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Veröffentlicht am 30.11.2025

Death is calling

Whispers of Destiny
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„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und ...

„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist eine bitterböse Dystopie, in der der Tod sein Geschäft um das Ableben jetzt professioneller betreibt.
Ende des 21. Jahrhunderts ist die Erde überbevölkert und hat nur noch sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Diese werden größtenteils den privilegierten Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt, die zu den höheren Zonen zählen. In Zone 3, wo die 21-jährige Blue lebt, sind Armut, Hunger, Atemnot und Säureregen an der Tagesordnung. Doch darüber muss sich Blue nicht mehr lange den Kopf zerbrechen, da sie gerade eine tödliche Diagnose erhalten hat, denn medizinische Behandlung gibt es ebenfalls nicht mehr. Zur Verfügung steht lediglich Death Call, ein Unternehmen des Todes, wo man sein Ableben professionell managen kann. Überraschend bietet Creek, ein Mitarbeiter von Death Call, Blue einen Deal an. Wenn sie dort einen Job annimmt, darf sie weitere 30 Jahre leben. Doch dafür ist sie es nun, die über Leben und Tod entscheidet.

Justine Pust zeichnet eine wirklich düstere und dystopische Welt, die gar nicht so viele Jahre von der Gegenwart entfernt ist. Leider sind auch die bitteren Folgen des Umgangs mit den Ressourcen gar nicht derart unrealistisch, so dass vielleicht lediglich die Erscheinung des personifizierten Todes garantiert in den Bereich der Fantasy fällt.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und der Einstieg in die fesselnde Handlung ist wirklich nicht schwer. Blue ist eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten, die ich von Anfang an mochte.
Sie ist direkt, schonungslos ehrlich und loyal, aber auch desillusioniert und pessimistisch. Ihre Ablehnung gegen das Todesgeschäft ist aufgrund ihrer Vergangenheit nachvollziehbar. Aber es werden auch unbequeme und wichtige Fragen aufgeworfen, die die Gegenseite nahbarer machen. Wer sollte über Leben und Tod entscheiden? Wer bekommt eine neue Chance und wer hat durch seine Entscheidungen alles verspielt? Ich glaube, niemand möchte diese Verantwortung tragen, und doch wird Blue mit all diesen Fragen konfrontiert.
Die Handlung ist ungewohnt düster, aber absolut mitreißend. Es gibt einige überraschende Twists und herzzerreißende Momente, aber auch humorvolle Szenen und natürlich etwas Romantik.
Die Thematik ist aufrüttelnd und regt zum Nachdenken an, damit hoffentlich einige ziemlich realitätsnahe Aspekte des Buches niemals Wirklichkeit werden.

Mein Fazit:
Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Neue Chance

Two steps away - London Hearts 2
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„Two steps away – London Hearts 2“ von Valentina Fast und Lorena Schäfer ist der zweite Band ihrer gefühlvollen London Hearts Reihe.
Für Pippa ist das ganze Leben eine einzige durchgeplante To-Do-Liste, ...

„Two steps away – London Hearts 2“ von Valentina Fast und Lorena Schäfer ist der zweite Band ihrer gefühlvollen London Hearts Reihe.
Für Pippa ist das ganze Leben eine einzige durchgeplante To-Do-Liste, die sie zu ihrer angestrebten Karriere führen und ihre Eltern stolz machen soll. Umso mehr wirft es sie aus der Bahn, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, wie zum Beispiel, dass ihr eigentlich sicherer Praktikumsplatz durch ein Versehen plötzlich überhaupt nicht mehr sicher ist. Das Topping auf dem Cupcake ist jedoch, dass ihre Konkurrenten ausgerechnet ihre manipulative ehemals beste Freundin Olivia und ihr früherer bester Freund und erster Crush Ben sind. Ben, der ihr vor vier Jahren das Herz gebrochen hat und anschließend einfach verschwand. Jetzt ist er zurück in London und Pippa will keinesfalls, dass er erneut irgendeinen Weg in ihr angeschlagenes Herz findet. Denn diesen Fehler will sie nicht zweimal machen.

Es geht zurück in die kleine WG in London, wo die vier Freundinnen Pippa, Neve, Quinn und Gemma zusammenleben. Diesmal widmen sich die beiden Autorinnen der ehrgeizigen Pippa, die im schwersten Moment ihres Lebens ihr Herz öffnete und tief enttäuscht wurde. Seitdem ist es verschlossen, damit sie nie wieder derartiges fühlen muss.
Pippa hat meterhohe Mauern um sich hochgezogen und doch wird sie ausgerechnet von den Menschen, die ihr am nächsten stehen, immer wieder verletzt. Ich konnte ihre abweisende Haltung, die Außenstehende als Arroganz wahrnehmen, hundertprozentig nachvollziehen. Deshalb ist es umso schöner, wenn sie mit Hilfe ihrer Freundinnen zu neuer innerer Stärke findet und endlich einen Wohlfühlort und Safe Space hat.
Ich gebe zu, dass ich als Team Pippa Ben anfangs überhaupt nicht mochte. Er sieht sich als Opfer und vielleicht ist er das in gewisser Weise auch, aber trotzdem verhielt und verhält er unterirdisch. Seine Entwicklung im Laufe der Handlung ist aber glaubwürdig, so dass er nach und nach meine Sympathie gewinnen konnte.
Manchmal braucht es eine zweite Chance, denn das Timing und die Umstände passen beim ersten Mal nicht. Das ist in dieser Lovestory gefühlvoll und berührend erzählt und so hat sie mir sogar besser gefallen, als der Auftakt.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Harte Überzeugungsarbeit

Die Sweet-Teddy-Theorie
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„Die Sweet-Teddy-Theorie“ von Lucy Chalice ist die romantische Fortsetzung vom Hot-Henry-Effekt und dreht sich diesmal um seinen charmanten Zwillingsbruder.
Dr. Hannah Havens ist eine geniale Veterinärin, ...

„Die Sweet-Teddy-Theorie“ von Lucy Chalice ist die romantische Fortsetzung vom Hot-Henry-Effekt und dreht sich diesmal um seinen charmanten Zwillingsbruder.
Dr. Hannah Havens ist eine geniale Veterinärin, aber ihre Social Skills sind eindeutig ausbaufähig. Nach der hässlichen Trennung von ihrem manipulativen Ex muss Hannah in ihre kleine Heimatstadt zurückkehren, wo sie in der örtlichen Tierarztpraxis anfängt. Dort stellt sie entsetzt fest, dass ausgerechnet Teddy Fraser ihr neuer Nachbar ist. Der attraktive und charmante Teddy muss Menschen nur anlächeln und schon sind sie ihm verfallen. Auch Hannah verfiel ihm mit achtzehn Jahren kurzzeitig, aber jetzt ist sie immun. Zumindest denkt sie das, denn Teddy will gern an ihre Vergangenheit anknüpfen und kämpft mit allen Mitteln darum, Hannah von sich und seinen ernsten Absichten zu überzeugen.

Ich mochte schon die süße Lovestory um Henry und Clara absolut gern und so war ich neugierig, welche Geschichte Frauenheld Teddy zu bieten hat. Das Grundschema bleibt bei Lucy Chalice ähnlich wie beim ersten Teil, obwohl Teddy im Gegensatz zu seinem Bruder nicht ebenfalls in der Wissenschaft zuhause ist.
Der humorvolle Schreibstil liest sich leicht und locker und ich musste einige Male laut lachen. Manchmal hätte ich mir ab und zu Teddys direkte Perspektive gewünscht, auch wenn eigentlich für alle außer Hannah seine Gefühle und Absichten hundertprozentig klar sind.
Hannah hat schon seit ihrer Kindheit Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein. Sie ist sehr direkt, wodurch sie kratzbürstig und unnahbar wirkt. Ihre letzte Trennung hat ihr Vertrauen in Männer definitiv nicht besser gemacht, aber oft ist sie zu stark in ihren Ängsten gefangen.
Bei Teddys teils unbeholfener Charmeoffensive möchte man einfach nur Dahinschmelzen. Es ist zuckersüß, wie er um seine Traumfrau kämpft, die wie die Nachbarsziege mit Blindheit geschlagen ist. Bei Teddy ist klar, dass er ein fiktiver Charakter ist, denn ich glaube nicht, dass es diese perfekte Kombination in der Realität gibt. Aber genau dafür sind Bookboyfriends ja da.

Mein Fazit:
Süß, süßer, Teddy. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Little Noughton

The One I Didn’t See Coming
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„The One I didn’t See Coming“ von Piper Rayne ist der dritte Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe über die Plain Daisy Ranch.
Briar Adams kehrt mit gebrochenem Herzen aus Chicago zurück nach ...

„The One I didn’t See Coming“ von Piper Rayne ist der dritte Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe über die Plain Daisy Ranch.
Briar Adams kehrt mit gebrochenem Herzen aus Chicago zurück nach Willowbrook, denn der Mann, den sie glaubte zu lieben, hat sie komplett belogen. In ihrer kleinen Heimatstadt will Briar neu anfangen, wobei sie von ihrer älteren Schwester Gillian unterstützt wird. Sie hat jetzt zwar einen Job als Yogalehrerin, aber ihre neue Wohnung wurde leider gerade verkauft. Ausgerechnet Emmett Noughton bietet ihr ein Zimmer in seinem Haus an, was Briar in ziemliche Gewissenskonflikte stürzt. Emmett war der Mann, in den sie schon in ihrer Highschoolzeit verliebt war. Aber er enttäuschte sie schwer und seitdem zeigt sie ihm wahrscheinlich als einzige Frau die kalte Schulter. Doch als Mitbewohnerin kann sie ihm und seinem Charme nicht mehr ausweichen.

Emmett ist als Jüngster der drei Brüder das Nesthäkchen der Familie Noughton, der bisher quasi Narrenfreiheit genoss. Leider hat das auch zur Konsequenz, dass ihn keiner richtig ernstnimmt, was Emmett mit mittlerweile Ende zwanzig doch zunehmend frustriert.
Piper Rayne haben für ihn die perfekte Lovestory gefunden, bei der er endlich seine Stärken und seinen wahren Charakter zeigen darf. Das ist so süß und ich gebe zu, dass Emmett schon immer mein heimlicher Liebling war.
Briar hat im Gegensatz zu Emmett keine große Familie und so war sie bisher meist Einzelkämpferin. Ihre Vorbehalte gegen Emmett sind nach ihren Erfahrungen hundertprozentig nachvollziehbar, genau wie ihre Vertrauensprobleme. Genau deshalb ist das Tempo perfekt, in dem sich beide langsam annähern und endlich zueinander finden.
Die warmherzige Small Town Atmosphäre ist mal wieder absolut gelungen, aber es zeigen sich auch die kleinen Schattenseiten. Denn in einer so engen Gemeinschaft ist es eben schwierig, einen einmal gewonnenen Ruf wieder zu revidieren. Wir wären aber nicht bei Piper Rayne, wenn sie dieses Problem nicht berührend, humorvoll und herzerwärmend lösen würden.

Mein Fazit:
Hier gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Falsch verbunden

The Deadly Side of Love
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„The Deadly Side of Love“ von Francis Eden ist der erste Band ihrer magischen und humorvollen Fantasy Dilogie Hexbound Disasters, in der ein Zauber mächtig schiefgeht.
In ihrem Zirkel der White Witches ...

„The Deadly Side of Love“ von Francis Eden ist der erste Band ihrer magischen und humorvollen Fantasy Dilogie Hexbound Disasters, in der ein Zauber mächtig schiefgeht.
In ihrem Zirkel der White Witches kann man die chaotische Deandrea Moth noch nicht einmal mit viel gutem Willen als talentiert bezeichnen, denn ihre magische Begabung fliegt weit unter dem Radar. Trotzdem will Dee beweisen, dass sie es allein schafft, den magischen Buchladen des Zirkels nicht durch die aktuelle Räumungsklage zu verlieren. Ein Schutzgeist muss her und Dee findet im Witch-Net sogar eine passende Beschwörung. Leider geht mal wieder alles schief und dann kommt auch noch Pech dazu. Plötzlich hat Dee statt des hilfsbereiten Schutzgeistes einen mächtigen Dämon und Seelensammler an sich gebunden, der darüber zunächst wenig erfreut ist. Viel zu attraktiv und unverschämt charmant ist Ydril aber bald eine permanente Versuchung, die Dee von ihrer eigentlichen Mission ablenkt.

Sei vorsichtig, was du dir wünschst, vor allem, wenn dein Hexentalent eher ausbaufähig ist und du zu Chaos und Missgeschicken neigst. Darauf hätte unsere liebenswerte Heldin in diesem Buch mal lieber gehört, aber dann wäre es für uns nur noch halb so unterhaltsam.
Der lockere und humorvolle Schreibstil von Francis Eden lässt einen viel zu schnell durch die Seiten fliegen und für den wirklich bösen Cliffhanger am Schluss hätte sie einen eigenen Fluch verdient. Scherz. Oder doch nicht.
Das beschauliche Dörfchen, in dem sich Dees Bücherladen befindet, ist voller tödlicher Kreaturen, die ausgerechnet die eher harmlose Hexe als Ausgestoßene behandeln. Trotzdem hat sich Dee hier ein Zuhause geschaffen, nachdem es für sie aus Gründen im Zirkel unerträglich wurde.
Man kann Dee nur mögen, denn sie ist einfach zu liebenswert und weckt Beschützerinstinkte. So geht es auch dem eigentlich eiskalten Ydril, der mit jedem Tag ihrer unfreiwilligen Verbindung mehr Gefallen an der ganzen Sache findet.
Die knisternde Chemie zwischen den beiden funktioniert jedenfalls ab der ersten Sekunde. Ein Match made in Hell, welches leider mit einigen Hindernissen zu kämpfen hat. Ich liebe ihre witzigen Schlagabtausche und ihre ganz besondere Dynamik. Deshalb hat mich das Ende umso verzweifelter zurückgelassen und ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Das volle Sternchenfeuerwerk und eine klare Leseempfehlung!

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