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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ich weiß, was du getan hast

Fünf Fremde
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Die „Elbmarsch“-Krimis von Romy Fölck habe ich geliebt und auch „Fünf Fremde“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Schauplatz ist diesmal die kleine Insel Neuwerk in der Nordsee, ...


Die „Elbmarsch“-Krimis von Romy Fölck habe ich geliebt und auch „Fünf Fremde“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Schauplatz ist diesmal die kleine Insel Neuwerk in der Nordsee, die zu Hamburg gehört. Worum geht es?
Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag Neuwerk erreichen. Für vier von ihnen, Annika, Mats, Sinje und Charlotte ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager, Isa und Janosch, spurlos aus dem Schullandheim verschwanden.
Ein Sturm zieht auf. Neuwerk wird von der Außenwelt abgeschnitten. Seltsame Dinge geschehen…
„Fünf Fremde“ erinnert vom Titel her an die „Fünf Freunde“-Bücher von Enid Blyton. Aber Freunde sind oft die schlimmsten Feinde.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt: 1995 und 2025. Dazu ein klaustrophobisches Setting.
„Fünf Fremde“ vereint die Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personal und einem klassischen Whodunit-Plot, der die Lesenden lange rätseln lässt.

Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Krimi, der mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 06.12.2025

Nichts ist so, wie es scheint

Bad Actors
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„Bad Actors“ ist mein zweites Buch von Mick Herron, das erste aus der Reihe „Slow Horses“. Ob mir der Einstieg mit Band 8 gelingt? Die englische Originalausgabe ›Bad Actors‹ erschien 2022, während der ...

„Bad Actors“ ist mein zweites Buch von Mick Herron, das erste aus der Reihe „Slow Horses“. Ob mir der Einstieg mit Band 8 gelingt? Die englische Originalausgabe ›Bad Actors‹ erschien 2022, während der Corona-Pandemie.
Großbritannien nach dem Brexit: Slough House ist das Ende der Karriereleiter für britische Spione und ihren Chef Jackson Lamb. Weitere Slow Horses sind Louisa, Roddy, Neuzugang Ashley, Lech, Shirley und Catherine.
Am Anfang wird das Personal vorgestellt. Jackson Lamb war mir nicht sympathisch, ein Ekelpaket, ein ungehobelter Klotz, der Kette raucht. Aber eine schöne Sprache, witzig, sarkastisch, gepaart mit Spannung und ein wenig Action.
„Bad Actors“ bedeutet Gefährder und genau darum geht es hier. Dr. Sophie de Greer, „Superforecasterin“ mit Schweizer Pass und Mitarbeiterin von Anthony Sparrow, Chefberater des Premierministers, ist spurlos verschwunden. Ist sie dem „Waterproof-Protokoll“ zum Opfer gefallen?
Ausgerechnet Claude Whelan, ehemaliger MI5-Chef und als solcher Erzfeind seiner Nachfolgerin Diana Taverner, soll sie finden. Doch die Spur führt ihn direkt zurück zum Hauptquartier im Regent’s Park - und zu Jackson Lamb.
In einem anderen Handlungsstrang stattet der oberste russische Geheimdienstchef der britischen Hauptstadt einen Besuch ab, der erst nach Tagen bemerkt wird. Zufall? Jedenfalls gerät „Lady Di“ Taverner ins Zentrum einer riesigen Verschwörung.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und beginnt mit dem zweiten Akt. Das fand ich etwas verwirrend.

Fazit: Auch als Stand-alone lesbar. Aber es ist sicher leichter, wenn man die Vorgängerbände kennt.

Veröffentlicht am 26.10.2025

Zahltag

Die Tiefe: Versunken
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„Die Tiefe: Versunken“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie von Karen Sander, die an der Ostsee verortet ist und zugleich der siebte Fall für Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin ...


„Die Tiefe: Versunken“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie von Karen Sander, die an der Ostsee verortet ist und zugleich der siebte Fall für Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger. Worum geht es diesmal?
Hobbytaucher finden vor dem Darß ein gesunkenes Segelboot, in ihm befinden sich vier Leichen, die Eltern und ihre beiden Kinder, eine ganze Familie. Alle wurden erschossen.
Tom wird aus dem Urlaub zurückbeordert und ermittelt mit seinem Team. Bevor es zu ersten Erkenntnissen kommt, gibt es zwei weitere Tote auf einem Motorboot. Handelt es sich um einen Serienkiller?
Während Tom in den beiden Fällen ermittelt, wird Mascha von ihrem Bruder Holger als Beraterin bei einem anderen Tötungsdelikt angefordert, in dem ein rätselhafter Brief eine Rolle spielt.
Karen Sanders Thriller bietet viel Atmosphäre und Lokalkolorit, für mich ein typischer Küstenkrimi. Es ist ein eher ruhiger Thriller mit mäßiger Spannung, voller Emotionen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, 1996 und 24 Jahre später, rollt sich die Handlung auf, so dass ein ganz eigener Drive entsteht.
Die Ermittler wirken inzwischen wie gute Bekannte, wobei das Privatleben von Tom und Mascha viel Raum einnimmt, besonders zum Schluss.

Fazit: Gelungener Einstieg in die neue Ostsee-Trilogie. Doch am Ende bleiben viele Fragen offen.

Veröffentlicht am 07.10.2025

Nichts ist wie es scheint

The Business Trip
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„The Business Trip“ von Jessie Garcia habe ich gern gelesen. Der Thriller hat viele Stärken, aber auch einige Schwächen. Worum geht es?
Wir begegnen Jasmine und Stephanie, zwei Frauen, die unterschiedlicher ...


„The Business Trip“ von Jessie Garcia habe ich gern gelesen. Der Thriller hat viele Stärken, aber auch einige Schwächen. Worum geht es?
Wir begegnen Jasmine und Stephanie, zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jasmine flieht aus ihrer toxischen Beziehung mit Glenn. Stephanie geht auf Geschäftsreise. Sie ist geschieden und hat einen Sohn. Auch sie ist irgendwie auf der Flucht - aus ihrem bisherigen Leben.
Beide Frauen sitzen im selben Flieger nach Denver. Kurz darauf sind beide verschwunden. Ihre Freunde erhalten Text- und Sprachnachrichten, sogar Fotos und Videos. Und was hat dies alles mit einem Mann namens Trent zu tun?
„The Business Trip“ ist spannend und unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jasmine, Stephanie, Glenn sowie Robert, Stephs Nachbar und Katzensitter, Trent und vielen anderen mehr, auf mehreren Zeitebenen und an diversen Schauplätzen, unter anderem Denver, San Diego, Atlanta und Mexiko.
Eine hanebüchene Story, die die Autorin sich ausgedacht hat. Es geht um wechselnde Identitäten - und Mord. Eine Wendung jagt die nächste. Auch, wenn ich schnell geahnt habe, wie der Hase läuft - zumindest in etwa, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Am Ende gibt es dann noch einen ultimativen Plot-Twist.
Die Sprache ist einfach mit simplen Dialogen. Die Protagonisten waren mir allesamt unsympathisch, so dass ich mit niemandem mitfiebern konnte.

Fazit: Rasantes Popcorn-Kino in Buchform.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Wo ist Matti?

Die Farbe des Schattens
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„Die Farbe des Schattens“ von Susanne Tägder ist der zweite Fall für Hauptkommissar Arno Groth, der nach vielen Jahren in Hamburg wieder in seine alte Heimat ins mecklenburgische Wechtershagen zurückgekehrt ...


„Die Farbe des Schattens“ von Susanne Tägder ist der zweite Fall für Hauptkommissar Arno Groth, der nach vielen Jahren in Hamburg wieder in seine alte Heimat ins mecklenburgische Wechtershagen zurückgekehrt war. Worum geht es?
Winter 1992: Der 11-jährige Matthias, genannt Matti, ist verschwunden. Er wurde zum Einkaufen geschickt. Ist er weggelaufen, hat er sich verlaufen oder ist er verunfallt?
Die Eltern alarmieren die Polizei, eine Suchaktion startet, Spürhunde werden angefordert, Nachbarn befragt. Schließlich wird Mattis Leiche in einem leerstehenden Haus auf dem Mönkeberg gefunden. Der Hausverwalter wirkt verdächtig. Groth hat seine Zweifel, er vermutet Parallelen zu einem mehrere Jahre zurückliegenden Fall und rollt diesen wieder auf.
Die Autorin hat mit der Fortsetzung von „Das Schweigen des Wassers“ einen atmosphärisch dichten Krimi geschrieben, der die Wendezeit wiederaufleben lässt. Man spürt die Hoffnungslosigkeit der Bewohner in der Mönkeberg-Siedlung, viele Menschen sind arbeitslos, haben keine Perspektive. Gut skizzierte Figuren machen die Story authentisch.
Die Geschichte wirkt entschleunigend ohne die Präsenz von Handys und Computern, die Ermittlungsarbeit der Polizei geht infolgedessen nur langsam voran. Es wirkt wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, in die Protagonist Groth, sperrig, geschieden, verwaist, wunderbar hineinpasst.
Durch den literarisch angehauchten Schreibstil ist die Handlung fesselnd, manchmal schwer zu ertragen, denn die geschilderten Verbrechen sind in Mecklenburg tatsächlich geschehen, aber wirklich viel Spannung kommt nicht auf.

Fazit: Fall Nr. 2 für Arno Groth und Kommissar Zufall.