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Veröffentlicht am 23.10.2025

Toller Schreibstil

Fantastische Weihnachten in Snow Falls: Drachenfunkeln
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Es ist mal wieder so weit und die Adventskalender in Snow Falls gehen weiter. Begonnen habe ich mit dem Neuzugang Angeline Bailey und ihrem „Drachenfunkeln“. Wie ihr schon vermutet habt, ist es Kenneth, ...

Es ist mal wieder so weit und die Adventskalender in Snow Falls gehen weiter. Begonnen habe ich mit dem Neuzugang Angeline Bailey und ihrem „Drachenfunkeln“. Wie ihr schon vermutet habt, ist es Kenneth, ein Drachenwandler, der dringend ein neues Zuhause sucht. Warum und weshalb, müsst ihr selbst lesen, aber dem Teil der Geschichte fand ich unfassbar tragisch und es hat mich emotional sehr getroffen.

Kenneth ist ein ausdrucksstarker, total attraktiver Mann und ich finde sein Wesen spiegelt total gut seine Gestaltwandlerform, denn er ist charismatisch, verspielt, sexy und sehr stark in seiner Präsenz. Allerdings hat Kenneth auch eine total herzerwärmende, liebevollen Seite und ich fand ihn wirklich sehr sympathisch.

Dahingehen ist Audrey ganz anders. Extrovertiert, irgendwie immer noch etwas kindisch und dickköpfig, selbstbewusst und mit einer tief verletzen Seele. Aber Audrey will sich auch nicht helfen lassen, muss immer mit ihrer trotzigen Art direkt durch die Wand, und das war nicht so mein Fall. Sie wirkt ihrem Alter entgegen nicht so reif und hat damit auch etwas zu kämpfen.

Allerdings habe ich ein wenig Probleme mit der Art zu erzählen von Angeline Bailey. Ich mag ihre Wortgewandtheit und den flüssigen Stil. Das ist wirklich toll zu lesen und ich bin über die Seiten geflogen. Aber mir persönlich wird der Fokus zum Teil falsch gelegt. Wichtige Gespräche werden nur in ein paar Nebensätzen abgehandelt, wie z. B. das Gespräch unter den Schwestern. Dafür wird ein anderes Gespräch mehrmals aufgerollt und hier hätte ich mir eher einen Zeitraffer gewünscht. Die Entwicklung der Charaktere fiel damit irgendwie weg, was schade war.

Was mich aber am allermeisten gestört hat, war die fehlende Emotion. Der erste Kuss läuft trotz einer Ich-Erzählersicht total seltsam von außen gesehen ab und das auch noch ganz ohne beschriebene Emotionen oder kleine, liebevolle Details in dem Moment. Und so geht das leider auch weiter. Ich fand es so schade, das nicht richtig gezeigt wird, wie sie Dates haben oder keine liebevolle Nachrichten den ganzen Tag über schreiben. Das wird nur in einem Nebensatz erzählt und ich hab mich sehr gewundert wo plötzlich diese Nähe und Vertrautheit, wie auch die Liebe her kommt. Ich habe mich immer außen vor gefühlt und mich nicht hinein versetzen können.

Trotzdem schaffte es Angeline Bailey mich an der Geschichte zu halten, da die die Sachen, die mit den Protagonisten in der Vergangenheit passiert sind, interessant und spannend sind. Und eine Emotion spürt man absolut: Die Anziehungskraft! Also das Knistern und die heißen Blicke zu Beginn, ihre kleinen witzigen Dialoge und das freche Necken ist heiß und brennt fast die Geschichte ab.

Für mich persönlich ein Buch, das noch mehr hätte sein können, aber mich so weder in Weihnachtsstimmung noch in emotional kitschige Gefühle gebracht hat und so etwas wünsche ich mir bei einem Buch für die Weihnachtszeit schon irgendwie. Empfehlenswert als kleiner Adventskalender ist die Geschichte dennoch und ich bin froh sie gelesen zu haben. Snow Falls und das Setting ist einfach wundervoll und ich finde Angeline Bailey passt mit ihren Drachen ganz wundervoll hinein.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Coole Idee

Legende der Schattenwächter – Kampf um die magischen Schlüssel
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Armin lebt in Hamburg und hält sich mit Gelegenheitsjobs am Hafen über Wasser. Seine Mutter ist gestorben und sein Vater verliert dadurch jegliche Lebensfreude. Armin ist 15 Jahre alt und muss sich dadurch ...

Armin lebt in Hamburg und hält sich mit Gelegenheitsjobs am Hafen über Wasser. Seine Mutter ist gestorben und sein Vater verliert dadurch jegliche Lebensfreude. Armin ist 15 Jahre alt und muss sich dadurch selbst versorgen. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause wird er plötzlich von einem Monster angegriffen, einem Dämon. Sein Opa und ein Mädchen namens Nari retten Armin, allerdings verstirbt der Opa leider und Armin erbt ein geheimnisvolles Anwesen in Greifheim samt viel Geld. Der Dämon ist leider nicht tot und er fordert im Austausch gegen das Leben von Armins Vater und Naris Mutter drei Schätze. Also machen er, Nari und die geheimnisvolle Victoria sich auf diese Schätze zu finden.

„Legende der Schattenwächter“ hat mein Ältester Sohn als erstes lesen dürfen. Er ist fast 13 Jahre und vergöttert eigentlich Fantasygeschichten mit coolen Jungs als Protagonisten. Leider haben wir uns beide mit diesem Buch schwer getan.

Die Schreibweise von Lars Meyer ist eigentlich flüssig und wortgewandt, auch für das Alter geeignet. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut und die Handlung hat einen interessanten Kern. Allerdings ist die Art der Beschreibungen manchmal etwas trocken und zu wenig ausführlich gehalten, sodass man immer wieder ein bisschen hüpft. Man findet sich urplötzlich in neuen Situationen wieder und dann fehlt irgendwie etwas. Es ist eine sehr spezielle Schreibweise, für uns ein wenig schwer zu sagen, was genau das Problem war.

Aber leider konnte uns das Buch nicht so richtig packen und wir würden auf den zweiten Teil eher verzichten. Ich empfehle euch aber trotzdem selbst einzutauchen und die Geschichte zu versuchen. Für die richtigen Leser ist der Schreibstil bestimmt etwas.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Nunja...

Heart of Night and Fire
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Phuuu, wo soll ich beginnen? Ich liebte die „Die Artefakte von Ouranos-Reihe“ total. Hab sie alle in mich aufgesaugt und wirklich gefeiert. Demnach war klar, dieser Klappentext und Zarya catchte mich. ...

Phuuu, wo soll ich beginnen? Ich liebte die „Die Artefakte von Ouranos-Reihe“ total. Hab sie alle in mich aufgesaugt und wirklich gefeiert. Demnach war klar, dieser Klappentext und Zarya catchte mich. Nur das mich am Ende leider alles frustriert zurück gelassen hat und ich mehrere Details irgendwie nicht so fand, wie es dee Klappentext andeutete.

Das Positive zuerst. Die Sprecherin Corinna Dorenkamp und das Worldbuilding. Erstere macht das Hörbuch schon zu einer unterhaltsamen Sache, zumal ich ihre Art zu lesen wirklich liebe und die lockere Schreibweise der Autorin es vermag, einen über die Seiten – oder in diesem Fall durch die Minuten – fliegen zu lassen. Frau Dorenkamp hat es auf jeden Fall drauf dieses Setting à là arabische Nächte samt schwieriger Bezeichnungen und Namen angenehm wirken zu lassen. Mir hat die Idee schon gut gefallen, bekannte Wesen wurden mit ein paar Neuheiten aufgehübscht und der Spannungsbogen hatte Potential.

Aber das war es dann auch schon. Es gab überall Unstimmigkeiten, eine Umgebung, die sich ständig passend dem Charakter anglich um es irgendwie passend für den Plot zu machen, und ein Hin- und Herhüpfen zwischen langweiliger Szene und rasendem Verlauf. Zarya war so naiv, so unstet und viel zu vertrauensseelig. Klar passte das dazu, dass sie so lange weg gesperrt war und teilweise war ihre Persönlichkeit auch authentisch, aber wie haben sich diese plötzlichen Freundschaften aufgebaut und vor allem – die Lovestory. Vikram ist mir absolut seltsam vor gekommen, leider wusste ich ziemlich schnell die Story was ihn angeht, und ich war überhaupt nicht angetan davon. Wie konnte Zarya nur auf diese Art reagieren? Ich habe oft mit den Augen rollen müssen und ihre Entscheidungen in Frage gestellt. Nicht nur die, die aus ihrem Erfahrungsproblem herrührten, sondern auch die eigentlich logischen, die sie dann anders gemacht hat. Es war nicht so schön und so offensichtlich platt.

Ich fand das Ende dann schon spannend, aber für mich hat sie dann wieder viel zu schnell eingelenkt, als alles erklärt wurde und ich kann mich mit Zarya überhaupt nicht identifizieren. Für mich ist die Reihe diesmal nichts und ihr müsst selbst entscheiden.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Ich hab mehr erwartet

The Deathless One
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Das Lady Jessamine am Tag ihrer Hochzeit sowohl stirbt, als auch von einem Gott – dem Todlosen – wieder belebt wird, hätte sie nicht erwartet. Schließlich sind die Götter alle tot. Doch Jessamine schwört ...

Das Lady Jessamine am Tag ihrer Hochzeit sowohl stirbt, als auch von einem Gott – dem Todlosen – wieder belebt wird, hätte sie nicht erwartet. Schließlich sind die Götter alle tot. Doch Jessamine schwört Rache, lässt sich auf den Deal ein und findet sich sogleich in der Welt der Lebenden wieder. Die Zeit daraufhin ist erstmal trostlos und ziemlich geprägt von Not, Sorge und der Verwirrung ihres Zustandes, bis sie auf die Hexe trifft, die den Todlosen verehrt und die Handlung nimmt ihren Lauf.

Puuuh. Wie soll ich euch erklären, wie Emma Hamm für mich schreibt. Die Autorin erzählt aus der Erzählersicht jeweils aus den Sichten der Protagonisten und allein das hält den Leser davon ab richtig einzutauchen. Man bleibt immer außen vor. Ihre Schreibweise ist zwar poetisch angehaucht mit tollen Beschreibungen, die einen so richtig in dieses trostlose, grausame, dunkle Setting reißen. Aber leider war es das für mich dann auch schon. Ich fühlte mich immer etwas zu weit neben den Charakteren. Man kann ihre Emotionen nicht nachvollziehen, vor allem die Anziehungskraft, die sich aus dem Nichts entwickelt, hat mich absolut kalt gelassen.

Was ich auch super schade fand, war der Verlauf der Handlung. Es ging so schleppend voran, das zwischendurch leider pure Langeweile aufkam, die Szenen wurden in die Länge gezogen, boten aber wenig inhaltlichen Mehrwert und wurden dann eben mit poetischen, düsteren Erinnerungen aufgefüllt. Jegliche Spannung, die vor allem in gefährlichen Szenen hätte aufkommen können, wurde durch diese Trägheit kaputt gedacht/geredet.

Und leider blieben die wenigen Charaktere so blass, dass ich sie zwar interessant fand und irgendwie sogar ganz sympathisch, mir jedoch einfach mehr Tiefe gewünscht hätte um dieser Story mehr Freude entgegen bringen zu können. Der Todlose und sein kleiner Albtraum haben ihre positiven Eigenschaften. Er ist durchweg aufopferungsvoll und sogar tief drinnen liebevoll und sie ist intelligent, mutig und willenstark, und trotzdem erreicht mich ihre Geschichte nicht.

Das Ende, vor allem der Stand, an dem wir uns am Ende der Handlung befinden, hat mich etwas enttäuscht, da ich gefühlt fast nicht voran gekommen bin und das war einfach ernüchternd.

Das einzig positive, was mich lange dran blieben ließ und dann zum querhören bewogen hat, sind die Sprecher Viola Müller und Lennart Wolff. Diese zwei Stimmen, ihre besonderen Timbre und auch diese passende Art zu lesen waren einfach perfekt. Ich habe ihnen gern zugehört und es hat mir das Hörbuch etwas versüsst, sodass ich bis zum Ende noch gehört habe. Ich würde wieder ein Hörbuch mit den beiden hören.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Ganz nett

Venatrix 1: Venatrix - Dämonenjäger von nebenan
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Wenn man zu einer Dämonenjägerfamilie gehört, sollte man keinen Dämonenhund als Haustier haben.
Oder?

Während einer Dämonenjagd trifft Gero auf einer Baustelle auf einen kleinen süssen, zotteligen, etwas ...

Wenn man zu einer Dämonenjägerfamilie gehört, sollte man keinen Dämonenhund als Haustier haben.
Oder?

Während einer Dämonenjagd trifft Gero auf einer Baustelle auf einen kleinen süssen, zotteligen, etwas feurigen Hund. Fünkchen ist eigentlich völlig harmlos, aber das müssen Gero und seine Schwester Belladonna ihren Eltern doch irgendwie erstmal klar machen. Ein Hundetrainer muss her und den gibt es leider nur in Infernalia, der Dämonenwelt. Ob sie den finden, bleibt abzuwarten, doch leider treffen sie nicht nur die alte Besitzerin des Dämonenhundes, Gero und Belladonna entkommen auch gerade noch so einem Schnitter, eines der gefährlichsten Wesens von Infernalia – zumindest sieht es so aus. An Belladonnas Geburtstag geht die „Party“ dann richtig ab und die Ereignisse überschlagen sich. Was hat der Hund damit noch zu tun und wie geht das ganze aus?

Leider müssen mein Ältester und ich sagen, das wir mit der Story von Hendrik Lambertus nur mäßig warm wurden. Die Dialoge sind ganz cool gehalten, auch der Verlauf der Handlung ist an und für sich keine schlechte Idee. Das Setting hat mir ganz gut gefallen, weil es abwechslungsreich gestaltet war. Wir mochten die Protagonisten und ihre Abenteuer schon recht gern.

Aber der Schreibstil hat uns irgendwie nicht so komplett abholen können, wie gewünscht. Ab und zu waren langatmige Passagen drin und auch die Spannung kam nicht so richtig auf. Den Finger kann ich jetzt nicht direkt drauf halten, woran es gelegen hat, aber wir werden nach diesem Teil leider für uns persönlich mit der Reihe abschließen. Vielleicht findet ihr mehr Spaß an dem ersten Teil „Venatrix – Die Dämonenjäger von nebenan“.

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