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Veröffentlicht am 19.04.2024

Popcorn süß-salzig: Eine herrlich selbstironische Liebesgeschichte für Jung und Alt

Popcorn süß-salzig
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Popcorn süß-salzig: Eine herrlich selbstironische Liebesgeschichte für Jung und Alt

Ruby, 16 Jahre alt und selbstironisch bis ins Mark, stolpert ungewollt in eine Liebesgeschichte voller Klischees. Als ...

Popcorn süß-salzig: Eine herrlich selbstironische Liebesgeschichte für Jung und Alt

Ruby, 16 Jahre alt und selbstironisch bis ins Mark, stolpert ungewollt in eine Liebesgeschichte voller Klischees. Als ihr Mitschüler Phil nach seiner Trennung Liebeskummer hat, schmiedet sein bester Freund einen Plan: Ruby soll seine Fake-Freundin spielen. Ruby lehnt ab, doch Phil ist plötzlich wie von ihr besessen und die Klischees einer romantischen Komödie überschlagen sich in ihrem Leben.

Meine Meinung:

"Popcorn süß-salzig" von Lena Hach ist ein Young-Adult-Roman, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. Die Protagonistin Ruby ist herrlich erfrischend und mit ihrer sarkastischen Art einfach zum Lachen. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Gedanken und Gefühle von Teenagern einzufangen und in humorvolle Worte zu packen.

Besonders gut gefällt mir der Schreibstil. Die Kapitel sind kurz und knackig, die Sprache ist locker und leicht zu lesen. Zwischendurch werden immer wieder Erklärungen zu sogenannten "Tropes" (wiederkehrende Muster in Geschichten) eingeflochten, was das Buch auch für Leser interessant macht, die mit dem Begriff noch nicht vertraut sind.

Die Liebesgeschichte zwischen Ruby und Phil ist natürlich voller Klischees, aber genau das macht den Reiz des Buches aus. Die Autorin spielt mit den Erwartungen des Lesers und zeigt, dass selbst die abgedroschensten Geschichten etwas Besonderes sein können.

Fazit:

"Popcorn süß-salzig" ist ein unterhaltsames und kurzweiliges Buch, das nicht nur für junge Leser geeignet ist. Die humorvolle und leichte Art der Autorin macht es zu einem perfekten Lesestoff für zwischendurch.

Empfehlung:

Ich kann "Popcorn süß-salzig" allen weiterempfehlen, die Lust auf eine leichte und humorvolle Liebesgeschichte haben. Das Buch ist perfekt für die Mittagspause, den Strand oder einfach mal zum Abschalten.

Einige meiner Lieblingszitate:

"Deshalb bin ich dafür, dass auf Liebesromanen vorne so ein fetter Aufkleber prangt, ähnlich wie bei Zigarettenschachteln: Wenn Sie das lesen, schaden Sie möglicherweise sich und Ihrem Umfeld. Oder treffender: Der unreflektierte Konsum dieses Erzeugnisses führt zu falschen Erwartungen."

"Wenn man sich zurückerinnert, gibt es immer gute Gründe, die zu einer vermeintlich falschen Entscheidung geführt haben."

"Wichtige Entscheidungen bereut man vielleicht eher mal«, sagt sie. »Aber das macht sie noch lange nicht zu falschen! Denn das nachträgliche Hadern zeigt uns, wohin unsere Reise zukünftig gehen soll. Daran können wir uns orientieren und neu ausrichten. Wahrscheinlich sind am ehesten die Entscheidungen falsch, die man aus Angst gar nicht erst getroffen hat."

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Magie, die durch den Magen geht: Ein Wohlfühl-Abenteuer im Schloss

The House Witch 1
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Wenn der Schneebesen zum Zauberstab wird
Wer bei Fantasy sofort an epische Schlachten und weltzerstörende Flüche denkt, wird von Delemhach Emilie Nikota eines Besseren belehrt. In „The House Witch 1 – ...

Wenn der Schneebesen zum Zauberstab wird
Wer bei Fantasy sofort an epische Schlachten und weltzerstörende Flüche denkt, wird von Delemhach Emilie Nikota eines Besseren belehrt. In „The House Witch 1 – Der Koch des Königs“ tauchen wir in die dampfenden Töpfe der Schlossküche von Daxaria ein. Finlay Ashowan ist kein strahlender Ritter, sondern ein Meister der Kulinarik mit einem pikanten Geheimnis: Er ist eine Haushexe. Seine Magie fließt nicht in Feuerbälle, sondern in das Wohlbefinden derer, die er bekocht.

Der Schreibstil: Federleicht mit kleinen Stolpersteinen
Die Autorin schreibt herrlich unaufgeregt. Die Sätze fließen dahin wie eine perfekt reduzierte Sauce – man gerät sofort in einen Lesefluss, der einen den Alltag vergessen lässt. Der Humor ist trocken und blitzt immer wieder zwischen den Zeilen auf, besonders wenn der eigenwillige Kater Kraken seine Pfoten im Spiel hat. Ein kleiner Wermutstropfen: Gelegentlich verliert sich die Erzählung in etwas langatmigen Szenen, etwa bei den ausufernden Trinkgelagen der Hofgesellschaft, die das Erzähltempo unnötig ausbremsen. Hier hätte eine Prise weniger Salz der Suppe gutgetan.

Die Geschichte: Zwischen Gemütlichkeit und Hofgeflüster
Die Handlung lebt von der Atmosphäre. Es geht weniger um das große politische Beben (auch wenn dieses im Hintergrund leise grollt), sondern um die leisen Töne: Wie Finlay Ordnung in das Küchenchaos bringt, wie er die schroffe Fassade der Adligen Annika durchbricht und wie kleine Gesten der Freundschaft große Kreise ziehen. Es ist „Cozy Fantasy“ im besten Sinne. Man wünscht sich beim Lesen oft mehr Details über die Welt Daxaria, doch der Fokus bleibt fest im Schloss verankert. Das macht das Buch zu einem intimen Kammerspiel, das beweist, dass wahre Stärke oft im Verborgenen – oder eben in einer perfekt abgeschmeckten Suppe – liegt.

Mein Fazit: Ein charmanter Auftakt für alle, die eine Pause von düsterer Action brauchen und lieber in einer Welt versinken möchten, die nach frischen Kräutern und echter Herzlichkeit duftet.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Zwischen Scherben und Scheinwerferlicht – Eine Reise zur eigenen Wahrheit

Where I Owned My Voice
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Mit "Where I Owned my Voice" entführt uns Julia Niederstraßer erneut nach Kiel in das faszinierende "Museum of Broken Hearts". Auch wenn man diesen zweiten Band ohne Vorwissen lesen kann, fühlt sich die ...

Mit "Where I Owned my Voice" entführt uns Julia Niederstraßer erneut nach Kiel in das faszinierende "Museum of Broken Hearts". Auch wenn man diesen zweiten Band ohne Vorwissen lesen kann, fühlt sich die Rückkehr zu diesem besonderen Ort wie ein Nachhausekommen an. Im Fokus steht diesmal Toni, die nach außen hin perfekt funktioniert, deren innere "Social Battery" aber oft gefährlich im roten Bereich flackert.

Der Schreibstil: Emotionaler Tiefgang trifft nordische Brise
Was mich sofort abgeholt hat, ist der feinfühlige und moderne Schreibstil. Die Autorin schafft es, schwere Kost – von chronischen Schmerzen wie Endometriose bis hin zu tiefsitzenden Familientraumata – so unaufgeregt und authentisch in den Fluss der Geschichte einzubauen, dass es niemals belehrend wirkt. Besonders charmant sind die integrierten Chatverläufe und die greifbare Atmosphäre Kiels, die dem Buch eine bodenständige Note verleihen. Man spürt den Wind und den Winterstrand förmlich beim Lesen.

Die Geschichte: Mehr als nur "Grumpy meets Sunshine"
Die Dynamik zwischen der warmherzigen Toni und dem zunächst distanzierten Eventmanager Vince ist das schlagende Herz des Buches. Ihre erste Begegnung beim Speed-Dating ist herrlich schräg, doch die wahre Stärke der Handlung liegt in der langsamen, respektvollen Annäherung. Es ist kein klassischer Liebesroman, der nur an der Oberfläche kratzt. Die Geschichte bohrt tief in die Wunden der Vergangenheit und zeigt, wie schwer es ist, die Erwartungen der Familie abzustreifen, um endlich die eigene Stimme zu finden.

Obwohl die Nebencharaktere und die einzelnen Exponate des Museums diesmal etwas weniger Raum einnehmen als im Auftakt, überzeugt das Buch durch die psychologische Tiefe der beiden Hauptfiguren. Es ist eine ehrliche Hommage an die Verletzlichkeit und den Mut, zu sich selbst zu stehen – mit allen Narben und unperfekten Momenten.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Schatten, Schuppen und soziale Gräben

Royal Houses – Haus der Drachen
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Mit "Royal Houses – Haus der Drachen" entwirft K.A. Linde ein Szenario, das klassische Fantasy-Elemente mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik würzt. Im Zentrum steht Kerrigan, eine junge Frau, ...

Mit "Royal Houses – Haus der Drachen" entwirft K.A. Linde ein Szenario, das klassische Fantasy-Elemente mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik würzt. Im Zentrum steht Kerrigan, eine junge Frau, die aufgrund ihrer gemischten Herkunft – halb Mensch, halb Fae – am Rande einer Elite-Gesellschaft steht, die sie zwar ausbildet, aber niemals vollends akzeptieren will.

Der Schreibstil ist dabei bemerkenswert atmosphärisch. Linde versteht es, die Kontraste zwischen der glitzernden Welt des Adels und den rauen, dreckigen Ecken der „Wastes“ lebendig einzufangen. Die Sprache ist modern und flüssig, was einen schnellen Lesefluss ermöglicht, auch wenn die Autorin das Publikum zu Beginn mit einer massiven Flut an Informationen über Häuser, Hierarchien und Magieregeln konfrontiert. Man wird förmlich ins kalte Wasser der Welt „Alandria“ geworfen, was einerseits spannend ist, andererseits aber eine gewisse Geduld erfordert, bis sich die Puzzleteile zusammenfügen.

Die Geschichte selbst lebt von der Reibung zwischen den Charakteren. Das Drachenturnier dient als glühende Kulisse, doch die wahre Spannung entsteht durch die Dynamik zwischen Kerrigan und dem düsteren Prinzen Fordham. Während Kerrigan als kämpferische Identifikationsfigur überzeugt, bleibt Fordham lange ein Mysterium mit Ecken und Kanten. Ein kleiner Wermutstropfen: Wer auf epische Drachenschlachten am laufenden Band hofft, könnte enttäuscht werden, da die geflügelten Wesen eher als begehrte Statussymbole im Hintergrund fungieren. Dennoch überzeugt der Auftakt durch seine emotionale Tiefe und die drängende Frage nach Selbstbestimmung in einem System aus Unterdrückung. Ein vielversprechender Start, der Lust auf mehr Antworten macht.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Hinter den Kulissen sprühen die Funken: Eine Geschichte über Neuanfang und Schlagabtausch

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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💖 Mehr als nur ein Morning-Show-Flirt
Dieses Buch hat mich auf eine wirklich schöne Art überrascht und mich mit seiner Geschichte schnell in seinen Bann gezogen. Schon nach wenigen Kapiteln war klar: Mornings ...

💖 Mehr als nur ein Morning-Show-Flirt
Dieses Buch hat mich auf eine wirklich schöne Art überrascht und mich mit seiner Geschichte schnell in seinen Bann gezogen. Schon nach wenigen Kapiteln war klar: Mornings in Boston ist keine reine Routine-Romanze, sondern eine tiefgründige und gleichzeitig leichte Erzählung, die ich kaum aus der Hand legen konnte.

Im Zentrum steht Penelope Sanderson, die nach einem schweren Verlust in Boston einen Neuanfang sucht. Sie landet ausgerechnet als Moderatorin in einer beliebten TV-Sendung, wo sie mit Connor Kingsley, dem charmanten Quotenliebling, aneinandergerät. Was als kleiner, öffentlicher Wettstreit beginnt, entwickelt sich behutsam zu einer echten, intensiven Verbindung.

Anna Lane schafft es wunderbar, ernste Themen wie Trauer und Schuldgefühle in die Handlung einzubetten, ohne dass die Stimmung jemals zu düster wird. Die Erzählung behält eine besondere Leichtigkeit und Wärme. Die Dynamik zwischen Penelope und Connor ist dabei das Herzstück: ein Schlagabtausch voller Witz, neckischer Spitzen und einer deutlich spürbaren Chemie.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sehr gegenwärtig und liest sich angenehm leicht. Er schafft es, in den Dialogen pointiert und humorvoll zu sein, während er in den leiseren Momenten wirklich berührt und die Gefühle der Figuren ehrlich transportiert. Man taucht schnell in die Welt der Morningshow ein: der Live-Stress, die Ambitionen hinter der Kamera, die Konkurrenz.

Anfangs hatte ich zwar etwas Schwierigkeiten, richtig in Connor hineinzusehen – er gibt lange den typischen Grumpy, den man am liebsten schütteln möchte. Doch je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr zeigt sich, was wirklich hinter seiner Fassade steckt. Penelope ist dabei eine unglaublich glaubwürdige und sympathische Figur, deren emotionalen Weg man einfach mitgehen muss.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich lediglich, dass die Stadt Boston selbst etwas blass bleibt. Das Setting der Fernsehproduktion ist stark, aber von der Atmosphäre der Stadt selbst hätte ich mir noch mehr gewünscht.

Fazit: Eine emotionale Slow-Burn-Romance mit toll ausgearbeiteten Hauptfiguren, einem lebendigen Setting und einem Schreibstil, der fesselt und erwärmt. Für Fans von Enemies-to-Lovers mit emotionaler Tiefe absolut zu empfehlen!

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