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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

brutaler und actionreicher Agententhriller

Kälter
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Der Agententhriller liest sich sehr zügig, obwohl er umfangreich geschrieben ist. Das Lesetempo wird mit den actionreichen Szenen vorangetrieben, sodass man als Leserin fast durch die Geschichte rast. ...

Der Agententhriller liest sich sehr zügig, obwohl er umfangreich geschrieben ist. Das Lesetempo wird mit den actionreichen Szenen vorangetrieben, sodass man als Leserin fast durch die Geschichte rast. Luzy lebt und arbeitet gemütlich als Dorfpolizistin auf der Insel Amrum, bis ihr idyllisches Leben durch den Mord an einem Kollegen plötzlich aus dem Takt gerät. Sie übernimmt wieder ihre vorherige Identität und die steht in starkem Kontrast zu ihrer aktuellen. Als Leserin muss man konzentriert bleiben, da sehr viele Namen und Schauplätze und Verstrickungen erwähnt werden und dies in flottem Tempo, teilweise überschlagen sich die Ereignisse fast, sodass man inhaltlich mithalten kann. Man switcht auch zwischen unterschiedlichen Schauplätzen hin und her, sodass es immer spannend und anspruchsvoll bleibt. Zudem haben mir die historischen Zusammenhänge und Einflechtungen gut gefallen, dafür hätte die Sprachauswahl an kalten Ausdrucksweisen für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas abgesoftet werden können, wenn es gehäuft und gezielt vorkam. Weniger ist manchmal mehr.

Veröffentlicht am 28.10.2025

Schuld-Unschuld-Dilemma

Schuld
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Der Kriminalroman ist der dritte Teil einer Serie, sodass ich empfehle, die vorigen beiden Teile vorab zu lesen, damit man einfacher in den aktuellen Ermittlungsfall hineinfinden kann und auch mehr Lesespaß ...

Der Kriminalroman ist der dritte Teil einer Serie, sodass ich empfehle, die vorigen beiden Teile vorab zu lesen, damit man einfacher in den aktuellen Ermittlungsfall hineinfinden kann und auch mehr Lesespaß hat, möglich ist es allerdings, den dritten Teil isoliert zu lesen.
Haringer muss einen alten Fall wieder aufnehmen und obwohl er zuerst skeptisch ist, fallen ihm doch so einige Ungereimtheiten auf, die sein Interesse wecken. Ab da läuft er auf Hochtour, obwohl er ansonsten eher ruhig ist. Nachdem noch ein weiterer Mord passiert, ändert sich die Situation. Der Autor beschreibt die Szenen sehr intensiv und kommt ohne grausame oder übertriebene Action- und Gewaltszenen aus, dennoch ist die Spannung hoch und die Stimmung angespannt. Die Fragestellung von Schuld versus Unschuld wird gut in den Raum gestellt und macht einen zentralen Bestandteil des Kriminalromanes aus, das hat mir sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 28.10.2025

gute Freunde, oder?

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Der Thriller beginnt mit einem Treffen von Freunden in einer abgelegenen Location zu einem Krimidinner. Dieses Gedankenspiel hat mir sehr gut gefallen, ein begrenzter Raum ohne Auswegmöglichkeiten, gutes ...

Der Thriller beginnt mit einem Treffen von Freunden in einer abgelegenen Location zu einem Krimidinner. Dieses Gedankenspiel hat mir sehr gut gefallen, ein begrenzter Raum ohne Auswegmöglichkeiten, gutes Essen und viel Alkohol, da wird bestimmt das eine oder andere Geheimnis ans Tageslicht kommen. Der fiktive Kriminalfall ähnelt sehr stark den Personen und dem Geschehen vor fünf Jahren, als ihre gemeinsame Freundin auf einem Festival plötzlich verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Schnell ist klar, dass der oder die Mörderinnen auch unter den heute anwesenden sein muss/müssen. Es wird spannend, denn nun beginnt jede/r jede/n zu verdächtigen und die Ereignisse auf dem Festival werden in kleine Zeitabschnitte aufgeteilt und alle Erinnerungen zusammengetragen. Wer war wann mit wem wo? Welche Erinnerungen trügen oder wer lügt sogar? Schon bald ist die Stimmung mehr als nur angespannt und gereizt und beginnt zu eskalieren. Ob der alte Fall aufgeklärt werden kann oder nicht, möchte ich hier an dieser Stelle nicht verraten, aber es geht hitzig her und viele unbekannte Details werden aufgedeckt. Nach dem Dinner sind die Beziehungen der Freundinnen untereinander nicht mehr wie vorher.

Veröffentlicht am 24.10.2025

Wird der Fall nicht zu komplex?

Bornholmer Geheimnis
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Der Kriminalroman ist der fünfte Teil der Ermittlungsserie mit Sarah Pirol, kann aber unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden. Eine Alterspflegerin wird ermordet aufgefunden, allerdings erscheinen ...

Der Kriminalroman ist der fünfte Teil der Ermittlungsserie mit Sarah Pirol, kann aber unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden. Eine Alterspflegerin wird ermordet aufgefunden, allerdings erscheinen bei genauerer Betrachtung einige Dinge mysteriös. Steckt mehr dahinter? Schon bald wird der Fall komplexer und es gleitet ab in Intrigen und größere Skandale, die untypisch sind für die ansonsten recht beschauliche Insel. Sarah hatte bis jetzt auch noch nie mit so einem kniffeligen und umfangreichen Fall zu tun. Wird ihr das nicht eine Nummer zu groß? Am Ende lassen sich alle offenen Fragen aufklären und es gibt einen runden Abschluss. Die Beschreibung der örtlichen Begebenheiten und die Landschaftsbilder haben mir sehr gut gefallen, diese empfinde ich als schöne Ergänzung zum Ermittlungsfall.

Veröffentlicht am 23.10.2025

Traue niemandem, außer dir selbst

Düsteres Tal
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Der dritte Teil der Reihe mit Clara Lofthus ist im Vergleich zu den beiden Vorgängern noch temporeicher und vollgepackt mit Überraschungsmomenten. Man fühlt sich als Leser*in sofort in die Geschichte hineingezogen ...

Der dritte Teil der Reihe mit Clara Lofthus ist im Vergleich zu den beiden Vorgängern noch temporeicher und vollgepackt mit Überraschungsmomenten. Man fühlt sich als Leser*in sofort in die Geschichte hineingezogen und kommt nicht mehr weg, egal wie viele unglückliche Unfälle rund um Clara passieren. Die Zeit in Nairobi geht dramatisch zu Ende und Clara wird wieder für das Amt als Justizministerin angeworben. Dadurch stehen sie und ihre Familie wieder im Fokus der Medien und es besteht die Gefahr, dass Journalisten, allen voran das neue Podcast-Team in ihrer Vergangenheit wühlen und ungünstige Geschehnisse ausgraben und in Verbindung mit aktuellen bringen. Clara wirkt als Charakter in diesem Teil sehr unnahbar und war mir nicht sympathisch, vor allem auch ihrer Familie gegenüber verhält sie sich respektlos. Alex, der sich um den Haushalt und Claras Söhne kümmert, wird von ihr nicht für voll genommen und tut mir schon ein wenig leid. Da es der abschließende Teil der Serie ist, hatte ich schon etwas höhere Erwartungen, diese werden zum Großteil erfüllt, indem alle vergangenen Fälle abgeschlossen und nochmals kurz erwähnt werden. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war wie sich Clara charakterlich zum Negativen verändert hat. In diesem Teil konnte sie alle Hindernisse und Probleme nur noch mit Morden lösen, das war stark überzogen. Wem kann sie noch vertrauen? Da stimmt der Satz, den ihr Vater ihr mitgegeben hat: „Traue niemandem, außer dir selbst!“