Dornröschen, schlaf weiter!
DornenheckeT. Kingfisher, 3. Versuch!
Eigentlich hatte ich vor als nächstes „The Hollow Places“ eine Chance zu geben, aber dann ergab sich die Gelegenheit in Rahmen einer Leserunde 𝐃𝐨𝐫𝐧𝐞𝐧𝐡𝐞𝐜𝐤𝐞 zu gewinnen und ich ...
T. Kingfisher, 3. Versuch!
Eigentlich hatte ich vor als nächstes „The Hollow Places“ eine Chance zu geben, aber dann ergab sich die Gelegenheit in Rahmen einer Leserunde 𝐃𝐨𝐫𝐧𝐞𝐧𝐡𝐞𝐜𝐤𝐞 zu gewinnen und ich war dabei!
Das Cover hatte mich erst einmal nicht angesprochen, es erinnerte mich zu sehr an ein Kinderbuch. Aber die Geschichte um eine sehr abgewandelte Version von Dornröschen konnte mein Interesse dann doch wecken.
Seit Jahrhunderten hockt Krötling nun schon vor einem von Dornen umwucherten Turm und hütet deren schlafende Bewohnerin. Das war eigentlich nicht der Plan, aber aufgrund eines fehlgeschlagenenen Zaubers muss Krötling nun ausharren und verhindern, dass niemand die Prinzessin weckt. Was bisher gut klappte, wird nun durch einen abenteuerlustigen Ritter Halim in Gefahr gebracht. Doch Krötling ist einsam und genießt die plötzliche Gesellschaft. Vorsichtig versucht sie Halim davon zu überzeugen, dass es besser ist, die Dornenhecke nicht zu durchdringen.
Und so erfahren wir die etwas andere Geschichte von Dornröschen…
Bei Retellings bin ich zwiegespalten. Sie interessieren mich immer, aber ich mag es nicht, wenn sie zu sehr vom Original abweichen. Das passiert hier zwar, aber auf so eine zauberhafte Art, dass ich es einfach gern gelesen habe.
Feen spielen auch hier eine Rolle, aber eher die, welche man von Emily Wilde kennt.
Krötling kann sich zwar in eine Kröte verwandeln, tritt aber auch in Menschengestalt auf. Sie ist nicht schön und weiß das auch. Ansonsten besitzt sie aber durchaus Eigenschaften einer Märchenprinzessin. Sie ist sehr tapfer, pflichtbewusst und versucht das Richtige zu tun. Man schließt sie sogleich ins Herz, weil sie es wirklich nicht leicht hat.
Auch Halim ist als arabischer Ritter eine Figur die aus dem Rahmen fällt. Er ist Krötling freundlich gesinnt, lässt sich aber nicht so leicht abschütteln und will, wie ein waschechter Prinz, den Turm erklingen.
Das Ende kam etwas schnell und erschien mir fast unfreiwillig komisch. Aber der Epilog war wirklich schön und wie der ganze Roman ungewöhnlich. Ein Happy End auf verschiedenen Ebenen.