Emotional und fesselnd
Kierra hatte es als Kind nicht einfach mit anderen Kindern. Aber sie hatte Gabriel, ihren besten Freund. Die zwei mochten sich zuerst auch nicht, doch dann schweißte sie der Tod von Gabriels Vater zusammen ...
Kierra hatte es als Kind nicht einfach mit anderen Kindern. Aber sie hatte Gabriel, ihren besten Freund. Die zwei mochten sich zuerst auch nicht, doch dann schweißte sie der Tod von Gabriels Vater zusammen und sie wurden immer dickere Freunde. Diese Einblicke in die Vergangenheit ziehen sich durch das ganze Buch und fand ich immer richtig süß. Man hat richtig gemerkt, wie das Band zwischen ihnen immer stärker und Liebe daraus wurde. Bis es einen Unfall gab, an dem Kierra sich die Schuld gibt. Gabriel verliert dabei sein Gedächtnis und seinen kleinen Bruder. Deren Mutter gibt Kierra ebenfalls die Schuld daran und so soll sie sich nun von ihnen fernhalten. Was sie auch getan hat.
Diese Schuld trägt sie bis heute mit sich herum. Sie ist nun verheiratet und hat eine Stieftocher, die ihr damals aus dem Loch geholfen hat. Die Ehe ist total lieblos, sogar toxisch. Denn Henry, ihr Ehemann, ist zwar ein Tech-Mogul, doch zu Hause kritisiert er seine Frau permanent und macht sie runter. Es ist eigentlich keine Liebe da und das waren teilweise schon echt krasse Sachen. Trotzdem bleibt sie bei ihm. Denn sie will ihre Tochter Ava nicht verlieren und sie sieht es auch ein bisschen als Strafe für sich an. Auch wenn es nicht einfach ist, kann ich sie da irgendwie verstehen.
Nach vielen Jahren trifft sie nun aber plötzlich wieder auf Gabriel. Denn der ist einer der Architekten für ihr neues Haus. Kierra ist mehr als nur perplex ihn nun zu sehen, aber freut sich natürlich auch. Gabriel spürt schnell eine Verbindung zu Kierra, kann sie aber nicht greifen. Dazu soll sie sich weiter von ihm fernhalten. Trotzdem zieht es sie irgendwie immer wieder zueinander. Sie blüht bei ihm total auf und lernt langsam, dass sie womöglich doch mehr verdient hat. Es knistert gewaltig zwischen den beiden und auch wie er mit Ava umgeht ist einfach nur so toll. Ich fand es so schön wie ihre Liebe wieder aufgeblüht ist, total süße Szenen. Und Ava ist auch ein so toller Nebencharakter, der noch dazu beiträgt. Und doch ist da der Punkt, dass er sich eben nicht bewusst an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnern kann und Kierra diese große Schuld mit sich trägt. Außerdem ist Kierra noch an Henry gefesselt, der sie als sein Eigentum betrachtet. Es ist wirklich kompliziert und emotional. Aber die Autorin ist aus gutem Grund die Queen der emotionalen Liebesgeschichten. Ich konnte mich so gut in die einzelnen Charaktere einfühlen und mitfiebern.
Das Ende wurde nochmal besonders krass. Vieles eskaliert und es wird nochmal deutlich emotionaler. Das Problem selbst wurde mir dann fast zu einfach gelöst, aber ich fand das Ende gelungen und passend. Von daher kann ich darüber hinwegsehen. Nach den Charakterentwicklungen muss ich das auch, denn die waren so authentisch.
Fazit:
Emotional und fesselnd. Die Autorin hat mal wieder gezeigt, was sie kann. Die Story hat mich emotional total mitgenommen. Kierra und Gabriel machen beide so eine tolle Entwicklung durch. Die neue Liebe, die entfacht wird, ist einfach nur süß und so schön. Ava habe ich auch sehr ins Herz geschlossen. Ich hätte gerne noch mehr von ihr gelesen. Besonders die Einblicke in die Vergangenheit haben mir mal wieder gut gefallen. Als würde man zwei Liebesgeschichten in einem Buch lesen. Einfach nur schön!
5/5 Sterne