhause zu verlassen. Doch dann kommt ein schwerer Sturm und Martha braucht seine Hilfe.

Die Zeichnungen sind im typischen liebevollen Stil von Joëlle Tourlonias illustriert und strahlen eine Wohlfühlatmosphäre aus. Es gibt kleine Details zu entdecken, wie die Minileitern und Minibücher oder die besonders süße Strichliste zu Regenbogensichtungen.

Während des Lesens begleiten wir ganz viele unterschiedliche Gefühle, wir sehen wie einsam Stanislav ist, erleben die Freude, die er verspürt als er endlich nicht mehr alleine ist, durchleben angespannte und etwas angsteinflössende Momente und erhalten schließlich ein Happy End.

Für den Vierjährigen war das Buch allerdings durch das gruselige Gewitter und die düstere Atmosphäre schon beinahe zu gruselig.

Das Buch zeigt, wie schön es ist Freunde zu haben und das es sich lohnt mutig zu sein und seine Ängste zu überwinden.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein super Buch für Adoptiv- und Pflegefamilien!

Bin ich hier im falschen Nest?
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Bin ich hier im falschen Nest handelt von Kuckuck Kauz der bei eine Rotkäppchenfamilie aufwächst und mit der Zeit merkt, dass er anders als seine Geschwister Piep und Matz aussieht. Er macht sich daher ...

Bin ich hier im falschen Nest handelt von Kuckuck Kauz der bei eine Rotkäppchenfamilie aufwächst und mit der Zeit merkt, dass er anders als seine Geschwister Piep und Matz aussieht. Er macht sich daher auf die Suche nach seiner „echten“ Familie und trifft schließlich auf einen anderen Kuckuck, der ihm erklärt, warum Kauz anders aussieht als seine Mama und seine Geschwister, es aber trotzdem seine Familie ist und nichts an ihm falsch ist.

Das Bilderbuch bringt Kindern daher nicht nur ein bisschen was über die Tierwelt bei, sondern lässt sich auch wundervoll auf uns Menschen übertragen. Es zeigt das Anderssein etwas schönes ist und was Familie wirklich ausmacht.

Die Illustrationen von Mia Powell sind sehr kindgerecht und liebevoll in ruhigen Farbtönen gezeichnet. Der Text des Buches ist etwas länger, weshalb ich das Buch erst ab 4-5 Jahren empfehlen würde.

Insgesamt ist „Bin ich hier im falschen Nest“ ein gelungenes Buch darüber, dass Familienzugehörigkeit nicht nur durch Geburt, sondern vor allem durchs Herz bestimmt wird und eignet sich daher toll für Familien mit Pflege- oder Adoptivkindern, aber natürlich auch für alle anderen!

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Lustiges Vorlesebuch

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
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Das Vorlesebuch über Waschbär Willi Wunderquatsch macht seinem Namen aller Ehre und ist wunderbar quatschig.
Der lustige Waschbär erlebt gemeinsam mit seinen Freunden im Park die wildesten und lustigsten ...

Das Vorlesebuch über Waschbär Willi Wunderquatsch macht seinem Namen aller Ehre und ist wunderbar quatschig.
Der lustige Waschbär erlebt gemeinsam mit seinen Freunden im Park die wildesten und lustigsten Abenteuer. So wird beispielsweise ein Frühstücksauflauf aus den verrücktesten Zutaten (z.B. Fahrradklingeln, Hustenbonbons und Salami) gezaubert, die namensgebende Trompetenwurst erfunden oder ein Zahnpastafestival gefeiert.

Bei den wilden Aktivitäten geht allerdings auch häufig mal was daneben, wodurch es für uns Leser*innen noch mehr zu lachen gibt.

Im Buch sind zudem immer wieder schöne und lustige Illustrationen abgebildet, die dabei helfen eine bessere Vorstellung von Willis Leben zu bekommen und viele Details zum Entdecken bieten.

Zu Beginn des Buches gibt es einen Übersichtsplan über den Park und alle Charaktere werden einmal vorgestellt. Insbesondere der Übersichtsplan hat uns sehr gut gefallen, da wir nachschauen konnten, wo wer wohnt und wo wir uns aktuell befinden. Für alle, die noch mehr Willi-Infos möchten gibt es zwischen den Vorlesegeschichten immer wieder Abschnitte in denen Willis Lieblingsorte vorgestellt werden, was ich sehr liebevoll gemacht finde.

Der Große fand die Geschichten rund um Willi und die anderen Parkbewohner super und auch aus meiner Sicht gibt es nicht viel zu meckern, denn es macht einfach Spaß die Abenteuer von Willi mitzuerleben und die Gemeinschaft der Tiere zu erleben!

Einziger Kritikpunkt von mir ist die Länge. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 3 Jahren, die Geschichten sind aber sehr umfangreich und schweifen inhaltlich manchmal ab, sodass die Aufmerksamkeitsspanne von jüngeren Kindern möglicherweise nicht für eine ganze Vorlesegeschichte reicht. Die Geschichten sind zwar inhaltlich schon für dieses Alter geeignet, ich würde das Buch aber trotzdem erst ab 4-5 Jahren empfehlen, damit die Geschichten nicht immer wieder unterbrochen werden müssen.

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