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Veröffentlicht am 08.10.2025

Intensiver und atmosphärisch dichter Thriller um einen jungen Mann in einem Strudel aus Schuld und Gewalt

und mein bist du
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Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Gerl einen intensiven und atmosphärisch dichten Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Obwohl es schon zwei frühere Werke des ...

Mit diesem Buch legt der Autor Thomas Gerl einen intensiven und atmosphärisch dichten Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Obwohl es schon zwei frühere Werke des Autors gibt, in denen die Hauptfiguren dieses Buches mitwirken, hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir hier Vorwissen aus diesen Büchern fehlen würde. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören, auch wenn ich vielleicht nicht jede Anspielung auf frühere Ereignisse direkt verstanden habe.

Der Mord an seiner großen Liebe Isi hat den jungen Jakob Karmann völlig aus der Bahn geworfen. Ablenkung sucht er im Alkohol und im Kampfsport. Als er auf Drängen seiner Mutter eine Selbsthilfegruppe besucht, trifft er dort auf Emily, die von ihrem Ex-Freund gestalkt wird. Als sie ihn später anruft und panisch um Hilfe bittet, nimmt er sich den Stalker zur Brust und verprügelt ihn. Kurz darauf wird der Mann tot aufgefunden und Jakob gerät ins Visier der Polizei. Zusätzlich plagen ihn große Selbstzweifel, da er sich nur bruchstückhaft an die verhängnisvolle Nacht erinnern kann. In seiner Verzweiflung bittet er den Polizisten Magnus Saller, den er im Zuge der Ermittlungen zu Isis Tod kennengelernt hat, um Hilfe.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt uns dabei tief in das Innenleben seiner Figuren blicken. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Der Autor baut seine Geschichte langsam auf, steigert die Spannung dabei aber stetig, bis das Ganze zur Lawine wird, die unaufhaltsam auf den krachenden Showdown zurast. Dabei entwickelt das Buch von der ersten Seite an eine unheimliche Sogwirkung, die einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, und bietet am Ende eine absolut überzeugende Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit starken Figuren steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Meine erste Begegnung mit Thomas Gerl wird mit Sicherheit nicht meine letzte bleiben.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Spannender Kriminalroman aus dem hohen Norden

MORD UND MEER Einsamer Tod
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Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Lea Jansen aka Jona Sheffield den vierten Band ihrer Reihe um das Ermittler-Duo Anna Larsson und Max Humboldt von der Kriminalpolizei Kiel vor, der mich erneut ...

Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Lea Jansen aka Jona Sheffield den vierten Band ihrer Reihe um das Ermittler-Duo Anna Larsson und Max Humboldt von der Kriminalpolizei Kiel vor, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Vorkenntnisse aus den ersten Bänden der Reihe braucht man für das Verständnis der Geschichte nicht, alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der beiden Hauptfiguren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, zumal auch diese bereits beste Krimiunterhaltung liefern.

Als zwei Fischer vor der Küste vor Laboe ein scheinbar verlassenes Segelschiff entdecken und auf dem Boot die Leiche einer Frau gefunden wird, kommen schnell Zweifel auf, dass es sich hier um einen Unglücksfall handelt Und so übernehmen Anna und Max die Ermittlungen und werden dabei von Max Sohn Markus unterstützt, der gerade ein Praktikum bei der Polizei macht. Das Opfer ist erst vor kurzem an die Ostseeküste zurückgekehrt, nachdem der Lehrerin vor einigen Jahren vorgeworfen wurde, ein Verhältnis mit einem ihrer Schüler zu haben, der kurz darauf spurlos verschwunden ist. Liegt hier das Motiv für den Mord ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran, garniert sie dabei mit jeder Menge Lokalkolorit aus dem hohen Norden und bietet am Ende eine gelungene Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Dass die Autorin selbst an der Ostseeküste aufgewachsen ist und ein großes Faible für die Region hat, merkt man der Geschichte dabei jederzeit an. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders das gelungene Zusammenspiel von Anna und dem nicht immer einfachen Max bietet neben reichlich Konfliktpotential auch Momente, die zeigen, dass hier inzwischen ein ziemlich schlagkräftiges Duo zusammengewachsen ist. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der beiden Ermittler lockern das Geschehen zudem immer wieder ein wenig auf, die Krimihandlung steht dabei aber immer im Mittelpunkt der Geschichte.

Wer auf spannende Kriminalromane aus dem hohen Norden steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Auf den nächsten Band der Reihe bin ich nun schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Wuchtige und atmosphärisch dichte Familien-Saga im Gewand eines packenden Thrillers

Asa
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Mit diesem Buch legt der Autor Zoran Drvenkar eine wuchtige Familien-Saga vor, die im Gewand eines packenden Rache-Thrillers daherkommt und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Nach ...

Mit diesem Buch legt der Autor Zoran Drvenkar eine wuchtige Familien-Saga vor, die im Gewand eines packenden Rache-Thrillers daherkommt und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Nach 6 langen Jahren kommt Asa Kolberg aus dem Gefängnis frei und verfolgt vom ersten Tag an einen gnadenlosen Plan, um sich an den Menschen zu rächen, denen es fast gelungen wäre, ihr Leben zu zerstören. Und diese Menschen kommen aus dem Umfeld ihrer eigenen Familie, in der sie mit perfiden Methoden zu einer nahezu perfekten Jägerin ausgebildet wurde. Doch die über Jahrzehnte entwickelten Strukturen hinter dieser Ausbildung will Asa nun endgültig zerstören. Und dafür muss sie sich am Ende auch ihrer eigenen Familie stellen.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und sehr bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und erzählt sie auf immer wieder wechselnden Zeitebenen, zwischen denen er munter hin und her springt. Daher muss man hier schon sehr aufmerksam lesen, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. In den Kapiteln um Asa wählt der Autor eine eher ungewöhnliche Erzählperspektive und lässt hier einen zunächst unbekannten Beobachter das Geschehen schildern und in Zwiesprache mit Asa treten. Die Identität und Bedeutung dieser Person wird dann im Laufe der Geschichte enthüllt und liefert dabei einen der zahlreichen dramatischen Höhepunkte des Buches. In Sachen Gewaltbeschreibungen lässt der Autor wenig bis nichts aus, dies wirkt aber keineswegs plakativ, sondern ergibt sich zwangsläufig aus der Geschichte heraus.

Wer auf eine packende und atmosphärisch dichte Mischung aus Familien-Saga und Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Meine erste Begegnung mit dem Autor wird mit Sicherheit nicht meine letzte bleiben.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Packender und atmosphärisch dichter historischer Roman zum Thema Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg

Kohlenträume
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In diesem historischen Roman greift die Autorin Annette Oppenlander das Thema Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg auf und transportiert das Thema über eine bewegende Liebesgeschichte, die hauptsächlich im Bochum ...

In diesem historischen Roman greift die Autorin Annette Oppenlander das Thema Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg auf und transportiert das Thema über eine bewegende Liebesgeschichte, die hauptsächlich im Bochum der Jahre 1943 bis 1945 angesiedelt ist.

Der Franzose Adrien Rocheau wird in Lyon verhaftet und von der SS zum Pflichtarbeitsdienst im Bergwerk Schwarzenberg in Bochum zwangsrekrutiert. Da er wegen seiner Mutter, die aus dem Elsass stammt, die deutsche Sprache beherrscht, wird er schnell als Dolmetscher eingesetzt. Dabei lernt er die junge Marie Heinrich, die eigentlich zusammen mit ihrem Mann, der sich nun aber an der Front befindet, einen kleinen Hof bewirtschaftet. Als ihre Ziegen von der SS konfisziert werden, ist Marie aber gezwungen, sich im Bergwerk etwas dazuzuverdienen. Marie versucht Adrien zu helfen, auch wenn dies für beide ein sehr hohes Risiko darstellt.

Mit einem packenden Schreibstil und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit glaubhaft gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erzählt sie die Geschichte aus den immer wieder wechselnden Perspektiven von Marie und Adrien, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Obwohl bereits der Prolog verrät, dass es kein Happy End für die beiden geben wird, nimmt dies der Geschichte nichts von seiner Wucht und Intensität, ganz im Gegenteil. Ich habe dennoch bis zum Schluss mit beiden mitgefiebert und das bewegende und hoch emotionale Ende der Geschichte genossen, dass perfekt zur Hauptgeschichte passt. Man merkt dem Buch zudem jederzeit an, wie intensiv die Autorin hier recherchiert hat. Dies belegen auch die Anmerkungen zu den Hintergründen der Geschichte, die sich am Ende des Buches finden und dieses hervorragend abrunden.

Wer auf atmosphärisch dichte historische Romane aus der Zeit des 2. Weltkrieges steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Meine erste Begegnung mit der Autorin wird mit Sicherheit nicht meine letzte bleiben.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Der sechste Auftritt wird zu einer echten Zäsur für das Team der Fallanalysten

Der Einflüsterer
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Mit diesem Buch legt der Autor Roland Hebesberger den sechsten Band seiner Thriller-Reihe um die Fallanalysten Lisa Seifert und Jan Theurer vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen ...

Mit diesem Buch legt der Autor Roland Hebesberger den sechsten Band seiner Thriller-Reihe um die Fallanalysten Lisa Seifert und Jan Theurer vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus den ersten fünf Bänden erforderlich, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf vergangene Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als in Schwerin eine Frau die große Liebe ihrer besten Freundin brutal ermordet und anschließend vor den Augen der Polizei Selbstmord verübt, zieht die für den Fall zuständige Hauptkommissarin Anika Albrecht Jan, Lisa und ihr Team von der operativen Profilerstellungseinheit (OPE) zu den Ermittlungen hinzu. Dabei stoßen sie auf weitere Fälle nach ähnlichem Muster. Sind das alles nur zufällige Übereinstimmungen oder handeln die Täter gar nicht aus eigenem Antrieb, sondern werden von außen gesteuert ? Als die Ermittler dem Einflüsterer zu nah kommen, schlägt dieser zurück und der Fall wird zu einer persönlichen Zäsur für das gesamte Team.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, die er hauptsächlich aus den immer wieder wechselnden Perspektiven seiner inzwischen vier Ermittler erzählt. Eine zusätzliche Erzählperspektive ist zudem Anika vorbehalten, einer alten Bekannten von Jan. Die Geschichte ist diesmal im Jahr 2004 angesiedelt, so dass den Ermittlern auch weiterhin nicht die technischen Hilfsmittel von heute zur Verfügung stehen. Dieser Umstand lässt beim Lesen ab und an sogar etwas Nostalgie aufkommen. Viel Zeit lässt uns der Autor dafür aber nicht, denn er treibt seine Geschichte konsequent und mit vielen überraschenden Wendungen auf einen fulminanten Showdown zu, der eine überzeugende Auflösung liefert und dabei keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten.

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