Cover-Bild Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen
(8)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 26.09.2025
  • ISBN: 9783757701369
Elli Kolb

Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen

Roman. Ein eindrucksvoller Roman über die Suche nach Halt und die Kraft des Neubeginns

Abgrundtief glücklich - über die Kraft der Freundschaft und die Gleichzeitigkeit von Gefühlen

Der Tod ihres geliebten Opas stürzt Romy in eine Krise. Ihr fehlt der Halt, mit nichts fühlt sie sich mehr verbunden. Alles um sie herum scheint dunkel zu sein - bis Jakob auftaucht, den sie bei einer Party kennengelernt hat. Ihm gelingt es, sie an etwas Wichtiges zu erinnern: daran, dass es einem gleichzeitig sehr schlecht und sehr gut gehen kann; daran, dass es auch an dunklen Tagen Licht gibt. Als sie sich gemeinsam um eine kranke Taube kümmern - das Lieblingstier von Romys Opa -, kommen sie einander näher. Irgendwann ist die Taube gesund, breitet ihre Flügel aus. Wird es auch Romy gelingen, neuen Lebensmut zu finden?

Ein beeindruckender Roman über die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und die Hoffnung, in der Welt Halt zu finden.

Elli Kolb trifft das Lebensgefühl ihrer Generation.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Zwischen Abschied und Neuanfang

0

Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen gehört nun zu meinen Herzensbüchern! Es hat mich von Anfang an mit seiner ruhigen und ehrlichen Art gepackt und auf eine ganz besondere Weise berührt. Im Buch ...

Das Leuchten des Himmels an dunklen Tagen gehört nun zu meinen Herzensbüchern! Es hat mich von Anfang an mit seiner ruhigen und ehrlichen Art gepackt und auf eine ganz besondere Weise berührt. Im Buch wird das Thema Abschied total feinfühlig behandelt. Nicht nur im großen Sinn, sondern auch in diesen kleinen, stillen Momenten, die oft genauso wehtun. Gerade weil ich im letzten Jahr selbst ähnliche Erfahrungen im Umfeld gemacht habe, hat mich das an vielen Stellen tief erreicht.

Was mir besonders gefallen hat, ist der Schreibstil. Er ist so locker und leicht, dass man sofort drin ist, ohne sich groß einlesen zu müssen. Man liest einfach weiter, weil es sich anfühlt, als würde jemand direkt aus dem Leben erzählen. Und dann natürlich die Taube – für mich eines der schönsten Symbole im Buch. Irgendwie steht sie für Hoffnung, Fürsorge und das Loslassen und genau das zieht sich wie ein roter Faden durch Romys Geschichte. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes, weil es so nah am Leben ist, hier in unserer Zeit spielt und einem zeigt, dass man auch aus schweren Momenten wieder ins Licht finden kann. 💛

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2025

Wunderbare Geschichte

0

In der Geschichte geht es um Romy. Ihr geliebter Opa Egon ist vor kurzem verstorben und das stürzt sie in eine tiefe Krise. Sie hat keinen Halt mehr und alles um sie herum scheint dunkel zu sein, bis Jakob ...

In der Geschichte geht es um Romy. Ihr geliebter Opa Egon ist vor kurzem verstorben und das stürzt sie in eine tiefe Krise. Sie hat keinen Halt mehr und alles um sie herum scheint dunkel zu sein, bis Jakob in ihr Leben tritt. Er zeigt ihr, das es einem gleichzeitig sehr schlecht und sehr gut gehen kann und bringt wieder Licht in ihr Leben. Sie kümmern sich gemeinsam um eine kranke Taube, das Lieblingstier von ihrem Opa und irgendwann breitet die Taube ihre Flügel aus.

Diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich lese am liebsten Geschichten über ernste Geschichten und ich habe selbst zwei wichtige Menschen meines Lebens innerhalb eines Jahres verloren und diese Geschichte hat mich daran erinnert, wie es war, als meine Oma gestorben ist vor zwei Jahren, denn seitdem ist meine Depression noch schlimmer geworden, als nach dem ersten Verlust und ich vermisse sie sehr. Ich habe auch 9 Grad schon gelesen, aber diese Geschichte hat mir wegen dem persönlichen Bezug noch besser gefallen. Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2025

Authentische Trauergeschichte trifft auf Taubenliebe

0

Eins vorweg: Dass Elli Kolb hier einen so starken Fokus auf Tauben und besonders auch Taubenhilfe setzt, bekommt von mir unzählige Pluspunkte! Es ist spürbar, dass diese missverstandenen und oftmals sogar ...

Eins vorweg: Dass Elli Kolb hier einen so starken Fokus auf Tauben und besonders auch Taubenhilfe setzt, bekommt von mir unzählige Pluspunkte! Es ist spürbar, dass diese missverstandenen und oftmals sogar misshandelten Tiere der Autorin am Herzen liegen, denn so empathisch habe ich noch in keinem Roman über Tauben lesen dürfen. Ganz viel Liebe für Elli Kolb an der Stelle!

Und auch sonst finde ich ganz viel Positives an Kolbs zweitem Roman. „9 Grad“ war letztes Jahr ein sanftes Highlight über Freund:innenschaft und die Rückeroberung der eigenen Körperwahrnehmung, das mir noch einmal besser gefallen hat. Doch auch in ihrem neuen Werk schlägt die Autorin wieder diesen ruhigen und beobachtenden, aber nicht minder eingängigen Ton an.

Romy durchläuft nach dem Tod ihres Opas eine Trauerphase, durch die ihr nicht nur Freund:innen, sondern eben auch Tauben helfen. Diese bilden zudem eine Art Bindeglied zu dem Verstorbenen, der sich selbst hingebungsvoll für deren Wohl einsetzte. Als Romy sich nun um eine an PMV erkrankte Taube kümmern muss, bindet sie das auf eine ganz neue Art ans Leben.

Der Roman ist keine Trauergeschichte und doch wird Trauer überaus authentisch dargestellt. Diese Ambivalenz empfinde ich insofern, dass mich die Handlung nicht runtergezogen und stattdessen emotional eher etwas auf Distanz gehalten hat. Für eine trauernde Person finde ich das sehr glaubhaft, denn der Rückzug ins Innere gehört ein Stück weit dazu. Einige Szenen haben mich zu Tränen gerührt, weil ich es sehr gut nachfühlen kann, dass das Kümmern um hinterbliebene Lebewesen erschütternd und stabilisierend gleichermaßen sein kann. Der anfängliche Zusammenbruch der Taube sowie ihre fortschreitende Genesung sind eine tolle Analogie zum Trauern Romys.

Ebenso mochte ich wieder einmal die sanfte Figurenzeichnung! Die Beziehungen untereinander sind loyal und unterstützend, was die Bücher Kolbs zu einem umarmenden Leseerlebnis macht. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich die Protas im Debüt stärker fand, ihre Bindung zueinander intensiver und interaktiver. Das kann hier durchaus am Thema liegen, welches uns naturgemäß viel enger und isolierter bei der Hauptfigur hält. Bei einigen Nebenfiguren hätte ich mir dennoch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Das hohe Maß an Introspektion ist total authentisch für eine trauernde Person, sorgte beim Lesen aber auch für die ein oder andere Länge. Gerade zum Ende hin fiel es mir schwer, emotional bei Romy zu bleiben. Das kann allerdings auch an meiner eigenen aktuellen Trauer liegen, wegen der ich mich vielleicht selbst etwas distanziere.

Elli Kolb bleibe ich auf jeden Fall treu, weil mich ihre sanfte Art zu schreiben sehr berührt. Sie lässt ihren Figuren spürbar Raum, um sich selbst zu entfalten, schreibt deren Geschichte nur auf. Ihr zweiter Roman hat mich etwas weniger erreicht als ihr Debüt, was überwiegend am Thema und ein bisschen an der Figurentiefe lag. Und doch möchte ich, dass richtig viele Menschen ihn lesen und dabei ihr eigenes Mitgefühl für Tauben finden können (und nebenbei viel über sie lernen).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere