Cecilias Lügengeflecht
Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche LeidenschaftCecilia Harcourt macht sich Sorgen um ihren Bruder, der sich in Nordamerika befinden soll. So nimmt sie ihren Mut zusammen und macht sich alleine auf den Weg. Sie besorgt sich einen Platz auf einem Schiff ...
Cecilia Harcourt macht sich Sorgen um ihren Bruder, der sich in Nordamerika befinden soll. So nimmt sie ihren Mut zusammen und macht sich alleine auf den Weg. Sie besorgt sich einen Platz auf einem Schiff und trifft bald im Lazarett ein. Doch statt ihres Bruders findet sie Captain Edward Rokesby vor. Eigentlich darf die junge Frau gar nicht im Lazarett sein, denn der Zutritt ist nur Verwandten gestattet. Um mehr über ihren Bruder zu erfahren, behauptet sie kurzerhand Edwards Frau zu sein. Als Edwards aufwacht und sie erkennt, ist es bereits zu spät für die Wahrheit und so beginnt Cecilias Lügengeflecht.
Schon der erste Band der Reihe gefiel mir gut, wenn ich auch sagen muss, dieser hat mir noch besser gefallen.
Während die Rokesbys und Bridgertons Großfamilien sind, gibt es bei Cecilia nur wenige Menschen in ihrem Leben. Die Sorge um ihren Bruder, der Funke der Verzweiflung und durch die Sitten der damaligen Zeit, kann ihr Lügen absolut verstehen. Sie handelt aus der Not heraus und dass sie sich schuldig fühlt hat sie sympatisch gemacht.
Auch Edward fand ich toll. Wie schwer es für ihn sein muss aufzuwachen und sich an Monate seines Lebens nicht erinnern zu können… So tat es mir jedes Mal leid, wenn er versucht hat sich zu erinnern und es keine Erinnerung gab. Mir gefiel auch wie er mit Cecilia umging.
Der Schauplatz war diesmal etwas ganz anderes als ich es aus Julia Quinns Büchern kannte: New York. Es war interessant zu lesen, wie die Stadt damals war und auch die Schiffe und die Kneipen wurden schön beschrieben. Mit den Briefen an den Kapitelanfängen kam man Cecilia und Edward noch näher. Ich finde die Sitten der damaligen Zeit im Vergleich zu heute immer wieder krass und einen Ausdruck musste ich nachschlagen, weil ich dachte, das kann doch unmöglich das sein. So war die Ehe und alles drum herum wirklich ganz anders als heute. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Autorin nimmt uns mit nach New York und auch der Krieg spielt eine Rolle. Mir hat das Buch wirklich gefallen und ich hab sehr gerne darin gelesen. Die längen, die mich bei Band 1 gestört haben, gab es hier nicht und auch Cecilia und Edward mochte ich sehr gerne. Für mich ein tolles Buch.