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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Nichts ist, wie es scheint

Happy Head
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Hundert Jugendliche werden einem mehrtägigen Förderprogramm zugelost, bei dem es darum geht, die jungen Menschen wieder glücklicher zu machen und ihre Grenzen auszutesten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm ...

Hundert Jugendliche werden einem mehrtägigen Förderprogramm zugelost, bei dem es darum geht, die jungen Menschen wieder glücklicher zu machen und ihre Grenzen auszutesten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, es passiert immer wieder etwas Neues. Von Beginn, als der Protagonist Seb zu dieser Fördereinrichtung kam, hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch. Der Autor versteht es, die Spannung nach und nach zu steigern, bis man das Buch in der zweiten Hälfte gar nicht aus der Hand legen kann. Augenscheinlich geht es um die Verbesserung und Testung verschiedener Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit, doch unter der Oberfläche brodelt so viel mehr.
Auch die anderen Figuren sind interessant gestaltet, jede mit seinen Eigenheiten. So hat sich Finn als Systembrecher sehr spannend lesen lassen. Bis zum Ende wird nicht richtig klar, wer „gut und böse“ ist, insofern man hier überhaupt so schwarzweiß denken kann. Es kommt zum Showdown, wobei aber einige Fragen offenbleiben und mich, dass Ende unbefriedigt zurücklässt, sodass sich mir dringlichst eine Fortsetzung wünsche. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Witzig und charmant

Mixed-up First Love 01
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Als der junge Aoki sich von seiner Mitschülerin und gleichzeitig heimlichen Schwarm ein Radiergummi leiht, fällt es wenig später dem netten Ida vor die Füße. Für Aoki ist die Situation peinlich, denn Ida ...

Als der junge Aoki sich von seiner Mitschülerin und gleichzeitig heimlichen Schwarm ein Radiergummi leiht, fällt es wenig später dem netten Ida vor die Füße. Für Aoki ist die Situation peinlich, denn Ida sieht seinen Namen mit einem Herz auf dem Radiergummi und denkt, Aoki hätte dies geschrieben…
Bei dieser Geschichte bahnt sich eine typische Dreiecksbeziehung an, die mit einem besonderen Charme aufgepeppt wird. Alle drei Figuren Aoki, Ida und Hashimoto waren mir von Beginn an sympathisch. Während Ida höflich und nett agiert, manövriert sich Aoki von einer missverständlichen Situation in die nächste. Mein persönliches Highlight hierbei waren die witzig gezeichnete Mimik und Gestik. Generell stehen bei dem Zeichenstil hauptsächlich die Figuren im Vordergrund, das Setting wird eher selten gezeigt.
Es lässt sich zwar schnell erahnen, worauf die Geschichte hinausläuft, dennoch ist sie lesenswert.

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Abtauchen in einer andere Welt

Die versteckte Apotheke
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen begleitet der Leser Nella im 18. Jahrhundert, die in ihrer Apotheke Heilkräuter und Gifte zusammenmischt, zum anderen Clarence in der Gegenwart, ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen begleitet der Leser Nella im 18. Jahrhundert, die in ihrer Apotheke Heilkräuter und Gifte zusammenmischt, zum anderen Clarence in der Gegenwart, die ihren zehnten Hochzeitstag nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Mann alleine in London verbringt. Die beiden Frauen haben mich mit ihrer Charakterstärke überzeugen können. Sie sind aufopferungsvoll und sorgen sich um andere, gehen aber dennoch ihren Weg.
Beide Ebenen werden von der Autorin geschickt miteinander verwoben und weisen Parallelen auf. Mir persönlich hat die Vergangenheitserzählung besser gefallen, da ich hier das Gefühl hatte, in eine ganz andere Welt abtauchen zu können. Nichts ist hier so, wie es auf den ersten Blick scheint. Dahingegen waren Clarence Parts recht vorhersehbar.
Die Worldbuilding hat zu dem Sog beigetragen, da ich durch die bildhaften Beschreibungen einen Film vor Augen ablaufen hatte. Alles in allem eine Geschichte, die man gelesen haben sollte.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Sprachgewaltig

House of the Beast
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House of the Beast ist ein atmosphärisch dichtes Fantasy-Debüt, das sehr düster daherkommt. Alma, eine junge Frau, die als uneheliches Kind von ihrem Vater verleugnet und später in die Gewalt des Hauses ...

House of the Beast ist ein atmosphärisch dichtes Fantasy-Debüt, das sehr düster daherkommt. Alma, eine junge Frau, die als uneheliches Kind von ihrem Vater verleugnet und später in die Gewalt des Hauses Avera gezogen wird, erbringt als Opfer für die Rettung ihrer Mutter einen Arm. Sie bindet sich an das „Dread Beast“, einen mächtigen Gott…
Die Autorin spart nicht an grausamen, gewalttätigen Szenen. Gewalt steht hier an der Tagesordnung. So sind auch Rache, Macht und dessen Missbrauch zentrale Motive der Geschichte, in der sich Alma wacker schlägt. Es liest sich sprachgewaltig und doch sehr eindrücklich, sodass ich regelrecht mit Alma mitfühlen musste.
Auch das Worldbuiding ist gut gelungen. Die Welt der vier adligen Häuser, die in Ritualen mit Göttern verbunden sind, macht auf mich einen kühlen, düsteren Eindruck, passend zu den ambivalenten Handlungen der Charaktere. Die Geschichte verlief die ganze Zeit temporeich, allerdings blieb die ganz große Überraschung am Ende aus.
Fazit: Diesen Fantasytitel lege ich allen ans Herz, die auch mal auf Romance verzichten können und sich stattdessen in eine düstere Welt voller Grausamkeiten begeben wollen, in der sie sich nicht mehr sicher fühlen.

Veröffentlicht am 10.11.2025

Ungewöhnliches Leseerlebnis

House of Rayne
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Nachdem Salem vor dem Altar alleingelassen wurde, ergreift sie die Flucht auf die abgelegene Insel Blackridge. Doch dort erwartet sie die attraktive Eigentümerin des Bed and Breakfast. Rayne übt eine unfassbare ...

Nachdem Salem vor dem Altar alleingelassen wurde, ergreift sie die Flucht auf die abgelegene Insel Blackridge. Doch dort erwartet sie die attraktive Eigentümerin des Bed and Breakfast. Rayne übt eine unfassbare Anziehungskraft auf sie aus.
Wer hier eine nette Liebesgeschichte erwartet, ist an der falschen Adresse. Die Autorin schreibt wirklich dunkle Dark-Romance zwischen zwei Frauen gepaart mit Horrorelementen. Harley Laroux nimmt sich viel Zeit, detailgetreu zu erzählen und die Geschichte für den Leser „erlebbar“ zu machen.
Erlebbar wird die Geschichte auch dadurch, dass abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Frauen erzählt wird. So erfährt man viel von dem Innenleben der Hauptfiguren. Bemerkenswert ist auch, wie die Autorin die Räume nutzt. Sie stehen metaphorisch auch für Selbsterkenntnis, da die Figuren ständig mit sich selbst konfrontiert werden. Daraus resultiert die starke Charakterentwicklung eben beider Frauen.
Die Fülle an spicy Szenen muss man mögen, allerdings ist es meiner Meinung nach hier gelungen, trotzdem eine tiefgehende Geschichte zu erzählen. Mir hätte ein geringeres Maß davon auch gereicht.
Insgesamt ist die Mischung aus Dark Romance mit Horrorelementen gut bei mir angekommen, für ein Highlight hat der letzte Funke allerdings gefehlt.