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Veröffentlicht am 12.11.2025

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Infinite Nights
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„Infinite Nights“ von Sophia Como ist der zweite Band ihrer Romantic Suspense Reihe Nights.
Camila ist die einzige Tochter des Besitzers eines der bekanntesten Modeimperien in Spanien und gehört zur High ...

„Infinite Nights“ von Sophia Como ist der zweite Band ihrer Romantic Suspense Reihe Nights.
Camila ist die einzige Tochter des Besitzers eines der bekanntesten Modeimperien in Spanien und gehört zur High Society. Viel lieber als mit Beziehungen möchte sie jedoch mit ihrem eigenen Talent überzeugen, wofür sie Tag und Nacht in ihrem Atelier arbeitet. Doch ihr Leben wird zusätzlich erschwert, als es offenbar ein Stalker auf sie abgesehen hat. Seine Botschaften werden immer verstörender und so engagiert Camilas Vater einen persönlichen Bodyguard. Der Undergroundboxer Miguel übernimmt diesen Job zwar widerwillig, aber konsequent. Er durchschaut bald Camilas Fassade und als sie ihn bittet, sich zur Tarnung als ihr Freund auszugeben, verschwimmen die Grenzen endgültig. Aber ausgerechnet dies wird noch zur viel größeren Gefahr für Camila.

Einige Charaktere kennt man bereits aus dem ersten Teil, aber man kann diese Fortsetzung auch problemlos unabhängig vom Vorgänger lesen. Sophia Como setzt wieder auf Spannung und die offenen Fragen aus der Vergangenheit werden jetzt beantwortet.
Camila ist einfach sympathisch, obwohl sie in einem goldenen Käfig aufgewachsen ist und einen Ruf als Partygirl hat. Die Ursachen für dieses Verhalten werden schnell klar und sie tat mir unendlich leid. Camila ist fast schon zu nett und harmoniebedürftig, vor allem mit Leuten, die das gar nicht verdient hätten. Wahrscheinlich knackt sie deshalb Miguels undurchdringliche Schal so schnell, denn sie widerlegt all seine Vorurteile.
Miguel hat seine eigenen Probleme, die ziemlich schwer wiegen. Trotz aller Hindernisse versucht er immer, ein guter Mensch zu bleiben, aber das wird ihm alles andere als leicht gemacht.
Die Story ist geschickt und spannend konstruiert, so dass man die Twists nicht kommen sieht. Die unterschiedlichen Perspektiven steigern die mitreißende Dynamik noch zusätzlich und gegen Ende dürfen wir uns auf einige Überraschungen gefasst machen.
Man darf die ganze Zeit mit Camila miträtseln, wer ihr eigentlich das Leben zur Hölle macht. Und währenddessen baut sich die Slow-Burn-Lovestory zwischen ihr und Miguel langsam auf. Auch mit ihren gravierenden Unterschieden wirken ihre gegenseitigen Gefühle trotzdem glaubwürdig und treffen mitten ins Herz.

Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung und von mir gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2025

Schwerer Neuanfang

Keep it like a Promise
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„Keep it like a Promise“ von Katharina Katz ist der dritte und abschließende Band ihrer Brighton Reihe, aber man kann die Bücher problemlos auch unabhängig voneinander lesen.
Lucy zieht von Schottland ...

„Keep it like a Promise“ von Katharina Katz ist der dritte und abschließende Band ihrer Brighton Reihe, aber man kann die Bücher problemlos auch unabhängig voneinander lesen.
Lucy zieht von Schottland ins weit entfernte Brighton, denn nur hier findet sie ausreichend Abstand zu ihrem bisherigen Zuhause. Ein neuer Job im luxuriösen Ellington Grande Hotel ist genau das, was sie sich erträumt hat, auch wenn die Vergangenheit immer wieder anruft. Für ihre geplante Social-Media-Kampagne muss Lucy sehr eng mit dem Barmanager Kobe zusammenarbeiten, der ihr Herz von Anfang an höherschlagen lässt. Und auch Kobe ist von der neuen Kollegin begeistert, obwohl ihn ihre widersprüchlichen Signale verwirren. Schon einmal hat er sein Herz vergebens riskiert und eigentlich hatte er sich geschworen, dass er zukünftig sich selbst an erste Stelle setzen würde.

In den New Adult Lovestorys von Katharina Katz steht Mental Health im Mittelpunkt und diesmal geht es hauptsächlich um Co-Abhängigkeit und einen überspitzten Retterkomplex. Ich mag ihren gefühlvollen Schreibstil, durch den man schnell mit den Charakteren mitfühlen kann. Trotzdem konnte ich die Entscheidungen und Handlungen von Lucy nicht immer nachvollziehen. Genau darum geht es aber auch, denn ihr Verhalten ist die Folge ihrer toxischen Beziehung zu ihrer alkoholkranken Mutter.
Kobe mochte ich schon aus dem ersten Teil, denn er ist wirklich eine wandelnde Green Flag. Sein selbstloses Helfersyndrom macht ihn jedoch auf Dauer kaputt und lässt ihn immer mehr von sich geben, als gesund wäre. Er muss lernen, Grenzen zu setzen, was bei seinen Gefühlen für Lucy eine Herausforderung ist.
Die Entwicklung der Charaktere ist sensibel und einfühlsam beschrieben, da sowohl Fort- als auch schmerzhafte Rückschritte gezeigt werden. Ich mochte aber ihr offene Kommunikation und dass kleine Dramen schnell angesprochen wurden. Die Verbindung zwischen Lucy und Kobe ist von Anfang an spürbar. Man würde ihnen gern helfen, aber der Weg zur Heilung ist eben schwierig und muss von beiden selbst gewollt sein. Deshalb ist die Handlung authentisch und sehr berührend.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Unterhaltsame Heiratsvermittlung

Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady Beatrice
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„Mayfair Ladies – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ von Freda MacBride ist eine unterhaltsame und leichte Regency Romance, in der ein Verkupplungsplan ungeahnte Folgen hat.
Lady Beatrice ist bereits ...

„Mayfair Ladies – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ von Freda MacBride ist eine unterhaltsame und leichte Regency Romance, in der ein Verkupplungsplan ungeahnte Folgen hat.
Lady Beatrice ist bereits 27 und gilt damit in Gesellschaftskreisen als alte Jungfer. Eine große Narbe, die nicht nur ihre Wange zeichnet, hat dafür gesorgt, dass es niemals einen echten Heiratskandidaten gab. Doch Bea hat sich damit abgefunden und ist zwischenzeitlich erfolgreich darin, ihren Freundinnen die passenden Partner zu vermitteln. Das bringt ihr den Auftrag der Dowager Marchioness of Bayne ein, die für ihre drei unverheirateten Söhne Ehefrauen sucht. Der Älteste war bereits zweimal verlobt und wurde verlassen, der Mittlere ist als Geistlicher besonders anspruchsvoll und der Jüngste scheint an Frauen überhaupt nicht interessiert. Dabei täuscht dieser Eindruck von Francis, denn seit seiner ersten Begegnung mit Bea hat er nur Augen für sie. Jetzt muss er sie nur noch davon überzeugen, dass sein Werben absolut ernst gemeint ist.

Der Einstieg in diese leichte und unterhaltsame Regency Romance fällt überhaupt nicht schwer, denn der Schreibstil von Freda MacBride liest sich locker und flüssig. Also fühlen wir schnell mit Lady Beatrice mit die nicht nur von ihrer strengen Mutter, sondern von der gesamten Londoner Gesellschaft bereits abgeschrieben wurde.
Die Oberflächlichkeit und die albernen Kriterien, die hier bei der Suche nach einer Ehefrau angelegt werden, sind typisch für die Regency Zeit und keine Überraschung. Leider sind Männer wie Francis ziemlich selten, die nicht nur nach dem ersten äußerlichen Eindruck entscheiden, sondern auch einen zweiten Blick riskieren.
Bea hat es also wirklich nicht leicht und sie tat mir in einigen Situationen echt leid. Es ist aber bewundernswert, mit welcher Stärke sie den mehr oder weniger versteckten Beleidigungen begegnet. Es knistert gewaltig zwischen ihr und Francis, dessen Annäherung sie trotzdem nicht ernstnimmt. Ich mag die humorvolle und flirtende Dynamik der beiden, die immer für Abwechslung sorgt. Ich hatte Spaß beim Lesen, vor allem, wenn sich gegen Ende der älteste Bruder einschaltet, was zu witzigen Situationen führt.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Tödlicher Wettkampf

Shadow Games. Spiele aus Blut und Schatten
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„Shadow Games“ von Lisa Schubert ist eine düstere Enemies-to-Lovers Romantasy, in der Vampire über Menschen herrschen.
Die talentierte Tänzerin Fayna träumt eigentlich von einer Karriere als Ballerina, ...

„Shadow Games“ von Lisa Schubert ist eine düstere Enemies-to-Lovers Romantasy, in der Vampire über Menschen herrschen.
Die talentierte Tänzerin Fayna träumt eigentlich von einer Karriere als Ballerina, aber die Ausbildung ist teuer und so muss sie in einem zwielichtigen Club als Kellnerin arbeiten. Auf dem Nachhauseweg wird Fayna eines Nachts überfallen und die Situation eskaliert. Dabei greift sie einen Vampir an, worauf die Todesstrafe steht. Fayna landet in einer Zelle im Tower, aber sie bekommt die Wahl. Entweder den Tod oder die Teilnahme bei den Shadow Games, einer tödlichen Fernsehshow, bei der die Kandidaten gegeneinander um die Chance kämpfen, in einen Vampir verwandelt zu werden. Für Fayna ist beides gleichbedeutend, aber sie sieht in der Show wenigstens die geringe Möglichkeit, zu entkommen. Leider ist der oberste Juror ausgerechnet Nicholas, der Vampir, den Fayna angegriffen hat und der in ihr ziemlich widersprüchliche Gefühle hervorruft, die sie nicht haben will.

Die Story kommt mir schon ein wenig bekannt vor, aber ich schätze, sie ist eine Mischung aus verschiedenen Inspirationsquellen. Auf jeden Fall hat sie mich positiv überrascht, denn sie konnte mich von Anfang bis Ende mitreißen. Lisa Schubert hat die düstere Atmosphäre und das unausgewogene Verhältnis zwischen Menschen und Vampiren ziemlich gut eingefangen.
Die Gesellschaft hat sich in eine üble Richtung entwickelt, in der die Menschen teils nur noch Beute und Nahrungsquelle sind. Auch Fayna hat dies auf schmerzhafte Weise erfahren müssen und so ist es kein Wunder, dass sie Vampire zutiefst hasst.
Nicholas ist zwar schon sehr alt, aber er geht an manche Sachen viel zu gutgläubig und fast schon naiv heran. Das sorgt dafür, dass Fayna seinen Worten nur bedingt Glauben schenken kann, denn die hässliche Wahrheit sieht oft anders aus.
Die Chemie zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren ist von Anfang an spürbar und es hat mich gefreut, dass Fayna aufgrund der Anziehung zu Nicholas nicht sofort jegliche Hirntätigkeit einstellt. Und auch Nicholas respektiert Faynas Wünsche, obwohl sie ihm nicht immer gefallen.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und die Charaktere waren rundum gelungen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Auf der Flucht

North (Pittsburgh Titans Team Teil 16)
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„North“ von Sawyer Bennett ist der sechzehnte Band ihrer abwechslungsreichen Sports Romance Reihe um das Pittburgh Titans Eishockey Team.
North Paquette ist einer der Neuzugänge des Pittsburgh Titans ...

„North“ von Sawyer Bennett ist der sechzehnte Band ihrer abwechslungsreichen Sports Romance Reihe um das Pittburgh Titans Eishockey Team.
North Paquette ist einer der Neuzugänge des Pittsburgh Titans Teams und der beste Freund von Rafferty Abrams. Wenn dieser wüsste, dass sich North jedoch schon seit Monaten heimlich immer mal wieder mit dessen jüngerer Schwester Farren trifft, wäre diese Freundschaft aber vielleicht in Gefahr. Beide hatten sich auf eine zwanglose Freundschaft Plus geeinigt, aber als Farren jetzt plötzlich dauerhaft nach Pittsburgh zieht, möchte North die Parameter ihrer Beziehung gern ändern. Schon länger ist ihm klar, dass er Farren besser kennenlernen und etwas Ernsthaftes anstreben will. Aber Farren reagiert auf jeden Anschein einer verbindlichen Beziehung mit Panik und Flucht. North versucht aber trotzdem, sie Schritt für Schritt vom Gegenteil zu überzeugen.

Fans der abwechslungsreichen Sports Romance Reihe werden das Knistern zwischen North und Farren vielleicht schon im Vorgängerteil mitbekommen haben, denn die Handlung spielt größtenteils parallel zum fünfzehnten Band, wo Farren den schockierten Rafferty mit ihrem längerfristigen Besuch überraschte.
Farren ist kein einfacher Charakter und ihre direkte und lebenslustige Art ist nur der äußere Schein, der die meisten Menschen täuschen kann. Ich muss zugeben, dass ich sie anfangs nicht unbedingt mochte, denn offensichtlich nimmt sie bei ihren Fluchten keine Rücksicht auf die Gefühle anderer und bricht deren Herzen. Als ihre Gründe und ihr Trauma ans Licht kommen, konnte ich sie jedoch besser verstehen.
North ist einer von den Guten und es ist süß, wie er versucht, Farren mit Babysteps von sich zu überzeugen und an einer Flucht zu hindern. Er ist geduldig und rücksichtsvoll und ich habe bewundert, wie sehr er Farrens Meinung respektiert hat, auch wenn es ihm selbst weh tat.
Vertrauen kann schnell zerstört werden und baut sich oft nur langsam wieder auf. Sawyer Bennett zeigt in ihrer Lovestory, dass es sich am Ende doch lohnt, die Hoffnung nicht zu verlieren.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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