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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Schrecklicher Verdacht: Ich bin gar nicht besser als alle anderen!

Hustle
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Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert!
Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil ...

Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert!
Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil der Autorin Julia Bähr total gefangen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der kritische Angriff auf gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die falsche Welt der High Society oder den wahnsinnig überteuerten Wohnungsmarkt von Zentraleuropa ist gespickt mit schwarzem Humor und ließ mich etliche Male auflachen.
Die Geschichte führt hauptsächlich durch das Leben von Leonie, die mit ihrem Umzug nach München neue Freundschaften mit einer "Ladysgang" macht, Genevieve, Kim und Yasmin, die alle auf legal/illegalen Wege zusätzlich Geld verdienen. Sehr unterhaltsam fand ich hierbei die Abschnitte über Leonies Haustiere, den Schleimpilzen, das Kennenlernen mit Genevieve und ihrer Erklärungsversuche der bayrischen Art von der Uhrzeitbenennung.
Zudem war es ein sehr interessanter Aspekt, dass die männlichen Charaktere in Leonies Umfeld (Nam, Steffen,..) äußerst sympathisch dargestellt wurden, im Gegenzug zu den ebenfalls überwiegend männlichen Übeltätern, denen sie in ihrem Nebenjob begegnet.
Meiner Meinung nach hatte der Roman einen sehr starken Einstieg, ließ jedoch leider im Laufe der Handlung ein wenig nach und am Ende waren ein paar Handlungsstränge unzureichend und unbefriedigend aufgeklärt.

Fazit: Trotzdem kann ich "Hustle" nur empfehlen- ich hatte das Buch rasch ausgelesen und vergnügliche Lesestunden!

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Waschbären-Abenteuer

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
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Der Autor Markus Hennig hat die Geschichten des kleinen Waschbären ursprünglich für seine Tochter erfunden, um dieser bestimmte Tätigkeiten wie Zähne putzen, einschlafen, usw. für Kind und Elternteil zu ...

Der Autor Markus Hennig hat die Geschichten des kleinen Waschbären ursprünglich für seine Tochter erfunden, um dieser bestimmte Tätigkeiten wie Zähne putzen, einschlafen, usw. für Kind und Elternteil zu erleichtern, was ich ein wirklich süßes Detail finde.

Das Tier Waschbär ist bei uns reichlich im Kinderzimmer vorhanden, da es sich um ein Lieblingstier handelt und auch bei diesem Buch war es vorallem die Zeichnung des Willi, die wir sofort ins Herz schließen konnten. Die Illustrationen haben einen lustigen Stil, der zu den komischen Geschichten und Abenteuer des Willi perfekt passen und seinen Charakter widerspiegeln.
Zu Beginn werden alle wichtigen Tiere der Handlung wie Willi, Prinzessin Eugenie von Grün (ein Maulwurf), das Eichhörnchen Alice, die Eule Uwe oder der Vogel Sergio und der Handlungsort(=Park)als Zeichnung vorgestellt.
Gleich hier erkennt man den humorvollen, einfachen, an Kinder gerichteten Schreibstil, der sich durch das ganze Buch zieht.
In 7 Vorlesegeschichten muss sich anschließend Waschbär Willi auf lustig, fantasievolle Weise mit ganz alltäglichen Themen (Zahnpastafestival, Nase putzen) auseinandersetzen und diese mit seinen Freunden bewältigen.
Da die Geschichten teils schon eher umfangreich sind und nicht immer auf allen Seiten Zeichnungen vorhanden sind, konnte ich mit meinem 4-jährigen Sohn maximal eine Geschichte am Stück lesen. Einzig kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass das Wort Quatsch wirklich häufig vorkommt, gleich von Beginn an, aber gut es steht schließlich schon im Titel, es wird in Österreich wahrscheinlich auch nicht so oft verwendet. Das Buch ist sehr unterhaltsam und brachte uns alle beim Lesen oder Zuhören das ein oder andere Mal zum Lachen!

Fazit: Ein sehr witziges und abwechslungsreiches Vorlesebuch !

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Für das Lachen meiner Kinder

Das größte Glück der Welt
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Yaya's Papa hat das Preisausschreiben in der Zeitung leider nicht gewonnen. Daraufhin begibt sich Yaya auf die Suche nach dem Glück, um ihm beim nächsten Mal einen Gewinn zu sichern. Ein großes Abenteuer ...

Yaya's Papa hat das Preisausschreiben in der Zeitung leider nicht gewonnen. Daraufhin begibt sich Yaya auf die Suche nach dem Glück, um ihm beim nächsten Mal einen Gewinn zu sichern. Ein großes Abenteuer mit vielen Begegnungen und der Frage, worum es sich bei diesem Glück denn eigentlich handelt, beginnt.

Die Illustrationen haben einen Aquarellhaften Stil, wirken irgendwie ein klein wenig unscharf bei genauerem Hinsehen, was mir nicht ganz so gut gefällt, aber sie sind sehr farbenfroh und lieblich! Die Qualität des Hardcover außen, der Seiten und der gedruckten Bilder wirkt recht hochwertig und auf den ersten Blick in Ordnung.
Die Textmenge auf den Seiten ist ideal geeignet zum Vorlesen und mein vierjähriger Sohn konnte dem Geschehen die ganze Zeit aufmerksam folgen. Zudem gab es genügend kleine Details, die sich nach und nach entdecken ließen und für den ein oder anderen Lacher sorgten(z.B. der kleine Maulwurf auf der Brücke).
Besonders gut gefiel mir, dass jedes Tier eine Art sprachliche Eigenheit mitbrachte und dadurch beim Lesen automatisch unterschiedliche Töne/Stimmen erzeugte, auch wenn es ein klein wenig im Lesefluss stört, sollte man die Geschichte noch nicht allzu oft gelesen haben.
Das Wichtigste, nämlich die Botschaft, dass für jeden Glück anders aussieht und gerade für Yaya's Papa normalerweise nicht materiell messbar ist, er es aber mit der Waage auf die er sie setzt wunderbar für kleine Kinder veranschaulicht, hat mir sehr gut gefallen. Es ist, denkt man genauer darüber nach, wirklich äußerst schwierig Kindern bei den zahlreichen Redewendungen, die es beim Thema Glück gibt, eine verständliche und logische Erklärung zu liefern. Doch gelingt dies der Autorin Andrea Schütze mit Hilfe dieser Geschichte recht gut und regt zu interessanten Gesprächen mit Kindern an!

Fazit: Eine wertvolle Botschaft, verpackt in einer lieben Geschichte!

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Familiengespräche- achtsam, praxisnah und klug

Lasst uns reden
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Der Aufbau des Buchs gefällt mir sehr gut, da er nicht wie viele andere seines Genres mit einem langen Theorieteil startet, sondern direkt mit der Praxis. Es gibt sogar eine Schnelleinstieg Möglichkeit ...

Der Aufbau des Buchs gefällt mir sehr gut, da er nicht wie viele andere seines Genres mit einem langen Theorieteil startet, sondern direkt mit der Praxis. Es gibt sogar eine Schnelleinstieg Möglichkeit für sehr Ungeduldige, was mir durchaus in die Hände spielte und mir die beiden Autorinnen auf Anhieb sympathisch machte, da es für mich den Inhalt umso glaubhafter macht, wenn man sich selbst in so einem Alltag/Leben befindet.
Momentan erscheinen mir einige Punkte des Konzepts noch sehr streng (Prokollführer oder strikter Zeitpunkt), da ich mich mit zwei Kindergartenkindern aber noch in der Wirbelwindzeit befinde, denke ich, dass sich bis zum Einsatz der Familienkonferenz noch sehr wahrscheinlich einiges ändern wird. Wodurch dieser Ratgeber mich auch wunderbar durch die noch folgenden Jahre begleiten wird und ich ihn das ein oder andere Mal zu Rate ziehen werde.
Besonders ansprechend war für mich die Arbeitsblätter im mittleren Teil, die weitere Denkanstöße und Aufgaben für ein besseres Zusammenleben und eine friedsame Konfliktlösung anstreben.
Neben den wichtigen Punkten, dass in der Familienkonferenz alle sagen dürfen, was sie denken und fühlen, alle ausreden dürfen, niemand be- oder verurteilt wird und gemeinsam möglichst eine gerechte Lösung gefunden wird, fand ich sehr ansprechend das "Geheimrezept" gemeinsam zu lachen!
Durch zahlreiche, anschauliche Beispiele und vereinzelten visuellen Veranschaulichungen war es einfach, trotz Pausen, erneut in den Lesefluss einzusteigen und rundete den fachlichen Teil interessant ab.

Fazit: Ein Ratgeber als Werkzeug, um ein familiäres Miteinander gelingen zu lassen!

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Tolles "Bilderbuch" für Erwachsene

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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Kiss me Once war für mich meine erste Graphic Novel, die ich sogleich in einem Tag ausgelesen hatte. Das Konzept, einen künstlerisches Aspekt durch die Illustrationen im Comic Stil mit einer Geschichte ...

Kiss me Once war für mich meine erste Graphic Novel, die ich sogleich in einem Tag ausgelesen hatte. Das Konzept, einen künstlerisches Aspekt durch die Illustrationen im Comic Stil mit einer Geschichte eines New Adult Roman zu vereinen, ist ein guter Schachzug gewesen, der für mich eine neue Art des Lesevergnügen erschafft.
Aufgrund dieser Novel, hab ich dann zusätzlich ins Buch reingelesen und festgestellt, wie exakt vieles von dort entnommen wurde, obwohl natürlich einiges gekürzt werden musste.
Der schwarz-weiße Stil, in dem die Protagonisten Ivy und Ryan gezeichnet sind, hat etwas Manga-haftes, aber gerade nicht zu extrem, sodass es zu übertrieben war und man konnte die Charakterzüge der beiden selbst darin gut erkennen. Nachdem man sich daran gewöhnt hat, in welcher Reihenfolge die Bilder zu lesen sind, versteht man auch rasch, dass Rosa-die einzige Farbe im Comic- ihre Gedankenblasen und seine gräulicher Farbgebung sind.
Die Story bedient sich dem klassischen Bad Boy Genre, der die kleine, zierliche Frau beschützen muss und ist mit viel Witz sowie Romantik verpackt, ein kurzweiliges Leseabenteuer, welches genau dadurch schwer aus der Hand zu legen war. Die Einfachheit hat manchmal genauso seine Verlockungen und Berechtigung, da ich herrlich abschalten und dem Alltag entfliehen konnte.

Am Ende des Buchs findet sich ein kleines "Making of" von der Illustratorin Olga Andriyenko, was ich überaus interessant fand, da sie einen wirklich guten Überblick vom ganzen Entsehungsprozess gibt.

Fazit: Das etwas andere "Erwachsen"-Buch, welches jedoch trotzdem Spaß machte zu lesen!

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