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Veröffentlicht am 13.11.2025

Weil wir es uns versprochen haben

Weil wir es uns versprochen haben
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Worum geht es?: Kierra Hughes ist alles andere als glücklich, wie ihr Leben verlaufen ist, und sucht verzweifelt einen Ausweg für sich und ihre Tochter. Aber als sie auf einer Dinnerparty plötzlich Gabriel ...

Worum geht es?: Kierra Hughes ist alles andere als glücklich, wie ihr Leben verlaufen ist, und sucht verzweifelt einen Ausweg für sich und ihre Tochter. Aber als sie auf einer Dinnerparty plötzlich Gabriel Sinclair wieder gegenübersteht, wird sie augenblicklich von ihrer Vergangenheit eingeholt. Gabriel, ihre erste große Liebe und der Mann, mit dem sie ihre schönsten Momente teilte. Die Gefühle von damals sind sofort zurück, und sich von ihm fernzuhalten scheint unmöglich - zu groß ist Kierras Sehnsucht nach einer Zukunft, in der sie doch noch zusammenfinden könnten. Aber Gabriel hatte einen Unfall und kann sich weder an Kierra, noch an ihre gemeinsame Zeit erinnern ...

Das Cover: Das Cover fügt sich harmonisch in die typische Gestaltung von Brittainy Cherrys Romanen ein: romantisch, atmosphärisch und mit einem Hauch Melancholie. Es spiegelt die emotionale Tiefe der Handlung wider und weckt sofort die Erwartung einer gefühlvollen Liebesgeschichte.

Der Schreibstil: Brittainy Cherry erzählt die Geschichte überwiegend aus der Ich-Perspektive von Kierra, wodurch die Leserinnen und Leser einen sehr unmittelbaren Zugang zu ihren Gefühlen und Gedanken erhalten. Ergänzt wird dies durch wenige Kapitel aus Gabriels Sicht, die zusätzliche Tiefe verleihen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt für eine dichte Atmosphäre und verstärkt die emotionale Intensität der Handlung. Der Stil ist insgesamt sehr gefühlvoll, dramatisch und von einer tragischen Schönheit geprägt. Allerdings bleibt die Handlung ohne größere Überraschungen, sodass die Entwicklung der Geschichte recht vorhersehbar wirkt.

Die Hauptfiguren: Kierra Hughes wird als starke und selbstbewusste Frau dargestellt, die trotz ihres Berufs als Psychologin mit sich selbst nicht im Reinen ist. Ihre Verletzlichkeit macht sie nahbar, und man wünscht ihr während der gesamten Handlung ein glückliches Ende – besonders nach Gabriels Unfall in jungen Jahren.

Gabriel Sinclair erscheint dagegen fast wie ein Ritter in schimmernder Rüstung: loyal, beschützend und nahezu perfekt. Gerade diese Perfektion lässt ihn stellenweise etwas unrealistisch wirken, da ihm die Ecken und Kanten fehlen, die eine Figur lebendig machen.

Henry, der als Kierras Ehemann, Geschäftsmann und Gegenspieler eingeführt wird, bleibt dagegen blass. Er wird als fieser Bösewicht dargestellt, doch seine Beweggründe bleiben unklar, sodass seine Rolle wenig nachvollziehbar erscheint.

Endfazit: „Weil wir es uns versprochen haben“ ist ein gefühlvoller, tragischer Liebesroman, der Fans von Brittainy Cherry zweifellos berühren wird. Die Geschichte lebt von intensiven Emotionen und der Frage nach zweiten Chancen, auch wenn die Handlung vorhersehbar bleibt und manche Figuren zu stereotyp gezeichnet sind. Ein fast perfektes Werk, das durch seine emotionale Wucht überzeugt, auch wenn es an erzählerischer Überraschung und Figurenkomplexität mangelt.

Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Punk 57

Punk 57
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Worum geht es?: Misha und Ryen sind Brieffreunde. Sie haben sich über Jahre hinweg all ihre Geheimnisse, Sorgen und Wünsche anvertraut – und sie haben drei Regeln: kein Kontakt im echten Leben, keine sozialen ...

Worum geht es?: Misha und Ryen sind Brieffreunde. Sie haben sich über Jahre hinweg all ihre Geheimnisse, Sorgen und Wünsche anvertraut – und sie haben drei Regeln: kein Kontakt im echten Leben, keine sozialen Medien und keine Bilder. Denn das, was sie miteinander haben, ist perfekt. Warum es also ruinieren? Als Misha sich dennoch über die Abmachung hinwegsetzt und Ryen aufsucht, steht vor ihm nicht die nerdige Außenseiterin mit Brille und Gedichtbänden im Rucksack, für die er sie hielt, sondern eine fiese Cheerleaderin, die den anderen Schülern das Leben zur Hölle macht. Misha ist schockiert, enttäuscht, wütend, und er hasst Ryen sofort – leidenschaftlich!

Das Cover: Ich möchte ehrlich sein: Als ich das Buch immer wieder in der Buchhandlung meines Vertrauens in der Rubrik „Dark Romance“ gesehen habe, dachte ich, sie hätten sich vertan. Für mich sieht das Cover nicht nach Erwachsenenliteratur, sondern eher nach einem Jugendbuch aus. Klar, das Cover passt perfekt zur Handlung – aber trotzdem führt es in die Irre.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Misha und Ryen erzählt, wobei die meisten Kapitel aus Ryens Sicht geschrieben sind. Der Schreibstil von Penelope Douglas ist etwas Besonderes. Die Autorin schafft es, schonungslos ehrlich zu schreiben, den Leser zu schockieren und gleichzeitig zu fesseln. Ihr Stil ist einfach grandios. Allerdings waren mir gerade die Hasstiraden zwischen Ryen und Misha stellenweise zu viel. Ich habe mich oft gefragt, ob es moralisch vertretbar ist, so etwas zu lesen – es ist einfach extrem toxisch. Als Leserin, die genug von toxischen Beziehungen hat, kann ich nur abraten, wenn man dafür empfindlich ist. Das Ende war jedoch wirklich toll. Die Autorin hat es geschafft, sowohl Misha als auch Ryen wachsen zu lassen. Beide durchlaufen eine beeindruckende Entwicklung.

Die Hauptfiguren: Ryen ist ein junges Mädchen, das seit der Grundschule eine Brieffreundschaft mit Misha pflegt. Privat haben sich die beiden jedoch noch nie getroffen. Nur bei Misha kann Ryen sie selbst sein – im echten Leben gibt sie sich ganz anders. In der Schule ist sie als größte Zicke bekannt und lässt einen Jungen nach dem anderen abblitzen. Selbst in ihrem Freundeskreis wird gelästert, und Ryen fühlt sich leer. Um Aufmerksamkeit zu bekommen, zieht sie eine Mauer um sich und zeigt niemandem ihr wahres Ich. Gerade mit Ryen hatte ich große Schwierigkeiten. Ihre Hänseleien waren teilweise wirklich unter aller Würde. Dass niemand den Mund aufgemacht hat – einfach schrecklich. Erst mit der Zeit bin ich mit ihr warm geworden. Im Grunde ist sie eine gebrochene Seele, die nach Liebe und Anerkennung sucht. Ihre aufkeimende Liebe zu Misha war anfangs verstörend, wurde aber mit der Zeit nachvollziehbarer.

Misha begegnet Ryen zum ersten Mal auf einem seiner Konzerte. Er ist sofort von ihr fasziniert – Liebe auf den ersten Blick. Doch dieser Eindruck verfliegt schnell, als er mit ihr spricht: Sie ist ganz anders, als er sie sich vorgestellt hat. Nach einem Schicksalsschlag ändert er sein Leben radikal. Er schleust sich in Ryens Schule ein und beschließt, endlich den Mund aufzumachen. Er will Ryen den Spiegel vorhalten und ihre Taten nicht länger hinnehmen. Seine Methoden sind dabei sehr hart – er zahlt ihr alles mit gleicher Münze heim. Gerade Mishas Wandel hat mich überrascht. Er wurde immer mehr zu einer zweiten Ryen, und dieses toxische Verhalten hat ihn letztlich wieder zu dem alten Misha zurückgeführt.

Endfazit: An diesem Buch ist wohl niemand vorbeigekommen. Ganz ehrlich: Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich nicht begeistert. Aber ich kann den Hype absolut nachvollziehen. Die Protagonisten sind grauenhaft – und doch haben sie etwas zutiefst Menschliches an sich. Genau das wollen wir als Leser doch sehen. Der Schreibstil war großartig, mir persönlich aber manchmal zu intensiv. Ich brauchte zwischendurch eine Pause vom Lesen. Abschließend kann ich sagen: Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Eine große Leseempfehlung meinerseits!

Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

The Wrong Bride

The Wrong Bride
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Worum geht es?: Die Familie Windsor ist bekannt für ihre ausgeklügelte Heiratspolitik in den höchsten Kreisen der High Society. Ihr Leben lang musste Raven deswegen dabei zusehen, wie ihre ältere Schwester ...

Worum geht es?: Die Familie Windsor ist bekannt für ihre ausgeklügelte Heiratspolitik in den höchsten Kreisen der High Society. Ihr Leben lang musste Raven deswegen dabei zusehen, wie ihre ältere Schwester Hannah statt ihr verlobt und auf das Leben vorbereitet wurde, von dem Raven insgeheim träumt: an der Seite von Ares Windsor. Als Hannah am Hochzeitstag aber nicht am Altar erscheint, wird Modedesignerin Raven keine andere Wahl gelassen, als einzuspringen und Ares zu heiraten - den Mann, in den sie schon immer verliebt ist. Von nun an jeden Tag mit ihm zusammen zu sein, obwohl er ihre Gefühle nicht erwidert, ist ein wahr gewordener Albtraum - oder die perfekte Chance, Ares endlich für sich zu gewinnen...

Das Cover: Ich finde das Buch einfach traumhaft. Besonders gefällt mir der Kontrast zwischen den rosa Rosen und dem schwarzen Hintergrund. Man könnte zunächst denken, dass es sich um eine Dark-Romance-Geschichte handelt, doch das ist nicht der Fall. Der Farbschnitt ist sehr süß, allerdings habe ich schon schönere Buchschnitte gesehen.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt – abwechselnd von Raven und Hannah. Ich habe den Schreibstil geliebt! Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise haben sie weniger als zehn Seiten, wodurch ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Die Autorin schafft es, die Charaktere detailliert zu beschreiben und mich als Leserin oder Leser mitzureißen. Selbst Nebencharaktere wie Hannah oder Sierra haben mich mit ihren vielschichtigen Facetten überrascht. Es wurde eine große Welt rund um die Geschichte von Raven und Ares erschaffen.

Im Mittelteil war mir persönlich etwas zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Ja, ich weiß, das Buch hat sehr viel Drama – insbesondere auf den letzten 100 Seiten. Doch ich finde es ermüdend, wenn ein Kapitel nach dem anderen sich nur um die Techtelmechtel zwischen Raven und Ares dreht. Manchmal war es einfach ein bisschen "too much".

Die letzten 100 Seiten haben mich am meisten begeistert. Die Geschichte spitzt sich so stark zu, dass Wendungen auftauchen, die ich nicht habe kommen sehen. Das Ende ist einfach grandios und rundet das Buch perfekt ab. Ein klassisches Märchen-Ende hätte nicht gepasst – besser hätte man es nicht schreiben können.

Die Hauptfiguren: Raven ist die jüngere Schwester von Hannah und war ursprünglich für eine arrangierte Ehe mit Ares vorgesehen. Doch Hannah und Ares verliebten sich ineinander, sodass Raven sich schweren Herzens zurückzog. Für sie war es Liebe auf den ersten Blick, doch aus Liebe zu ihrer Schwester löste sie die Verlobung im gegenseitigen Einverständnis und ließ Hannah den Vortritt.

Kurz vor der Hochzeit ist Raven unglücklich. Hannah jedoch scheint gedanklich nicht ganz bei der Hochzeit zu sein – ihre Karriere als Schauspielerin steht für sie an oberster Stelle. Die Regeln der Ehe will sie nicht akzeptieren und so sagt sie die Hochzeit bereits zum dritten Mal ab. Nun springt Raven ein. Zwar liebt sie Ares nach wie vor, doch sie will keine Ehe mit einem Mann eingehen, der eigentlich eine andere liebt.

Mit der Zeit entwickelt sich aus Freundschaft mehr, und Raven und Ares führen eine Bilderbuch-Ehe. Doch dann bereut Hannah ihre Entscheidung und will Ares zurückgewinnen.

Raven ist einfach ein Herzensmensch. Besonders ihre Mutter und ihre ältere Schwester Hannah machen ihr das Leben zur Hölle. Sie wird stets als Selbstverständlichkeit angesehen und häufig mit Hannah verglichen. Ich bewundere sie dafür, wie ruhig sie immer geblieben ist, selbst wenn ihre Mutter oder Hannah sie angeblafft oder niedergemacht haben. Mir persönlich wäre da irgendwann der Kragen geplatzt. Sie macht eine beeindruckende Entwicklung durch: Sie lernt, sich selbst an erste Stelle zu setzen und nicht zu allem Ja und Amen zu sagen. Wer einem keinen Respekt erweist, sollte selbst keinen erwarten können.

Ares ist der älteste Sohn der Windsor-Familie. Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, und nun ist seine Großmutter das Familienoberhaupt. Es ist in der Windsor-Familie Tradition, dass Ehen arrangiert werden. Von Anfang an war eine Eheschließung mit Raven geplant, doch durch Umwege wurde er stattdessen mit ihrer älteren Schwester verlobt.

Kurz vor der Hochzeit ist Ares unglücklich. Hannah glänzt häufig mit Abwesenheit, und ihre Dreharbeiten haben stets Vorrang vor Familienessen oder Hochzeitsplanungen. Selbst Raven verbringt mehr Zeit mit den Hochzeitsvorbereitungen als Hannah. Als Hannah die Hochzeit zum dritten Mal verschiebt, ist Ares wütend. Schließlich findet die Hochzeit dann doch statt – aber nicht mit Hannah, sondern mit Raven.

Für Ares ist dies nicht einfach, denn Raven war schon immer seine beste Freundin. Doch wenn er ehrlich zu sich selbst ist, hatte er schon immer heimliche Gefühle für sie.

Ares ist ein Kämpfer durch und durch. Als er merkt, wie Ravens Familie mit ihr umgeht, unterstützt er sie, wo er nur kann. Persönlich waren mir allerdings seine Eifersuchtsanfälle ein wenig zu extrem. Immerhin ist er mit einem Model verheiratet – Fotoshootings mit Männern gehören da doch zum Alltag. Ich verstehe nicht, warum Raven das immer nur belächelt hat und ihm alles durchgehen ließ. Trotzdem fand ich es toll, wie er um seine Ehe mit Raven gekämpft und alles in Bewegung gesetzt hat. Die beiden haben sich einfach verdient, und auch Ares gönne ich sein Glück von Herzen.

Endfazit: Als ich den Klappentext von The Wrong Bride gelesen habe, wusste ich: Das muss ich lesen! Allerdings muss ich zugeben, dass der Klappentext sehr irreführend ist. Ich hatte mit einer Art one-sided enemies-to-lovers-Geschichte gerechnet, doch das war überhaupt nicht der Fall. Der Klappentext gehört dringend überarbeitet.

Aber zurück zur Geschichte: The Wrong Bride ist eine tolle Liebesgeschichte mit einem packenden Schreibstil und einigen Wendungen, die mich wirklich überrascht haben. Ares und Raven sind wunderbare Protagonisten, und auch Nebenfiguren wie Hannah, Sierra oder die Großmutter haben zur perfekten Abrundung der Geschichte beigetragen.

Ein Kritikpunkt bleibt: Ich fand es schade, dass Hannahs und Ravens Vater kaum eine Rolle in der Geschichte gespielt hat. Bis zum Ende habe ich gehofft, dass er noch eine prägende Rolle übernehmen würde – leider vergeblich. Hier hätte die Autorin mehr daraus machen können. Es ist schade, wenn Charaktere in einem Buch auftauchen, die letztlich keine Bedeutung für die Handlung haben.

Abschließend kann ich sagen, dass The Wrong Bride ein großartiger Auftakt ist, und ich bin gespannt auf die Folgebände. Eine große Leseempfehlung von mir!

Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Was wir verloren glaubten

Was wir verloren glaubten
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Worum geht es?: Avery Kingsleys großer Traum geht in Erfüllung, als sie das Angebot bekommt. In der nächsten Saison das Baseball-Team der Highschool als Head-Coach zu trainieren. Doch plötzlich ist Baseball-Star ...

Worum geht es?: Avery Kingsleys großer Traum geht in Erfüllung, als sie das Angebot bekommt. In der nächsten Saison das Baseball-Team der Highschool als Head-Coach zu trainieren. Doch plötzlich ist Baseball-Star Nathan Pierce zurück in Honey Creek - und mit ihm sorgsam verstaute Erinnerungen an Averys erste große Liebe. Nathan soll sich mit ihr die Leitung des Teams teilen, dabei möchte Avery nichts lieber, als sich von ihm fernzuhalten und ihr Herz zu beschützen. Denn sie spürt bei jeder Begegnung, dass das Spiel zwischen ihnen auch für Nathan noch nicht vorbei ist...

Das Cover: Das Buchcover ist ein Blickfang und passt perfekt zu den anderen Büchern der Reihe. Ich liebe es.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Avery und Nathan erzählt. Was mir auch in diesem Buch gefällt, ist, dass auch hier wieder Avery und Nathan die vierte Wand durchbrechen. Es peppt den Schreibstil auf. Die Kapitel haben mit etwas mehr als 20 Seiten die perfekte Länge. Ich fand es toll, dass, obwohl Avery und Nathan bereits eine Beziehung hatten, ich dennoch als Leser perfekt der Handlung folgen konnte. Brittainy C. Cherry hat die perfekte Mischung zwischen einigen Rückblenden und der Gegenwart geschaffen. Mir hat allerdings die Leichtigkeit in dieser Geschichte etwas gefehlt. Avery hat Depressionen, und so ist im gesamten Buch immer diese traurige Grundstimmung. Ich mag es lieber, wenn auch zwischendurch ein paar andere Facetten in einem Buch gezeigt werden. Das Ende war zuckersüß und hat perfekt zu dem doch melancholischen Buch gepasst.

Die Hauptfiguren: Avery ist die älteste der Kingsley-Schwestern. Sie ist kurz davor zu heiraten, als ihr Ex-Freund Nathan wieder in die Stadt zurückkommt. Nachdem Nathan aufgrund seiner Karriere seine Beziehung mit Avery beendet hat, will sie nichts mehr mit ihm zu tun haben. Sie beleidigt ihn bei jeder Gelegenheit und scheut auch nicht davor, ihm eindeutig ihre Abneigung zu zeigen. Als Nathan dann ihr Co-Trainer wird, ist sie dermaßen wütend. Sie hat jedoch keine Wahl, als nachzugeben und ihn als Co-Trainer zu akzeptieren. Beide nähern sich wieder an und freunden sich wieder an. Avery entwickelt wieder Gefühle für Nathan, doch kann sie ihm eine zweite Chance geben? Avery habe ich als sehr starke Frau wahrgenommen, die jedem nur hilft, wo es nur geht. Sie kann allerdings sehr schlecht loslassen und nimmt Hilfe nur ungern an. Avery leidet im Stillen immer noch an dem Tod ihrer Mutter, auch wenn sie es nicht so wirklich zugeben möchte.

Nathan ist die Jugendliebe von Avery. Nach langer Zeit kehrt er wieder in seine Heimatstadt zurück. Er bereut zutiefst, dass er damals die Beziehung zu Avery beendet hat. Nachdem er Avery wiedersieht, hat er sofort wieder Gefühle für sie. Er möchte wieder eine Beziehung zu ihr aufbauen, merkt allerdings schnell, dass Avery für diesen Schritt noch nicht so weit ist. Nathan ist einfach nur toll. Er kümmert sich rührend um seine Nichte und dann ist da noch sein herzlicher Umgang mit seiner Familie. Nathan ist einfach nur der perfekte Book-Boyfriend.

Endfazit: "Was wir verloren glaubten" ist die perfekte Fortsetzung. Der erste Band war gut, aber dieser hat mir um einiges besser gefallen. Die Themen werden hier deutlich besser verarbeitet und auch Avery und Nathan konnten mich gleichermaßen als Protagonisten begeistern. Mir persönlich hat die Leichtigkeit in diesem Buch allerdings gefehlt. Insbesondere bei Avery hätte ich mir mehr Facetten gewünscht. Sie ist das gesamte Buch traurig und es gibt kaum Abwechslung. Dennoch ist es wieder ein tolles Buch von Brittainy C. Cherry, das ich wärmstens weiterempfehlen kann.

Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

An dieser Stelle möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Es werden u. a. Themen wie Depressionen, Tod von Elternteilen, Drogenkonsum, Trennung und Trauer angesprochen.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Zwischen hier und für immer

Zwischen hier und für immer
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Worum geht es?: Weihnachten 2020: Ben steckt in einer Lebenskrise: Seine Karriere als Autor kommt einfach nicht ins Rollen, seine Frau Daphne muss am Weihnachtsabend in ihrer Literaturagentur arbeiten ...

Worum geht es?: Weihnachten 2020: Ben steckt in einer Lebenskrise: Seine Karriere als Autor kommt einfach nicht ins Rollen, seine Frau Daphne muss am Weihnachtsabend in ihrer Literaturagentur arbeiten - irgendwie hatte er sich sein Leben mal anders vorgestellt. Leicht angetrunken lässt er sich auf einen Flirt mit einer alten Bekannten ein, die er vor 15 Jahren zeitgleich mit Daphne kennengelernt hat. Wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn er statt seiner Frau damals Anna geküsst hätte? Als ihm auf dem Dachboden eine alte Schneekugel in die Hände fällt, kommt er der Antwort auf diese Frage unerwartet nah: Kurze Reisen führen ihn nun in seine Vergangenheit, in sein Leben mit Daphne - und in eine mögliche Zukunft…

Das Cover: Ich finde das Buchcover sehr süß. Es wirkt sehr verspielt, aber transportiert eine harmonische Weihnachtsstimmung.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Ben erzählt. Die Geschichte lebt von Zeitsprüngen. Der Anfang war recht schwierig. Es dauerte und dauerte bis mal irgendwie passierte und ich brauchte meine Zeit um einen roten Faden zu finden. Die Geschichte kam jedoch ins Rollen. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind recht kurz und enden teilweise mit einem Cliffhanger. Leider muss ich aber gestehen, dass dieses Buch so viele Schreibfehler hat. Das hat mich in meinem Lesefluss gestört. Das Ende hat mir aber sehr gut gefallen und hat auch durchaus mich zum Nachdenken angeregt.


Die Hauptfiguren: Ben ist ein Mann, welcher unglücklich ist. Er führt eine unglückliche Ehe und auch beruflich erfüllt ihn seine Arbeit nicht. Er fragt sich, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er doch früher einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Er bekommt eine Uhr geschenkt und reist dadurch in die Vergangenheit. Er kann sich umentscheiden, was auch seine Zukunft beeinflusst. Ben merkt jedoch schnell, dass auch andere Entscheidungen nicht unbedingt zu einer 180°Grad Wendung führen. Ben war mir sehr sympathisch und ich habe begeistert seine Entwicklung verfolgt. Im Herzen ist er ein guter Mensch, der auch Fehlentscheidungen trifft, aber sich super reflektieren kann.

Endfazit: Es ist ein besonderes Buch, welches sich mit der Frage "Was wäre wenn?" beschäftigt. Ich mochte die Atmosphäre und auch die Entwicklung der Geschichte. Die Protagonisten konnten mich alle begeistern. Ein paar Abstriche muss ich für den holprigen Einstieg, sowie für die vielen Schreibfehler machen. Dennoch ist es ein besonderes Buch, welches ich jedem nur ans Herz legen kann.


Das Buch erhält von mir fast perfekte 4,5 von 5 Sterne.

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