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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2022

Schöne Romantic-Escape-Story

Das kleine Café in Kopenhagen
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Kate, Angestellte in einer PR-Agentur, wird bei der anstehenden Beförderung von ihrem Kollegen Josh hinterrücks ausgebootet und sieht eine neue Chance mit der PR-Kampagne für das dänischen Hjem-Kaufhaus.
Dafür ...

Kate, Angestellte in einer PR-Agentur, wird bei der anstehenden Beförderung von ihrem Kollegen Josh hinterrücks ausgebootet und sieht eine neue Chance mit der PR-Kampagne für das dänischen Hjem-Kaufhaus.
Dafür muss sie 6 Journalisten für eine 5-tägige Entdeckungsreise nach Kopenhagen gewinnen, die dort mit dem dänischen „Hygge“ auf Tuchfühlung gehen sollen, um die Briten für die Lebensweise des glücklichsten Volkes auf dem Erdball zu begeistern.
Jedoch gestaltet sich dieses Vorhaben zunächst schwieriger als gedacht.
Kate hat anfangs Mühe, die mitunter sehr egozentrischen Charaktere zusammen zu halten und auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Und dann ist da auch noch Ben, der Wirtschaftsjournalist der zunächst gar keine Lust auf „Hygge“, „Kanelsnegle“ und die gesamte Pressereise hat und in dessen Gegenwart die Luft zu knistern anfängt.
„Das kleine Café in Kopenhagen“ ist das erste Buch aus der Romantic-Escape-Reihe von Julie Caplin.
Die Autorin verfügt über einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil und hat es direkt geschafft, mich in Dänemarks wunderschöne Hauptstadt mitzunehmen und mit ihren detaillierten Beschreibungen gleich ein kleines bisschen Fernweh nach Dänemark auszulösen.
Mit Kate und Ben hat sie zudem zwei sehr sympathische Hauptprotagonisten geschaffen, bei denen es wirklich Spaß macht, die anfänglichen Schlagabtausche und mitzuerleben und dabei zu zuschauen, wie mit der Zeit die Funken zwischen den Beiden sprühen.
Der bunte Strauß an Nebencharakteren, der sich zunächst wie ein Sack voll Flöhe auf Klassenfahrt verhält, wirkt spätestens nach dem ein oder anderen Seelenstriptease nur noch halb so wild und es entwickelt sich eine zunehmend harmonische Gruppendynamik, die bis zum Ende anhält.
Am Schluss hat mich das Buch ein wenig enttäuscht, auch weil die Hauptprotagonistin durchaus mehr Selbstbewusstsein verdient hätte, als die Autorin ihr im Verlauf der Geschichte zugestand.
Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen, das mich an einigen Stellen zum Lachen gebracht hat und mir gleichzeitig Lust auf einen Dänemark-Urlaub bescherte.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Verwirrende Fortsetzung

The Things Gods Break – Schattenverführt
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‼️Enthält Spoiler zu „The Games Gods Play“ ‼️

Nachdem der erste Band für mich ein Jahreshighlight war, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten und war nach dem atemberaubenden Cliffhanger am Ende des ...

‼️Enthält Spoiler zu „The Games Gods Play“ ‼️

Nachdem der erste Band für mich ein Jahreshighlight war, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten und war nach dem atemberaubenden Cliffhanger am Ende des ersten Buches unfassbar gespannt, wie sich die Story rund um Lyra und Hades in diesem Teil nun weiterentwickelt.

Kaum hat Lyra das tödliche Crucible überlebt und Hades ist zum König der Götter aufgestiegen, wurde die Büchse der Pandora geöffnet und die Karten damit neu gemischt. Für Lyra geht nun der Kampf im Tataros weiter. Hier warten die Titanen und weitere Prüfungen. Sie muss Schlösser knacken, um sich selbst und die anderen Eingeschlossenen zu befreien. Doch ist es wirklich das erste Mal, dass sie sich diesen Aufgaben stellen muss?

Gerade die ersten Kapitel fühlen sich stellenweise wie ein zähes Déjà-vu an.
Doch hinter dem sich vermeintlich wiederholenden Handlungsablauf, verbirgt sich in Wahrheit ein komplexes Wechselspiel aus Realität und Illusion, das durch undurchsichtige Zeitreisen ergänzt wird.
So bin ich anfangs genauso ahnungs- und orientierungslos durch die Szenerie gestolpert, wie die Hauptprotagonistin und hätte an dieser Stelle am liebsten das Buch abgebrochen.
Was auch immer sich die Autorin bei der Umsetzung ihrer Idee gedacht hat, ich fand es eher verwirrend als fesselnd. Selbst die wechselnden Erzählperspektiven von Lyra und Hades konnten nicht so recht für Klarheit sorgen. Das änderte sich erst, als ich auf das Hörbuch umgestiegen bin. Ab da hatte ich endlich den nötigen Durchblick, um der Story bis zum Ende zu folgen.

Obwohl Band 2 meinen hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte, werde ich mir die Fortsetzung nicht entgehen lassen. Denn trotz der Kritikpunkte bleibt es spannend, wie sich die Geschichte um die Hauptfiguren weiterentwickelt und wer hier ein falsches Spiel treibt.

Von mir gibt es diesmal nur eine Hörbuchempfehlung - Franziska Trunte und Tim Gössler haben hier echt gute Arbeit geleistet!

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Spicy Christmas

Under the Mistletoe – Die zwangsläufige Zeit der Liebe
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In diesem Buch haben gleich fünf Romance- Autorinnen jeweils eine heiße Geschichte mit weihnachtlichem Setting beigesteuert.

Und es hätte so schön sein können - allein das Cover und der Farbschnitt - ...

In diesem Buch haben gleich fünf Romance- Autorinnen jeweils eine heiße Geschichte mit weihnachtlichem Setting beigesteuert.

Und es hätte so schön sein können - allein das Cover und der Farbschnitt - einfach perfekt und zum Einstieg dann eine richtig cute Story aus der Feder von Ali Hazelwood, die mich auch vom ersten Moment an, vollkommen abholt hat:
Ein Schneesturm sorgt dafür, dass Ärztin Jamie über Weihnachten allein mit dem Bruder ihrer besten Freundin im Haus seiner Familie festsitzt und die Nervensäge von damals sehr bald aus einer anderen Perspektive betrachten wird.
Ja, die Geschichte der beiden hätte für mich gerne das ganze Buch füllen können.
Denn danach ließ meine Begeisterung leider etwas nach. Die Geschichten von Alexis Daria und Alexandria Bellefleur waren noch eher nach meinem Geschmack, im Gegensatz zu denen von Tessa Bailey und Olivia Dade.
Bei so mancher Story kam wenig Winteratmosphäre auf, dafür wurde auf reichlich Spice und die gleichen männlichen Stereotype gesetzt. Hauptsächlich hünenhafte, muskelbepackte Männer mit einer imposanten XXL-Ausstattung, die so oft und explizit erwähnt wurde, damit es auch wirklich die letzte Gehirnzelle verstanden hat.

Trotz gemischter Gefühle möchte ich das Buch auf jeden Fall allen Ali Hazelwood- Fans empfehlen! Wer gerne viel Spice mag, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Grab unter Palmen

The Surf House
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Nachdem Bea nach einem misslungenen Modeljob in Marrakesch das Handtuch wirft und spontan eine Auszeit nehmen möchte, wird sie auf der Straße ausgeraubt und steht plötzlich ohne Geld und Pass da. Ohne ...

Nachdem Bea nach einem misslungenen Modeljob in Marrakesch das Handtuch wirft und spontan eine Auszeit nehmen möchte, wird sie auf der Straße ausgeraubt und steht plötzlich ohne Geld und Pass da. Ohne hat sie keine Chance zurück nach Hause in London zu reisen und nimmt daher dankbar das Angebot von Marnie an, die ihr gegen die Angreifer zur Hilfe gekommen ist.
Zusammen fahren sie Richtung dem kleinen Surfhotel am Strand, das Marnie mit ihrem Freund betreibt und Bea einen Job übernehmen kann.
So verlockend dies alles klingt, merkt Bea spätestens vor Ort, dass die paradiesische Idylle täuscht.
Sie erfährt von Savannah, die vor einiger Zeit auch im Surfhaus gewohnt hat und plötzlich spurlos verschwunden ist. Zudem besteht die Gefahr, dass ein korrupter Polizist einen Vorfall in Marrakesch auffliegen lässt und schlussendlich wird auch noch ein toter Hotelgast am Strand angespült.

Obwohl durchweg eine leicht unterschwelligen Bedrohung zwischen den Zeilen mitschwingt, ist das Buch spannungstechnisch sehr weit von einem Thriller entfernt. So ganz ohne Nervenkitzel und Gänsehautmomente, passt es eher in die Kategorie Spannungsroman. Der liest sich zumindest flüssig und dank gelegentlichem Perspektivwechsel von Bea in der Gegenwart hin zu Savannah in der Vergangenheit. Trotzdem hat mich die Story nicht sonderlich vom Hocker holen können, da hatte ich mehr erwartet.
Ganz okay für zwischendurch, aber für eingefleischte Thrillerfans eher eine Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Zum in die Luft gehen

Atmosphere
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Taylor Jenkins Reid schickt uns LeserInnen wieder in ein neues Universum - Nein, diesmal tatsächlich in DAS Universum! 🚀
🏳️‍🌈
Anfang der 1980er Jahre sind Frauen bei der NASA noch regelrechte Exotinnen ...

Taylor Jenkins Reid schickt uns LeserInnen wieder in ein neues Universum - Nein, diesmal tatsächlich in DAS Universum! 🚀
🏳️‍🌈
Anfang der 1980er Jahre sind Frauen bei der NASA noch regelrechte Exotinnen und trotzdem hat es Joan Goodwin zusammen mit zwei anderen Frauen geschafft und darf in naher Zukunft als Astronautin das Weltall erobern. Sie begegnet ihrer großen Liebe, von der jedoch keiner erfahren darf. Während die Vorbereitungen auf ihre erste Mission laufen, sorgt ihre Schwester Barbara für jede Menge Aufregung, da sie ihre mütterlichen Pflichten für Tochter Frances allzu gerne und spontan auf Joan abwälzt.
🏳️‍🌈
Die Autorin bewegt sich diesmal in dem weiten Kosmos der NASA, über Astronauten, Raumfahrt und geht dabei so tief in die Materie, als wäre sie selbst jahrelang eins der Crew-Mitglieder gewesen. Jedoch war es mir persönlich ein wenig zu viel, deshalb bin ich zeitweise aus Mangel an technischem Verständnis ausgestiegen. Bei der Liebesgeschichte wollte der richtige Funke leider nicht so wirklich überspringen, vor allem das Ende hatte eindeutig an Bodenhaftung verloren - Rosarote Wolken inklusive.
Trotzdem bin ich von emotionalen Ausbrüchen nicht verschont geblieben. Denn Joan kämpft verzweifelt für ihre Nichte Frances, die unter dem Egoismus ihrer eigenen Mutter zu leiden hat und die Frau schafft es wirklich, dass man eine Buchfigur abgrundtief zu hassen beginnt. Für mich der stärkste Part der Geschichte, die mich übrigens sehr an die Biografie der berühmten US-Astronautin Sally Ride erinnert hat.
🏳️‍🌈
Auch wenn mich Taylor Jenkins Reid dieses Mal keine Begeisterungsstürme bei mir auslösen konnte, feiere ich sie dennoch dafür, dass sie sich wieder einmal bewusst für eine queere Hauptprotagonistin entschieden hat!
Von mir gibt es deshalb auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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