Guter Schreibstil, aber Handlung extrem konstruiert
Fünf FremdeThriller mit einem abgelegenen Setting, begrenzter Personenanzahl und einem alten Geheimnis sind gerade in Mode und dieser hebt sich zu Beginn angenehm von der Masse ab, da er das bekannte Schema durchbricht. ...
Thriller mit einem abgelegenen Setting, begrenzter Personenanzahl und einem alten Geheimnis sind gerade in Mode und dieser hebt sich zu Beginn angenehm von der Masse ab, da er das bekannte Schema durchbricht. Die Titel gebenden fünf Fremden sind nicht von Anfang an klar, sondern werden im Laufe der Handlung erst aufgedeckt. Es gibt Rückblenden und Handlungsstränge außerhalb der Insel und es ist nicht absehbar, wie sich die Handlung entwickeln wird. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die Menge an Perspektivwechseln das Ganze anfangs etwas unübersichtlich machte. Die Charaktere fand ich größtenteils gut gezeichnet, sie sind fundiert, aber nicht alle glaubwürdig, vor allem bei der Auflösung war für mich so manches Verhalten nicht nachvollziehbar. Das Buch hatte ab der Mitte einige Längen, da es streckenweise langatmig und an unwichtigen Stellen zu detailliert war. Mit der Bedrohung durch den Orkan wird die Handlung leider beliebig und ich fand es sehr konstruiert und unglaubwürdig, wie die Personen im Sturm über die Insel irrten und sich abwechselnd in Gefahr begaben. Die Auflösung konnte mich auch nicht überzeugen, sie wirkte sehr forciert und trotz des guten Schreibstils kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben.