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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2018

Spätes Gewissen

Spätes Gewissen
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Paul ist in seiner Jugend aus der DDR geflüchtet. Jahre nach dem Mauerfall kehrt er in seine ehemalige Heimat zurück und muss feststellen, dass sein damaliger bester Freund Suizid begangen hat. Als Paul ...

Paul ist in seiner Jugend aus der DDR geflüchtet. Jahre nach dem Mauerfall kehrt er in seine ehemalige Heimat zurück und muss feststellen, dass sein damaliger bester Freund Suizid begangen hat. Als Paul einen Brief des ehemaligen Freundes findet, in welchem von einem Mord berichtet wird, beginnt Paul zu ermitteln, was damals geschehen ist. Bei seinen Recherchen bringt Paul nicht nur sich selbst in große Gefahr, da er den Täter deutlich unterschätzt.

Wolfgang Westphal ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung wird sehr schnell aufgebaut und problemlos bis zum Ende gehalten (beim Showdown wird sie sogar nochmals gesteigert). Zudem werden spätestens zum Ende des Buches alle wichtigen offenen Fragen beantwortet.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Wiederholungen und Längen vermieden werden können. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die einzelnen Protagonisten und Tagebucheinträge eines Opfers ab. Zudem spielen einige Kapitel in der Gegenwart und andere in der Zeit der DDR. Dennoch wurde mein Lesefluss nicht beeinträchtigt.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt.

Das Buch behandelt die Zeit in der DDR, das Zersetzen von Familien und die Verhörmethoden der Stasi. Zudem wird auf Fluchtversuche und das Leben der Stasi Mitarbeiter nach der Wende näher eingegangen. Als Leser merkt man schnell, dass sich Wolfgang Westphal zu diesen Themen viele Gedanken gemacht und sehr gut recherchiert hat. Zudem lässt der Autor seine eigenen Erfahrungen seiner Zeit in der DDR und der Flucht einfließen, welche die Handlung besonders authentisch machen.

„Spätes Gewissen“ hat mir viele neue Fakten zur Zeit der DDR nahe gebracht und es wird mir noch lange in Gedanken bleiben! Das Buch hat mein Interesse geweckt mich näher mit den Geschehnissen in der DDR zu befassen.

FAZIT:

„Spätes Gewissen“ konnte mich komplett überzeugen! Ich konnte den wirklich gelungenen Kriminalroman nur schwer beiseitelegen und werde noch länger darüber nachdenken. Ich vergebe daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Liebe ihn und Leide

Liebe ihn und leide
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Jan Hellmann, ein erfolgreicher und bekannter Schriftsteller, lernt einige Zeit nach einer gescheiterten Beziehung eine neue Frau kennen. Er lässt sich auf eine Beziehung mit Sandra Heuer ein. Allerdings ...

Jan Hellmann, ein erfolgreicher und bekannter Schriftsteller, lernt einige Zeit nach einer gescheiterten Beziehung eine neue Frau kennen. Er lässt sich auf eine Beziehung mit Sandra Heuer ein. Allerdings wird die gemeinsame Zeit des Paares immer wieder durch Streitereien und Eifersuchtsszenen getrübt. Einiges Tages tauchen plötzlich Drohbriefe, Anrufe und Tierkadaver auf, welche vor allem bei Sandra große Angst schüren. Nach einiger Zeit kommt es zudem zu Anschlägen, welche das Leben des Liebespaares bedrohen. Die Ermittler tappen im Dunkeln, vermuten jedoch einen Täter im engeren Bekanntenkreis. Können sie einen weiteren Anschlag auf das Paar verhindern und dadurch das Leben von Jan und Sandra retten? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Harald Schmidt ist es mit seinem fesselnden, bildlichen und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Handlung ist sehr logisch und gut durchdacht. Durch eine unerwartete Wendung kann die Spannung bis zum Ende des Buches aufrecht erhalten werden und der Leser ahnt nicht (oder erst sehr spät) wer der Täter ist. Durch die flüssige Schreibweise und die fesselnde Handlung lässt sich das Buch schnell lesen und man kann der Handlung ohne Probleme von Anfang bis Ende folgen. Das Buch hat zwar ein offenes Ende, welches es dem Leser ermöglicht seine eigene Phantasie zu gebrauchen, klärt allerdings alle wichtigen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Zu Beginn handelt das Buch hauptsächlich von der etwas schwierigen Beziehung des Paares, der Autor kann allerdings schnell Spannung aufbauen und diese dann bis zur letzten Seite halten.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Vor allem viele Details und Einblicke in die Lebensgeschichten lassen die Charaktere sehr authentisch erscheinen. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln.

Besonders gut gefiel mir, dass auf detailreiche blutige Beschreibungen verzichtet wird und die psychischen Auswirkungen und Dialoge im Vordergrund stehen.

„Liebe ihn und leide“ war mein erstes Buch von Harald Schmidt, aber gewiss nicht mein letztes. Sowohl seine Handlung als auch seine Schreibweise konnten mich wirklich überzeugen!

FAZIT:

„Liebe ihn und leide“ ist ein wirklich gelungener Thriller, welcher Spannung und Liebe perfekt kombiniert. Daher vergebe ich 5 Sterne und empfehle jedem Thrillerfan dieses Buch zu lesen!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Nichts bleibt

Nichts bleibt
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Franz Mathys verdient sein Geld als Kriegsfotograf. Er hat sogar den World Press Photo Award für das Bild einer Steinigung gewonnen. Eines Tages ist er es Leid sein Geld mit dem Leiden seiner Mitmenschen ...

Franz Mathys verdient sein Geld als Kriegsfotograf. Er hat sogar den World Press Photo Award für das Bild einer Steinigung gewonnen. Eines Tages ist er es Leid sein Geld mit dem Leiden seiner Mitmenschen zu verdienen und zieht mit seinem Vater und seinem Sohn auf einen abgelegenen Hof in einem Wald. Franz verliebt sich in Karen und beginnt mit ihr eine zunächst harmonische Beziehung. Eines Tages wird sein Vater brutal zusammengeschlagen und kann sich von seinen Verletzungen nicht mehr erholen, zudem verliert Franz auch seinen Sohn. Daraufhin holen Franz immer wieder die schrecklichen Bilder aus den Kriegsgebieten ein und er beginnt sich in Rachephantasien zu stürzen.

„Nichts bleibt“ verbindet gekonnt die Liebe und den Verlust einzelner Familienmitgliedern, Rachegedanken, scheinbar unbändige Wut und die tiefen Abgründe der Menschheit mit idyllischen und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen.

Willi Achten schafft es mit seinem außergewöhnlichen und fesselnden Schreibstil sofort den Leser in seinen Bann zu ziehen, so dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Die Handlung ist sehr logisch und gut durchdacht, lässt aber dennoch genügend Spielraum für die Fantasie der Leser. Die Spannung wird zu Beginn des Buches aufgebaut und kann ohne Probleme bis zur letzten Seite gehalten werden.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen, zudem werden dadurch Wiederholungen vermieden. Da es immer wieder Zeitsprünge im Buch gibt ist es erforderlich dieses aufmerksam zu lesen, damit man der Handlung problemlos folgen kann.

Willi Achten beschreibt sehr bildlich und detailliert die idyllischen Landschaften. Er spart allerdings auch in ziemlich vielen brutalen Szenen nicht an den Details, weshalb ich immer wieder das Buch weglegen musste. Der Inhalt ist zum Teil schwer zu verdauen, so beispielsweise die Schilderungen aus Kriegsgebieten oder der lange Sterbensweg des Vaters.

Willi Achten hat es geschafft ein Buch zu schreiben, welches seine Leser zum Nachdenken anregt und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

FAZIT:

„Nichts bleibt“ ist ein wirklich lesenswertes Buch, welches die Themen Rache, Liebe und Erinnerungen sehr gelungen verbindet. Auch wenn sich immer wieder belastende Szenen im Buch finden vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Blutrosen

Blutrosen
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Die Journalistin Romy recherchiert für ihren neuen Artikel , welchen sie zum Thema Frauenhäuser schreiben möchte. Während ihrer Recherche lernt sie Fleur kennen, welche vor ihrem eifersüchtigen und gewalttätigen ...

Die Journalistin Romy recherchiert für ihren neuen Artikel , welchen sie zum Thema Frauenhäuser schreiben möchte. Während ihrer Recherche lernt sie Fleur kennen, welche vor ihrem eifersüchtigen und gewalttätigen Exfreund Mikael in ein Frauenhaus geflüchtet ist. Mikael schafft es Fleur in kürzester Zeit ausfindig zu machen und lauert ihr auf. Fleur, welche mittlerweile gut mit Romy befreundet ist, wird von Mikel entführt, kann sich allerdings befreien. Bei ihrer Flucht kommt es zu einem Unfall, woraufhin Fleur in einem komaähnlichen Zustand fällt. Doch nicht einmal im Krankenhaus scheint Fleur vor Mikael, welcher vor nichts zurückzuschrecken scheint, sicher zu sein.

„Blutrosen“ ist bereits der dritte Teil rund um die Journalistin Romy. Auch ohne die Vorgänger zu kennen kann der Hörer ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen. Das Hörbuch überzeugt durch Einblicke in die Psyche des Täters, hat allerdings kaum Actionszenen. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt.

Im Hörbuch gibt es mehrere Sprecher, welche die unterschiedlichen Charaktere verkörpern. Die Stimmen sind sehr gut gewählt! Die Sprecher schaffen es alle Emotionen und Gedanken der einzelnen Protagonisten wirklich glaubwürdig und authentisch zu vermitteln. Ich konnte die einzelnen Sprecher ohne Probleme auseinander halten und hatte große Freud beim zuhören. Vor allem die häufigen Perspektivenwechsel ermöglichen eine wirklich kurzweilige Handlung.

FAZIT:
„Blutrosen“ ist ein wirklich gelungenes und fesselndes Hörbuch, welches vor allem durch die unterschiedlichen authentischen Sprecher überzeugen kann. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Aussicht auf Mord

Aussicht auf Mord
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In einem alten Steinbruch in Triest werden unerwartet Goldmünzen gefunden. Kurz darauf geschehen mehrere rätselhafte Verbrechen und Morde, welche scheinbar alle mit dem Fund der Goldmünzen in Verbindung ...

In einem alten Steinbruch in Triest werden unerwartet Goldmünzen gefunden. Kurz darauf geschehen mehrere rätselhafte Verbrechen und Morde, welche scheinbar alle mit dem Fund der Goldmünzen in Verbindung stehen. Kommissar Vossi und sein Team ermitteln fieberhaft auf der Suche nach dem Mörder, dem Motiv und dem Zusammenhang der Morde. Bald stellt sich heraus, dass die gefundenen Goldmünzen vermutlich aus einem sagenumwobenen Schatz von Kaiser Maximilian I stammen und von sehr großem Wert sind.

Werner Stanzl ist es mit seinem bildlichen Schreibstil und einer sehr durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Der Autor schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen. Es werden an einigen Stellen italienische oder österreichische Wörter verwendet, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen. Zudem findet sich zum Ende des Buches ein Glossar mit der Bedeutung der Wörter.

„Aussicht auf Mord“ ist bereits der dritte Teil rund um den sympathischen Kommissar Vossi. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen, kann der aktuelle Teil ohne Probleme gelesen werden. Der Leser kann sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem Kommissar Vossi und seine Ehefrau konnten mich wirklich überzeugen.

Das Buch behandelt neben den wirklich bildhaft beschriebenen Szenen rund um Triest auch die Geschichte von Kaiser Maximilian I. Die geschichtlichen Fakten wirkten sehr gut recherchiert und waren sehr gelungen in die Handlung eingebaut.

FAZIT:

„Aussicht auf Mord“ ist ein äußerst gelungener Kriminalroman, welcher sowohl durch eine fesselnde Handlung als auch geschichtlichen Fakten zu überzeugen weiß. Vor allem die teils sehr sympathischen Charaktere und die bildhaften Beschreibungen der Landschaften machen aus „Aussicht auf Mord“ ein absolutes Lesehighlight. Ich vergebe daher 5 Sterne!