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Veröffentlicht am 14.10.2024

Fesselndes Thrillerdebut

Die Übermacht. Nominiert für den GLAUSER 2025 in der Kategorie bestes Debüt
3

Eine chinesische Wissenschaftlerin, Mitarbeiterin eines deutsch-chinesischen Gen-Labors, stirbt in Deutschland bei einem Live-TV Auftritt.
Vorher hat sie noch angekündigt, das größte chinesische Staatsgeheimnis ...

Eine chinesische Wissenschaftlerin, Mitarbeiterin eines deutsch-chinesischen Gen-Labors, stirbt in Deutschland bei einem Live-TV Auftritt.
Vorher hat sie noch angekündigt, das größte chinesische Staatsgeheimnis zu enthüllen.
Der inoffizielle Mitarbeiter des BND soll herausfinden was passiert ist. Doch die Leiche verschwindet, wahrscheinlich nach China. Kurz darauf trifft der chinesische Geschäftsführer der Gen-Firma in Berlin ein. Was treibt ihn hierher?
Die Nichte der Toten soll angeblich das Rätsel lösen können, doch dafür muss sie nach Deutschland kommen. Aber wie verlässt man einen Überwachungsstaat, wenn die Geheimdienste hinter einem her sind? Und was genau, ist dieses größte Geheimnis Chinas?

Der Thriller „Die Übermacht“ ist ein fesselnder Roman geworden, der die Spannung von Anfang bis Ende hält. In kurzen Kapiteln, die auch immer wieder aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben wurden, folgt man der Jagd nach dem größten Geheimnis Chinas. Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und man kann ihren Absichten gut folgen. Hauptthema in diesem Roman spielen Gen-Medizin und immer wieder auch der starke Überwachungsapparat Chinas. Der Autor schreibt größtenteils sehr realistisch. An wenigen Stellen, stellt man sich die Frage nach der Logik und am Ende habe ich manches nicht ganz nachvollzogen, aber ehrlich: wer hinterfragt schon einen James Bond oder Dan Brown? Denn hierzwischen würde ich diesen Roman ansiedeln.
Ich hatte sehr viel Vergnügen beim Lesen und würde mich freuen, wenn es ein Wiederlesen mit den Protagonisten gäbe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 16.09.2024

Wunderbares Buch über eine starke, junge Frau im Baden-Baden des 19. Jahrhunderts

Kasino
1

Je später das Jahr, desto besser die Bücher und "Kasino" hat mir wirklich gut gefallen. Worum geht es?

Claire Engel kommt im Jahr 1847 nach Baden-Baden, sie möchte sich ihren Traum erfüllen, die erste ...

Je später das Jahr, desto besser die Bücher und "Kasino" hat mir wirklich gut gefallen. Worum geht es?

Claire Engel kommt im Jahr 1847 nach Baden-Baden, sie möchte sich ihren Traum erfüllen, die erste Croupiere`im Kasino Baden-Baden zu werden. Natürlich wird ihr dieser Wunsch verwehrt und sie darf dort nur an der Garderobe arbeiten. Aber Claire ist ehrgeizig und gibt nicht auf, für ihren Traum zu kämpfen. Gleichzeitig findet sie dort gute Freunde, trifft auf ihren vermissten Bruder und auf mißgünstige Kollegen. Alle haben ihre eigenen Geschichten, die zu einem gelungenen Ende zusammengeführt werden.

Mich hat das Buch sehr gefesselt und es ist mir schwer gefallen, die Lesepausen einzuhalten. Den Autoren ist es gelungen, mit ihren farbigen Beschreibungen das Baden-Baden des 19.Jahrhunderts wieder aufleben zu lassen, ohne dabei ausschweifend zu werden. Es werden historische Persönlichkeiten mit eingebunden und auch die dunklen Seiten hinter der prunkvollen Welt der Schönen und Reichen wird nicht ausgespart. Auch sämtliche Charaktere, die in dem Roman vorkommen sind gut ausgearbeitet und lebhaft beschrieben. Einzig den Prolog fand ich etwas langgezogen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band, um sehen, wie es Claire und ihren Freunden weiterhin ergeht





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  • Charaktere
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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.11.2025

Agatha Christie läst grüßen, nur moderner und mit Martini

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Der Krimi ist ganz im Stil von Agatha Christie: Ein herrschaftliches Anwesen, reiche Gäste, Morde, Geheimnisse und natürlich: ein Schneesturm, der alle einschließt. Klassisches Setting, aber mit modernem ...

Der Krimi ist ganz im Stil von Agatha Christie: Ein herrschaftliches Anwesen, reiche Gäste, Morde, Geheimnisse und natürlich: ein Schneesturm, der alle einschließt. Klassisches Setting, aber mit modernem Twist. Statt Miss Marple ermittelt hier Mimi, 77 Jahre alt, gemeinsam mit ihrer Enkelin Addie, einer Spieleerfinderin. Die Idee, einen Fall wie ein Computerspiel zu lösen, fand ich richtig originell.
Ich mochte den altmodischen Stil, der wunderbar mit Addies moderner Sichtweise harmoniert. Die beiden Hobbydetektivinnen sind ein tolles Duo, sympathisch, witzig und mit Ecken und Kanten. Überhaupt hat das Buch einige sehr humorvolle Momente.
Das Setting ist ebenfalls gelungen: ein altes Herrenhaus mit knarrenden Dielen, dunklen Räumen, Geheimgängen und jeder Menge Verdächtiger da kommt sofort Wohlfühl-Krimistimmung auf. Auch das Cover gefällt mir sehr: stilvoll, ein bisschen verspielt und mit liebevollen Details. Besonders die aufklappbare Innenseite mit den gezeichneten Charakteren fand ich klasse.
Die Auflösung hat mich überrascht, auch wenn sie das Ende für mich nicht ganz retten konnte. Die Geschichte hatte deutlich mehr Potenzial, stellenweise gab es kleine Längen, und manche Nebenfiguren blieben etwas blass.
Alles in allem ist Die Einladung ein charmanter, klassischer Cozy-Krimi mit modernen Elementen. Perfekt für gemütliche Herbsttage auf dem Sofa mit Tee, Decke und vielleicht (wenn man mag) einem Gibson Martini. Für mich ein solider Mittelplatz: unterhaltsam, atmosphärisch und mit viel Herz, auch wenn der große Wow-Effekt am Ende etwas gefehlt hat.
Mein Fazit:
Ein liebevoll gemachter Krimi im Agatha-Christie-Stil mit Witz, Charme und Schneesturm-Feeling. Kein Highlight, aber definitiv gute Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Berührend, tiefgehend und ganz anders, als ich erwartet hatte

Laurentius' Wunder
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„Laurentius’ Wunder“ habe ich ohne Kenntnis des Klappentextes gelesen, bin also völlig unvoreingenommen und gespannt an dieses Buch gegangen, ohne genau zu wissen, was mich erwartet. Gefunden habe ich ...

„Laurentius’ Wunder“ habe ich ohne Kenntnis des Klappentextes gelesen, bin also völlig unvoreingenommen und gespannt an dieses Buch gegangen, ohne genau zu wissen, was mich erwartet. Gefunden habe ich eine fesselnde Geschichte von Giuliano, der nach einer schweren Kindheit als Bruder Laurentius im Kloster Assisi Zuflucht sucht. Schon früh erlebt er Traumata: Die Mutter verschwindet spurlos, der Vater zeigt keine Empathie, die Stiefmutter ist selbstsüchtig, und in seiner Ausbildung wird er missbraucht. Als er schließlich glaubt, im Kloster Frieden zu finden, wird sein Leben durch ein unglaubliches Ereignis völlig aus der Bahn geworfen: er erfährt ein Wunder, aber kaum jemand will ihm glauben. Irene Matt erzählt in dieser Geschichte von Laurentius Kampf, dieses Wunder den Menschen zu zeigen, und wie weit er dafür geht, welche Hindernisse er überwinden muss
Was mich besonders beeindruckt hat, war die emotionale Tiefe des Romans. Laurentius’ Leid, seine Zweifel und sein unerschütterlicher Glaube sind so eindrücklich beschrieben, dass man nur Mitgefühl mit Laurentius entwickeln kann, obwohl seine Mission schon wahnhafte Züge annimmt. Im Gegenzug schafft es die Autorin immer wieder kleine Lichtblicke einzubauen, kleine Momente von Humor und Wärme, die die Geschichte wieder auflockern.
Die Irene Matt führt uns von Assisi über den Vatikan bis nach Japan. Aktuelle Themen wie Umweltzerstörung und die Corona-Pandemie werden behutsam eingewoben, ohne belehrend zu wirken.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, manchmal aber auch etwas nüchtern. An manchen Stellen hätte man den Text auch etwas straffen können. Trotzdem blieb ich bis zum Ende gespannt dabei, und dieses hat mich wirklich überrascht und nachdenklich zurückgelassen.
Fazit: Ein eindringlicher, klug erzählter Roman über Glaube, Schmerz und Hoffnung. Kein mystischerr Klosterroman, sondern eine Geschichte über das Menschsein und über Wunder, die vielleicht ganz anders sind, als wir sie uns vorstellen.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Einblicke in das Leben einer beeindruckenden Frau des 20. Jahrhunderts

Peggy Guggenheim
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Peggy Guggenheim war mir vor der Lektüre dieses Buches ehrlich gesagt kein Begriff und gerade deshalb war es für mich so spannend, mehr über diese außergewöhnliche Frau zu erfahren. Mona Horncastle gelingt ...

Peggy Guggenheim war mir vor der Lektüre dieses Buches ehrlich gesagt kein Begriff und gerade deshalb war es für mich so spannend, mehr über diese außergewöhnliche Frau zu erfahren. Mona Horncastle gelingt es, Peggy als schillernde Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen: mutig, neugierig, manchmal sperrig, aber immer mit einem klaren Ziel vor Augen: Kunst und Künstler zu fördern und sichtbar zu machen. Beeindruckt hat mich vor allem, wie sehr sie die Kunstgeschichte geprägt hat und welch große Rolle sie auch in Krisenzeiten spielte, indem sie Werke und Künstler vor den Nationalsozialisten rettete.
Die Autorin erzählt informativ, stellenweise auch mit einem feinen Humor, was die Biografie für mich sehr lesenswert gemacht hat. Allerdings fiel es mir nicht immer leicht, den Überblick über die vielen Personen im Umfeld Peggys zu behalten. Oft wirkten die Namen wie eine Art Aufzählung, und ich konnte mir nicht immer merken, in welchem Verhältnis sie zu Peggy standen. Das ist für mich der einzige Minuspunkt an diesem Buch. Auch habe ich gemerkt, dass ich es nicht wie einen Roman „durchlesen“ konnte, sondern immer wieder ein paar Tage Pause brauchte.
Trotzdem bleibt für mich am Ende ein sehr positives Fazit: Dieses Buch hat mir Peggy Guggenheim als Person, aber auch ihre Bedeutung für die Kunstwelt nähergebracht. Ein empfehlenswertes, klug geschriebenes Porträt, das Lust macht, mehr über sie und „ihre“ Künstler und Künstlerinnen zu erfahren.
Das Buch ist im Moldenheim -Verlag erschienen und gehört zu der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“. Dort werden Biographien über weitere berühmte Frauen ausschließlich von Autorinnen geschrieben.

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