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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Es hat seine Längen

Oxen. Interregnum
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Dieses Buch ist nicht das erste Buch rund um den Jägersoldaten Oxen, dass ich gelesen habe. Ich fürchte auch, ohne Vorwissen wäre die Handlung noch wesentlich langweiliger gewesen, weil die Bezüge ...

Dieses Buch ist nicht das erste Buch rund um den Jägersoldaten Oxen, dass ich gelesen habe. Ich fürchte auch, ohne Vorwissen wäre die Handlung noch wesentlich langweiliger gewesen, weil die Bezüge dann völlig fehlen.

Aber auch so konnte mich das Buch nicht besonders fesseln, die Geschichte rund um den Danehof und Mossman mit seinem Interregnum empfand ich als sehr sehr langatmig und ohne viel Spannung geschrieben, dafür mit etlichen Wiederholungen gespickt.

Die Nebengeschichte rund um Oxen fand ich wesentlich interessanter und dieser Handlungsstrang hat das Buch für mich gerettet.

Insgesamt ist das Buch gut zu lesen, der Autor hat einen angenehmen Schreibstil.
Aber ich denke, ich werde niemals Oxens größter Fan, da gibt es doch wesentlich packendere Thrillerreihen, auch wenn die Charaktere schon ziemlich interessant sind.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Unentschlossen

Elf ist eine gerade Zahl
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Dieses Buch ist sehr gut geschrieben, der Schreibstil ist schnörkellos und direkt und eher nüchtern, er passt sehr gut zu dieser Geschichte.

Dieses Buch hat zwei Ebenen, diese sind durch eine ...

Dieses Buch ist sehr gut geschrieben, der Schreibstil ist schnörkellos und direkt und eher nüchtern, er passt sehr gut zu dieser Geschichte.

Dieses Buch hat zwei Ebenen, diese sind durch eine leichte Veränderung der Schriftart deutlich gemacht.

Es geht also um Paula, vierzehn Jahre alt, an einem Rezidiv erkrankt, beziehungsweise um ihre Mutter Katja und deren Umgang mit der schweren Krankheit ihrer Tochter.

Zum einen ist dieses ein schwieriges und bewegendes Thema, gerade als Mutter einer Vierzehnjährigen ging mir die Idee sehr nahe. Und die Sprachlosigkeit in der Pubertät wird sehr gut dargestellt.
Das Buch an sich konnte mich dann aber, vielleicht zum Glück, weniger berühren als das Thema, das ihm zu Grunde liegt.
Ich bin mit den Figuren nicht warm geworden, mit der Geschichte, die Katja erzählt leider auch nicht wirklich.

Viele Punkte werden hier angedeutet, aber keinesfalls weiter ausgebaut. Für mich fehlt hier etwas, ich bleibe komplett außen vor und fühle mich wenig beteiligt von dieser Geschichte, sie konnte mich leider nicht wirklich berühren und wird mir nicht besonders in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Fantasy für junge Leser

Wilderland – Der Wald
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Wilderland ist jetzt also der Einstieg in die neue Fantasyreihe von Gina Mayer.
Ich finde schon das Cover völlig überfrachtet. Silbern, Hochglanz und Farbschnitt, das wirkt gleich nach mehr Schein ...

Wilderland ist jetzt also der Einstieg in die neue Fantasyreihe von Gina Mayer.
Ich finde schon das Cover völlig überfrachtet. Silbern, Hochglanz und Farbschnitt, das wirkt gleich nach mehr Schein als sein.
Und diesen ersten Eindruck sehe ich auch bestätigt.
Die Figuren bleiben relativ farblos, das Fantasythema ist zwar da, es reicht um dem gehypten Genre zugeordnet werden zu können, aber es wird nicht wirklich vertieft.
Die Protagonisten mit ihren jugendtypischen Problem bleiben im Focus.

Wilderland ist mehr ein Freundschaftsroman als ein phantasievolles Fantasybuch. Aber für die Zielgruppe von 10, 11 Jahren reicht es vielleicht. Meine Tochter findet schon das Aussehen großartig, da ist der Inhalt gleich nebensächlich.
Für mich fällt es eher unter Fast Food, etwas gehaltvolles finde ich auch für diese Zielgruppe als wesentlich erstrebenswerter.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Unzufrieden

Heimat
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Dieser Roman lässt mich ratlos zurück.

Die Geschichte beginnt höchst beliebig: Eine junge Familie zieht aus der Stadt auf das Land, in ein gesichtsloses Neubauviertel.

Die Protagonistin Jana ...

Dieser Roman lässt mich ratlos zurück.

Die Geschichte beginnt höchst beliebig: Eine junge Familie zieht aus der Stadt auf das Land, in ein gesichtsloses Neubauviertel.

Die Protagonistin Jana ist erneut schwanger und wirkt überfordert und einsam, lässt ihre Kinder vollzeit betreuen, obwohl sie den ganzen Tag zuhause ist.

Im Verlauf des Buches lernt Jana Karo und andere Frauen aus ihrer Nachbarschaft kennen.
Karo ist der Prototyp des Tradwifes, hat den Haushalt und ihre Kinder im Griff, hat einen starken Mann. Alles super. Oder vielleicht doch häusliche Gewalt? Wie so vieles in diesem Buch bleibt das offen.

Janas neue Bekannte kommen mit Verschwöhrungstheorien daher, leben offen Rassismus, machen Wahlkampf für die AfD.
Jana stört das alles nicht.

Dieses Buch zeigt deutlich, wie der Rechtsruck die Mittelschicht erreicht.
Aber in diesem Buch wird keine Kritik geäußert, es scheint fast, als fände die Autorin das ganz okay.
Es bleibt dem Leser überlassen, was er auch diesem Buch macht, wie er es liest. Und das finde ich dank fehlender Positionierung der Autorin direkt gefährlich.
Leser aus dem Milieu könnten sich hier absolut bestätigt sehen. Nationalismus in allen seinen Auswüchsen wird hier so nebensächlich und alltäglich dargestellt.

Mein einziger Sympathieträger in diesem Buch ist Noah, Janas Mann, der allerdings eine Randfigur bleibt und als Unsympath und Lusche und verantwortungsloser Vater dargestellt wird.

Dieses Buch lässt ein schales Gefühl der Bedrückung bei mir zurück.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Verliert an Spannung

Ihr werdet sie nicht finden
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Dieser neue Thriller von Andreas Winkelmann konnte mich nicht so sehr überzeugen wie seine vorherigen Werke.

Die Geschichte klingt vielversprechend.
Vor vielen Jahren verschwindet ein Kind, ...

Dieser neue Thriller von Andreas Winkelmann konnte mich nicht so sehr überzeugen wie seine vorherigen Werke.

Die Geschichte klingt vielversprechend.
Vor vielen Jahren verschwindet ein Kind, der Vater tötet den Mörder und sitzt seine Strafe ab, sein Leben allerdings ist zerstört.
Jetzt verschwindet eine Junge Frau, es gibt Verbindungen, eine private Ermittlerin macht sich auf die Suche und nimmt den Vater mit.

Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd und auch der Aufbau mit kurzen Kapiteln und Perspektivwechseln erhöht die Spannung.

Aber trotzdem war für mich irgendwann die Luft raus, die Spannung nicht mehr vorhanden, das letzte Drittel des Buches zog sich in die Länge. Das ist absolut nicht das, was ich von einem Thriller und besonders von einem Winkelmann erwarte. Ich bin enttäuscht und freue mich lieber auf sein nächstes Buch.

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