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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Zutiefst verstörend

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Nach einem Blackout, während dessen eine Bank überfallen wird, ein Kind verschwindet und eine Mitarbeiterin des Kraftwerkes mit dem Stromausfall erst vermisst, dann tot aufgefunden wird – angeblich an ...

Nach einem Blackout, während dessen eine Bank überfallen wird, ein Kind verschwindet und eine Mitarbeiterin des Kraftwerkes mit dem Stromausfall erst vermisst, dann tot aufgefunden wird – angeblich an einem Schlaganfall verstorben -, stehen die Ermittler zunächst etwas ratlos von dieser Anhäufung befremdlicher Ereignisse. Alles scheint zusammenhanglos zu sein – und doch: irgendwie vermuten Florian Risk und seine neue Kollegin Linn Hagman da Verbindungen. Sehr schnell scheint der Täter, oder einer der Täter des Banküberfalls festzustehen, aber der Verdächtige verhält sich extrem merkwürdig, ebenso wie die Nachbarn der zunächst Vermissten und dann tot Aufgefundenen. Mehrere weitere Vorfälle lassen sich ebenfalls nur schwer erklären. Während sich Florian, einer Ahnung folgend, sich früheren Fällen annimmt, insbesondere einem 25 Jahre zurückliegenden, übernehmen Säpo und MUST die Fälle. Das Team ermittelt dennoch weiter, stößt auf unglaubliche Hintergründe und Drahtzieher und bringt sich selbst in höchste Gefahr. Sehr intensiv erzählt, die schwedische Mentalität wird den Lesenden sehr nahegebracht. Die Spannung ist auch dadurch hoch gehalten, als die Drahtzieher der Ereignisse in eigenen Kapiteln zu Wort kommen und ihre Motivation offenbaren. Die Lesenden sind da den Ermittlern zumindest abschnittweise ein Stück weit voraus. Eine sehr umfangreiche Lektüre mit einer unfassbaren Story, die nahe am Pageturner anzusiedeln ist. Aber das Ende kommt dann doch ein wenig hektisch daher und viele Fragen bleiben bei der Leserschaft unbeantwortet

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Nahe am Pageturner

Lügennebel
0

Was ein fröhlicher Skiausflug mehrerer Studienfreunde werden sollte, mündet in einem Horror. Sechs junge Menschen - Olivia und Fanny, Wille, Amir, Emil und Pontus - machen sich auf ins Skigebiet Are, um ...

Was ein fröhlicher Skiausflug mehrerer Studienfreunde werden sollte, mündet in einem Horror. Sechs junge Menschen - Olivia und Fanny, Wille, Amir, Emil und Pontus - machen sich auf ins Skigebiet Are, um dort eine Woche im luxuriösen Ferienhaus, das Willes Eltern gehört, zu verbringen, ausgelassen zu feiern und eben Ski zu fahren. Sehr zum Leidwesen der Nachbarn, denen das luxuriöse Anwesen ein Dorn im Auge ist, und das unmäßig laute Feiern ohnehin. Schon bei der Anreise geschehen merkwürdige Dinge. Ein Abend, bei dem Unmengen an Alkohol und Drogen im Spiel sind, läuft völlig aus dem Ruder und am nächsten Tag liegt eine von ihnen tot im Schnee. Ist sie im Vollrausch hinausgegangen und ist ahnungslos im Schnee erfroren? War es also ein Unfall? Aber wieso war sie dann fast völlig nackt? So benebelt kann man doch gar nicht sein. Oder doch? Oder hat da jemand nachgeholfen? Hanna Ahlander, die von ihrem neuen, geheim gehaltenen, Freund zu einem Kurzurlaub anlässlich ihres Geburtstags eingeladen wurde, unterbricht diesen sofort und nimmt mit Kollege Daniel die Ermittlungen vor Ort auf. Ein Fall, der wahrlich im Nebel stochern lässt. Wendungsreich erzählt, mit hoch gehaltenem Spannungsbogen und vielen menschelnden Zutaten, denn die Ermittler haben allesamt ihre eigenen Probleme zu meistern. Aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, wird die Leserschaft bei der Stange gehalten bis zum überraschenden Schluss.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Grausam

Bluthass
1

Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, ...

Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, deren Folterungen und Verbrennung. Eben in einer Ausstellung zu eben jenem Thema wird Oberstaatsanwältin Lina Saint-George zu einem Todesfall gerufen. Nach einem Brand wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Die Auffindesituation allerdings macht stutzig. Und schnell steht fest, die Frau wurde erst gefoltert, dann ans Bett gefesselt und angezündet. Ein Fall von Hexenverfolgung, -folterung und -verbrennung, wie die Ausstellung zeigt, und was es offiziell in Hachenburg nie gegeben hat? Bei der Verfolgung von Spuren stößt man schnell auf Hexenzirkel. Wobei man, wie die Leserschaft lernt, zwischen weißer und schwarzer Magie unterscheiden muss. Wieder sehr wendungsreich, spannend und zutiefst menschelnd erzählt. Hält die Leser*innen unter Strom und zeigt, dass auch das legendäre Bauchgefühl und Gespür eines grantelnden Neuer nicht unfehlbar ist. Oder stand er gar unter einem Bann?

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Verwickelt

Flutrache
2

Da ist einerseits der tote Lars Kröger, der am Lenin-Denkmal des holländischen Kaufmanns Leo Bakker platziert, und ausgerechnet von einer blinden Reisegruppe entdeckt wurde und da sind die Umschläge mit ...

Da ist einerseits der tote Lars Kröger, der am Lenin-Denkmal des holländischen Kaufmanns Leo Bakker platziert, und ausgerechnet von einer blinden Reisegruppe entdeckt wurde und da sind die Umschläge mit merkwürdigem Inhalt, die an bekannte Leeraner verschickt wurden, die daraufhin Symptome aufweisen, die bei Milzbrand auftreten. Ein terroristischer Anschlag? Während sich holländische und deutsche Ermittler zusammentun, um den Mordfall zu klären, wird der „Anschlag“ vom LKA erst einmal unter dem Deckel gehalten, bis man das Ergebnis der Proben aus den Umschlägen vorliegen hat. Ist ja nicht sicher, ob nicht alles ein böser Scherz ist. Bis dahin allerdings verhalten sich die Briefempfänger zunehmend paranoid, allen voran Thomas Hinterkötter, stellvertretender Leiter des Leeraner Polizeikommissariats. Im Fall des Ermordeten stößt das Team auf immer mehr Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Ein Puzzle das sich nicht lösen lassen will. Mehr als einmal spielt Kommissar Zufall die entscheidende Rolle für das Vorankommen und die Lösung beider Fälle, wobei es gelegentlich recht aberwitzig zugeht. Sehr menschelnd, was die Akteure betrifft, anschaulich erzählt, mit gutem Spannungsbogen, teilweise auch komisch, in sehr positivem Sinne.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Urig

Tod eines Wunderfitz'
0

Sehr schön, wie der bayerische Akzent auf den badischen und den württembergischen aufeinandertrifft. Urig zieht sich das durch das ganze Buch hindurch. Sehr „lehrreich“. Ein sympathisches Team, das sich ...

Sehr schön, wie der bayerische Akzent auf den badischen und den württembergischen aufeinandertrifft. Urig zieht sich das durch das ganze Buch hindurch. Sehr „lehrreich“. Ein sympathisches Team, das sich da um den Toten aus dem Fischteich kümmern muss. Wohlgemerkt Teich, nicht Weiher. Denn ein Weiher ist natürlich, der irgendwann mal verlandet. Ein Teich ist künstlich angelegt, um den sich wer kümmert. Nicht nur der Kommentar zieht sich mehrfach durch die Geschichte hindurch. Wie soll man sagen: Ein urbayerischer, urbadischer, urwürttembergischer Regiokrimi mit viel Herz und Humor. Die Kollegen mit den "Scherzen'"' mit Rosen und toten Mäusen sind widerlich. Aber es ist gut, dass das hier auch thematisiert wurde, denn leider findet man solche Vollpfosten überall.

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