Von Holztischen, Herzmomenten und dem Mountain Man
„Herzenswärme in den Highlands“ ist eine charmante Kurzgeschichte, die den Leser direkt in die rau-romantische Atmosphäre der schottischen Highlands entführt. Im Mittelpunkt steht Journalistin Grace Mitchell, ...
„Herzenswärme in den Highlands“ ist eine charmante Kurzgeschichte, die den Leser direkt in die rau-romantische Atmosphäre der schottischen Highlands entführt. Im Mittelpunkt steht Journalistin Grace Mitchell, die nach einem beruflichen Tiefpunkt Abstand von ihrem alten Leben sucht. Doch die erhoffte Ruhe hält nicht lange an: Schon bald begegnet sie Hamish MacTavish – einem gutaussehenden Handwerker, der mehr verbirgt, als es zunächst scheint. Während Grace einem geheimnisvollen Kolumnisten, dem „Mountain Man“, auf die Spur kommen will, kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder – und schon bald wird deutlich, dass diese Begegnung beider Leben durcheinanderwirbelt.
Besonders gut hat mir gefallen, wie schnell und natürlich die Anziehung zwischen Grace und Hamish spürbar wird. Schon bei ihrem allerersten Treffen – dem Reparieren eines schlichten Holztisches – knistert es spürbar, und diese Chemie bleibt bis zum Schluss erhalten. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, was die romantische Entwicklung betrifft und wer der „Mountain Man“ ist, aber gerade das macht ihren wohltuenden Charme aus. Man freut sich einfach mit Beiden, dass sie sich gefunden haben, obwohl keiner von ihnen bewusst danach gesucht hat.
Was mir ein wenig gefehlt hat, waren tiefere Einblicke in die Vergangenheit der Beiden. Obwohl ihre Verbindung emotional funktioniert, hätte ich gerne noch mehr darüber erfahren, was sie geprägt hat. Besonders bei Hamish – gleichzeitig grummelig, warmherzig und geheimnisvoll – hätte ein bisschen mehr Hintergrund die Geschichte noch stärker gemacht.
Dennoch ist "Herzenswärme in den Highlands“ eine berührende, warmherzige Geschichte, die zeigt, dass man sich nicht für seine Gefühle verstecken muss. Das Buch erinnert daran, dass niemand perfekt ist – und dass es mutiger ist, zu sich selbst zu stehen, als sich hinter Fassaden oder anonymen Ratschlägen zu verstecken. Was andere denken, kann man ohnehin nicht kontrollieren. Wichtig ist, dass man ehrlich bleibt, zu sich selbst und zu den Menschen, die einem etwas bedeuten.
Als leichte Lektüre für zwischendurch funktioniert diese Kurzgeschichte hervorragend. Sie ist emotional, romantisch, mit einem Hauch Spice – genau richtig für eine kurze Auszeit vom Alltag.
Ich würde das Buch allen empfehlen, die warme, unkomplizierte Liebesgeschichten mögen, die Herzklopfen, Wohlfühlmomente und ein kleines bisschen Highlands-Magie verbinden. Wer eine kurze, romantische Flucht aus dem Alltag sucht, wird hier definitiv fündig.