Mehr Klischee als Romantik
Der Hot-Henry-EffektDer Klappentext hat mich sofort angesprochen, und ich habe mir einen witzigen Liebesroman in einem wissenschaftlich angehauchten Setting erhofft – ähnlich wie bei den Büchern von Ali Hazelwood. Bekommen ...
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, und ich habe mir einen witzigen Liebesroman in einem wissenschaftlich angehauchten Setting erhofft – ähnlich wie bei den Büchern von Ali Hazelwood. Bekommen habe ich das aber leider nur bedingt.
Der Einstieg in die Geschichte war zunächst vielversprechend. Ich konnte mich gut einfinden, und auch wenn mir die Protagonistin zu Beginn nicht ganz sympathisch war, hat mich das erst einmal nicht gestört. Der Schreibstil war locker und flüssig, was mir gefallen hat.
Mit fortschreitender Handlung traten dann aber immer mehr Punkte auf, die mich gestört haben. Auch wenn der Schreibstil weiterhin angenehm blieb, war es doch sehr ermüdend, dass ständig betont wurde, wie unglaublich attraktiv Henry ist. Irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr hören oder lesen. Dazu kam das ständige Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten – hier wurde der miscommunication trope wirklich auf ein neues Level gehoben, was mir die Geschichte zunehmend verdorben hat.
Enttäuschend fand ich auch das Setting. Der Klappentext hatte bei mir die Erwartung geweckt, dass die Handlung in einer eher wissenschaftlichen Umgebung spielt. Stattdessen lag der Fokus stärker auf Firmenstrukturen, was für mich nicht zu dem passte, was ich mir erhofft hatte.
Insgesamt eine nette Idee, die Umsetzung konnte mich aber leider nicht überzeugen.