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Veröffentlicht am 06.12.2025

Komplexer, atmosphärischer, mystischer Einstieg in die Triologie

Der Weg des ewigen Winters
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Was passiert, wenn der Sänger Niilo Sevänen der Melodic-Death-Metal-Gruppe Insomnium beschließt, seiner zweiten Leidenschaft, dem Schreiben, zu frönen? Das durfte ich vorab für Lesejury lesen und mich ...

Was passiert, wenn der Sänger Niilo Sevänen der Melodic-Death-Metal-Gruppe Insomnium beschließt, seiner zweiten Leidenschaft, dem Schreiben, zu frönen? Das durfte ich vorab für Lesejury lesen und mich selbst überzeugen. In der Recherche zu dem Buch konnte man nachlesen, dass die Reihe auf dem 40-minütigen Song Winter Gates basiert. Zu diesem Song gibt es eine Kurzgeschichte, welche während der Pandemie nun um aktuell drei Bände erweitert wurde.

Der erste Band ist Der Weg des ewigen Winters und genau das ist er: ein erstes Eintauchen in die Welt sowie das Kennenlernen der Charaktere. Die Charaktere starten an zwei verschiedenen Orten. Ein Handlungsstrang wird von Theophanu getragen, was vielleicht zu einer Irritation führen kann, da die historischen Eckdaten in das fantastische Setting übertragen werden. Ich persönlich bin nicht so firm mit den historischen Zahlen und fand die Geschichte um Theophanu und ihren „Gast“ sehr spannend. Vor allem, weil das im Grunde die Ruheparts im Buch waren. In diesem Teil erfährt man etwas über die Anfangszeit des Winters und begleitet die Kaiserin auf der Suche nach ihrem Sohn. Im ersten Buch ist es noch der Nebenstrang, der angeteasert, aber nicht zu Ende erzählt wurde – fast wie ein langgezogener Cliffhanger.

Kommen wir zur Hauptgeschichte

Halla und ihr Pflegeonkel Orpheus müssen aus Konstantinopel fliehen. Warum, das erschließt sich nicht ganz – nur, dass seltsame Gestalten versuchen, das Kind zu fangen und jeden töten, der ihnen in die Quere kommt.

Auf der Flucht bekommen sie undurchsichtige Verbündete und werden immer wieder mit Figuren aus der Fantasy/Mythologie konfrontiert. Die Flucht durch die verschneite Mittelmeerregion ist spannend, atmosphärisch, und ich flog nur so durch die Seiten.

Ich muss sagen: Das war etwas, was ich an dem Buch absolut schätzte – die düstere, mystische Atmosphäre und ein Spannungsbogen, der nie nachließ. Auch die Winterwelt wurde eher als menschenfeindlich denn als angenehm, still und freundlich beschrieben. Ich war noch nie in Finnland, aber ich stelle mir die Winter dort genauso vor.

Auch dieser Teil teasert viele Punkte an. Manche Schnittpunkte zur Nebengeschichte erscheinen im ersten Band, aber viele Fragen bleiben noch offen.

Es ist mutig, und ich vermute fast, hier wird auf literarischer Ebene ein 40-minütiges Lied komponiert. Denn das ist etwas, was ich die gesamte Zeit über gefühlt habe: Die jetzt noch losen Stränge verfolgen einen Plan – und vor allem einen, der sicher in den nächsten Bänden erklärt wird.

Fazit

Ein Roman, der sich grob an historischen Eckpfeilern orientiert, aber vor allem von den fantastischen Elementen lebt. Die Geschichten und die Flucht sind durchgängig spannend. Viele Fragen werden im ersten Band noch nicht vollständig erklärt, was bei mir eher zum Hinfiebern auf den nächsten Band führt – und das finde ich wirklich genial. Vor allem die Atmosphäre: Es ist wirklich oft sehr kalt

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Veröffentlicht am 22.11.2025

heftige leise Zwischentöne um die Tochter von... und den Sohn von...

The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1)
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Fünf Sterne, warum:
Ich bin kein Freund von Sternen, denn sie sind nie greifbar und gut messbar. Die Story hat ihre fünf Punkte verdient, weil die Zwischentöne der Story deep sind. Die Charaktere erscheinen ...


Fünf Sterne, warum:
Ich bin kein Freund von Sternen, denn sie sind nie greifbar und gut messbar. Die Story hat ihre fünf Punkte verdient, weil die Zwischentöne der Story deep sind. Die Charaktere erscheinen im ersten Blick oberflächlich, aber auf den zweiten sind sie es nicht. Es sind warmherzige, empathische Menschen, die ihre Geschichte haben. Ich liebe beide Sprecher, denn sie verleihen den beiden Figuren Wärme und am Ende es wird im Buch auch Force of habit verwiesen. Avery ist die Protagonistin vom ersten Band der Breaking the waves Reihe von Kristina Moringer und diese Connection finde ich mega.

Lower Whilby ist ein konservatives Dörfchen/Kleinstadt mit einen Buchladen, einen Tante-Emma-Laden, ein Pub und halt das Cafè. James, gesprochen von Leonard Hohm, verliebt sich in diesen Ort und vor allem die Abgeschiedenheit. Denn er ist der Sohn von einem berühmten Brit-Pop Pärchen, das viel von ihren Skandalen und öffentlichen Liebesdramas lebte. James sucht Ruhe und übernimmt das Cafè und gehört fest zum Bestandteil des Ortes. Jude gesprochen von Sarah Dosel kommt für die Hochzeit ihrer Schwester Olive wieder in den Ort. Durch unerwartete Umstände bleibt Jude länger und nimmt die Stelle bei James an. Nicht ohne Hintergedanken, denn sie lebt von ihrem Musik-Podcast über Rockmusik. Nur ist Jude die Tochter von dem Hausarzt und im Dorf ‘bekannt’ für ihre wilde Art und ihre Rebellion. Wertschätzung, Anerkennung und Toleranz sind gegenüber von Jude zu Beginn eher Mangelware. Nur ist in Dörfer genauso wie in der Glimmerwelt. Oft ist mehr Schein als Sein.

Und genau hier knüpft die positive Seite des Buches an. Jude, hat eine Geschichte zu erzählen, die erst ab ca. der Hälfte des Hörbuchs ihre komplette Tragweite offenbart. Ich litt und fühlte mit der Protagonistin mit und ich konnte unfassbar gut verstehen, warum sie zu Beginn eher in der ‘Opferrolle’ steckte, was der er eine oder andere hier beschrieb. Aber um es mit einem Zitat aus dem Buch zu beschreiben “Alles, was nicht ins Bild passt, muss ausradiert werden und ich war die Radierfussel leid...”. und dieses Gefühl bekam Jude von sehr frühem Kindesalter in verschiedenen Situationen immer wieder vorgesagt und am Ende hat das Dorf mit ihrem Bild tragisch versagt. Mit dieser Vorgeschichte ist Jude eine großartige, bewundernswerte Frau geworden.

Die Zwischentöne werden von Sarah Dosel richtig gut vorgetragen und von wegen dahinplätschern und nebenbei zu hören. Ich war an bestimmten Stellen echt wütend auf die Umgebung und sooo froh, dass am Ende Jude ihr Happy End bekam.

James, war so das Gegenteil zu Jude, der ruhende Pol. Der auch eine Geschichte hatte, denn es gibt ein Familiengeheimnis, welches nie an die Öffentlichkeit kommen sollte. Er ist misstrauisch und hat auch seine Geschichte. James ist aber nicht nur der ruhende Pol, er ist eindeutig unterv** und ja er hat eine liebenswerte Seite, aber herrje, dieses körperliche Beschreiben, war mir an manchen Stellen, dann doch fast zu viel. Bei ihn hat es die Dialoge mit Penn, seinen Aushilfskellner wieder rausgerissen. Ich liebte die Frotzeleien der beiden und die Stimme von Leonard Hohm – das hat vieles wieder Wett gemacht.

In diesem Buch werden viele traumatische Ereignisse langsam und retrospektivisch rangegangen und aus dem Grund auf die Trigger Warnung verzichtet. Mich hat es etwas nachdenklich gemacht und ich war an der einen oder anderen Stelle trotz der Oberflächlichkeit doch geschockt. Es kann auch an der Beiläufigkeit der Erwachsenen liegen oder das mir besondere Kinder immer sehr am Herzen liegen, keine Ahnung, aber es ist leider ein Punkt, der mich doch nachdenklich stimmte.

Die Gründe für die fünf Sterne hab ich eingangs schon erwähnt.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

emotionale Aufarbeitung eines Femizid aus der Sicht der Angehörigen

Da, wo ich dich sehen kann
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Es gibt Bücher, da finde ich, jede Art von Review ist eigentlich hinfällig. Denn es gibt Bücher, die solten zerredet werden, weil das Thema dahinter, so so so wichtig ist. Das neue Buch von Jasmin Schreiber ...

Es gibt Bücher, da finde ich, jede Art von Review ist eigentlich hinfällig. Denn es gibt Bücher, die solten zerredet werden, weil das Thema dahinter, so so so wichtig ist. Das neue Buch von Jasmin Schreiber zählt dazu.

Es ist ein Buch, das sich schwer beschreiben lässt, nicht weil es so schlecht ist, sondern weil es viele Momente gab, wo ich überrascht war. Weniger von der Thematik, die ist ja recht klar aufgezeigt, sondern von der Empathie mit den Figuren, die zum Teil starke Tiefe mancher Charaktere und der diversen Stilbrüche durch Illustrationen, Parallelwelten und andere Mittel. Diese Stilbrüche halfen mir auch manchmal weiterzulesen und wieder etwas emotionalen Abstand zu gewinnen.

Denn man spürt beim Lesen, die Trauer, Wut, Zorn und Verzweiflung beiden Hauptfiguren, vor allem die neujährige Tochter hat mich oft mal innerlich zerrissen. Maja hat rote Haare wie ihr Vater. Sie mag ihren Papa, aber er hat Mama umgebracht und wie soll da eine Kinderseele heil bleiben?

Sie finden Trost und Geborgenheit bei Brigitte und Per, den Großeltern mütterlicherseits. Väterlicherseits kommen die Eltern kurz zum Wort und der Täter, zum Glück bleibt mit einer Ausnahme still.

Brigitte und Per sind ein großartiges Paar, sie versuchen zusammen zu halten, aber zu Beginn frisst jeder den Schmerz in sich hinein. Das dies auf Dauer nicht gut ist, kann man vermutlich gut verstehen. Die Art und Weise nicht zu reden und es mit sich selbst auszumachen, wird deutlich im Buch aufgezeigt. Der Weg der Therapie ist als ein großer Schritt der Heilung im Buch ein Thema und das miteinander reden. Auch ein Credo nur gemeinsam kann man dieses Drama überstehen.


Einen großen Raum erhält auch die beste Freundin Liv. Sie ist Astrophysikerin und macht mit der größten Entwicklung im Buch durch. Ihre Kapitel mochte immer am meisten, weil wenn sie wütend wurde, immer die Wissenschaftlerin mit durchschien.


Das Buch hat super viele Stärken. Ich finde es gut, dass wir als Leser über die Tat nur grob was erfahren. Am Ende gibt ein sehr gutes Gespräch zwischen Brigitte und ihrer Therapeutin und einen Erklärungsversuch mit der Schuld umzugehen. Die Schuld trifft immer nur den Täter, das wird deutlich herausgearbeitet.



Aber auch der Umgang mit den Femizid wird thematisiert. Sei es die Berichterstattung, die oft Worte wie Tragödie, Beziehungstat, ... verwendet oder aber auch das Thema True Crime. Wenn dann ohne die Zustimmung der Angehörigen Fälle zerlegt werden oder dass Frauen im Frauenhaus sich in Sicherheit bringen müssen, oft mit freiwilligem Freiheitsentzug und die Täter frei herumlaufen können.


Diese kleinen und großen Aha-Erlebnisse, waren es, die das Buch an vielen Stellen zu einer emotionalen Wucht gemacht hat, weil es leider so realistisch war.

Als einziger zwei kleine Kritikpunkte sind für zum einen das Ende. Es kam mir etwas zu abrupt, wurde nur aus zwei Sichten statt allen Sichten erzählt und ich hatte das Gefühl, dass es zu Ende gehen sollte. Zum anderen war es mir an manchen Punkten etwas zu viel Drama und manches Plots wurden begonnen und nicht geändert z. B. die Mutter von Liv.

Trotz allem, ein großartiges Buch, leicht zu lesen und durch die kurzen Kapitel und Stilbrüche, ein Buch, dass keine Längen hat. Ein Buch, über das man viel reden kann. Ich durfte es in einer Leserunde lesen und es war ein tolles Buch für Diskussionen aller Art.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

charmant, lustig und aus Sicht einer 65jährigen (audibook)

Evil Grandma
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Mona erfährt zu Beginn des Buches, dass Sie Oma wird. Nicht das, was sie sich erwünscht hat, aber sie tut ihr Bestes. Ist ihr Sohn.... Als er vor Ihrer Tür steht und darum bittet mit in ihrere kleinen ...

Mona erfährt zu Beginn des Buches, dass Sie Oma wird. Nicht das, was sie sich erwünscht hat, aber sie tut ihr Bestes. Ist ihr Sohn.... Als er vor Ihrer Tür steht und darum bittet mit in ihrere kleinen Stadtwohnung einzuziehen, da ist der Generationskonflikt vorgezeichnet.

Ich habe das Hörbuch innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Es gab keine Längen und viel Erkennungswert. Alma ist die schwangere Lebensgefährtin, die sich bei ihrer Schwiegermutter einnistet. Auf Instagram entwickelt sich Alma zur Insta-Mum und lässt da kein gutes Wort an Mona.

Mona ist zwar ruhig, gemütlich, harmoniebedürftig und zu Beginn geht sie den Konflikten noch aus dem Weg. Bis sie ein Insta-Account bekommt und zur Evilgrandma mutiert. Hier kann sie offen sagen, was sie denkt und was sie nicht mag und genau diese Offenheit bringt er Follower. Führt zu lustigen und traurigen Momenten und am Ende auch zu einem guten Ende.

Das Hörbuch ist ein Buch für zwischendurch, es tut gut, dass mal aus Sicht der Boomer Generation ein recht gut beschriebenes Buch über den Weg zur Oma erzählt wird und es ist so herrlich komisch an vielen Stellen. Ich hatte gefühlt nur Bilder im Kopf und kann es so kurz vor Weihnachten jeden empfehlen. Sie es um mehr Wertschätzung und Dankbarkeit zu zeigen oder sich einfach nur weg zu lachen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

wieder ein Meisterstück an Kommunikation und praktischer Umsetzung

50 Fragen, die das Leben leichter machen
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Karin Kuschik nimmt uns wieder mit. Dieses Mal ist es Fragen, denn mit Fragen startet man gute Konversationen oder man kann Konversationen beenden. Wir sind es gewohnt Fragen zu beantworten, klassisch ...

Karin Kuschik nimmt uns wieder mit. Dieses Mal ist es Fragen, denn mit Fragen startet man gute Konversationen oder man kann Konversationen beenden. Wir sind es gewohnt Fragen zu beantworten, klassisch konditioniert und leider klingt die Thesis sehr einleuchtend.

Das Buch ist also gespickt mit Fragen und Tipps und Tricks. Jede Frage ist in einen lila Kreis hinterlegt. Es folgt eine Geschichte, die Erläuterung warum die Autorin diese Frage in den Moment empfohlen hat und am Ende eine Umwandlung der Frage in weitere Anwendungsgebiete.

Ich hatte oft die Stimme von der Autorin im Kopf oder konnte mir die Geschichte und die Ideen dahinter bildlich vorstellen, mit den Punkt am Ende, dass noch ein Rat gegeben wird, wann die Frage sinnvoll ist, anzuwenden. Ist ein unfassbar wertvoller Schatz.

Für mich ist es aktuell eher so, dass ich mir pro Woche nur eine Frage vornehmen will, denn ich merke nach fünf Fragen, dass mein Kopf zu sehr mit der Verarbeitung beschäftigt ist. Auch das ist für mich ein Zeichen, dass mich die Worte von Karin Kuschik mal wieder erreichen.

Diese Buch ist für jeden zu empfehlen, der sich mit guter Kommunikation auseinandersetzen will.


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