Wenn im Leben etwas schiefgeht, stellt man sich natürlich die Frage, woran das liegt. Häufig spielen dabei „Glaubenssätze“ aus unserer Kindheit eine Rolle, die uns geprägt haben und eventuell einer wirklichen ...
Wenn im Leben etwas schiefgeht, stellt man sich natürlich die Frage, woran das liegt. Häufig spielen dabei „Glaubenssätze“ aus unserer Kindheit eine Rolle, die uns geprägt haben und eventuell einer wirklichen Selbstentfaltung im Weg stehen. Die Autorin deckt die gängigsten auf, benennt Beispiele, gibt aber vor allem Betroffenen das Handwerkszeug des S.W.A.T-Teams in die Hand, welches unser innewohnendes Kabinett aktivieren soll; stärkende Gegenkräfte, die uns ermutigen, etwas Neues auszuprobieren. Besonders wichtig halt ich dabei Balu den Bären.
Das vorliegende Büchlein knüpft an der erste Buch der Autorin an: „Handwerkszeug zur Radikalen Resignation 2.1“, das mir gut gefallen hat.
Im vorliegenden Band soll es – laut Aussage der Autorin – mehr in die Tiefe gehen, was ihr auch gelingt.
Fazit: Umkehr aus der Negativität – kleine Anleitung für mehr Glück im Alltag – es liegt in der eigenen Hand.
Livia ist nach ihrem mutigen Einsatz zur Rettung der Grundschulkinder durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt. Im Krankenhaus ist die Verpflegung zum Himmel schreiend schlecht.
Nur gut, dass ...
Livia ist nach ihrem mutigen Einsatz zur Rettung der Grundschulkinder durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt. Im Krankenhaus ist die Verpflegung zum Himmel schreiend schlecht.
Nur gut, dass sie von ihrer besten Freundin Stella und ihrem Lover Pit kulinarisch ersatzversorgt wird. Bald wird klar, wer hinter dem Anschlag steckt. Und dieser Drogenboss lässt nicht locker und hat keine Skrupel, lästige Zeugen aus dem Weg zu räumen und seinem Kontrahenten Onkel Charly möglichst viel Leid zuzufügen und hat seine „Prinzessin“ ins Visier genommen. Livia hat zwar polizeilichen Personenschutz, steht aber weiterhin in der Schusslinie.
So der Einstieg in die Handlung. Mir fiel es nicht schwer, trotz längerer Pause seit dem Lesen von Teil 1, sofort anzuknüpfen und mit den bereits vertrauten Personen warmzuwerden. Doch so richtig in Fahrt kommt die Geschichte erst, als Livia wieder direkt ins Geschehen eingreifen kann.
Es ist bewundernswert, wie es der Autorin gelingt, immer wieder neue Schleifen zu drehen und mich als Leser bei der Stange zu halten. So kommt auf über 600 Seiten keine Langeweile auf, da immer wieder etwas Überraschendes passiert und das Profil der Charaktere beibehalten und ausgebaut wird. Gerade das Aufzeigen der inneren Kämpfe und die Weiterentwicklung von Pit hat mir besonders gut gefallen. Und Livia läuft sowieso außer Konkurrenz, denn sie ist ja die Frau, die es eigentlich gar nicht gibt. Mit einem Augenzwinkern verzeiht man ihr so ihre kleinen und größeren Sünden, da sie tief im Inneren doch ein gutes Herz hat.
Ganz bewusst spielt die Geschichte wohl im ländlichen Bayern mit seinen Traditionen und dem urwüchsigen Menschenschlag, da die Figur der Livia einen wundervollen Kontrast dazu bietet. Selbstverständlich ist manches völlig überzeichnet, aber macht das nicht gerade den Reiz aus?
Der Schreibstil ist abwechslungsreich und kreativ, aber es gibt ein Haken für mich, als schon etwas älteres Semester: Die kursive Schrift ist zu klein und gerade bei künstlichem Licht für mich nicht mehr gut zu lesen. Aber auch davon habe ich mich nicht abhalten lassen und abends vor dem Kamin eben parallel ein anderes Buch zur Hand genommen.
Wem „Die Frau, die es nicht gibt“ gefallen hat, der wird von der Fortsetzung begeistert sein.
Und das Vergnügen hält lange an.
Fazit: Sehr, sehr langer Lesespaß für eine ausdauernde Leserschaft
Man merkt der Geschichte schon deutlich an, dass sie in ihrer Zeit verhaftet ist. Das Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern war zum Beispiel noch ein ganz anderes.
Und trotzdem ...
(Hörbuchfassung)
Man merkt der Geschichte schon deutlich an, dass sie in ihrer Zeit verhaftet ist. Das Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern war zum Beispiel noch ein ganz anderes.
Und trotzdem fesselte mich das Abenteuer in der Arktis, mit dem mystischen Beginn mit dem Luftschiff, bis zum Schluss.
Solche Abenteuerromane sind heutzutage selten geworden. So bietet die Erzählung einerseits einen historischen Rückblick, andererseits aber auch etwas Zeitloses. Für mich war vor allem die Weiterentwicklung der Figuren interessant.
Der Autor ist bereits 1944 verstorben, er wurde von den Nazi durch das Fallbeil getötet. Vorliegender Roman gehört zu seinen ersten Werken und ist 1933 erstmals erschienen. Rudolph galt als „Groschenroman-Schreiber“. Er veröffentlichte um die 50 Bücher. Das vorliegende würde ich als „ernsthafte“ Literatur bezeichnen. Es ist auch in der Gegenwart noch gut lesbar und mitreißend.
Wolfgang Berger liest routiniert und gut und verschaffte mir ca. 5,5 Stunden interessantes Hörvergnügen.
Kein Ratgeber im engeren Sinn (Die 5 klügsten Schritte bis ..) sondern ein Leben-Erfahrungsbericht des Autors, den er uns zu Verfügung stellt.
Die Erkenntnisse liegen zwischen den Zeilen und die Lektüre ...
Kein Ratgeber im engeren Sinn (Die 5 klügsten Schritte bis ..) sondern ein Leben-Erfahrungsbericht des Autors, den er uns zu Verfügung stellt.
Die Erkenntnisse liegen zwischen den Zeilen und die Lektüre regt an, danach zu schürfen. Ich gehe davon aus, dass die Schätze, die man dabei findet, für jeden etwas Unterschiedliches darstellen.
Bei mir waren es u.a. Anregungen zur Mitmenschlichkeit, Unvoreingenommenheit, kostbaren Momenten und dem großen Ganzen.
Eines der ganz wenigen Büchern, die ich zeitnah ein 2. Mal lesen möchte.
Vielleicht ergänze ich dann diese Rezension nochmals oder auch nicht.
Aber, ich habe schon länger keinen Krimi mehr gelesen, vor einer ganzen Weile „Lost in Fuseta“ und „Achtsam Morden“. Den letzten von Michael Kibler sogar schon vor ca. 10 Jahren. War für mich also mal ...
Aber, ich habe schon länger keinen Krimi mehr gelesen, vor einer ganzen Weile „Lost in Fuseta“ und „Achtsam Morden“. Den letzten von Michael Kibler sogar schon vor ca. 10 Jahren. War für mich also mal wieder an der Zeit.
Den Ermittler Horndeich kenne ich noch, seine Mitarbeiterin hat inzwischen gewechselt und er ist nicht mehr bei der Polizei sondern Privatdetektiv. In dieser Funktion wird er von einem Mann angeheuert, der nicht an den Selbstmord seiner Ehefrau glaubt. Zumal sie vor nicht allzu langer Zeit Mutter geworden war und das Familienglück perfekt schien.
Ort der Handlung ist in und um der mir inzwischen zur Heimat gewordenen Stadt: Darmstadt. Das war natürlich ein zusätzlicher Anreiz. Es handelt sich natürlich um eine fiktive Geschichte, aber mit konkret genannten Adressen und dem Bezug zu realen Orten entstand bei mir beim Lesen ein besonders dichtes und authentisch wirkendes Bild des Geschehens.
Ich würde sage, das vorliegende Buch ist ziemlich vielschichtig und nicht bloß ein „Krimi“. So werden unter anderem Themen bezüglich Familienleben, Beziehungsgeflechte, den Umgang mit Verlust, Tod und Trauerbewältigung, Organspende, Erziehungsschwierigkeiten, Automobil-Liebhabereien und ökologisch, rechtem Gedankengut verarbeitet. Wunderbar werden im Verlauf falsche Fährten gelegt und die Ermittlungen nach Mallorca und Kroatien ausgeweitet. Und letztendlich spielt auch der Ermittlungszufall und das Timing natürlich wieder einer Rolle.
Bezüglich des Falls war mit jedoch einen guten Tick zu früh bereits ziemlich klar, wer der/die TäterIn sein könnte. Trotzdem gelang es des Autor, mich bei der Stange zu halten. Mir wurde es nicht langweilig und ich habe mit Genuss und Interesse das Buch zu Ende gelesen. Das ist – aus meiner Sicht – das große Plus des Autors: seine Erzählkunst. Ich schwankte wirklich bei den Sternen und gebe letztendlich doch den 5., wenn auch knapp.