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Veröffentlicht am 18.08.2025

Komplett abgefahrenes Magie-System das aber funktioniert

Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
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Rezension
Das „Food universe“ ist eine urban Fantasy Reihe von Marie Grasshoff .

Den Anfang macht „Hard liquor“, und uff habe ich Am Anfang gebraucht um damit warm zu werden. Vielleicht hätte ich gar ...

Rezension
Das „Food universe“ ist eine urban Fantasy Reihe von Marie Grasshoff .

Den Anfang macht „Hard liquor“, und uff habe ich Am Anfang gebraucht um damit warm zu werden. Vielleicht hätte ich gar nicht weiter gelesen, hätte ich nicht bereits in meiner Euphorie den zweiten Band gekauft gehabt, die Klappentexte lesen sich nämlich richtig gut.

Es hat sich jedoch mehr als gelohnt, der Roman nimmt dann doch Fahrt auf und wird dann auch richtig spannend. Und obwohl der erste Band das Wort „Flachzange“ benutzt, was mich überproportional freut, finde ich sogar den zweiten Band noch besser.

Beide Bände sind überraschend spicy und gorig. Das kenne ich nicht so von deutscher Fantasy, hab aber so gar nichts dagegen. Ich mochte insbesondere auch die Nebencharaktere, auch wenn man teilweise bis zum Schluss nicht alles über sie erfährt.

Das Magie System dieser Bücher Reihe ist so butterweich, dass der Autorin alles offen steht in welche Richtung die Bände sich entwickelt. Die Reihe ist ja nicht abgeschlossen und ich hab das Gefühl die Autorin hat jetzt erst angefangen und noch sehr viele Ideen. Bisher haben die Bücher eine abgeschlossene Handlung und man kann auch jeden Band einzeln lesen, ohne den vorherigen zu kennen – natürlich machen manche Anspielungen dann nochmal mehr Spaß.


Inhalt
Hard liquor:

Die Studentin Tycho ist übermenschlich stark, wenn sie Alkohol trinkt. Also geht sie nachts raus auf die Straße und vermöbelt diejenigen, die es laut ihr auch verdient haben. Als „Captain Wodka“ macht sie sich so in New York einen Namen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.


Eckdaten:
Genre Urban Fantasy
Alter Erwachsene (!)
Bände Buchreihe, nicht abgeschlossen
Setting New York, Gegenwart
Erzähler Ich-Perspektive
Tropes Enemies to lovers, Big bad friend
Diversity lgbt+, BIPOC

Für Fans von:
erwachsenem urban Fantasy
Einem neuen Universum mit einzigartigem Magie System
Spicigen Szenen
Gore
* softem Magie-System

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Phantastischer Steampunk mit Found Family

Nebby Dove - Gefährliche Winde
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„Debby Dove“ von Veronika Carver ist Steampunk vom Feinsten.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist außergewöhnlich kreativ, detailliert und durchdacht und zugleich wunderschön. Diese Kombination ...

„Debby Dove“ von Veronika Carver ist Steampunk vom Feinsten.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist außergewöhnlich kreativ, detailliert und durchdacht und zugleich wunderschön. Diese Kombination aus Komplexität, Originalität und Ästhetik habe ich so bisher nur selten gelesen – ein echtes Highlight!
Natürlich gibt es auch Schattenseiten in dieser Welt, zB soziale und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten. Unsere Protagonistin stammt aus einem privilegierten Elternhaus und muss im Laufe der Handlung erst lernen, ihre eigenen Vorteile und die Realitäten anderer Menschen zu erkennen. 

Trotz der Vielzahl an Charakteren hatte ich nie Probleme, den Überblick zu behalten. Jeder Nebencharakter ist liebevoll ausgearbeitet und hat eine eigene Motivation. Auch die casual queere Romance, die eher im Hintergrund stattfindet, hat mir sehr gut gefallen. Zwar hätte ich mir für die Auflösung einen anderen Weg gewünscht, aber sie funktioniert auch so sehr gut.

Interessanterweise fand ich die zweite Hälfte des Buches sogar noch stärker als die erste – das Tempo zieht an, die Entwicklungen sind packend und überraschend. 

Besonders schön finde ich auch, dass das Buch in sich abgeschlossen ist. Die Welt bietet jedoch definitiv noch reichlich Raum für mehr Geschichten.

Fazit:
Ein vielschichtiges, atmosphärisches Buch mit einer besonderen Welt, relevanten Themen und überzeugenden Figuren. Ich kann es definitiv weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Tolle Story mit viel zu abruptem Ende

Royal Heist
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Nach vielen düsteren Fantasywelten hatte ich Lust auf etwas Leichteres – eine fluffige Romance mit Unterhaltungsfaktor – und genau das bietet dieses Buch zunächst auch.

Grundsätzlich bin ich „im echten ...

Nach vielen düsteren Fantasywelten hatte ich Lust auf etwas Leichteres – eine fluffige Romance mit Unterhaltungsfaktor – und genau das bietet dieses Buch zunächst auch.

Grundsätzlich bin ich „im echten Leben“ kein großer Fan des britischen Königshauses. Für mich wirkt es überholt und problematisch in seiner historischen wie finanziellen Grundlage. Umso amüsanter fand ich es, dass die drohende Abschaffung der Monarchie im Roman selbst thematisiert wird. Die Geschichte präsentiert eine moderne, deutlich glamourösere und „sexyere“ Abwandlung der englischen Royals, bedient sich mancher realer Schauplätze und Fakten, bleibt ansonsten aber klar im fiktionalen Bereich.

Ich liebe Heist-Romane, meist im Fantasy-Setting, aber auch hier hat mich das Konzept überzeugt. Der erste große Coup ist hervorragend umgesetzt: Man erlebt, wie alles reibungslos funktioniert und wie kompetent die Beteiligten sind. Das ist mir wichtig, denn nichts lässt mich mehr mit den Augen rollen als angebliche „Meisterdiebe“, die nur scheitern. Die Idee der „The Robbin' Hood“-Crewfand ich mega ❤️

Insgesamt ist der Roman niedlich, unterhaltsam und natürlich stellenweise ziemlich an den Haaren herbeigezogen – aber ich wollte schließlich auch keine Dokumentation lesen. Ich konnte mich schnell für die beiden Hauptcharaktere erwärmen, und auch die Crew ist sympathisch und gut gezeichnet. Manchmal gab es grammatikalisch und mit der Kommasetzung ein paar Dinge die selbst mir aufgefallen sind (und ich achte da eigentlich nicht drauf), wer sich daran total stört sei hiermit gewarnt.

Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch das Ende. Der Cliffhanger ist ausgesprochen unbefriedigend: Die Geschichte endet mitten im Geschehen, ohne dass die zentrale Plotlinie (oder überhaupt irgendwas) abgeschlossen wird. Mit Cliffhangern kann ich leben, wenn sie neue Fragen aufwerfen, nachdem ein Handlungsbogen beendet wurde. Hier fühlt es sich jedoch an, als würde man abrupt aus der Geschichte gerissen. Statt Vorfreude auf den nächsten Band bleibt bei mir leider eher das Gefühl zurück, hingehalten worden zu sein – und das mindert den Gesamteindruck deutlich.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Besser als der erste Band

Die Skaland-Saga, Band 2 - A Curse Carved in Bone
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Nach dem Auftakt war ich unsicher, ob ich den zweiten und abschließenden Teil der Dilogie überhaupt lesen möchte. Die Protagonistin wirkte im ersten Band häufig zu naiv und leicht zu beeinflussen, was ...

Nach dem Auftakt war ich unsicher, ob ich den zweiten und abschließenden Teil der Dilogie überhaupt lesen möchte. Die Protagonistin wirkte im ersten Band häufig zu naiv und leicht zu beeinflussen, was stellenweise durchaus frustrierend war. Auch ihre Anziehung zum Love Interest konnte ich damals nicht wirklich nachvollziehen.

Der zweite Band hat mich dann jedoch positiv überrascht, er hat mir richtig gut gefallen. Zum einen habe ich die Protagonistin diesmal wesentlich besser verstanden. Sie ist im Grunde eine ausgeprägte people pleaserin (auch wenn dieser Begriff im Roman natürlich nicht fällt). Sie vibed mit allen so stark, dass sie es jedem recht machen möchte, während sie gleichzeitig idealistische moralische Vorstellungen aufrechterhalten will. Das kann ich nachvollziehen, und obwohl die Protagonistin eine Charakterentwicklung hat, bleibt das bis zum Schluss eine ihrer Haupteigenschaften.

Der Love Interest übernimmt dieses Mal eher die Rolle der „Damsel in Distress“ und bleibt im Vergleich etwas blasser. Fand ich ehrlich gesagt auch mal cool, dass er nicht der Super-overpowered-badboy ist.

Wieder gibt es reichlich nordische Mythologie, die weitgehend ohne Erklärung auskommt. Wer sich bereits ein wenig auskennt, wird vieles sofort einordnen können; ich denke aber auch ohne Vorwissen ist es verständlich…mit Kenntnissen macht es nur noch mehr Spaß.

Eine klassische Zusammenfassung des ersten Bands gibt es nicht. Dank meines Goldfisch-Gedächtnisses kann ich aber bestätigen: Man kommt trotzdem schnell wieder rein, weil vieles nebenbei sinnvoll aufgegriffen wird. Den ersten Band würde ich dennoch nicht überspringen, sonst fehlt einfach zu viel Kontext und die Entwicklungen schocken nicht so wie sie sollen.

Die Plot-Twists fand ich logisch aufgebaut. Oft war klar, dass „etwas faul“ ist, aber trotzdem habe ich einige Wendungen nicht vollständig kommen sehen – und genau so mag ich das.

Auch das Ende mochte ich sehr. Insgesamt ist dieser Abschluss wirklich gelungen. Ich empfehle daher, dem zweiten Band auf jeden Fall eine Chance zu geben – selbst wenn ihr den ersten eher „meh“ fandet.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Guter zweiter Band

Feuerlilie. Asche spendet Leben
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„Feuerlilie. Asche spendet Leben“ knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängerbands an und führt die Lesenden erneut in eine komplexe, faszinierende Welt voller Elementmagie, Geheimnisse und liebenswerter ...

„Feuerlilie. Asche spendet Leben“ knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängerbands an und führt die Lesenden erneut in eine komplexe, faszinierende Welt voller Elementmagie, Geheimnisse und liebenswerter Charaktere. Liza Grimm schreibt gewohnt flüssig und bildhaft, sodass man schnell wieder in die Geschichte eintaucht – auch wenn es bei mir ein wenig gedauert hat, bis ich mich in alle Namen und Begriffe wieder hineingefunden hatte. Ein kleines Verzeichnis oder eine etwas längere Zusammenfassung zu Beginn hätte hier sicherlich geholfen. Die Handlung schreitet eher gemächlich voran, was mir grundsätzlich gut gefallen hat, da nicht alles auf Anhieb gelingt und die Figuren mit Rückschlägen umgehen müssen. Das ist zwar einerseits gut, weil sich so nicht alles überschlägt und vieles glaubhafter macht. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass innerhalb dieses Bandes nicht allzu viel passiert und sich das Buch stärker wie ein Zwischenstück zur Fortsetzung anfühlt. Eine kleine neue Erkenntnis oder ein größerer Fortschritt in der Handlung hätte ich mir gewünscht, um dem Band mehr Eigenständigkeit zu geben. Trotzdem habe ich das Lesen sehr genossen – die Zeit verging wie im Flug, und ich bin nur so durch die Seiten gerauscht. Besonders Katso und Nara haben mir in ihrer Charakterisierung sehr gefallen. Liza Grimm versteht es, lebendige Figuren zu erschaffen, die einem ans Herz wachsen. Wie immer liebe ich es, wenn die zwei uns Lesenden die gleichen Locations oder Leute unterschiedlich beschreiben - kann mir gut vorstellen, dass sie da ein bißchen damit spielt und wir zB. ein oder zwei der vermummten Charaktere bereits von einem anderen POV kennen. Alles in allem ein spannender, atmosphärischer Band, der Lust auf das Finale macht – auch wenn er sich etwas stärker als Bindeglied zwischen den großen Ereignissen anfühlt. Und ich immer noch nicht weiß ob der nächste Band wirklich der Abschluss ist - ich spekuliere ja auf 5 Bände. 4 für die Elemente und der letzte für „neutral“ bzw. die Ungebunden.

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