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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2025

Ein fesselnder Thriller, der unter die Haut geht

Eisnebel
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Theo hat als Adoptivkind schon viele Schicksalsschläge überwinden müssen und ihre Vergangenheit kennt sie nicht. Als sie sich in den wohlhabenden Connor verliebt, scheint sie endlich ihr Glück gefunden ...

Theo hat als Adoptivkind schon viele Schicksalsschläge überwinden müssen und ihre Vergangenheit kennt sie nicht. Als sie sich in den wohlhabenden Connor verliebt, scheint sie endlich ihr Glück gefunden zu haben. Zum Weihnachtsfest begleitet sie ihn als seine Verlobte auf das abgelegene Anwesen seiner Familie. Schnell wird klar: Theo ist bei den Daltons nicht willkommen. Bedrohliche Nachrichten auf ihrem Handy fordern sie auf, sich von Connor fernzuhalten, während Stück für Stück verstörende Erinnerungen an die Oberfläche drängen – Erinnerungen, die untrennbar mit diesem Ort verbunden sind. Was verbirgt sich hinter den Mauern des Anwesens und in Theos eigener Vergangenheit?

Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an restlos in seinen Bann gezogen! Der Schreibstil ist derart fesselnd, dass ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Die Spannung ist konstant hoch und hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Immer wieder nimmt die Geschichte unerwartete Wendungen, selbst in den letzten Kapiteln, als ich dachte, die Auflösung gefunden zu haben, überraschte mich die Autorin mit einem weiteren genialen Twist.

Hauptsächlich erleben wir den Thriller aus der Perspektive Theos. Sie ist ein sympathische und starke Frauengestalt. Ihr Charakter ist sehr tiefgründig und authentisch. In ihre Verzweiflung und Verwirrung kann ich mich sehr gut einfühlen. Trotz ihrer traumatischen Kind- und Jugendzeit hat sie sich ihren Platz im Leben erkämpft. Im Laufe des Buches werden die frühen Geschehnisse in Rückblenden aufgedeckt und der Leser kann sich so immer mehr mit ihr identifizieren.

Das auffällige Buchcover fängt die düstere und fesselnde Atmosphäre des Romans perfekt ein. Der eisige Farbschnitt deutet bereits auf die Kälte und die Geheimnisse hin, die den Leser erwarten. Es ist ein Cover, das neugierig macht und den Inhalt auf den Punkt bringt.

Fazit: Dieser Thriller hat mich restlos begeistert und gehört zweifellos zu meinen absoluten Lesehighlights dieses Jahres.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Tierisch gut

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis
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Miez Marple freut sich auf ein paar freie Tage ohne ihre Menschenfrau. Doch statt zuhause an ihrer Lyrik zu schreiben, wird sie in das luxuriöse Tierhotel Bellagio einquartiert. Kaum hat sie sich an den ...

Miez Marple freut sich auf ein paar freie Tage ohne ihre Menschenfrau. Doch statt zuhause an ihrer Lyrik zu schreiben, wird sie in das luxuriöse Tierhotel Bellagio einquartiert. Kaum hat sie sich an den Gedanken eines Wellnessurlaubs in Gesellschaft des Sängerkaters Florian Silberschweif gewöhnt, geschieht ein Mord. Miez Marple nimmt die Ermittlung auf. Welcher der prominenten Hotelgäste hat hier seine Krallen im Spiel? Oder war doch der Fuchs der Täter?

Die schwarze Katze auf grünem Cover hat gleich mein Interesse geweckt, schließlich wohne ich selbst im Haus eines solch eleganten und gelbäugigen Wesen und darf es bedienen.

An den Schreibstil mit den vielen Wortspielen habe ich mich zunächst gewöhnen müssen. Umso mehr ich gelesen habe, umso faszinierter war ich von den Ideen und der Kreativität des Autors. Der Buch ist voller Witz und Anspielungen zur Menschenwelt, die hier in die Welt der Tiere übertragen wird. Wir befinden uns sozusagen in der Parallelwert der Tiere, die wir Menschen gar nicht erfassen können, dazu sind wir zu einfach gestrickt. Einer der Charaktere ist beispielsweise ein Stockente, die am Finanzmarkt tätig ist, den Dachs beobachtet und mit Bitcorn handelt. Oft habe ich laut lachen müssen. Dieses Buch zu lesen ist ein wahres Vergnügen!

Die Charaktere der einzelnen Tiere sind sehr unterschiedlich. Typisch tierischen Verhaltensweisen sind eingeflochten, so dass ich mir die Situation gut vorstellen kann und das Gefühl habe, die Tiere vor meinem inneren Auge zu sehen. Anfangs erscheinen die Charaktere eher oberflächlich, doch im Laufe des Buches und mit dem Aufdecken einiger Intrigen und Hintergründe lerne ich die Tiere besser kennen.

Die Spannung wird durchweg gehalten. Zum Schluss nimmt die Geschichte nochmals richtig Fahrt auf, spätestens da habe ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen können/wollte und eine Nachtschicht eingelegen müssen. Bei der Mörderjagt habe ich miträtseln können, was mir auch immer besonders gut gefällt. Am Ende gab es dann doch nochmal eine Überraschung, die hier natürlich nicht verraten wird.

Ein bisschen Sorge hat mir das Buch aber auch bereitet, denn viel Respekt zeigen Miez Marple und die anderen Tiere gegenüber den Menschen nicht, diese werden eher als einfältig und leicht zu manipulieren dargestellt. Hoffentlich hat meine Katze Stella ein besseres Bild von mir.

FAZIT: Ein tierisch guten Cozy-Crime à la Agatha Christie, spannende und humorvoll. Absolute Leseempfehlung von mir!!

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein Roman über das Böse im Verborgenen

Rosenfeuernacht
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Dieser Roman entführt uns ins Osteuropa des Jahres 1600. Der junge Marin, gerade 13 Jahre alt, findet sich nach dem tragischen Verlust seiner Eltern durch die Masern bei seinem Großvater in einem abgelegenen ...

Dieser Roman entführt uns ins Osteuropa des Jahres 1600. Der junge Marin, gerade 13 Jahre alt, findet sich nach dem tragischen Verlust seiner Eltern durch die Masern bei seinem Großvater in einem abgelegenen Dorf wieder. Anfangs wird er herzlich aufgenommen, doch die Idylle trügt. Unheimliche Ereignisse mehren sich, und eine spürbare Bedrohung bemächtigt sich des Dorfes.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Malin ist eine liebenswerte Figur, dessen Empfindungen und Gedanken man mühelos nachempfinden kann. Die dichte Atmosphäre und die zunehmende Bedrohung sind förmlich greifbar. Das Ende lässt einige Fragen offen, was jedoch die Spannung nur noch weiter steigert.

Der Schreibstil ist bewusst altertümlich gehalten, was hervorragend zum historischen Setting der Erzählung passt.

Fazit: Ein exzellenter, kurzer Roman, der Lust auf weitere mysteriöse Geschichten macht.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Wenn Katzen ermitteln

Alle Jahre wieder mit Elvis
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Ein unliebsamer Nachbar wird in der Koblenzer Altstadt ermordet. Die Katzen-Community ermittelt zum zweiten Mal. Allen voran Kater Elvis und Katze Chloe, die mit viel kätzischem Charme und Schafsinn ans ...

Ein unliebsamer Nachbar wird in der Koblenzer Altstadt ermordet. Die Katzen-Community ermittelt zum zweiten Mal. Allen voran Kater Elvis und Katze Chloe, die mit viel kätzischem Charme und Schafsinn ans Werk gehen. Sie schnurren sich in die Herzen der Tatverdächtigen und erfahren so alles, was ein guter Detektiv zur Lösung des Falls benötigt.

Das liebevolle Cover lässt es schon erahnen: Hier begegnen wir einem Wohlfühlkrimi vom Feinsten. Also habe ich mir meine Katze geschnappt und es uns in meinem Ohrensessel gemütlich gemacht.

Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Ich fliege durch die Seiten. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und ich muss immer wider schmunzeln. Die meiste Zeit sehen wir die Ermittlungen aus Sicht der Katzen, doch nach jedem Kapitel kommen in kursiver Schrift auch die menschlichen Protagonisten kurz zu Wort. Die Charakter sind durchweg sympathisch und liebenswert - bis auf das arme Mordopfer.

Von der ersten bis zur letzten Seite ist der Krimi voller Spannung. Ich rätsle mit den Katzen, wer der Täter sein könnte. Dieses Möglichkeit des Rätselratens finde ich persönlich immer sehr wichtig und ist für mich Teil der Spannung.

Neben dem Mordfall gibt es auch noch ein paar menschliche Dramen, die ebenfalls mit Hilfe der Katzen zu einem glücklichen Ende finden. Das muss es auch, denn es ist Weihnachten. Und wer noch ein Idee für ein Weihnachtsessen sucht, der findet ein paar Rezepte auf den letzten Seiten, was das Buch wunderbar abrundet. Das findet auch meine Katze und freut sich schon auf das Thunfisch-Carpaccio.

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi, der in der Weihnachtszeit spielt, aber selbstverständlich auch außerhalb der Weihnachtszeit gelesen werden kann.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein Hauch Agatha Christie

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Das liebevoll gestaltete Cover mit seinen goldenen Lettern hat mich gleich angesprochen: Ein einsames Haus mit warm erleuchteten Fenstern in winterlicher Schneelandschaft passt hervorragend zum Cozy-Crime ...

Das liebevoll gestaltete Cover mit seinen goldenen Lettern hat mich gleich angesprochen: Ein einsames Haus mit warm erleuchteten Fenstern in winterlicher Schneelandschaft passt hervorragend zum Cozy-Crime Setting. Hilfreich ist auch die Abbildung und Kurzbeschreibung der Charaktere im Buchumschlag. Schade nur, dass die goldene Schrift sich so leicht vom Papier löst, die Hälfte ist schon verblasst.

Die 77 Jahre alte etwas eigenbrötlerische Rosemary, genannt Mimi, wird von ihrer reichen Nachbarin Jane zur Dinnerparty mit Auktion eingeladen. Sie soll dort einen Gegenstand ersteigern, sonst wird ihr lang gehütetes Geheimnis verraten. Mimi bittet ihre Enkelin Addie um Hilfe, mit der sie allerdings eher ein schwieriges Verhältnis hat. Kaum hat die Feier begonnen, wird die Gastgeberin ermordet. Doch die Polizei lässt auf sich warten, denn ein Schneesturm hat die Gesellschaft von der Außenwelt abgeschnitten. Mimi und Addie setzen alles daran, den Mordfall in Eigenregie zu lösen.

Das Vorgehen bei der Aufklärung erinnert an die Kriminalromane von Agatha Christie, worauf auch immer wieder im Buch verwiesen wird. Mimi und Addie hangeln sich von Hinweis zu Hinweis und am Schluss kommt die Auflösung im großen Kreis der Verdächtigen. Als Leser habe ich die ganze Zeit mitgerätselt, allerdings habe ich den Täter nicht erahnen können.

Mimi und Addie sind mir von Anfang an sympathisch und im Laufe des Buches immer mehr ans Herz gewachsen. Interessant ist die Entwicklung der Beziehung der beiden zueinander, denn die Situation sorgt auch dafür, dass unausgesprochene Dinge endlich geklärt werden können. So bekommt das Buch auch einen gewissen Tiefgang.

Der lockere und humorvolle Schreibstil und die Einteilung in kurze Kapitel sorgt für ein angenehmes Lesegefühl.

"Die Einladung" ist ein Krimi, der nicht allzu anspruchsvoll, aber unterhaltsam ist, den ich gerne gelesen habe und auch weiterempfehlen kann.

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