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Veröffentlicht am 04.12.2025

Ich fand es toll, meine Enkelkinder nicht so

Der Weihnachtskauz
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ganz ehrlich, dieser kleine Weihnachtskauz hat mich sofort verzaubert. Zack, Liebe auf den ersten Blick! Die Illustrationen von Anika Voigt sind derart zuckersüß, dass ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ganz ehrlich, dieser kleine Weihnachtskauz hat mich sofort verzaubert. Zack, Liebe auf den ersten Blick! Die Illustrationen von Anika Voigt sind derart zuckersüß, dass ich das Buch unbedingt meinen Enkelkindern zeigen wollte. Wenn ein Cover mich so anlacht, habe ich eigentlich schon verloren, dann MUSS ich einfach reinlesen.

🔎 Worum geht’s?

Im Wald herrscht Weihnachtsstimmung, zumindest fast überall. Denn ein Kauz findet all das fröhliche Schmücken, Basteln und Singen eher anstrengend. Miesepetrig wie er ist, bleibt er lieber für sich, obwohl er sich insgeheim wünscht, bei den anderen Tieren dabeizusein. Die Geschichte erzählt in Reimen, wie dieser grummelnde Vogel langsam erkennt, dass man manchmal nur einen kleinen Schubs oder ein großes Fest braucht, um über den eigenen Schatten zu springen.

🧠 Unsere Meinung:

Die Grundidee und die Entwicklung des Kauzes haben mir richtig gut gefallen. Ich hatte zwischendurch sogar echtes Mitleid mit ihm, was zeigt, dass das Buch Empathie wunderbar transportiert und kleine Leser*innen dazu einlädt, über Gefühle nachzudenken.
Aber (jetzt kommt der kleine Wermutstropfen) die Reimform, die eigentlich sprachfördernd sein soll, war für uns nicht immer ideal. Ich selbst kam beim Vorlesen manchmal ins Stocken, weil die Reime nicht ganz so flüssig waren, wie ich es mir gewünscht hätte. Und meine Enkelkinder, sonst echte Buchliebhaber,  griffen nur selten freiwillig zu diesem Titel, warum das Buch jetzt länger hier unrezensiert lag. Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass sobald Weihnachten näher rückt, der kleine Kauz seine Fans hier finden wird. Erfahrungsgemäß liegt das "Nichtdazugreifen" bei uns aber meist daran, dass Reime nicht unbedingt ihre erste Wahl sind.
Trotzdem möchte ich betonen: Das Buch ist liebevoll, warmherzig und wunderschön illustriert. Der Kauz ist so süß-trotzig gezeichnet, dass man ihn am liebsten sofort in eine Decke wickeln und durch die Adventszeit begleiten möchte.

✅️ Fazit:

Ein herziges, empathisches Weihnachtsbilderbuch mit überaus charmanten Illustrationen und einer wichtigen Botschaft, nur leider mit Reimen, die für uns nicht immer rund liefen. Wer gereimte Geschichten mag oder einen kleinen Weihnachtsmuffel zum Schmunzeln bringen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf den Kauz werfen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Thematisch nicht meins

Remain – Was von uns bleibt
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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman
heyne teambloggerportal NicholasSparks MNightShyamalan remain wasvonunsbleibt

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich liebe die Geschichten von Nicholas ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman

heyne

teambloggerportal

NicholasSparks

MNightShyamalan

remain

wasvonunsbleibt

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich liebe die Geschichten von Nicholas Sparks. Viele seiner Romane gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, und auch die Verfilmungen haben mich oft tief berührt. Als ich hörte, dass Remain bereits für eine hochkarätige Verfilmung vorgesehen ist, sogar mit dem Regisseur von The Sixth Sense, war meine Neugier sofort geweckt. Einzig die Andeutung eines übersinnlichen Elements machte mich etwas skeptisch. Dennoch dachte ich, wenn jemand das feinfühlig und emotional umsetzen kann, dann ganz bestimmt Nicholas Sparks.

🔎 Worum geht’s?

Nach dem Tod seiner Schwester sucht Architekt Tate Donovan einen Neuanfang. Sein bester Freund bietet ihm einen Auftrag an, ein Sommerhaus am idyllischen Cape Cod zu entwerfen. Dort begegnet Tate der geheimnisvollen Wren, in deren Bed & Breakfast er unterkommt. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Verbindung, doch Wrens Vergangenheit birgt ein gefährliches Geheimnis, das bald beide in Gefahr bringt.

🧠 Meine Meinung:

Ich hatte große Erwartungen an "Remain"  und wurde leider nicht so überrascht, wie ich es mir erhofft hatte. Nicholas Sparks ist bekannt dafür, starke Emotionen zu wecken. Bei Romanen wie Safe Haven oder The Best of Me saß ich mit offenem Mund und Tränen in den Augen da. Hier jedoch blieb dieses Gefühl leider aus.
Die Geschichte wirkte auf mich wie eine Mischung aus Safe Haven und Ghost – Nachricht von Sam, beides Werke, die ich sehr schätze. Doch diesmal hat mich das übersinnliche Element eher auf Distanz gehalten, als mich hineinzuziehen. Die große Verbindung von Tate und Wren, wovon hier die Rede ist, habe ich ebensowenig gespürt. Der Täter war zu früh absehbar, und der große Überraschungsknall am Ende, den ich von Sparks erwarte, blieb auch aus. Zwar liest sich der Roman gewohnt leicht und flüssig, doch emotional konnte er mich nicht abholen.
Während ich las, hatte ich immer wieder die Sorge, dass die Geschichte das gleiche Ende bekommt, wie Ghost - Nachricht von Sam. Zum Schluss blieb bei mir Enttäuschung zurück, weil ich mir mehr Tiefe und Originalität erhofft hatte. Trotzdem bin ich überzeugt, dass die kommende Verfilmung besser funktionieren wird. Das visuelle Erzählen könnte das Übersinnliche greifbarer machen und vielleicht gelingt es auf der Leinwand, was beim Buch für mich verwehrt blieb.

✅️ Fazit:

Remain ist ein solide geschriebener Roman mit gewohntem Stil, doch das übersinnliche Thema und der Mangel an echten Überraschungen und Emotionen konnten mich nicht überzeugen. Für Sparks-Fans sicherlich interessant, mich persönlich hat er diesmal aber leider nicht gepackt. Die Verfilmung werde ich mir dennoch ansehen, in der Hoffnung, dass sie das Gefühl liefert, das ich im Buch vermisst habe.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Nicht meine Party

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Es vermittelt dieses gemütliche Herbst- und Wintergefühl, dazu eine Tasse Tee, draußen weht der Wind, die Blätter fallen, ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Es vermittelt dieses gemütliche Herbst- und Wintergefühl, dazu eine Tasse Tee, draußen weht der Wind, die Blätter fallen, vielleicht regnet oder schneit es. Ein abgelegenes Herrenhaus, ein Mord und ein Kreis von Verdächtigen.  Das klang für mich nach genau der richtigen Lektüre für die kommende Jahreszeit. Ich hatte Lust auf eine klassische, atmosphärische "Whodunit-Geschichte".

🔎 Worum geht’s?

Die 76-jährige Rosemary MacLaine hat eigentlich mit Aufregung und Gesellschaft abgeschlossen. Kreuzworträtsel und Ruhe, das ist ihre Welt. Doch dann erhält sie eine Einladung zu einer Feier ihrer wohlhabenden Nachbarin Jane, zusammen mit einer unmissverständlichen Warnung:
Wenn sie nicht erscheint, wird ihr dunkelstes Geheimnis enthüllt. Gemeinsam mit ihrer Enkelin Addie nimmt sie widerwillig teil. Im eingeschneiten Herrenhaus treffen sie auf weitere Gäste, die alle etwas zu verbergen haben. Als Jane tot aufgefunden wird, ist klar, der Täter ist unter ihnen und Rosemary und Addie müssen herausfinden, weshalb sie wirklich dort sind, bevor ein weiterer Mord geschieht.

🧠 Meine Meinung:

So vielversprechend der Klappentext und das Setting auch klangen, der Funke wollte bei mir leider nicht so recht überspringen. Die Geschichte zog sich für mein Empfinden etwas, und ich merkte, dass ich immer wieder zu anderen Büchern griff. Das passiert bei mir meist dann, wenn ich mit der Story oder den Figuren nicht richtig warm werde und genau das war hier der Fall.
Zunächst dachte ich, vielleicht liegt es daran, dass die Protagonistin selbst ermittelt. Solche Amateur- oder Hobbydetektivgeschichten sind nicht immer meins. Doch während ich aktuell einen anderen Krimi lese, in dem ebenfalls Laien die Ermittlungen übernehmen, merke ich, daran liegt es gar nicht. Es war vielmehr der fehlende Zugang zu den Charakteren und zur Atmosphäre, die mich nicht richtig in die Geschichte eintauchen ließen.
Was mir dann doch noch gut gefallen hat, war die Auflösung. Ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung, wer der Täter ist  und das zeigt, dass die Autorin gekonnt mit Verdacht und Täuschung spielt. Spannung ist also durchaus vorhanden, auch wenn sie mich emotional nicht erreicht hat.

✅️ Fazit:

Die Einladung von Kelly Mullen bietet ein klassisches Krimi-Setting mit winterlicher Stimmung und einer interessanten Grundidee. Wer Spaß daran hat, selbst mitzurätseln und Verdächtige zu entlarven, wird hier sicherlich gut unterhalten. Für mich persönlich blieb die Geschichte trotz guter Ansätze etwas blass und zog sich zudem zu sehr.
Ein Buch, das viele begeistern könnte, für mich war es diesmal einfach nicht die richtige Party.

2,5 ☆

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Langweilig und anders als erhofft

Eddie Winston sucht die Liebe
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Geschichten über ältere Menschen berühren mich meist auf besondere Weise, weshalb ich gerne zu solchen Büchern greife. Bei Eddie hatte ich das Gefühl, einem Charakter ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Geschichten über ältere Menschen berühren mich meist auf besondere Weise, weshalb ich gerne zu solchen Büchern greife. Bei Eddie hatte ich das Gefühl, einem Charakter zu begegnen, der das Potenzial zum neuen Lieblingsprotagonisten hat.

🔎 Worum geht’s?

Im Mittelpunkt steht Eddie, ein älterer Herr, der als Freiwilliger in einem Second-Hand-Laden arbeitet. Dort begegnet er Bella, einer jungen Frau, die gerade einen schweren Verlust verkraften muss. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Während Bella versucht, ihre Trauer zu verarbeiten, erfährt sie, dass Eddie noch nie seinen ersten Kuss erlebt hat. Mit viel Einfühlungsvermögen setzt sie alles daran, ihn bei der Suche nach seiner längst verloren geglaubten Liebe zu unterstützen. Dabei wird nicht nur Eddies Vergangenheit lebendig, sondern auch Bellas Blick auf die Zukunft verändert.

🧠 Meine Meinung:

Ich war überzeugt, dass diese Geschichte um den alten Eddie, der noch nie geküsst hat, und die junge Bella, die einen schweren Verlust erlitten hat, etwas ganz Besonderes werden könnte. Vielleicht sogar ein Highlight, vielleicht ein neues Lieblingsbuch. Doch leider fehlte mir das Wichtigste, - die Emotionen.
Die Erzählweise wirkte sehr monoton, wodurch ich keinen echten Zugang zu den Figuren fand. Gerade in einem Roman dieser Art wünsche ich mir Gefühle und ich möchte mich in die Charaktere hineinversetzen können. Anfangs schien das noch möglich, doch schon bald geriet ich in eine zähe Erzählschleife, die mich eher ermüdete. Mein einziger Antrieb weiterzulesen, war die Frage, ob Eddie tatsächlich noch einmal die Frau (Bridie/Birdie, egal wie, habe ich sowieso drüber gelesen) wiedersehen würde, die er vor so vielen Jahren liebte.

Bella konnte mich dagegen etwas mehr berühren. Besonders ihre Briefe an Jake waren für mich der emotionalste Teil der Geschichte. Was ich allerdings merkwürdig fand, war die konsequent kleingeschriebene Form darin, obwohl bereits eine andere Schriftart genutzt wurde, um sie hervorzuheben. Das wirkte für mich irritierend und unnötig.
Insgesamt hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Ende war zwar in gewisser Weise überraschend, dennoch konnte es mich auch nicht so bewegen, wie ich es erhofft hatte.

✅️ Fazit:

Eine Geschichte mit einer schönen Grundidee, die jedoch viel an Wirkung verliert. Die Figuren hätten großes Potenzial gehabt, doch die emotionsarme Erzählweise ließ mich zu oft unbeteiligt zurück. Schade, denn ich hatte mir deutlich mehr Tiefgang und Gefühl erhofft.

2,5☆

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Wieder etwas enttäuscht

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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❓️ Warum wollte ich das Buch lesen?

Nach "Der Trip" war ich eigentlich sicher, dass ich erstmal keinen weiteren Strobel lesen würde. Für mich war da die Luft raus. Beim nächsten Buch konnte ich dieser ...

❓️ Warum wollte ich das Buch lesen?

Nach "Der Trip" war ich eigentlich sicher, dass ich erstmal keinen weiteren Strobel lesen würde. Für mich war da die Luft raus. Beim nächsten Buch konnte ich dieser Entscheidung auch treu bleiben, aber Welcome Home hat mich mit seinem Plot sofort wieder gepackt. Ich musste es einfach lesen.

🔎 Worum geht’s?

Ines und Marco ziehen mit ihrer Tochter in ihr Traumhaus, ein Neubeginn voller Hoffnung. Doch schon in der ersten Nacht fühlt sich Ines beobachtet. Ein Schatten im Nachbarhaus, ein schrecklicher Verdacht. Bald wird klar: In „Auf Mons“ lauert der Tod.

🧠 Meine Meinung:

Der Einstieg hat mich zunächst irritiert, der Prolog ließ mich etwas ratlos zurück, was bei Thrillern aber nicht ungewöhnlich ist. Danach kam ich schnell in die Geschichte hinein. Die Siedlung „Auf Mons“ konnte ich mir durch den Lageplan in der Innenklappe gut vorstellen. Dazu kamen atmosphärische Szenen, die mich richtig gepackt haben, wer möchte schon, dass ein Fremder nachts ins Haus eindringt und einen beim Schlafen beobachtet? Gänsehaut pur!

Gerade diese Atmosphäre war für mich ein klarer Pluspunkt. Ich dachte schon, endlich wieder ein richtig guter Strobel nach dem Reinfall mit "Der Trip". Allerdings fiel mir früh auf, dass Beschreibungen im Lageplan nicht immer mit dem Text übereinstimmten. Auch Kleinigkeiten, wie etwa der Wechsel von einem roten Filzpantoffel mit gelber Blume zu einem rosafarbenen Hausschuh, störten mich. Das sind zwar nur Details, aber in der Summe störend.

Der Plot war solide, spannend und stimmungsvoll, doch mir fehlten die „Wow“- oder „Aha“-Momente, die einen Thriller unvergesslich machen. Manche Handlungsabläufe wiederholten sich und wirkten auf mich wenig realistisch,  besonders, was die Reaktionen der Figuren oder die Arbeit von Polizei und Spurensicherung betrifft.

Unterm Strich bietet das Buch gute Ansätze und eine dichte Atmosphäre, doch es fehlte die Raffinesse. Am Ende wartete ich vergeblich auf eine überraschende Wendung.

✅️ Fazit:

Ein Roman, der stark beginnt, aber im Verlauf zu einfach gestrickt ist. Für Gelegenheitsleser*innen oder als Urlaubslektüre durchaus empfehlenswert. Wer aber auf der Suche nach einem packenden Psychothriller mit echtem Überraschungseffekt ist, wird hier vermutlich enttäuscht.

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