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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Spicy Christmas

Under the Mistletoe – Die zwangsläufige Zeit der Liebe
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In diesem Buch haben gleich fünf Romance- Autorinnen jeweils eine heiße Geschichte mit weihnachtlichem Setting beigesteuert.

Und es hätte so schön sein können - allein das Cover und der Farbschnitt - ...

In diesem Buch haben gleich fünf Romance- Autorinnen jeweils eine heiße Geschichte mit weihnachtlichem Setting beigesteuert.

Und es hätte so schön sein können - allein das Cover und der Farbschnitt - einfach perfekt und zum Einstieg dann eine richtig cute Story aus der Feder von Ali Hazelwood, die mich auch vom ersten Moment an, vollkommen abholt hat:
Ein Schneesturm sorgt dafür, dass Ärztin Jamie über Weihnachten allein mit dem Bruder ihrer besten Freundin im Haus seiner Familie festsitzt und die Nervensäge von damals sehr bald aus einer anderen Perspektive betrachten wird.
Ja, die Geschichte der beiden hätte für mich gerne das ganze Buch füllen können.
Denn danach ließ meine Begeisterung leider etwas nach. Die Geschichten von Alexis Daria und Alexandria Bellefleur waren noch eher nach meinem Geschmack, im Gegensatz zu denen von Tessa Bailey und Olivia Dade.
Bei so mancher Story kam wenig Winteratmosphäre auf, dafür wurde auf reichlich Spice und die gleichen männlichen Stereotype gesetzt. Hauptsächlich hünenhafte, muskelbepackte Männer mit einer imposanten XXL-Ausstattung, die so oft und explizit erwähnt wurde, damit es auch wirklich die letzte Gehirnzelle verstanden hat.

Trotz gemischter Gefühle möchte ich das Buch auf jeden Fall allen Ali Hazelwood- Fans empfehlen! Wer gerne viel Spice mag, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Grab unter Palmen

The Surf House
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Nachdem Bea nach einem misslungenen Modeljob in Marrakesch das Handtuch wirft und spontan eine Auszeit nehmen möchte, wird sie auf der Straße ausgeraubt und steht plötzlich ohne Geld und Pass da. Ohne ...

Nachdem Bea nach einem misslungenen Modeljob in Marrakesch das Handtuch wirft und spontan eine Auszeit nehmen möchte, wird sie auf der Straße ausgeraubt und steht plötzlich ohne Geld und Pass da. Ohne hat sie keine Chance zurück nach Hause in London zu reisen und nimmt daher dankbar das Angebot von Marnie an, die ihr gegen die Angreifer zur Hilfe gekommen ist.
Zusammen fahren sie Richtung dem kleinen Surfhotel am Strand, das Marnie mit ihrem Freund betreibt und Bea einen Job übernehmen kann.
So verlockend dies alles klingt, merkt Bea spätestens vor Ort, dass die paradiesische Idylle täuscht.
Sie erfährt von Savannah, die vor einiger Zeit auch im Surfhaus gewohnt hat und plötzlich spurlos verschwunden ist. Zudem besteht die Gefahr, dass ein korrupter Polizist einen Vorfall in Marrakesch auffliegen lässt und schlussendlich wird auch noch ein toter Hotelgast am Strand angespült.

Obwohl durchweg eine leicht unterschwelligen Bedrohung zwischen den Zeilen mitschwingt, ist das Buch spannungstechnisch sehr weit von einem Thriller entfernt. So ganz ohne Nervenkitzel und Gänsehautmomente, passt es eher in die Kategorie Spannungsroman. Der liest sich zumindest flüssig und dank gelegentlichem Perspektivwechsel von Bea in der Gegenwart hin zu Savannah in der Vergangenheit. Trotzdem hat mich die Story nicht sonderlich vom Hocker holen können, da hatte ich mehr erwartet.
Ganz okay für zwischendurch, aber für eingefleischte Thrillerfans eher eine Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Zum in die Luft gehen

Atmosphere
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Taylor Jenkins Reid schickt uns LeserInnen wieder in ein neues Universum - Nein, diesmal tatsächlich in DAS Universum! 🚀
🏳️‍🌈
Anfang der 1980er Jahre sind Frauen bei der NASA noch regelrechte Exotinnen ...

Taylor Jenkins Reid schickt uns LeserInnen wieder in ein neues Universum - Nein, diesmal tatsächlich in DAS Universum! 🚀
🏳️‍🌈
Anfang der 1980er Jahre sind Frauen bei der NASA noch regelrechte Exotinnen und trotzdem hat es Joan Goodwin zusammen mit zwei anderen Frauen geschafft und darf in naher Zukunft als Astronautin das Weltall erobern. Sie begegnet ihrer großen Liebe, von der jedoch keiner erfahren darf. Während die Vorbereitungen auf ihre erste Mission laufen, sorgt ihre Schwester Barbara für jede Menge Aufregung, da sie ihre mütterlichen Pflichten für Tochter Frances allzu gerne und spontan auf Joan abwälzt.
🏳️‍🌈
Die Autorin bewegt sich diesmal in dem weiten Kosmos der NASA, über Astronauten, Raumfahrt und geht dabei so tief in die Materie, als wäre sie selbst jahrelang eins der Crew-Mitglieder gewesen. Jedoch war es mir persönlich ein wenig zu viel, deshalb bin ich zeitweise aus Mangel an technischem Verständnis ausgestiegen. Bei der Liebesgeschichte wollte der richtige Funke leider nicht so wirklich überspringen, vor allem das Ende hatte eindeutig an Bodenhaftung verloren - Rosarote Wolken inklusive.
Trotzdem bin ich von emotionalen Ausbrüchen nicht verschont geblieben. Denn Joan kämpft verzweifelt für ihre Nichte Frances, die unter dem Egoismus ihrer eigenen Mutter zu leiden hat und die Frau schafft es wirklich, dass man eine Buchfigur abgrundtief zu hassen beginnt. Für mich der stärkste Part der Geschichte, die mich übrigens sehr an die Biografie der berühmten US-Astronautin Sally Ride erinnert hat.
🏳️‍🌈
Auch wenn mich Taylor Jenkins Reid dieses Mal keine Begeisterungsstürme bei mir auslösen konnte, feiere ich sie dennoch dafür, dass sie sich wieder einmal bewusst für eine queere Hauptprotagonistin entschieden hat!
Von mir gibt es deshalb auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Teenie-Dramen

The summer we kissed
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Zwischen den beiden besten Freunden Natalia und Ethan herrscht nach einem ereignisreichen Kuss in der Promnacht totale Funkstille.
Bis sich auf dem „Senior Sunrise“ erneut begegnen. Doch anstatt miteinander ...

Zwischen den beiden besten Freunden Natalia und Ethan herrscht nach einem ereignisreichen Kuss in der Promnacht totale Funkstille.
Bis sich auf dem „Senior Sunrise“ erneut begegnen. Doch anstatt miteinander zu reden, offenbaren sie ihre wahren Gefühle lieber in einem Brief an sich selbst, der mitsamt allen anderen Zetteln ihres Abschlussjahrgangs in einem Einmachglas landet. Zumindest bis ein Windstoß einige der Zettel über den Strand fliegen lässt und Natalia und Ethan unter allen Umständen verhindern wollen, dass der jeweils andere
von den brisanten Geheimnissen erfährt.

Obwohl sie sich ohne Worte verstehen, sind sie ihren Gefühlen füreinander vollkommen blind und daher sorgen vor allem die unausgesprochenen Wahrheiten im Verlauf des Buches immer wieder für jede Menge Drama und Missverständnissen zwischen ihnen.
Neben den schönen Summer-Vibes, lebt die Geschichte in erster Linie von reichlich emotionalem Chaos und bringt so die von Unsicherheit und Überforderung geprägte Gefühlswelt von Teenagern im Übergang zum Erwachsenwerden ziemlich authentisch rüber.
Wer also gerne auf eine nostalgisch-emotionale Achterbahnfahrt durch eine sommerliche Teenie-Romanze mit viel Herzschmerz und Friends-to-Lovers-Trope einlassen möchte, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 17.04.2024

Das gewisse Etwas fehlt

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Afghanistanveteran Camden Daniels ist nach seinem Militärdienst unerwartet in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Eigentlich wollte er Alba nie wieder betreten und vor allem ein Aufeinandertreffen mit Sullys ...

Afghanistanveteran Camden Daniels ist nach seinem Militärdienst unerwartet in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Eigentlich wollte er Alba nie wieder betreten und vor allem ein Aufeinandertreffen mit Sullys Verlobter, Willow, vermeiden. Sein an Alzheimer erkrankter Vater hat in um Hilfe bei der Durchsetzung seiner Interessen zurück nach Hause gebeten, kann sich aber bei Camden’s Ankunft schon längst nicht mehr daran erinnern. Stattdessen hat er bei seinem Anblick sofort wieder im Kopf, dass Cam Schuld am Tod seines Bruders Sully trägt und so sorgt die Rückkehr in erster Linie für Skepsis und Gerede unter den Bewohnern der Kleinstadt. Nur Willow scheint sich über das Wiedersehen zu freuen, obwohl er gerade ihr gegenüber fest in einem widersprüchlichen Gefühlschaos steckt.

Die Covergestaltung und Farbschnitt sind wie gewohnt, ein wunderschöner Hingucker und auch die Thematik in der Story geht weit über eine simple Liebesgeschichte hinaus. Es dreht sich neben dem dem Umgang mit Trauer und Verlust, um Kriegserfahrungen und vor allem die Auswirkungen der Alzheimer-Erkrankung und die Patientenverfügung von Camden’s Vater.
Das Ganze wirkt jedoch sehr konstruiert, mit konservativen Moralvorstellungen und bedient dabei vor allem die typisch amerikanischen Kleinstadt-Klischees. Der Hauptprotagonist ist auch hier wieder ein selbstloser, starker Held in Militäruniform, allerdings auch depressiv und mit einem therapiewürdigem Aggressionsproblem, was mich jedoch nicht unbedingt stört.
Auch der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt, locker und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Insgesamt vermisse ich bei diesem Buch aber einfach diese besondere Magie, mit der mich Rebecca Yarros sonst so sehr gefangen nimmt.

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