Cover-Bild The Witch's Heart - Das Verhängnis
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 31.10.2025
  • ISBN: 9783757701512
Genevieve Gornichec

The Witch's Heart - Das Verhängnis

Roman. Historischer Roman meets Mythologie. Eine feministische Neuerzählung der Saga um Angrboda. Auf TikTok gefeiert
Frauke Meier (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Was, wenn du die Zukunft kennst und weißt, sie wird grausam?

Weil sie sich weigert, Odin etwas über seine Zukunft zu verraten, straft dieser die Hexe Angrboda mit Feuer. Verletzt und machtlos flieht sie in den entlegensten Winkel des Waldes. Doch auch hier wird sie gefunden - von Loki, der als göttlicher Trickster berüchtigt ist. Völlig unerwartet verwandelt sich Angrbodas Misstrauen ihm gegenüber in eine große Liebe, aus der drei Kinder hervorgehen: Fenrir, der Wolf, Jörmungandr, die Midgardschlange, und Hel, die Herrscherin der Unterwelt. Angrboda ist fest entschlossen, ihre Kinder zu beschützen. Doch sie weiß: In der Prophezeiung von Ragnarök spielen sie eine wichtige Rolle. Muss sie ihr Schicksal akzeptieren, oder kann sie ihm trotzen?

Historischer Roman meets Nordische Mythologie - e in kraftvoller Roman über Liebe, Mutterschaft, Selbstbestimmung - und eine Frau, die in der rauen Welt der nordischen Götter ihren Weg geht

Packende Neuerzählung der Saga von Angrboda

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Mythologie trifft Emotion

1

„The Witch's Heart“ war für mich eine überraschend vielschichtige und atmosphärische Lektüre, die mich auf eine Weise gefordert hat, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Die Geschichte verbindet ...

„The Witch's Heart“ war für mich eine überraschend vielschichtige und atmosphärische Lektüre, die mich auf eine Weise gefordert hat, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Die Geschichte verbindet nordische Mythologie mit persönlichem Schicksal und einem feministischen Unterton, der immer wieder zwischen den Zeilen mitschwingt. Angrboda als Protagonistin hat mich berührt: stark, still, unabhängig und gleichzeitig so verletzlich in ihrer Liebe zu ihren Kindern. Besonders das Ende hat mich emotional abgeholt, die Szenen mit ihren Kindern, ihre Opferbereitschaft und die Versöhnung mit Hel waren für mich die stärksten Momente des Buches.

Zugegeben, manche Abschnitte, vor allem die langen Reisepassagen, zogen sich für mich etwas, und ohne Vorkenntnisse zur Mythologie waren einige Ereignisse schwerer einzuordnen. Gleichzeitig hat genau das aber auch meinen Blick für die nordischen Sagen geöffnet und Lust gemacht, tiefer in die Originale einzutauchen. Die Autorin bleibt über weite Strecken erstaunlich nah an der Mythologie, erlaubt sich aber moderne Anpassungen, die der Geschichte emotionale Tiefe verleihen. Besonders gut gefallen hat mir die Figur Skadi, die für mich einer der größten Lichtblicke des Buches war.

Insgesamt bietet „The Witch's Heart“ eine ruhige, eindringliche und bildhafte Erzählung, die vielleicht nicht immer leicht zugänglich ist, aber dafür umso länger nachhallt. Für Leser*innen, die mythologische Geschichten mögen oder gerne etwas Ungewöhnliches entdecken wollen, ist dieses Buch definitiv einen Blick wert.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Nordische Mythologie neu verpackt

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Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt ...

Gullveig ist eine mächtige Hexe. Sie lehrt den Asen und den Wanen die Magie des Seid. Als sie Odin nicht das gibt, was er verlangt, schneidet er ihr Herz raus und lässt sie drei Mal verbrennen.

So verletzt findet Loki die Hexe im Wald. Er bringt ihr ihr Herz zurück und sie nennt sich fortan Angrboda. Die beiden werden Freunde. Aus Lokis Besuchen wird irgendwann Liebe und die beiden bekommen drei Kinder: Hel, die Herrscherin über die Toten; Fenrir, der große Wolf, und Jörmungandr, die Midgardschlange. Jedes der Kinder ist besonders und Angrboda liebt sie über alles.

Als sich ihr im Traum eine Prophezeiung über das Ende der Welt offenbart, ändert sich alles. Darin spielen ihre Kinder eine wesentliche Rolle. Während Angrboda alles versucht, um das Schicksal ihrer Kinder zu ändern und ihr Leben zu retten, arbeitet Odin aktiv auf Ragnarök, das Ende der Welt hin.

Wird Angrboda es schaffen, ihre Kinder zu beschützen und Odins Plan aufzuhalten?

Der erste Teil des Buchs plätscherts so vor sich hin. Es passiert wenig. Doch ab dem zweiten Teil steigt der Spannungsbogen. Da konnte ich das Buch auch kaum noch aus der Hand legen.

Das Buch ist eine tolle Einführung in die nordische Mythologie. Auch wenn man sich da noch nicht so gut auskennt, wird einem alles gut erklärt. Als Hilfestellung gibt es am Ende des Buches auch ein Glossar.

Alles in allem hat die Autorin die Sage schön neu verpackt und aufgearbeitet. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und ich denke immer noch über das Schicksal der Figuren nach. Das ist immer ein gutes Zeichen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Die Hexe und ihr großes Herz

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“The Witch’s Heart - Das Verhängnis” ist ein historischer Roman basierend auf der nordischen Mythologie von Genevieve Gornichec.

Wie weit würdest du gehen, um deine Kinder zu schützen?
Angrboda, die Mutter ...

“The Witch’s Heart - Das Verhängnis” ist ein historischer Roman basierend auf der nordischen Mythologie von Genevieve Gornichec.

Wie weit würdest du gehen, um deine Kinder zu schützen?
Angrboda, die Mutter Hexe, musste schon viel Leid erleben. Sie wurde mehrfach verbrannt, aber ist doch nie gestorben. Als Loki ihr einst ihr Herz wiedergab, so fingen die beiden an, sich langsam zu verlieben und bekamen drei Kinder: Hel, Fenrir und Jormungandr. Angrboda würde für ihre Kinder alles tun, doch kann sie sie alle vor Ragnarök schützen, denn sie ist diejenige, die Ragnarök vorhergesehen hat.

Zu Beginn ist der Erzählstil sehr distanziert und wenig emotional. Angrbodas Geschichte erzählt, wie sie ihre Freunde kennenlernt und wie sie mit Loki anbandelt. Dabei vergehen schnell mehrere Monate in der Geschichte. Die Abschnitte sind kurz, wodurch man einen angenehmen Lesefluss hat. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto emotionaler wird es. Gerade gegen Ende gab es für mich sehr viele Szenen, bei denen ich sogar weinen musste, aber viele davon haben einen auch geheilt, von dem Leid, was in der Geschichte passiert ist. Die Geschichte ist jedoch nicht nur gefühlvoll, sondern auch sehr spannend und amüsant. Gerade Loki und die Dialoge mit Angrboda nehmen den Ernst der Geschichte und lockern alles ein wenig auf.

Das Buch macht auf jeden fall Lust darauf, mehr über die nordische Mythologie nachzulesen, um auch herauszufinden, was alles bewusst von der Autorin hineingeschrieben wurde. Dadurch, dass ich nicht sehr vertraut mit den Sagen bin, waren einige Ereignisse ein wenig verwirrend und sind nicht im Gedächtnis geblieben. Dafür waren zu viele Götternamen und Verwandtschaften und Geschehnisse zwischendurch.

Ich werde es auf jeden Fall nochmal lesen und würde es allen Fans der nordischen Mythologie empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Einlassen auf Mythologie Pur

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Ich habe lange über diese Rezension nachdenken müssen, weil ich während dem Leseprozess so viele unterschiedliche und widersprüchliche Gedanken zu diesem Buch hatte. Im Versuch, das möglichst anschaulich ...

Ich habe lange über diese Rezension nachdenken müssen, weil ich während dem Leseprozess so viele unterschiedliche und widersprüchliche Gedanken zu diesem Buch hatte. Im Versuch, das möglichst anschaulich wiederzugeben, beginne ich mal ganz von vorne.

Cover und Handlung
Das Cover hat mir gut gefallen, wenn ich es auch ein wenig seltsam fand, dass der Titel auf dem Buchrücken "falsch herum" gedruckt ist: Wenn man vor dem Bücherregal steht, kippt man den Kopf normalerweise nach links, um die Titel zu lesen, bei diesem Buch jedoch nach rechts – sehr ungewöhnlich. Den Farbschnitt fand ich passend und er hat direkt auf den Handlungsort "Wald" verwiesen. In den sogenannten Eisenwald - einen zu Beginn der Geschichte kargen und einsamen Ort – gelangt die Hexe Angrboda, nachdem sie von dem Göttergeschlecht der Asen dreimal verbrannt worden ist und ihr Herz verloren hat. Loki, ein immer zu Scherzen aufgelegter, jugendhaft wirkender Ase, der unter den anderen Göttern eine Außenseiterrolle hat, bringt Angrboda ihr Herz zurück. Er freundet sich mit ihr an, während die Hexe sich mithilfe ihrer neu gewonnen Freundin Skadi in einer Höhle häuslich einrichtet. Aus der späteren Liebesbeziehung von Angrboda und Loki gehen drei Kinder hervor, die, ebenso wie die Hexe selbst, Einfluss auf den späteren Verlauf des Weltenschicksals haben.

Meine Meinung
Ich hatte die Erwartung, viel Romantik und spannende Szenen zu lesen. Mehrere Bücher zur nordischen Mythologie habe ich bereits gelesen, die ich reizvoll und fesselnd fand. Grausamkeiten und Tragödien sind bei diesen Sagen zu erwarten, weshalb ich darauf eingestellt war. Überrascht war ich jedoch, wie wenig Emotionen durch den Schreibstil transportiert wurden, die dramatischen Ereignisse wurden nüchtern beschrieben und eher nacherzählt als lebendig gestaltet. Zu Beginn bereitete es mir deshalb Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufühlen. Ungefähr nach der Hälfte des Buches hatte ich mich aber daran gewöhnt und erkannte, dass der Schreibstil gut in das Mythen-Genre passt und originaltreu die Stimmungen der ursprünglichen Sagen, die in einer rauen, mystischen Welt spielen, darstellt. Kleine Alltagssituationen und Gespräche der Personen machen die Erzählung anschaulich und erwecken die Mythen zum Leben. Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten, entwickelte aber mit der Zeit Mitgefühl für Angrboda und ihre Kinder. Der Charakter der Asen ist mir rätselhaft geblieben und mit Loki, der auf mich wie ein verzogenes Kind wirkte, konnte ich bis zum Schluss des Buches nicht viel anfangen. Er hat viele fragwürdige Entscheidungen getroffen, die beim Lesen Irritation und Wut in mir ausgelöst haben. Auch den angekündigten feministischen Aspekt des Buches konnte ich nicht erkennen, Angrboda sehe ich vielmehr als erst treue Gefährtin des sprunghaften Lokis und später als aufopferungsvolle Mutter. Zum Schluss des Buches hätte ich mir mehr Raum gewünscht, um alles Geschehene zu verarbeiten, besonders da auch zu Beginn des Buches alles eher sehr lang gedehnt wurde, als zu knapp beschrieben.
Zwingend auskennen muss man sich nicht in der Mythologie, hinten im Buch ist ein Glossar mit den wichtigsten Informationen zu finden, aber man sollte definitiv Mythologie mögen und bereit sein für mythische Wesen, erschreckende Zauber und ungefilterte Düsternis der beschriebenen Welt. Gegen Ende werden die Mythen leicht modifiziert, darauf sollte man gefasst sein.

Fazit
Wer nach Romantik gepaart mit Fantasy und Feminismus sucht, sollte vielleicht lieber zu einem anderen Buch oder Genre greifen. Wer aber auf der Suche ist nach einem Buch über die nordischen Mythen in Romanform mit nüchternem Schreibstil und Elementen wie Trauer, Dramatik, Magie und Persönlichkeitsentfaltung, ist bei diesem Buch genau richtig und wird Spaß beim Lesen haben!

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Angrboda und ihre Kinder

1

The Witches Heart ist mein erster Roman von Genevieve Gornichek und ich habe mich sehr darauf gefreut ihn zu lesen, da ich die nordische Mythologie sehr mag.

Der Roman beschreibt die Geschichte der Hexe ...

The Witches Heart ist mein erster Roman von Genevieve Gornichek und ich habe mich sehr darauf gefreut ihn zu lesen, da ich die nordische Mythologie sehr mag.

Der Roman beschreibt die Geschichte der Hexe Angrboda, ihren Kindern und Ragnarök. Die Autorin nimmt uns mit in eine Welt, in der die Götter herrschen, ungerecht und mitunter sehr grausam reagieren. Wer sich mit der nordischen Mythologie auskennt, wird schon von Angrboda und ihren Kindern gehört haben und in diesem Roman bekommt man einen Einblick in ihr Leben, ihr Leiden und ihren Kampf um ihre Kinder. Die Autorin erweckt Angrboda zum Leben, schafft es ihr einen tollen Charakter und eine Stimme zu geben.

Mir gefiel vorallem, dass man erlebt wie sich die Charaktere nach und nach weiter entwickeln, Eigenheiten annehmen, Freundschaften schließen,  die man vorher nicht bermutet hätte und teilweise über sich hinauswachsen. Viele Wendungen, hauptsächlich im Mittelteil, waren gut gewählt und mitreißend beschrieben.
Insgesamt war der Erzählstil angenehm, bildlich und hat die Protagonisten gut zum Leben erweckt.

Jetzt komme ich aber leider zu einigen Kritikpunkten, weshalb es für mich tatsächlich zeitweise schwierig war weiterzulesen. Zum Einen, das Buch hat keine Kapitel sondern nur drei Teile. Das war bis zum Schluss für mich eher befremdlich, weil es einfach auch mal notwendig ist ein Buch beiseite zu legen und da finde ich Kapitel deutlich übersichtlicher als einfach "irgendwo" zu unterbrechen. Außerdem passierte Stellenweise irgendwie nichts, wodurch es zäh wurde zu lesen und an anderen Stellen, die, meiner Meinung nach, mehr Aufmerksamkeit gebraucht hätten, wurde einfach zu schnell vorbei gegangen. Auch der Anspruch nahe an der Mythologie zu bleiben passte nur bis zum letzten Abschnitt, ab da wurde es doch sehr alternativ und anstatt dann wenigstens dieses alternative Ende für Alle aus der Familie zu gestalten, wurde sich auf eine Person fixiert und der Rest wirkte komplett unwichtig. Das war für mich kein guter Abschluss des Romans. Zumal man das Gefühl hatte, dass Angrboda plötzlich nur noch mütterliche Gefühle für ein Kind hegt.

Insgesamt war das Buch in Ordnung, die Charaktere waren gut, der Schreibstil gelungen aber die Kritikpunkte hinterlassen einen eher gemischten Eindruck.

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