Profilbild von Thomasito

Thomasito

Lesejury Profi
offline

Thomasito ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Thomasito über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Schöne Idee, aber die Umsetzung konnte nicht ganz überzeugen

Morbidly Yours
0

Auf "Morbidly Yours" von Ivy Fairbanks habe ich mich dieses Jahr besonders gefreut. Das Cover, der Klappentext und die Idee an sich klangen so gut – aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so wirklich ...

Auf "Morbidly Yours" von Ivy Fairbanks habe ich mich dieses Jahr besonders gefreut. Das Cover, der Klappentext und die Idee an sich klangen so gut – aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so wirklich überzeugen.

Dies lag aber definitiv nicht an den beiden Protagonisten, denn ich mochte sowohl Lark als auch Callum sehr. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein – sie ist extrovertiert und laut, er ist eher schüchtern und zurückhaltend. Und dennoch ist von Anfang an eine Verbindung da und sie werden Freunde.

Ich fand es schön zu sehen, wie gut sich die beiden tun und wie sie sich im Laufe der Story durch ihre Freundschaft weiterentwickeln. Toll fand ich auch, dass das Thema "Tod" durch Callums Job als Bestatter sehr präsent war und Lark sich dadurch mehr mit dem Thema und dem Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit auseinandersetzt. Was ich aber leider nicht so gefühlt habe, war die Lovestory zwischen den beiden. Sie funktionieren von Anfang an sehr gut als Freunde, aber das Knistern war für mich nicht so wirklich da.

Mein größtes Problem hatte ich jedoch mit den Dialogen, denen ich oft nicht richtig folgen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass bestimmte Infos und Witze in der Übersetzung verloren gegangen sind. Das ist etwas schade, da ich beim Lesen des Öfteren Fragezeichen im Kopf hatte und mein Lesefluss dadurch doch etwas gestört wurde.

Insgesamt ist "Morbidly Yours" ein nettes Buch für zwischendurch, von dem ich mir aber erhofft hatte. Ich mochte die Charaktere und die Ausgangssituation, aber sprachlich konnte mich das Buch leider nicht so ganz überzeugen. Ich kann mir vorstellen, dass die Story im englischen Original besser funktioniert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Tolle Idee, aber die Umsetzung konnte mich nicht so überzeugen

Mornings in Boston - The Stories We Tell
0

Nachdem ich den Klappentext von "Mornings in Boston" gelesen hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. 🔥 Die Story hat mich nämlich sehr an den Film "Morning Glory" mit Rachel McAdams und Patrick Wilson ...

Nachdem ich den Klappentext von "Mornings in Boston" gelesen hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. 🔥 Die Story hat mich nämlich sehr an den Film "Morning Glory" mit Rachel McAdams und Patrick Wilson erinnert, den ich absolut liebe! 😍

​Der Einstieg in die Geschichte fiel mir total leicht, da Lanes Schreibstil einfach schön und angenehm flüssig ist. Auch das Setting hat mir wirklich gut gefallen – man bekommt spannende Einblicke in die Welt des Frühstücksfernsehens und den stressigen Alltag beim Sender.

Und auch ​Penelope fand ich als Protagonistin total sympathisch und ich mochte ihre Art und ihren Ehrgeiz sehr. Leider wurde ich aber mit Connor so überhaupt nicht warm. Ich fand die Idee des Rivalität zwischen den beiden Morning Show Hosts echt toll und ich liebe Enemies-to-Lovers-Geschichten, aber Connor war mir von Anfang an viel zu egoistisch und rücksichtslos. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass er für seinen Erfolg über Leichen gehen würde. Entsprechend habe ich die Chemie zwischen Penelope und Connor leider überhaupt nicht gespürt.

​Was mir zudem nicht so gut gefallen hat, war die Storyline rund um das Trauerforum. Diese sollte wohl für emotionale Tiefe in der Geschichte sorgen, allerdings wirkte die Umsetzung auf mich leider viel zu sehr konstruiert und auch vorhersehbar. Deshalb war mir auch schon relativ früh klar, worauf das Ganze hinausläuft... 😬🙈

​Insgesamt ist "Mornings in Boston" ein netter Read für zwischendurch mit einem tollen Setting, dem es für mich aber leider an Chemie und Emotionen zwischen den Protagonsten fehlte. Sehr schade. 🥹

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2026

Nicht so stark wie der Vorgänger

Rabenland
0

Nachdem mir "Eulenschrei" von Max Bentow total gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf den nächsten Fall des Ermittlerduos Carlotta Weiss und Nils Trojan. Und auch wenn mich "Rabenland" nicht ...

Nachdem mir "Eulenschrei" von Max Bentow total gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf den nächsten Fall des Ermittlerduos Carlotta Weiss und Nils Trojan. Und auch wenn mich "Rabenland" nicht ganz so überzeugen konnte wie der vorherige Fall rund um den Lebkuchenmann, habe ich das Buch doch ganz gerne gelesen.

Der Einstieg war direkt wieder sehr atmosphärisch. Ein Mädchen, das ein Jahr lang verschwunden war, taucht plötzlich wieder auf – und ist völlig traumatisiert und glaubt, mit Raben kommunizieren zu können. Totales Gänsehaut-Feeling! 😱

Bentows flüssiger und zum Teil nüchterner Schreibstil und auch das düstere Setting tragen zu dieser unheimlichen Atmosphäre bei, sodass ich sofort in der Geschichte war und unbedingt wissen wollte, was im letzten Jahr mit Lilly passiert ist. 👀🐦‍⬛

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was mir gut gefallen hat. Durch Carlotta und Nils ist man immer hautnah bei den Ermittlungen mit dabei, gleichzeitig erfährt man aber auch mehr über Lilly und ihre Familie. Dadurch wird es nie langweilig.

​Was mich allerdings nicht abholen konnte und weshalb ich das Buch hin und wieder mal weglegen musste, war die ganze Rabenthematik und dieser leicht übernatürliche Touch. Mir war das stellenweise einfach ein bisschen too much und auch die vielen Wendungen und Zufälle haben dafür gesorgt, dass sich der Fall an sich sehr konstruiert und wenig glaubwürdig angefühlt hat.

​Insgesamt ist „Rabenland“ aber ein spannender Thriller, der sich dank seines flüssigen Schreibstils und der toll gezeichneten Charaktere super gut lesen lässt. Und auch wenn der Fall für mich wegen der speziellen Thematik nicht ganz an den Vorgängerband herankommt, bin ich trotzdem schon sehr gespannt auf den nächsten Teil. 🕵️‍♂️✨

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2025

Nettes Buch für zwischendurch

Honeybridge. All Mine
0

Mit "Honeybridge. All Mine" von Pippa Nixon habe ich mein zweites Herbstbuch des Jahres gelesen. 🍁 Und auch wenn es als Herbstbuch beworben wurde, wollte bei mir leider kein Herbstfeeling aufkommen. Und ...

Mit "Honeybridge. All Mine" von Pippa Nixon habe ich mein zweites Herbstbuch des Jahres gelesen. 🍁 Und auch wenn es als Herbstbuch beworben wurde, wollte bei mir leider kein Herbstfeeling aufkommen. Und auch sonst hatte ich so meine Probleme mit der Story.

Dabei hat mir die Ausgangssituation gut gefallen: Nach der Trennung von ihrem Exfreund zieht Protagonistin Isabella in das beschauliche Honeybridge außerhalb von London, wo sie sich den Traum eines eigenen Restaurants erfüllt. Die Storyline rund um das Restaurant war so vielversprechend und vor allem auch als ihre Nonna dann zu ihr gezogen ist, um sie zu unterstützen, hatte ich gehofft, dass das Thema mehr in den Vordergrund rückt. Dem war aber leider nicht so.

Stattdessen ging es die meiste Zeit um die körperliche Anziehung zwischen Isabella und ihrem neuen Nachbarn Etienne. Und auch wenn die beiden sich total zueinander hingezogen fühlen, dürfen sie sich nicht näherkommen – denn nach der Trennung von ihrem Ex hat sich Isabella ein einjähriges S3xverbot auferlegt. Dieses will sie durchziehen, was sie allerdings nicht davon abhält, die ganze Zeit die wildesten Fantasien von sich und Etienne zu haben und zweideutig mit ihm zu schreiben. Das fand ich mit der Zeit sehr anstrengend und hat auf mich einfach total konstruiert gewirkt.

Nichtsdestotrotz mochte ich sowohl Isabella als auch Etienne als Protagonisten und auch die Nebencharaktere – allen voran Etiennes Freunde Walker und Fox – waren alle auf ihre eigene Art so sympathisch. Das Gemeinschaftsgefühl der Einwohner von Honeybridge war die ganze Zeit zu spüren, was mir gut gefallen hat.

Insgesamt ist "Honeybridge. All Mine" ein Buch mit einer tollen Idee, sympathischen Charakteren und einem süßen Kleinstadt-Setting – doch leider konnte mich die Entwicklung der Story und vor allem auch der Liebesgeschichte nicht so wirklich überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2025

Potenzial nicht ausgeschöpft

Locked in
0

Nach "Kaltherz" ist "Locked in" der zweite Thriller, den ich von Henri Faber gelesen habe. Ich fand die Grundidee rund um das Locked-in-Syndrom so spannend und erfrischend anders, dass ich das Buch unbedingt ...

Nach "Kaltherz" ist "Locked in" der zweite Thriller, den ich von Henri Faber gelesen habe. Ich fand die Grundidee rund um das Locked-in-Syndrom so spannend und erfrischend anders, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Leider konnte es mich aber nicht so richtig überzeugen.

Dabei geht die Story direkt total rasant los. Auf der Jagd nach einem Entführer schießt Kommissar Maertens diesen versehentlich ins Wachkoma – und das, ohne vorher den Aufenthaltsort seines Entführungsopfers zu erfahren. Hier kommt Professor Theo Linde ins Spiel, der eine Methode entwickelt hat, um mit Locked-in-Patienten zu kommunizieren. So ein spannendes Thema! Der flüssige und atmosphärische Schreibstil haben zudem dazu beigetragen, dass ich super in die Story gekommen bin und ein Kapitel nach dem anderen verschlungen habe.

Gut gefallen hat mir auch die wechselnde Erzählperspektive. Die Geschichte wird aus Sicht von Maertens und Linde geschildert, die beide interessante und zugleich wenig sympathische Charaktere sind, wobei mich letzteres aber nicht weiter gestört hat. Außerdem gibt es hin und wieder Kapitel aus der Perspektive eines unbekannten Mannes, der in einem Verlies eingesperrt ist.

Leider lassen das Erzähltempo und die Spannung aber recht schnell nach und die Story zieht sich zuerst sehr, bevor das Tempo wieder rasant angezogen wird. Die Locked-in-Thematik gerät immer mehr in den Hintergrund, ein Plot Twist und Zufall jagt den nächsten – und leider fühlt sich die Geschichte ab da einfach nur noch komplett konstruiert und unrealistisch an. Hier wäre meiner Meinung nach weniger eindeutig mehr gewesen.

Insgesamt hat "Locked in" zwar eine tolle und spannende Grundidee, doch die Umsetzung konnte mich letztlich leider nicht überzeugen. Dennoch hoffe ich, dass das nicht wie angekündigt Fabers letztes Werk war und wir noch mehr von ihm lesen dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere