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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gutkind Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Liebe und Beziehungen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 28.08.2025
  • ISBN: 9783989411067
Laura Maaß

Was du siehst

Roman | Der mitreißende Liebesroman in einem Dorf nahe der Elbe.

Wie weit muss man gehen, um zu erkennen, wo man hingehört?

1967: Als der Mann, den sie liebt, spurlos verschwindet, verlässt die schwangere Ruth Ost-Berlin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Schnell fühlt sie sich zu Hause an einem Ort, an dem das Leben schon immer hart war, die Herzen der Menschen dafür umso größer. In dem kleinen Dorf in Mecklenburg, nahe der Elbe, trifft sie auf Hannah.

Ihre Kinder Jule und Andi wachsen gemeinsam auf, sitzen am Ufer des Bracks, laufen durch die Kiefernwälder und träumen von der Zukunft. Als sie sich endlich ihre Liebe gestehen, scheint ihr Leben perfekt. Bis ein lang gehütetes Geheimnis Jule nach dem Mauerfall in die Welt zieht, während Andi auf seine große Liebe wartet.

Eine warme Geschichte über die vielen Farben des Glücks – und über das, was passieren kann, wenn das lange Warten endlich ein Ende hat.

»Sie saßen wie so oft am Ufer des Bracks und schauten auf das dunkle Wasser. Da war auf einmal nur ihr Gesicht und alles, woran er sich noch erinnern konnte, war der Kuss, den sie ihm gab an diesem sonnigen Nachmittag, als die Natur um sie herum gerade  vom Sommer in den Herbst wechselte und ihre Liebesgeschichte begann.«

Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: info@gutkind-verlag.de

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

Interessant

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Hannah und Ruth sind enge Freundinnen, auch weil sie das gleiche Schicksal teilen. Als ihre Kinder sich später verlieben, wird trotzdem ihr Glück auf eine harte Probe gestellt. Mir hat das Buch sehr gut ...

Hannah und Ruth sind enge Freundinnen, auch weil sie das gleiche Schicksal teilen. Als ihre Kinder sich später verlieben, wird trotzdem ihr Glück auf eine harte Probe gestellt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es spielt im Jahr 1967 zunächst, was eine spannende Zeit ist und ich finde auch die Gegend um Mecklenburg sehr schön als Schauplatz. Das dörfliche Milieu ist zwar bieder, aber gerade dadurch wirkt der Roman auch authentisch und man kann sich in vielen Situationen wiederfinden. Das gibt dem Buch eine angenehme Portion Realität und macht die Geschichte glaubhafter. Das Cover passt sehr gut, der Schreibstil ist schön. Ich hatte gleich einen sehr guten ersten Eindruck beim Lesen und das bestätigte sich nicht nur in der Leseprobe, sondern auch, als ich dann das ganze Buch in der Hand hielt. Ich empfehle das Buch deshalb gerne weiter.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Farben der Liebe

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Es ist das Jahr 1967, als die schwangere Ruth in dem kleinen Dorf in Mecklenburg ankommt, wo sie Unterschlupf findet bei ihrem Onkel, nachdem der Vater ihres ungeborenen Kindes verschwunden ist und ihr ...

Es ist das Jahr 1967, als die schwangere Ruth in dem kleinen Dorf in Mecklenburg ankommt, wo sie Unterschlupf findet bei ihrem Onkel, nachdem der Vater ihres ungeborenen Kindes verschwunden ist und ihr eigener Vater sie wegen ihrer Schwangerschaft vor die Tür gesetzt hat. Schnell findet sie in Hannah eine Freundin, die fast zeitgleich geborenen Kinder der beiden Frauen wachsen gemeinsam auf. Jule und Andi sind unzertrennlich, bis ein lange gehütetes Geheimnis Jule dazu bringt, das Dorf zu verlassen und damit auch ihre große Liebe Andi.

»Alle im Dorf hatten es gewusst. Von Anfang an war klar gewesen, dass diese beiden Kinder die dicksten Freunde werden würden. Juliane und Andi - Andi und Juliane, die beiden Namen gehörten untrennbar zusammen.« (Seite 82)

Der Debütroman von Laura Maaß enthält für mich persönlich die schönste Liebesgeschichte, die ich dieses Jahr lesen durfte. Der Schauplatz ist ein fiktives Dorf in Mecklenburg, an der Elbe gelegen und direkt an der damaligen Grenze, denn die Geschichte spielt in den 1970er und 1980er Jahren, was einige nostalgische Erinnerungen mit sich brachte, wenn ich diese auch nicht mit der damaligen Geschichte der DDR verbinde. Das Leben ohne Computer und Handy, ohne Internet und sonstige Annehmlichkeiten der späteren Jahre war ein anderes, und noch ein bisschen anders mag es gewesen sein, wenn man in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, besonders zu der schwierigen Zeit.

Ich lese selten Liebesgeschichten, aber die von Jule und Andi traf mich mitten ins Herz. Über Jahrzehnte durfte ich beide begleiten, schaute ihnen über die Schulter, sah sie lachen und weinen, fühlte manches mal beider Schmerz. Nicht jede Entscheidung fand meine Zustimmung, nicht jeder Weg war meiner, aber gemeinsam erlebten und überlebten wir viele Situationen und ich war traurig, als es zu Ende ging, die letzte Seite gelesen war und der Abschied unumgänglich. Die vielen Farben aber bleiben für immer. Für immer in meinem Herzen. Danke dafür.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Andi & Jule, Arthur & Frieda, Heinrich & Hannah, Ruth & Tom...Der Osten und die Welt

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„Was du siehst“, Laura Maaß

Auf bessere Weise kann die alte DDR und die neue Welt nicht beschrieben werden. Keine anklagenden Worte, sondern leise und auf ihre eigene Art so bedeutsam beschreibt Laura ...

„Was du siehst“, Laura Maaß

Auf bessere Weise kann die alte DDR und die neue Welt nicht beschrieben werden. Keine anklagenden Worte, sondern leise und auf ihre eigene Art so bedeutsam beschreibt Laura Maaß (aus Schwerin) das Leben von Andi, Jule (Sandkastenliebende), Arthur, Frieda (ewig Liebende, doch dem Treue Eid ihres ersten Mannes verbunden), Heinrich, Hannah (schwierige Jugend meisterndes Paar), Ruth, Tom (gefunden, verloren und zum Glück wiedergefunden).

Der Buchtitel, das Cover und auch der Klappentext hat nicht auf die Wucht dieses Romans hinweisen können, einzig die Leseprobe. Das Geschriebene spricht für sich.

Das ist Literatur – ein Buch, was mit seinen leisen und doch so eindringlichen Worten das Leben von acht Menschen umreißt und gleichzeitig auf seine leise Weise das beschwerliche Leben in der alten DDR darstellt ohne den besserwisserischen Zeigefinger, sondern durch eindringliche Momente. „Er hatte nicht die Kontakte. Er musste zur NVA, damit er studieren durfte. Der Vater / Bruder schaffte es mit seinen Kontakten die Tochter in die Randzone zu schicken. Da standen sie mit ihren blauen Halsfähnchen. Und Hannah, die unter der Ladentheke etwas aufgehoben hatte...“ Aber auch das Gemeinschaftswesen, man half sich, denn das war das, was wichtig war.

Und doch spielt die Hauptrolle die Liebesgeschichte von vier Paaren. Die Suche nach dem Großvater und vor allem nach dem Vater.
Die mit leisen Worten beschriebene Liebesgeschichten. Das Füreinander da sein, das Verstehen, das Warten, die zarten Gesten.
„Ich sehe etwas, was du nicht siehst..."; ich sehe viel klarer, was Liebe wirklich sein kann.

Was für ein großartiger Lesegenuss, der mich an einigen Stellen zum Weinen brachte. Was für ein neuer Stern am deutschen Literaturhimmel!

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Leise,tiefgründig,toll

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Ich mag Romane, in der die deutsche Vergangenheit so glaubwürdig erzählt wird, wie in diesem.
Der Erzählstil von Laura Maaß hat mir sehr gefallen und mich richtig gefesselt. Zwischenzeitlich gab es ein ...

Ich mag Romane, in der die deutsche Vergangenheit so glaubwürdig erzählt wird, wie in diesem.
Der Erzählstil von Laura Maaß hat mir sehr gefallen und mich richtig gefesselt. Zwischenzeitlich gab es ein paar Längen, aber vielleicht musste das so sein.
Ich konnte mir den Ort und die Bewohner so gut vorstellen.
Ein leiser Roman über zwischenmenschliche Beziehungen, Sehnsüchte Geduld und Verständnis, aber vor allem die Liebe. So schön waren die Rituale von Laura und Andi.
Es erinnert an eine andere Zeit in der deutschen Geschichte. Umso mehr sollten wir wieder Kleinigkeiten sehen und schätzen lernen.
Auch mit dem Ende bin ich überraschender Weise zufieden obwohl es nicht vorhersehbar war.
Fazit:
Mir hat das Buch sehr gefallen. Von Laura Maas werden wir sicher noch mehr hören und lesen. Ich hab mir vorgenommen, sie im Auge zu behalten.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Authentisch und mit viel Wärme

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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive zu erleben. Menschen, die nicht nur unter den strengen Strukturen litten, sondern auch Angst vor dem Neuen hatten und das Altbekannte liebten. Genau diesen Gegensatz versprach das Buch aufzugreifen und das hat mich sehr neugierig gemacht.

🔎 Worum geht’s?

1967 in Ost-Berlin: Ruth bleibt schwanger zurück, als ihr Geliebter verschwindet. Mit ihrer Tochter Jule zieht sie in ein kleines Dorf in Mecklenburg, wo Jule gemeinsam mit Andi, dem Sohn der Nachbarin, aufwächst. Aus kindlicher Nähe wird eine Liebe, die stärker scheint als alles. Doch die Wende verändert ihr Leben. Jule sucht ihren Vater, Andi möchte in der Heimat bleiben. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Hoffnung entwickeln sich nicht nur ihre Geschichten, sondern auch die der Dorfgemeinschaft.

🧠 Meine Meinung:

Das Buch hat mich sehr berührt, vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Jule und Andi habe ich gerne begleitet, aber auch die Dorfbewohner tragen mit ihren Eigenheiten dazu bei, dass die Erzählung Tiefe gewinnt. Die Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und füreinander da ist, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme, fast so, als wäre man selbst Teil davon.
Besonders eindrucksvoll fand ich die Liebe zum Detail. Das Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel. Jede Farbe spiegelt eine Stimmung oder Situation wider und gibt der Handlung eine ganz eigene Note.
Sehr wohltuend war für mich auch, dass dies keine typische DDR-Geschichte mit starren Mustern ist, wie man sie oft kennt. Stattdessen wird das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Trotzdem wird deutlich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven gab.  Menschen, die neugierig in den Westen blickten, und solche, die bleiben wollten, weil sie das Leben so akzeptieren, wie es war. Gerade das machte die Geschichte lebendig und nachvollziehbar.
Obwohl auch Konflikte eine Rolle spielen, wirkte die Handlung insgesamt hoffnungsvoll und voller Wärme. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, und die Gegensätze von Alt und Neu, Angst und Hoffnung sind fein herausgearbeitet. Am Ende flossen Tränen, nicht nur wegen des Geschehens, sondern auch, weil mir die Figuren ans Herz gewachsen sind.

✅️ Fazit:

Eine berührende Geschichte über Heimat, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse.  Atmosphärisch, voller Wärme und mit starken Charakteren. Wer die Bücher von Barbara Leciejewski mag, wird auch dieses lieben. Für mich ein Lesetipp, besonders für die kommende Jahreszeit, wenn die Blätter fallen und man es sich mit einer heißen Schokolade gemütlich machen möchte, dann ist dieses Buch der perfekte Begleiter.

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