Cover-Bild Sieben Jahre
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25,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 14.10.2025
  • ISBN: 9783455020991
Tanja Kinkel

Sieben Jahre

Roman
Ein atemberaubender Roman über Krieg und Liebe, Macht und Verrat
1756: Friedrich II. von Preußen steht im Zenit seiner Macht – bis es seiner Erzfeindin Maria Theresia gelingt, das junge Königreich Preußen nahezu vollständig zu isolieren. Der König geht zum Angriff über. Sein Feldzug, der als Siebenjähriger Krieg in die Geschichte eingehen wird, verlangt auch seiner Familie alles ab: Während sein Bruder und Thronfolger Wilhelm unter dem Druck zerbricht, erweist sich der bisher als leichtfüßig verrufene Heinrich als brillanter Stratege, gleichzeitig Friedrichs schärfster Kritiker und wichtigste Stütze, und seine Schwester Amalie schickt sich an, auf unerhörte Weise eigene Wege zu gehen.  Im Inferno von Krieg und Familiendrama steht  ausgerechnet der rechtelose schwarze  Pagen Hannibal an ihrer Seite, der gleichzeitig voller Mut für eine eigene bessere Zukunft kämpft …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2025

Historisch fundiert, interessant erzählt

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Sieben Jahre im Leben einer Familie, die im 18. Jahrhundert Geschichte geschrieben hat. Sie stammt aus dem Geschlecht der Hohenzollern, König von Preußen ist Friedrich II., der sich mit Maria Theresia ...

Sieben Jahre im Leben einer Familie, die im 18. Jahrhundert Geschichte geschrieben hat. Sie stammt aus dem Geschlecht der Hohenzollern, König von Preußen ist Friedrich II., der sich mit Maria Theresia von Österreich anlegt. Mit einbezogen in den Krieg werden u. a. England und Frankreich. Aber im Mittelpunkt steht eigentlich sein jüngerer Bruder Heinrich, ein formidabler Stratege. Die weiblichen Familienmitglieder bleiben nicht unerwähnt. Die Familie, die der europäischen Geschichte ihren Stempel aufgedrückt hat, war umtriebig und der damaligen Zeit entsprechend oft uneins.

Der lebendige Erzählstil der Autorin macht das Lesen zu einem Vergnügen. Ich habe mich gut unterhalten und umfassend informiert gefühlt. Die geschichtlichen, politischen wie familiären Ereignisse und Umstände sind hervorragend recherchiert und werden gut verständlich dargestellt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, was das Verständnis der nicht immer einfachen Ereignisse erleichtert. Die Personenübersicht ist ob der großen Anzahl an Personen sehr hilfreich. Dieser imposante Historienroman erhält meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Die Preußen

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Tanja Kinkel ist dafür bekannt, dass sie sich immer wieder eine neue Zeit aussucht, in der sie ihre Romane ansiedelt und nach dem 19. Jahrhundert im letzten Roman, geht es nun noch einmal ein Jahrhundert ...

Tanja Kinkel ist dafür bekannt, dass sie sich immer wieder eine neue Zeit aussucht, in der sie ihre Romane ansiedelt und nach dem 19. Jahrhundert im letzten Roman, geht es nun noch einmal ein Jahrhundert zurück und alles dreht sich um das junge Königshaus Preußen und Friedrich den Großen. Neben der Familiengeschichte geht es auch um den Siebenjährigen Krieg, wie der Titel schon vermuten lässt.
Tanja Kinkel schafft es gut, die historischen Ereignisse mit fiktiven zu ergänzen und Lücken zu füllen. Dieses Mal gibt es sehr viele historische verbuchte Personen.
Eine Zeit, in der auf der politischen Ebene viel passierte, es viele Kriege und Kämpfe um Machtinteressen gab.
Ich bin völlig eingetaucht in diesen dicken Schmöker und habe neben der Lesefreude auch wieder viel gelernt. Tanja Kinkel gehört für mich einfach zu den besten Autorinnen historischer Romane.

Veröffentlicht am 19.10.2025

hinter den Kulissen - lebendiger Einblick in Preußens Geschichte

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Es ist mit über 850 Seiten mit Sicherheit keine leichte Lektüre – im doppelten Sinne. Jedoch habe ich es nicht bereut zum Buch gegriffen zu haben. Tanja Kinkel hat es verstanden mich in das 18. Jahrhundert ...

Es ist mit über 850 Seiten mit Sicherheit keine leichte Lektüre – im doppelten Sinne. Jedoch habe ich es nicht bereut zum Buch gegriffen zu haben. Tanja Kinkel hat es verstanden mich in das 18. Jahrhundert Preußens zurückzuversetzen. Kleine Details, wie Kaffee versetzt mit Senfkörnern, zeichnen diesen Spiegel der Zeit zu Lebzeiten Friedrich II. von Preußen aus. Die Ränkespiele innerhalb der königlichen Familie fand ich sehr anschaulich beschrieben. Friedrich ist ein Meister darin seine Brüder und Schwestern mit scharfen Worten, mit Sinnbildern zwischen den Worten wie auch mit der seiner Position innewohnenden Macht als König, zu beherrschen und zu benutzen. Wie die Autorin dies im Buch herausgearbeitet hat und in eine lebendig wirkende Geschichte eingebettet hat, finde ich sehr gelungen. Dabei ist es mir bei den Dialogen nicht immer leichtgefallen die Zwischentöne herauszufiltern. Wie das Verhältnis zwischen Friedrich und seinem jüngeren Bruder Heinrich herausgearbeitet wurde, hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Es ist eine Hassliebe, gezeichnet von dem Bedürfnis zu herrschen und dem Widerstand wie auch dem Aufbegehren gegen diese Herrschaft. Auch wenn es Friedrich nie offen zugeben würde, sieht er in Heinrich sein jüngeres Ich im Aufbegehren gegenüber seinem dominanten Vater.
Das Buch zeichnet auch aus, dass Nebenfiguren hier gezielt und sehr lebendig zur Abrundung der Handlung einfließen. Wissen ist Macht, nicht nur unter den Regenten, sondern auch bei den Bediensteten. So gleicht auch Hannibals Leben anfangs dem eines Spielballs. Er lernt aber recht schnell, dass sein Wissen über die Herrschaft, mehr noch sein Schweigen darüber, durchaus zu seinem Vorteil zu nutzen. Mir ging es da wie Prinzessin Amalie, ich mochte diesen Kammermoor.
Insgesamt gebe ich 5 Lese-Sterne für diesen historisch fundierten und so anschaulich geschriebenen Roman über den 7jährigen Krieg, so dass ich ihn auch uneingeschränkt weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

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Wer kennt sie nicht, die Erzählungen über die Schlesischen Kriege, deren dritter als Siebenjähriger Krieg in die Geschichte eingegangen ist? Ursprünglich als österreichischer Erbfolgekrieg geführt, um ...

Wer kennt sie nicht, die Erzählungen über die Schlesischen Kriege, deren dritter als Siebenjähriger Krieg in die Geschichte eingegangen ist? Ursprünglich als österreichischer Erbfolgekrieg geführt, um die Pragmatische Sanktion, die der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia ihre Recht auf den Thron sichern sollte, und sich zu einem Machtkampf in Europa entwickelt, weil jeder Herrscher glaubt, vertragsbrüchig werden zu müssen und der jungen Regentin Gebiete entreißen zu können.

Und in genau jene Epoche entführt uns Tanja Kinkel nun. Dabei geht es ihr nicht ausschließlich um militärische und politische Erfolge, sondern auch um das Selbstverständnis der Herrscherfiguren. Als Österreicherin liegen ja meine Sympathien bei Maria Theresia, die nie gekrönte Kaiserin von Österreich sondern Erzherzogin der österreichischen Erblande, Königin von Böhmen und Mähren sowie Königin von Ungarn und Herrscherin über Dutzende andere (kleine) Reiche, die hier zu erwähnen, den Rahmen sprengen würden. Kaiserin ist sie nur als Gemahlin von Franz Stephan von Lothringen, der als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zum KAISER desselben gewählt worden ist. Friedrich spricht auch in diesem Buch von Maria Theresia immer abschätzig als Königin von Ungarn. Nach ihrem Tod im Jahr 1780 wird er in einem Brief an d’Alembert 1781 schreiben.

„Sie hat ihrem Thron und ihrem Geschlecht Ehre gemacht.“

Geschickt und bildhaft versucht Tanja Kinkel die komplexe Person Friedrich, der sich 1756 am Zenit seiner Macht befindet, zu beschreiben. Wir lesen von seiner bekannten Beziehung zu seinem Vater, der ihn und seinen Freund Katte wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt, das Urteil dann aber doch nur an Katte vollstrecken lässt, aber Friedrich zum Zuschauen zwingt. Was das mit einer ohnehin schwierigen Vater-Sohn-Beziehung macht, kann man sich ausrechnen bzw. in weiterer Folge zum Beispiel an Hand seines Verhaltens seinem Neffen Friedrich Wilhelm gegenüber, den er zum Thronfolger bestimmt, aber gleichzeitig ziemlich ruppig behandelt, nachlesen.

Wir erfahren aber auch um andere, höchst emotionale Beziehungen innerhalb der Familie der Hohenzollern. Ich habe vor einigen Jahren das Buch von Katrin Feuerstein-Praßer Friedrich der Große und seine Schwestern gelesen, in dem das innige Verhältnis zu seinen Schwestern beschrieben wird. Zu den Brüdern Heinrich und August Wilhelm ist das Verhältnis ein wenig schwieriger, besteht es doch aus einem komplexen Geflecht aus Loyalität und Rivalität.

Was ich an Tanja Kinkel schätze, ist ihr Gespür für die Sprache in jener Zeit, in der das Werk spielt sowie das geschickte Verknüpfen von historischen Fakten und Fiktion. Dazu ist genaue Recherche erforderlich, die Tanja Kinkel perfekt beherrscht.

Zudem kommen hier mehrfach Perspektivenwechsel zum Einsatz, so dass ein und dieselbe Situation von unterschiedlichen Blickwinkel betrachtet werden. Das gefällt mir, weil sich si ein mehrdimensionales Bild der entsprechenden Lage ergibt.

Am Beginn dieses rund 850 Seiten starken historischen Romans finden wir ein Personenverzeichnis, das uns hilft die zahlreiche Mitglieder der Hohenzollern, ihre Feinde und Freund (auch in wechselnden Allianzen) auseinander zu halten.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem penibel recherchierten und opulent erzählten historischen Roman, der weder vom Umfang noch vom Inhalt ein Leichtgewicht ist, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.10.2025

Interessante Einblicke

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In Sieben Jahre geht es um den siebenjährigen Krieg und damit auch um Friedrich den Großen. Natürlich geht es dabei um seine Geschicke als Staatsmann und sein Verhältnis zu Maria Theresia, aber das ist ...

In Sieben Jahre geht es um den siebenjährigen Krieg und damit auch um Friedrich den Großen. Natürlich geht es dabei um seine Geschicke als Staatsmann und sein Verhältnis zu Maria Theresia, aber das ist nicht der Fokus der Geschichte, der liegt nämlich bei den Geschwistern des Königs. Allen voran Heinrich, dem eigentlich keiner etwas zutraut und der sich endlich beweisen kann.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da er weit hinter fie Kulissen blickt und nicht die Taten des bekannten Friedrichs im Vordergrund stehen, sondern seine Familie, seine Geschwister. Es geht um das schwierige Verhältnis sie zum strengen Vater hatten, ihren Beziehungen untereinander und um Ehen die aus staatlichen Gründen geschlossen worden sind und selten jemanden glücklich machten. Und na5auch um den Einfluss den die Geschwister auf den Bruder hatten, oder eben auch nicht.

Tanja Kinkel lässt die historischen Charaktere aufleben und uns tief in die Ges5der Zeit blicken ohne dabei langa5zu werden. Im Gegenteil der Roman liest sich spannend und interessant und ich fand es besonders interessant Heinrich kennenzulernen.

Ein tolles Buch über eine königliche Familie.

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