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Veröffentlicht am 12.10.2025

Was ist los im Himmelreich?

Entführung im Himmelreich
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Björn Kupernikus und Hundedame Pinguin haben sich gut in die Campergemeinschaft des „Himmelreichs“ eingelebt. Als plötzlich Bäckermeister Mauske verschwindet, haben der Amateurdetektiv und seine Freundin ...

Björn Kupernikus und Hundedame Pinguin haben sich gut in die Campergemeinschaft des „Himmelreichs“ eingelebt. Als plötzlich Bäckermeister Mauske verschwindet, haben der Amateurdetektiv und seine Freundin Annabelle einen neuen Fall.
Mit „Entführung im Himmelreich“ geht die Cosy Crime-Reihe von Andreas Winkelmann in die zweite Runde. Mich hat auch das neue Abenteuer gut unterhalten, obwohl mir dieses Mal ein klein wenig die Spannung gefehlt hat.

Im „Himmelreich“ fällt das gemütliche Frühstück aus, da Bäcker Mauske nicht wie gewohnt leckere Brötchen geliefert hat. Auf dem Weg zu Freundin Annabelle entdeckt Kupernikus den verlassenen Bäckerwagen mitten im Wald - von Mauske keine Spur. Nur seine Schuhe stehen verlassen am Ufer des Schwielowsees.

Mord, Entführung oder Suizid? Kommissar Fass fühlt sich einmal mehr überfordert. Gerade noch hat ihm seine Freundin, die taffe Rechtsmedizinerin Dr. Sabrina Petrich, Unterricht im Stand-up-Paddling gegeben. Jetzt sieht er sich mit einem neuen kniffeligen Fall konfrontiert. Während der Kommissar noch den möglichen Tatort inspiziert, rast ein Streifenwagen Richtung „Himmelreich“. Eine der Camperinnen wurde auf ihrem Hausboot überfallen. Platzeigner Roger Groß und die Dauercamper mögen Björn, doch sie erinnern sich, dass es vor seiner Ankunft deutlich ruhiger im „Himmelreich“ zuging.

Es ist wie heimkommen. Kaum zaubert Kaffee-Sommelier Björn ein spektakuläres Heißgetränk, dass er mit Annabelle genießt, geht es auch schon los mit den drei Fragen, die die Ermittlung vorantreiben sollen. Im Fall des verschwundenen Bäckers gibt es einige Verdächtige und bald auch einen Toten ...

Der Mikrokosmos Campingplatz nebst ländlicher Umgebung bildet den passenden Rahmen für unsere Hobbydetektive. Neben dem verhinderten „Tatort“-Kommissar Kupernikus, der jetzt nachholt, was ihm als Schauspieler verwehrt blieb, und seinem Dr. Watson, Annabelle, die unglaubliche Dinge weiß und vorzüglich kochen kann, überzeugen auch die anderen Charaktere wie Roger Groß und seine vorwitzige Tochter Henriette, oder die taffe Rechtsmedizinerin Sabrina Petrich. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Kommissar Edgar Fass. Er hat zwar sein Ziel erreicht und Sabrina erobert, aber dieser Erfolg setzt ihn so sehr unter Druck, dass Mutter Fass eingreift. Sie versucht ihren Sohn mit obskuren Nahrungsmitteln zu unterstützen.

Neben Schauplatz und Protagonisten gefallen mir der flüssige, direkte Schreibstil und der Humor des Autors. Der etwas tollpatschige und unsichere Kommissar wird öfters zur Zielscheibe. Sei es Pinguin, die knurrt, sobald sie seinen Namen hört oder Annabelle, die sich über die Kleidsamkeit von Neoprenanzügen auslässt. Aber auch die Esoterikszene bekommt ihr Fett weg.

In einem amüsanten Showdown während der Halloween-Party im „Himmelreich“ wird der Fall logisch aufgeklärt und der Frieden auf dem Campingplatz und den angrenzenden Ortschaften wieder hergestellt.

Ich habe Interessantes über natürliche psychotrope Substanzen erfahren und mein Wissen bezüglich Horrorfilmklassiker der letzten Jahrzehnte aufgefrischt. Beim hoffentlich nächsten Fall werde ich wieder dabei sein und das Ermittlerteam unterstützen.

Von mir gibt es 4,5 Sterne. Fans von Cosy und Camping-Krimis werden bestens unterhalten.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2025

Die Vergangenheit ruht nicht

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Polizeihauptkommissarin Hannah Bülow steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Vor neun Monaten hat sie ihren Mann durch einen Unfall verloren. Da ihre Töchter längst flügge sind und sie in Münster alles ...

Polizeihauptkommissarin Hannah Bülow steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Vor neun Monaten hat sie ihren Mann durch einen Unfall verloren. Da ihre Töchter längst flügge sind und sie in Münster alles an den toten Malte erinnert, hat Hannah das Jobangebot ihrer Freundin Constanze angenommen. Künftig wird sie in der Polizeiwache Ostersande als Dienstgruppenleiterin arbeiten. Kurz nach ihrer Ankunft wird ein Toter aufgefunden. Wurde er ermordet oder ist er Opfer eines Unfalls?
Nach etwas langatmigem Beginn gewinnt der Krimi allmählich an Fahrt. Bald konnte mich die Geschichte packen und mit Hannah auf eine spannende Tätersuche schicken.

Jan F. Wielpütz hat den Auftaktband seiner neuen Ostsee-Krimireihe nach Grundidee und Konzept der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt realisiert.

Hannah startet in Ostersande mit einem Knöllchen und trifft dabei ihren Jugendfreund Philip wieder. Ihr Vater Uwe empfängt seine Tochter wenig begeistert. Infolge eines großen Unglücks hat Hannah ihren Heimatort vor 32 Jahren verlassen. Der Unfall hat damals ihr Verhältnis zum Vater beschädigt und dabei ist es bis heute geblieben. Zudem befürchtet Uwe, dass ihn seine Tochter kontrollieren und bevormunden will. In Hannah weckt die Rückkehr verdrängte Schuldgefühle und Zweifel an ihrer Entscheidung. Wird sie die Vergangenheit hier wieder einholen? Ein verdächtiger Todesfall beendet diese Grübelei und ruft sie zurück an die Arbeit. Der Tote ist ausgerechnet Philip Langmar, ihr Jugendfreund, der als Psychotherapeut in der angesehenen Klinik Ostersande-Wismar arbeitete. Ist er unglücklich gestürzt oder wurde er ermordet? Hannah wird von ihrer Chefin Constanze als Kontaktperson für die Kripo Wismar ausgewählt. Gemeinsam mit Hauptkommissar Grewe und seiner Kollegin Mara Steyn, versucht sie die Umstände, die zu Philips Tod führten, aufzuklären. Trotz verschiedener Spuren erscheint bald klar, dass die Geschehnisse der Vergangenheit eine wichtige Rolle für den Fall spielen könnten.

Hannah mit ihrer direkten Art war mir bald sympathisch. Anfangs konnte ich nicht verstehen, was sie nach Ostersande zurückgeführt hat, aber Uwes Situation hat das erklärt. Auch die anderen Charaktere überzeugen. Ob der von privaten Problemen leicht überforderte Greve, die forsche Mara, Philips charmanter Kollege Henry oder der auf seine Unabhängigkeit bedachte Uwe, sie alle wirken authentisch. Die Sprache des Autors ist flüssig und direkt. Die Region fand ich anschaulich beschrieben, ebenso Hannahs Heimatort, wo zeitweise der Tourismus dominiert und wo die Umweltschützer oft einen schweren Stand haben.

Trotz der übersichtlichen Zahl an Verdächtigen habe ich lange gerätselt und war mir bis zum Schluss nicht über das Tatmotiv im Klaren. Der Autor schafft es mühelos, die Spannung mithilfe von überraschenden Wendungen bis zum Schluss hochzuhalten. Ein besonders kluger Schachzug war der rätselhafte Prolog, der mich lange grübeln ließ. Die Zusammenarbeit zwischen der Kripo Wismar und der Polizeiwache Ostersande schien mir nicht immer realistisch zu sein. Aber das habe ich als literarische Freiheit akzeptiert. Zuletzt wird der Fall überzeugend aufgeklärt und alle offenen Fragen beantwortet. Am Buchende kündigt eine gerade aufgefundene Leiche Hannahs nächsten Fall an. Ich werde bei den Ermittlungen wieder dabei sein und hoffe, dass die Wismarer Kripo dann wieder zum Team gehört.

Für den Auftaktband der neuen Ostsee-Krimireihe, der mich überzeugen konnte, vergebe ich 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Fans dieses Genres.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Fest mit schrecklichem Ende

Post, Mord und Provinzgeflüster - Tod an einem stillen Ort
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Familie Flammang lädt zur Feier des 500-jährigen Jubiläums ihres Anwesens ein. Sogar Tochter Jou, Rose Tochter und Sullys Jugendschwarm, reist extra aus Norwegen an. Das Fest ist in vollem Gange als Serges ...

Familie Flammang lädt zur Feier des 500-jährigen Jubiläums ihres Anwesens ein. Sogar Tochter Jou, Rose Tochter und Sullys Jugendschwarm, reist extra aus Norwegen an. Das Fest ist in vollem Gange als Serges Kollege Pol tot aufgefunden wird. Ausgerechnet Jou gerät in den Fokus der Ermittler. Wird Sully den wahren Täter finden? Auch Jill Kaltenborns dritter Fall hat mich gefesselt.

Jou findet Pol während der Feier tot im Haus. Zunächst ist unklar, wie er ums Leben kam. War es ein Herzinfarkt oder ein Verbrechen? Als sich herausstellt, warum Pol gestorben ist, gerät Jou unter dringenden Tatverdacht. Als Ärztin hatte sie das für die Tötung erforderliche Wissen und außerdem war da noch eine Rechnung zwischen ihr und dem Opfer offen.

Es menschelt wieder sehr in diesem Krimi und das gefällt mir ausgezeichnet. Sully hat Probleme, sich auf seine Ermittlung zu konzentrieren, weil ihm der nötige Abstand fehlt. Er hält es für völlig ausgeschlossen, dass Jou zu einem Mord fähig wäre. Rose hat dieses Mal keine Lust, Detektiv
zu spielen. Es ist rührend, wie sie Sully um Hilfe bittet. Rose fürchtet, dass ihre Tochter wegen der Anschuldigungen der Polizei, Luxemburg für immer den Rücken kehren wird. Claires unsympathischer Kollege Hoffmann scheint versessen darauf zu sein, Jou zu verhaften. Leider sprechen auch die Indizien gegen sie. Folglich ist der radelnde Detektiv gefragter denn je.

Der Fall erweist sich als verzwickt. Bis kurz vor Schluss war ich auf einer völlig falschen Spur und verdächtigte einen wenig sympathischen Unschuldigen. Spannend, dass mich ausgerechnet der demente Nachbar Kremer auf die richtige Lösung brachte.

Sully kann den Tod von Pol restlos aufklären. Die Lösung war für mich überraschend, aber logisch. Mir gefällt an Kaltenborns Krimis besonders, dass es sich bei den Fällen ihres Amateurdetektivs nicht immer um Morde handelt.

Sully denkt zum ersten Mal darüber nach, Wiesbaden hinter sich zu lassen und sich endgültig in Luxemburg niederzulassen. Noch fühlt sich das wie ein Verrat an der toten Sara an, aber ein Anfang ist gemacht. Hat das damit zu tun, dass sich die zarten Bande zwischen Claire und Sully allmählich zu verstärken scheinen?

Es bleibt weiterhin spannend. Jill Kaltenborn versteht es ausgezeichnet, die Leser an der Entwicklung ihres sympathischen Ermittlers teilhaben zu lassen. Das führt zu der Frage, was wird Sully künftig machen? Ich bin jedenfalls neugierig, wie es mit dem Detektiv und seiner Luxemburger Familie weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2025

Wie alles begann

Rabenthron
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1013. England liegt darnieder und hat den marodierenden Wikingern wenig entgegenzusetzen. Ein schwacher König, Æthelred der Unberatene, verschärft die Lage. Ælfric of Helmsby, ein junger Engländer, bricht ...

1013. England liegt darnieder und hat den marodierenden Wikingern wenig entgegenzusetzen. Ein schwacher König, Æthelred der Unberatene, verschärft die Lage. Ælfric of Helmsby, ein junger Engländer, bricht aus persönlichen Gründen nach London auf und wird so Teil einer spannenden Epoche der englischen Geschichte. Mit dem Prequel „Rabenthron“ vollendet Rebecca Gablé nach knapp 20 Jahren ihre Helmsby Trilogie. Überzeugend und unterhaltsam, wie ich finde.

Es herrschen harte Zeiten. Die englische Bevölkerung ächzt unter den hohen Abgaben, die zu leisten sind. Das sogenannte „Danegeld“ soll die Dänen von weiteren Überfällen auf England abhalten. Doch Sven Gabelbart und seine Wikinger überfallen das Land weiterhin nach Belieben. Das Volk ist Raub, Mord, Vergewaltigung und Verschleppung willkürlich ausgesetzt. Dann reißt Sven Gabelbart die Macht an sich und erobert den englischen Thron. König Æthelred flieht in die Normandie, die Heimat seiner Gemahlin Emma. Doch Sven bringt der englische Thron keine Glück. Er stirbt nach wenigen Monaten Regierungszeit und Æthelred kehrt mit seiner Familie nach England zurück. Die Kämpfe gehen weiter.

Das Buch berichtet über die Geschehnisse von 1013 bis 1041. In dieser Zeit sieht England sieben verschiedene Regenten auf seinem Thron. Gablé schildert den Übergang der Krone von den Angelsachsen über die Dänen zu den Normannen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die normannische Prinzessin Emma ein, die, als 14-Jährige, mit dem viel älteren Æthelred verheiratet wird. Als dessen Witwe ehelicht sie später Gabelbarts Sohn Knud. So wird sie zweimal Königin von England und die Mutter zweier englischer Regenten. Sie ist eine kluge Strategin, mit Machtinstinkt und Resilienz, die wenig Lust verspürt, ohnmächtig ihrem Schicksal entgegenzusehen. Stets eng an ihrer Seite befindet sich Ælfric of Helmsby als Berater, Unterstützer und Freund.

Wie immer vermischt Rebecca Gablé auf gekonnte Weise Fiktion und historische Fakten. Der Leser verfolgt die Schlachten, Intrigen und Verhandlungen, die die Geschicke der Herrscher über England in dieser Zeit prägen. Gleichzeitig verfolgen wir an der Seite Ælfrics und seines Sohnes Penda, wie die Ereignisse außerhalb des Hofes und im normannischen Exil verlaufen. Ergänzt wird die Erzählung durch einige Romanzen, einen historisch verbürgten Flugversuch, schmählichen Verrat und mysteriöse Todesfälle.

Gablés Sprache lässt bei mir keine Wünsche offen. Sie schreibt gewohnt flüssig und bildhaft. Die Mischung aus Fiktion und Fakten erscheint mir ausgewogen und sehr gelungen, wobei dieses Mal der historische Anteil überwiegt. Gablés Charaktere sind wie immer überzeugend, ob es sich um skrupellose Intriganten wie den Raffer oder Godwin handelt oder Sympathieträger wie Godgifu oder Eilmer. Die Lektüre hat mich schnell gefesselt und ich habe äußerst ungern Lesepausen eingelegt. Da meine Kenntnisse der englischen Geschichte vor 1066 bescheiden waren, konnte ich einiges Neues erfahren und mein Wissen erweitern. Wäre mein Geschichtsunterricht annähernd so spannend und mitreißend gewesen wie dieses Buch, hätte ich weniger Lücken füllen müssen. Gablé versteht es zudem vortrefflich, mich zu eigenen Recherchen anzuregen.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich dennoch anzumerken. Ælfrics Gutmenschentum war mir zu stark ausgeprägt für einen Thane im 11. Jahrhundert. Was er seinem Cousin Offa alles nachsah, von Verrat und Meineid bis hin zur Folterung von Ælfrics schwangerer Tochter, erschien mir wenig glaubwürdig. Dann war für mich die dritte Rettung in letzter Minute, eine zu viel. Aber, na ja, das ist dichterische Freiheit. Obwohl ich das Buchende zudem als ziemlich abrupt empfand, vergebe ich trotzdem 4,5 Punkte, da ich den historischen Input als ebenso hervorragend empfand wie Gablés Schreibstil. Zusammenfassend gesagt, „Rabenthron“ erweist sich als würdiger Auftakt der Helmsby Trilogie.

Da sich viele Namen ähneln, erweist sich das Personenverzeichnis am Buchanfang als besonders wichtig. Das von mir bei allen Büchern der Autorin hochgeschätzte Nachwort schließt „Rabenthron“ ab. Die Einordnung in Fakten und Fiktionen beweist einmal mehr, dass die abenteuerlichsten Geschichten, wie die Umstände von Edmunds Ermordung, Eilmers Flugversuch oder Harolds Satanismus der Realität entsprechen.

Was uns zu denken geben sollte, von elf (!) Prinzen blieb nur einer übrig – derjenige, der die Krone eigentlich nicht wollte ...

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  • Atmosphäre
  • Cover
Veröffentlicht am 23.08.2025

Die Reise geht weiter nach Vallesland und Oritea

Die Prinzen des Winters
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Eyra hat einen Plan, wie sie Estraora vom ewigen Eis befreien und die bösen Mächte besiegen kann. Der einzige Weg besteht darin, die vier Edelsteine der Macht gemeinsam zu zerstören. Doch ihre Ausgangssituation ...

Eyra hat einen Plan, wie sie Estraora vom ewigen Eis befreien und die bösen Mächte besiegen kann. Der einzige Weg besteht darin, die vier Edelsteine der Macht gemeinsam zu zerstören. Doch ihre Ausgangssituation ist schwierig …

Autorin K. T. Steen versteht es, auch mit dem dritten Band ihrer Eisfeuersaga „Eisflammen“ die Leser zu fesseln.

Die Zeit drängt, da Lorelai die Winterzeremonie früher abhalten will. Eyra und ihr Team haben bisher nur den Feuerrubin in ihren Händen. Notgedrungen teilt sich die Gemeinschaft. Saul und Patricia reisen nach Vallesland, um den Waldsmaragd zu finden. Fayette und Noah wollen in Oritea nach dem Feenstein suchen. Eyra und Lazar kümmern sich derweil um den Eiskristall, den sie in Tallesfeld vermuten. Vorher reisen sie zu den Eisebenen, um für Merkan den Drachen Zeros zu befreien. Das ist der Preis, den er für seine Loyalität gegenüber Eyra fordert. Wie so häufig, wenn Drachen mit im Spiel sind, misslingt dieser Plan gründlich.

Dank der Reisen der Paare lernen wir weitere Länder Mirilors und deren Einwohner kennen. Die Handlung konzentriert sich im Wesentlichen auf das grüne Vallesland und auf Oritea, das Land der Feen. Wir begleiten Noah und Saul auf diesen Reisen und hören mehr von ihren Begleiterinnen. Die Geschichte wird dieses Mal aus drei Perspektiven erzählt, von Fayette, Patricia und Eyra. Dadurch gewinnt die Erzählung an Spannung und Tiefe. Durch die Einblicke in die Gefühlswelt von Eyras Schwester und der ihrer Freundin erfahren wir Näheres über die Beziehungen zwischen ihnen und den Winterprinzen.

K. T. Steen ist es einmal mehr gelungen, mich zu fesseln. Beeindruckt hat mich ihre Fantasie, mit der sie die Länder Oritea und Vallesland ausstaffiert und mit teilweise bisher unbekannten Wesen bevölkert. Ihre Sprache ist weiterhin flüssig und packend. Mir imponiert, dass Eyra dem Druck von Emberis standhält und wie sie ihn über ihre wahren Absichten täuschen kann. Wie fordernd die Götter der bösen Mächte sind, erfährt in diesem Band noch ein weiterer Charakter. Ich hoffe, der Druck wird nicht übermächtig. Auch frage ich mich, ob die bösen Götter nicht mehr als ein „Eisen im Feuer“ haben. Es bleibt also weiterhin spannend, wofür auch einige überraschende Wendungen und Verwicklungen sorgen. Neben meinem Liebling Theo ist es nun auch Belgor gelungen, meine Sympathie zu gewinnen und mich zu beeindrucken.

Band 3 beginnt mit einer kompakten Zusammenfassung der ersten beiden Teile, sodass ich mich sofort in der Geschichte wiedergefunden habe. Wir begegnen Misstrauen, Gefahren, gemeinem Verrat und einem folgenschweren falschen Verdacht. Am Ende ist die Gemeinschaft der Gefährten einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Aber zu welchem Preis! Der Band endet mit einem üblen Cliffhanger, wie ich ihn gleichermaßen hasse und schätze.

Ich freue mich schon auf Band 4!

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