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krimi_und_so

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2022

Sehr guter Thriller

Kaltherz
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Kaltherz ist nach „Ausweglos“ der zweite von Henri Faber der im dtv Verlag erschienen ist.

Inhalt
Kim Lanski hat es geschafft aus ziemlich jeder Abteilung der Münchner Polizei zu fliegen. Doch ihr alter ...

Kaltherz ist nach „Ausweglos“ der zweite von Henri Faber der im dtv Verlag erschienen ist.

Inhalt
Kim Lanski hat es geschafft aus ziemlich jeder Abteilung der Münchner Polizei zu fliegen. Doch ihr alter Jugendfreund, Kriminalhauptkommissar Theo Rizzi, holt sie in sein Team der Vermisstenabteilung. Dort stößt sie auf den Fall der verschwundenen fünf jährigen Marie Lipmann. Während ihrer Ermittlungen sieht sie sich immer wieder mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Meinung
Mit Kaltherz hat Henri Faber einen erstklassigen Thriller geschrieben. Von der ersten Seite an wird man direkt in die Geschichte hineingezogen. Dabei schreibt Faber aus der Sicht eines jeden einzelnen Protagonisten, so dass man immer mitten in der Handlung ist. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und es fiel mir schwer es aus der Hand zu legen. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie hättest du gehandelt. Man macht sich Gedanken über den Täter. Fühlt mit und hasst mit. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine dramatische Wendung und alles ist ganz anders.

Fazit
Für Thriller Fans ein absolutes muss. Henri Faber hat es geschafft einen herausragenden Thriller ohne viel Blutvergießen zu schreiben. Für mich schon jetzt ein Highlight des Jahres.
Jeder Satz in diesem Buch ist es wert gelesen zu werden.

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Sehr guter Auftakt der Trilogie

City on Fire
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City on Fire

Inhalt
Danny, Terri, Jimmy und Angie Mac, Pat und Sheila Murphy, dazu Liam Murphy sind alle im gleichen Viertel in Providence aufgewachsen. Und noch eins haben sie gemeinsam sie gehören ...

City on Fire

Inhalt
Danny, Terri, Jimmy und Angie Mac, Pat und Sheila Murphy, dazu Liam Murphy sind alle im gleichen Viertel in Providence aufgewachsen. Und noch eins haben sie gemeinsam sie gehören zum Irischen Teil der Mafia von Providence. Seit einer Generation herrscht Frieden mit dem italienischen Teil der Mafia. Die Geschäfte sind untereinander aufgeteilt und alles geht seinen Gang. Doch dann begeht Liam Murphy einen folgenschweren Fehler und alte Gräben brechen wieder auf. Der Krieg zwischen den Clans beginnt.

Meinung
Mit City on Fire hat Don Winslow einen sehr guten Auftakt zu seiner neuen Trilogie geschrieben. Die Geschichte um Danny Ryan und seine Freunde ist sehr flüssig zu lesen. Wer allerdings einen High Speed Thriller erwartet wird enttäuscht sein. Don Winslow geht in seinem Buch sehr gut auf die einzelnen Personen ein. Beschreibt ihre Hintergründe und Beziehungen zueinander bis ins kleinste Detail. So ist das Buch für mich nicht wirklich ein Thriller sondern mehr eine sehr gut erzählte Mafia Geschichte. Was mir am Buch selbst auch sehr gefällt ist das recht schlicht gehaltene Cover In dunklen Grau und Gold. Auch die Unterteilung des Buches in seine drei Teile mit doppelseitigem Schwarz/Weiß Bild lässt das Buch sehr hochwertig erscheinen.
Schön ist auch der Ausblick auf den zweiten Band „City of Dreams“ der 2023 erscheinen wird. (Die ersten beiden Kapitel gibt es als kleinen Vorgeschmack wie es weiter geht)

Fazit
Ein wirklich gelungener erster Band der neuen Trilogie von Don Winslow. Besonders für Fans von gut geschriebenen Mafia Geschichten.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Toller Thriller

Mit kalter Hand
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Auf einem Reiterhof am Berliner Stadtrand werden mehrere Tiere grausam getötet. Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao wird Teil einer Sonderkommission, die den berüchtigten „Pferderipper von Lübars“ jagt.
Kurz ...

Auf einem Reiterhof am Berliner Stadtrand werden mehrere Tiere grausam getötet. Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao wird Teil einer Sonderkommission, die den berüchtigten „Pferderipper von Lübars“ jagt.
Kurz darauf findet ein Hund im Spandauer Forst einen abgetrennten menschlichen Fuß. Bei der Durchsuchung des Waldgebiets stoßen die Ermittler auf weitere Leichenteile. Bei weiteren Untersuchungen kommt der Verdacht auf dass der Täters früher auch Tiere gequält hat.
Für Yao und ihr Team beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um den Fall aufzuklären, bevor der Mörder erneut zuschlägt.
——
Bereits zum dritten Mal hat mich Michael Tsokos in die Welt der Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao entführt. Mit kalter Hand heißt sein neuester Thriller und er ist gewohnt flüssig und abwechslungsreich geschrieben. Neben der spannenden Geschichte hat mich vor allem wieder das Fachwissen von Dr. Michael Tsokos fasziniert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie er forensische Details realistisch und teilweise beklemmend in seine Bücher einfließen lässt.
Durch die schnellen Szenenwechsel, jeweils gekennzeichnet durch Ort, Datum und Uhrzeit, entsteht keine Langeweile, und die Spannung wird über das gesamte Buch hinweg aufrechterhalten. Besonders interessant war für mich die Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen oder unabhängig voneinander stehen. Zum Ende hin spitzt sich die Geschichte dramatisch zu und löst die offenen Fragen sehr gut auf.
Da die Fälle in Tsokos’ Büchern stets auf wahren Begebenheiten beruhen, fand ich es erneut erschreckend, zu welchen Taten Menschen fähig sind. Die Abgründe, in die der Täter vordringt, haben mich erschaudern lassen.

Fazit
Wie schon die beiden Vorgänger Mit kalter Präzision und Mit kaltem Kalkül hat mich auch Mit kalter Hand sehr gut unterhalten. Ich hoffe, dass noch weitere Teile der Reihe erscheinen, auch wenn Michael Tsokos angedeutet hat, mit dem Schreiben aufhören zu wollen.
Ich finde es immer wieder bemerkenswert, welche Leistungen Menschen in Berufen wie der Rechtsmedizin erbringen, für mich wäre das nichts.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Sehr ruhiger Thriller

Himmelerdenblau
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Vor zwanzig Jahren verschwand die sechzehnjährige Julie spurlos. Nun rollen Liv und Phil in ihrem True-Crime-Podcast den ungelösten Fall neu auf. Im Mittelpunkt stehen Julies damaliger Freund Daniel, ihre ...

Vor zwanzig Jahren verschwand die sechzehnjährige Julie spurlos. Nun rollen Liv und Phil in ihrem True-Crime-Podcast den ungelösten Fall neu auf. Im Mittelpunkt stehen Julies damaliger Freund Daniel, ihre Schwester Sophia und ihr Vater Theo, der inzwischen an Demenz leidet und dessen Erinnerungen immer mehr verschwimmen. Zwischen Familiengeheimnissen, Verdächtigungen und bruchstückhaften Rückblicken entfaltet sich langsam die Frage: Was geschah wirklich damals, und welche Wahrheit liegt noch im Verborgenen?

„Himmelerdenblau“ ist der neueste Thriller der Bestsellerautorin Romy Hausmann und gleichzeitig ein Buch, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Denn Romy Hausmann steht für mich immer für gute Unterhaltung.
Gleich vorneweg: Als Thriller würde ich dieses Buch nicht bezeichnen. Für mich war es eher ein Drama mit Krimi- bzw. Thriller-Elementen. Aber das fand ich gar nicht schlecht, im Gegenteil. Durch die eindrucksvolle Charakterdarstellung von Theo und seiner fortschreitenden Demenz habe ich das gesamte Buch mit ihm mitgelitten und mich gefragt, ob Theo jemals die ganze Wahrheit über Julies Verschwinden erfahren wird.

Das Buch ist sehr ruhig aufgebaut und flüssig zu lesen, wobei ich anfangs etwas Zeit benötigt habe, alle Charaktere richtig einzuordnen. Diese sind jedoch sehr gut gezeichnet und verbergen das ein oder andere Geheimnis. Besonders Julies Ex-Freund Daniel gab mir so manches Rätsel auf. Doch je weiter ich im Buch vorankam, desto mehr meiner Fragen wurden gelüftet.

Fazit
„Himmelerdenblau“ ist ein Buch, bei dem man sich im Vorhinein im Klaren sein sollte, was einen erwartet: kein Highspeed-Thriller, sondern ein Roman, der vor allem durch seine Charaktere und den einfühlsamen Schreibstil im Zusammenhang mit dem Thema Demenz überzeugt.
Meine Wertung fällt etwas zwiespältig aus. Würde ich es als reinen Thriller betrachten, wären es wohl nur 3 Sterne. Aber da ich gut unterhalten wurde und mir sowohl der Inhalt als auch der Aufbau des Buches sehr gefallen haben, gebe ich 4,5 ⭐️.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Toller Krimi aus Schweden

Eisenblume
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Das alte psychiatrische Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde ist inzwischen zu einem begehrten Lost Place geworden. Um mehr über das Krankenhaus und seine Geheimnisse herauszufinden, bittet Emilia Jakob darum, ...

Das alte psychiatrische Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde ist inzwischen zu einem begehrten Lost Place geworden. Um mehr über das Krankenhaus und seine Geheimnisse herauszufinden, bittet Emilia Jakob darum, ihr dieses Haus zu zeigen. Dort soll sich der Geschichte nach ab und zu eine vor Jahren ermordete Frau zeigen. Doch anstatt eines Gespenstes entdecken die beiden eine Leiche. Frederika Storm und Henry Calment beginnen zu ermitteln und erleben eine Überraschung.
——
„Eisenblume“ ist nach „Eisvogel“ der zweite Band von Frida Skybäcks Krimireihe um Frederika Storm und ihren Partner Henry Calment. Der Krimi hat, wie es typisch für skandinavische Krimis ist, einen eher ruhigen, aber sehr guten Spannungsaufbau. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und vermittelt sehr gut die düstere Atmosphäre, die in der Vergangenheit im Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde geherrscht hat. Dies ist ein Punkt, den ich immer großartig finde, wenn sich düstere Originalschauplätze nahtlos in die Story einfügen. Frida Skybäck hat das hervorragend geschafft und einen spannenden Fall um die verschwundenen Jugendlichen gestrickt.

Neben den beiden Hauptprotagonisten Frederika und Henry gibt es mit Helmi und Blitz wieder ein super sympathisches Team. Besonders Blitz hat es mir dabei angetan.
Die Nebenhandlung um Frederikas verschwundene Mutter hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie bot eine willkommene Abwechslung zu den Ermittlungen und schuf einen roten Faden, der vom vorherigen Buch bis zum kommenden Band der Reihe zieht.

Fazit:

Da ich „Schwarzvogel“ letztes Jahr leider nicht gelesen habe, war „Eisenblume“ mein erster Ausflug in diese Reihe. Und ich muss sagen, Frida Skybäck hat mich sehr positiv überrascht. „Eisenblume“ ist ein fesselnder Krimi mit einem tollen Setting und einer interessanten Geschichte, der mich bestens unterhalten hat. Ich kann ihn allen Fans skandinavischer Krimiliteratur wärmstens empfehlen.

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