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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2025

Zwischen familiären Machtkämpfen und Krieg

Sieben Jahre
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Mit ihrem Werk "Sieben Jahre" hat Tanja Kinkel einen wahrlichen "Brocken" erschaffen. Nicht nur was die Seitenanzahl, sondern auch was den Inhalt betrifft. Zugegeben anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten ...

Mit ihrem Werk "Sieben Jahre" hat Tanja Kinkel einen wahrlichen "Brocken" erschaffen. Nicht nur was die Seitenanzahl, sondern auch was den Inhalt betrifft. Zugegeben anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, was jedoch nicht am Schreibstil sondern eher dem Thema geschuldet war. Die Autorin hat sehr viel recherchiert und somit ist der Roman voller historischer Fakten. Hat man sich einmal in die Geschichte hereingefunden liest es sich jedoch flüssig weg. Positiv zu erwähnen ist die Personenübersicht zu beginn des Buches in der uns ausführlich erklärt wird wer wie mit wem im Zusammenhang steht, das hat mir das lesen etwas erleichtert. Die Autorin hat es geschafft uns neben der Abhandlung des Krieges auch die Königliche Familie etwas näher zu bringen, mit all ihren Intrigen, Konflikten und gar Tragödien. Trotz der vielen erwähnten historischen Fakten liest sich das Buch jedoch keineswegs trocken. Ich denke das wird nicht das letzte Buch gewesen sein welches ich von Tanja Kinkel gelesen habe.

Passenderweise war ich im vergangenen Jahr gerade erst in Küstrin und habe dort u.A. die Gedenktafel für Leutnant von Katte entdeckt. Durch das Buch habe ich nun ein wenig mehr über ihn erfahren.

Nachdem ich das Buch (mit etwas Stolz) durchgelesen habe ist er nun ein kleiner Eyecatcher im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

"Wenn jemand geht, fehlt nicht nur die Person, sondern auch ein Stück von jedem, der bleibt."

Da, wo ich dich sehen kann
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Was macht es mit einer Familie wenn ein Mitglied ein anderes tötet?

Jasmin Schreiber erzählt uns in ihrem neuen Buch, in einer sehr ruhigen Sprache, nicht nur die Geschichte von Maya deren Vater Frank ...

Was macht es mit einer Familie wenn ein Mitglied ein anderes tötet?

Jasmin Schreiber erzählt uns in ihrem neuen Buch, in einer sehr ruhigen Sprache, nicht nur die Geschichte von Maya deren Vater Frank ihre Mutter Emma umgebracht hat. Wir erfahren auch wie andere Hinterbliebene, Emmas Eltern, Ihre beste Freundin und auch Franks Eltern, mit der neuen Situation umzugehen versuchen. Zwischen den einzelnen Kapiteln hat die Autorin auch u.a. den Obduktionsbericht, sowie Gerichtsbeschlüsse und Zeitungsartikel abgedruckt, wodurch alles noch einmal realer wirkt. Immer wieder kommt bei den einzelnen Personen die Frage nach der Schuld auf, hätte ich es verhindern können? habe ich nicht genug hingeschaut? Doch am ende ist die Antwort immer wieder: allein der Täter trägt die Schuld und ich finde es hier auch richtig und gut das die Autorin diesen nicht zu Wort kommen lässt.

Besonders erschreckend ist Leider das diese Geschichte so oder so ähnlich überall, auch in unserer direkten Nachbarschaft / im Freundeskreis, passieren. Ohne das wir es merken.

Ein wichtiges Buch welches sicherlich aufgrund der Thematik nicht so leicht zu lesen ist, aber dennoch lange nachhallen wird. Was mir zudem besonders gut gefallen hat: Am ende des Buches finden sich Kontakte zu Anlaufstellen für Hilfesuchende. Allerdings nicht nur für Frauen die Opfer von Gewalt wurden, sondern auch für Männer.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

nicht nur für Sprachbegeisterte

Verschwundene Wörter
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Mathias Heine nimmt uns in seinem neusten Werk mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Für manche Wörter müssen wir gar nicht soweit zurück, andere entführen uns in eine völlig andere Zeit.

Sicherlich ...

Mathias Heine nimmt uns in seinem neusten Werk mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Für manche Wörter müssen wir gar nicht soweit zurück, andere entführen uns in eine völlig andere Zeit.

Sicherlich ist dies kein Buch welches man in die Hand nimmt und von der ersten bis zur letzten Seite durchliest. Eher Blättern man darin und entdeckt immer wieder aufs neue ein Wort welches einem komplett neu ist oder auch nur in Vergessenheit geraten ist.

Was mit beim durchstöbern aufgefallen ist: Was für schöne Wörter hatten wir doch bereits! und es stellt sich einem die Frage: Warum sind sie aus dem Sprachgebrauch verschwunden? Bzw. warum wurden sie durch "neumodische" Wörter ersetzt? Klangen sie doch so viel schöner.

Der Autor gibt jedem Wort genügend Raum um es genau vorzustellen und zu erklären. Zudem werden einige unterlegt mit Zitaten aus bekannten Werken. Wie auch schon in seinem Buch "Verbannte Wörter", welches ich auch sehr empfehlen kann, sind die Wörter alphabetisch angeordnet. Zu erwähnen ist auch das wieder einmal sehr schön gestaltete und passende Cover.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Einblick in die Oberschicht Chinas

Schwanentage
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In erster Linie hat mich bei diesem Buch das Cover angesprochen. Aber auch das Klappentext klang vielversprechend und somit war klar das dies mein erstes Buch aus der chinesischen Literatur wird.
Vor allem ...

In erster Linie hat mich bei diesem Buch das Cover angesprochen. Aber auch das Klappentext klang vielversprechend und somit war klar das dies mein erstes Buch aus der chinesischen Literatur wird.
Vor allem der Schreibstil von Zhang Yueran hat mir sehr gefallen! Sehr leise, und doch so sprachgewaltig und klar, mit einer Prise Humor. Verständlich das Sie zu einer der einflussreichsten Autorinnen Chinas gehört, bleibt zu hoffen das auch weitere Werke von ihr ins deutsche Übersetzt werden.

Schwanentage gewährt uns einen Einblick in eine wohlhabende Familie Chinas und schnell wird einem als Leser klar was für Klassenunterschiede es in diesem Land gibt.
Hauptprotagonistin Yu Ling arbeitet als Kindermädchen bei einer dieser wohlhabenden Familien. Für ihren Schützling ist sie jedoch viel mehr, nimmt nach einer Reihe von Ereignissen gar eine Art Mutterrolle ein und kümmert sich auf eine sehr einfühlsame um Ihn.

Am Ende bleibt ein relativ kurzes Buch mit einem tiefgründigen Inhalt.. und sicherlich nicht mein letztes Buch aus der Chinesischen Literatur. Anders als das eher unruhige Cover ist es ein sehr ruhiges Buch welches einem viel Freude beim lesen bereitet.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Leben zwischen Insekten, Rache und Freundschaft

Hustle
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Nachdem das Cover und der Klappentext mich bereits sehr angesprochen haben, hat das Buch meine Erwartungen sogar übertroffen! Ich habe lange kein so unterhaltsames Buch gelesen welches zu gleich wichtige ...

Nachdem das Cover und der Klappentext mich bereits sehr angesprochen haben, hat das Buch meine Erwartungen sogar übertroffen! Ich habe lange kein so unterhaltsames Buch gelesen welches zu gleich wichtige gesellschaftliche Probleme aufgreift, sie kritisch beleuchtet und einen doch auch etwas nachdenklich zurück lässt. Man stellt sich selbst Fragen wie: Wie viel Geld brauchen wir wirklich zum glücklich sein? Was sind wir bereit für dieses Geld zu tun? und wieviel Rache ist angemessen?
Auch der Schreibstil trägt einen großen teil dazu bei das man dieses Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Autorin hat es ab dem ersten Kapitel geschafft mich zu fesseln.

Die Autorin hat sehr schön aufgezeigt das es auch in der Münchener Schikeria, zwischen Champagner und Glamour, Freundschaften geben kann! In diesem Fall sogar eine ganze Mädelstruppe die zusammenhält, sich gegenseitig hilft und stützt. Aber auch die Geschichte rund um die Freundschaft zwischen Hauptprotagonistin Leonie und ihrem langjährigen besten Freund Steffen hab ich gern gelesen. Bei Ihm hat Leonie immer wieder halt gefunden und auch wenn er ihre Racheaktionen nicht ganz unkritisch betrachtet hat, hat er sie für nichts verurteilt! So einen Freund wünscht sich doch jeder von uns.

Alles in allem ein wirklich grandioser Debütroman! Ich kann Alena Schröder nur zustimmen: lest dieses Buch!

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