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Veröffentlicht am 27.11.2025

Eine weihnachtliche Geschichte fürs Herz.

Christmas, Love and other Disasters
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Seit elf Monaten lebt Elle nun schon in Inwood und versucht händeringend, einen Job zu finden. Nachdem es eine Absage nach der anderen hagelte, ist jetzt der Tag gekommen, in den die Event-Managerin ihre ...

Seit elf Monaten lebt Elle nun schon in Inwood und versucht händeringend, einen Job zu finden. Nachdem es eine Absage nach der anderen hagelte, ist jetzt der Tag gekommen, in den die Event-Managerin ihre verbleibende Hoffnung legt. Wochenlang hat sich Barnes präzise auf das Vorstellungsgespräch bei einer renommierten, auch international hoch angesehenen Agentur vorbereitet. Jedes Detail ist haargenau geplant und bedacht – bis auf das über Nacht einbrechende Schneechaos … Und so kommt Elle Barnes durchnässt, gestresst und von Vorschriften aufgehalten zu spät. Ihren Frust nicht länger bei sich behalten könnend, macht sie diesem im Fahrstuhl lautstark und unverblümt Luft. Drauf geschissen, was der fremde Anzugträger von ihr hält. Nur dass Mr. Stillschweigen weder unbekannt noch unbedeutend ist: Keane Waters, der Junge, mit dem sie zu Schulzeiten schmetterlingsfreisetzende und herzzerfetzende Momente teilte. Und der CEO der ‚Waters Corporation‘ … Dass Keane, allseits beschmachteter Highschoolschwarm, nicht nur Erinnerungen, die bittersüß schmecken, und die Frage „Was wäre gewesen, wenn …?“ in ihrer stechendsten Form heraufbeschwört, sondern noch immer eine unwiderstehliche Anziehung auf sie auszuüben vermag, macht es Elle doppelt schwer, sich mit dieser neuerlichen Blamage auseinanderzusetzen und sich auf ihre berufliche (deprimierende) Zukunft zu fokussieren. Doch dann scheint die magischste Zeit des Jahres auch für Elle Barnes – impulsiv, vorschnell und bis in die Knochen verunsichert – ein Wunder bereitzuhalten: Mr. hotasfck Waters gibt ihr trotz der ungehaltenen Schimpftirade vier Wochen, um ein Christmas-Event für 500 Personen auf die Beine zu stellen, mit der Aussicht auf die Leitung einer eigenen Abteilung. Die Zeit läuft … denn so kurz vor Weihnachten braucht Elle alle Zufälle und jeden Funken Glück, den sie kriegen kann …

Anja Tatlisu hat es wiederholt geschafft, mich vollkommen zu verzaubern, durchweg zu unterhalten, zu berühren und letztlich sogar einen Funken Weihnachtsfeeling in mir zu wecken. Erzählt wird aus Elles Perspektive, sodass wir in ihre aktuelle Lage eintauchen und ihre Probleme, die in einer durch Rastlosigkeit und Unsicherheit geprägten Kindheit begründet liegen, nachvollziehen können. Denn obgleich sich die ambitionierte Protagonistin der Tatsache bewusst ist, ihr Leben mittlerweile selbst bestimmen zu können, ihr nicht mehr die Gefahr droht, plötzlich aus ihrem Umfeld gerissen zu werden und alles und jeden zurücklassen zu müssen, so tief pulsieren die Bindungsängste in ihr. So fest verankert ist die emotionale Sperre, die sie davon abhält, Menschen wirklich und aufrichtig an sich heranzulassen, sich verletzlich zu machen. Zumindest gibt es Ernest, dem sie als Stammkundin fast täglich einen Besuch abstattet, und ihre zwei Nachbarinnen/besten Freundinnen, die Elle mit gemütlichen Abenden und cozy Terrassen-Ritualen regelmäßig aus dem Einsiedlerinnen-Dasein locken.

„Christmas, Love and other Disasters“ ist durchweg herrlich zu lesen, gewissermaßen frisch und amüsant. Durch bildhafte Beschreibungen war es unglaublich leicht, sich in das verschneite, von bunten Lichtern erhellte Manhattan zu begeben und gemeinsam mit Elle nichts unversucht zu lassen, um diese einmalige Chance zu nutzen. Dass sie dabei wider Erwarten nicht auf sich allein gestellt ist, sich der „Scheißschuppen“ als großartig und mitarbeiterInnenorientiert erweist und selbst der CEO weit von einem Arschl*ch-Boss entfernt ist, treibt Elle so sehr in Christmas-Feels wie noch nie. Gleichzeitig macht ihr es die Konfrontation mit Keane nicht leicht: Sein Auftreten, seine Fürsorge und sein immer noch anbetungswürdiger, verschmitzter Charme wecken in der introvertierten Frau kribbelige Unruhe und ihren berüchtigten Fluchtinstinkt. Denn wo Keane direkt und offen ist, blockt Elle schweigend ab. Dass es der ehemalige Footballspieler zudem spielerisch leicht schafft, ihr Herz (erneut) für sich zu gewinnen, bereitet Elle größere Sorgen, als sie bereit ist, zuzugeben ... Zwischen geschäftlichen Meetings, der besten heißen Schokolade „für zwei“, dem innigen Weihnachtsbaum-Kauf und Omas Plätzchen, zwischen Versteckten-Bar-Besuchen und heimlichen Küssen kommen sich die beiden immer näher … bis Elles voreiliger Selbstschutz zuschlägt und härter trifft als jemals zuvor …

Diese Christmas-Romance kommt mit Humor, Cuteness und Romantik daher, mit funkelndem Schnee und kitschigen Seufzern, mit dem GOOD GUY, der Herzen zum Schmelzen bringt, und einer verletzten, aber einsichtigen Protagonistin. Es war durchweg schön, die Entwicklung zwischen Elle und Keane zu verfolgen, sich in Missverständnissen zu verheddern und diese ohne großes Drama, ohne Vorhaltungen zu überwinden. Tiefe erhält die zwischenmenschliche Beziehung zusätzlich durch Rückblenden in die gemeinsame Highschool-Zeit, Abschnitte, die Spaß machen und Keane auf Platz 1 der Bookboyfriends heben. Neben der hervorragenden Kulisse platzierte die Autorin mit Carli und Lin zwei großartige Freundinnen an Elles Seite, solche, die sich jede/r nur wünschen kann, und spickte die Story mit allerhand weihnachtlichen Details. Jedes Kapitel wird von einer originellen Überschrift eingeleitet und am Ende warten relevante Informationen sowie ein Rezept, das ich GENAUSO wie im Buch beschrieben backen werde … Apropos Anzüglichkeiten: Für alle, die keinen Wert auf zig und seitenlange explizite Szenen legen, denen die Andeutung reicht, die trotzdem Lust auf prickelnde Empfindungen und Dauergrinsen haben, ist dieses Buch perfekt.

„Christmas, Love and other Disasters“: Christmas-Feels x Schmunzelgarantie.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Absolut großartig

A Taste of Bitter Secrets
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Habt ihr schon mal ein Buch gelesen, das nicht enden sollte? Das wie eine warme Decke war, wie eine Umarmung? Wie ein Abend mit den besten FreundInnen, voller Lachen und Liebe? Ein Buch, das sich so anfühlte ...

Habt ihr schon mal ein Buch gelesen, das nicht enden sollte? Das wie eine warme Decke war, wie eine Umarmung? Wie ein Abend mit den besten FreundInnen, voller Lachen und Liebe? Ein Buch, das sich so anfühlte wie „Ich sehe dich“, „Du bist nicht allein“ und „Go, Girl!“? Das den Geruch von Zimt und Kürbis verströmt und gleichzeitig die Wirkung von einem Haufen Zwiebeln hat?

Mit 15 Jahren hat Gwendoline Whitmore ihre Heimatstadt und somit auch ihren Vater und ihre kleine Schwester verlassen. Nur selten zieht es sie zurück nach Canterbury, und wenn, dann nur mit Widerwillen, nur für eine Aufgabe, nur kurz. Auch jetzt ist es ein Job, ein Gefallen, der sie nach Hause drängt. Denn das Chaucer's Rest, das urige Restaurant, das einst das Herzstück ihrer Eltern war, heute nur noch von ihrem Vater geführt wird, mit Melancholie behaftet ist, mit schrecklichen Erinnerungen, braucht dringend Kundschaft und einen frischen Schliff. Und wer könnte besser für Aufmerksamkeit sorgen als eine bekannte Social-Media-Managerin? Doch statt Cozy-Autumn-Core ist es gerade der neue Koch, der Gwens Konzept unfreiwillig mit Dark-Romance-Vibes versetzt – und viral geht!

Henry Griffin kann sich nur schwer vorstellen, dass die verlorene Tochter des Bosses mit so einem Quatsch ihr Geld verdient. Unter keinen Umständen stellt er sich vor die Kamera, um die fragwürdigen Fantasien irgendwelcher Hausfrauen zu befeuern … Oder doch?

In „A Taste of Bitter Secrets“ führt uns Anne Goldberg in die Leben und Gedanken zweier erwachsener Menschen, auf deren Seelen Unausgesprochenes lastet, tiefe Narben, Wut und Trauer.
Obgleich der Ton ein fluffig-leichter war, humorvolle Situationen, anzügliches Geplänkel und anrüchige Provokationen warten, ist die Schwere, die Nostalgie, der Schatten, der so oft über beide Gemüter – über die Handlung – huscht, unübersehbar. Nicht wegzufühlen. Bestärkt durch reine Poesie war es so einfach, sich gemeinsam mit Henry und Gwen fallen zu lassen. Hinzusehen.
Welche Geschichte hinter dem wortkargen, unnahbaren Küchengenie liegt, kristallisiert sich ebenso langsam heraus wie Gwens Vergangenheit, jener wahre Grund, der sie antrieb, ihr Zuhause zu verlassen, und sie doch nie davon abhielt, immer wieder zurückzukehren. Sei es nur für einen gestohlenen Augenblick. Für einen Hauch dessen, was sie aufgegeben hat, um sich selbst zu schützen. Sei es nur, um erneut zu flüchten. Vor dem Mädchen, das sie damals war, dem Geist ihrer Mama, der Wehmut. Vor der Angst, der Scham und all den zu schwerwiegenden Emotionen, die mit jedem Kapitel, jedem Einblick in die ungefilterte Gwen deutlicher werden.
Kleine Metaphern und Spitznamen, die knisternde Anziehung zwischen dem Hot-as-fck-Koch und der bösen Fee, die Verletzlichkeit und Vorsicht in ihrem Sein und ihrem Näherkommen – zwischen Herantasten, Ausreizen und Grenzen wahren – brachten wohlige Seufzer und Unterhaltung mit sich. Ein auf die LeserInnen übergreifendes Prickeln, schieres Herzklopfen und Mitschmunzeln. Unglaublich beeindruckt hat mich neben der nuancenreichen Ausarbeitung der Figuren auch ihr Mut, die schleichende Veränderung und die zarte romantische Entwicklung, die wunderbar ohne drölf S*xszenen auskam.
Goldberg lässt zu, dass die Fassaden ihrer Protagonisten Stück für Stück bröckeln, in einem gemächlichen, passenden Tempo, untermalt von vagen Andeutungen und unguten, Bauchweh verursachenden Vorahnungen. Je weiter der Verlauf voranschreitet, umso dichter scheint die Beklemmung, umso schwerer wiegt das Ungesagte, umso intensiver beleuchtet Anne nicht nur die Erlebnisse und Entscheidungen, die Gwen und Henry zu ihrer jetzigen Version werden ließen, sondern auch (gesellschaftliche) Missstände, essenzielle, sensible und reale Themen. Wie beispielsweise die Kritik an einem System, das Kinder und Jugendliche alleine lässt, um sie auszugrenzen, aufzugeben und zu bestrafen. Das ,Nein’, das übergangen wird, und das Trauma, das nie mehr vergeht. Mobbing und das, was es in einem Menschen – nachhaltig – zerstört. Ganz zu schweigen von all den anderen relevanten und tiefschürfenden Dingen, die die Autorin einfließen lässt – ohne zu überladen, sondern so, als lege sie den Finger gerade lang genug auf eine Wunde, bis sie ziept, nach Aufmerksamkeit verlangt und dir nichts weiter übrig bleibt, als hinzusehen – oder vielleicht auch hinzuspüren.

„A Taste of Bitter Secrets“ wartet mit einigen Überraschungen auf, mit Ernst, der sich einfühlsam in die atmosphärische Story fügt, mit Nebencharakteren, die Licht bringen, Freundschaft und Familie symbolisieren. Mit der Lust auf Zimt und der Sehnsucht nach einem Shadowdaddy. Mit einer Entschuldigung und Vergebung – an das Kind, das wir waren.
Mit dem letzten Twist wirft uns Anne Goldberg wie gewohnt aus der Bahn, generiert den letzten Rest fehlenden Verständnisses, rührt zu Tränen, entfacht Gänsehaut und die eigene Wut.
Diese Romance ist gleichzeitig eine warme, tröstende Umarmung wie sie ein Pulverfass ist, ebenso gemütlich wie tragisch, amüsant und schmerzlich in einem. Ich liebte die Geschichte und die Protagonisten, liebte Elise und Rory, all die verstreuten Details, die verführerische Tension, die Versuche, Stärke zu wahren, um doch zu zerbrechen, um doch menschlich zu sein. Annes Stil war wunderschön zu lesen – authentisch und echt, gespickt mit puren Emotionen, realitätsnahen Problemen und harten Themen. Solche, über die nicht genug gesprochen werden kann, über die geredet werden muss.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Absolute, von Herzen kommende Empfehlung

Wenn heute unser Morgen wäre
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♡Du hast „𝐃𝐚𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐬𝐚𝐥 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐦𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐫𝐚𝐞𝐭𝐞𝐫“ geliebt?

Dann lies „𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐌𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐚𝐞𝐫𝐞“!♡



Für Grace McIntyre ist das Musikprojekt mehr als nur eine lästige Pflicht, die es zu bestehen ...

♡Du hast „𝐃𝐚𝐬 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐬𝐚𝐥 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐦𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐫𝐚𝐞𝐭𝐞𝐫“ geliebt?

Dann lies „𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐌𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐚𝐞𝐫𝐞“!♡



Für Grace McIntyre ist das Musikprojekt mehr als nur eine lästige Pflicht, die es zu bestehen gilt, um ihr Stipendium zu behalten. Denn die Teenagerin liebt, lebt und fühlt Melodien, Lieder und Klänge. Half ihr die Musik doch selbst durch die dunkelsten Zeiten. Doch ihre Vorfreude wird rigoros getrübt, als sie gerade Callum Hayward – ihren einstigen Konkurrenten, den Jungen, der keinerlei Interesse mehr an „Zeitverschwendungen“, an Freude und Freundschaften hat – als Partner zugeteilt bekommt. Auch der angehende Jurist ist alles andere als begeistert, neun Wochen mit Grace zusammenarbeiten zu müssen. Denn nicht nur geht ihm das optimistische Mädchen unter die Haut, auch hat er seinem Talent, ihrer gemeinsamen Leidenschaft, vor Jahren den Rücken gekehrt. Alles in Callum sträubt sich dagegen, sich erneut für Grace und die Musik zu öffnen …



Sophie Herbst erzählt ihr Own-Voice Jugendbuch in einem altersgerechten, klaren und einfachen Stil, dennoch gehen bildreiche, poetische Empfindungen, die unübersehbare Melancholie, die Tragik nah, berühren tief.

Wir verfolgen das Geschehen aus wechselnder Perspektive, was die 16-Jährigen, ihre individuellen Lebenssituationen und den Wandel, den beide vollziehen, greifbar werden lässt. Während Callums Vater zwar für einen wohlhabenden, privilegierten Lebensstil, aber auch für ein kaltes, einsames Zuhause sorgt, den Jungen mit hohen Anforderungen und Zielen, seinem eigenen Schmerz unter Druck setzt, haben Grace’ Eltern ihre Karrieren auf Eis gelegt und damit das vorher schon knappe Einkommen geschmälert. Und doch fehlt es der begabten Musikerin an nichts, vor allem nicht an Aufmerksamkeit, an Wärme, Wertschätzung und Liebe.

Mr. & Mrs. McIntyre und Gracies FreundInnen sind großartige Menschen, die besten. Wie auch die Teenagerin selbst – ein Mädchen, das zu früh erwachsen werden musste. Das alles versucht, um weder Last, noch zu viel zu sein; das die Musik atmet und aus ihr zehrt. Das für jede/n das größtmögliche Glück erhofft. Auch für Callum, diesen verbitterten Jungen, der gebeugt ist von Selbsthass, Verlust und Erwartungen, die er nicht erfüllen kann. Erst durch die Wochen mit seiner Konkurrentin – die ihn an das erinnert, was er verloren hat – erkennt er, dass jene Zukunft, für die er ununterbrochen ackerte, für die er alles aufgab, vielleicht niemals eintreffen wird. Was abweisend und kalt beginnt, wird zu einer intensiven Zusammenarbeit, die nicht nur einen Song mit Gänsehautgarantie hervor-, sondern die beiden einander näher bringt. Die zeigt, was wirklich wichtig ist: das Heute und das Jetzt.



Abgesehen der Protagonisten, die auf ihre eigene Art gebrochen sind, sich herausfordern und ergänzen, die auf verschiedene Weise und doch gemeinsam erstarken, begegnen wir mit Eric, Val, Will und Lou TeenagerInnen, die beeindrucken. Von denen man sich wünscht, sie selbst zu kennen. Auch Grace' Eltern sind eine Komponente, die zu Tränen rührt, während Mr. Hayward Zeit braucht, um zu verstehen, um endlich wieder hinzusehen.

Die Liebesgeschichte ist sanft, dominiert weder die Handlung noch die Gefühlslage des Buches. Was ich hier besonders schön finde: Die Autorin kreierte eine Greenflag-Beziehung, die sich entwickelt. Eine gesunde Liebe. Eine, die abwägt, die nicht verletzt. Die hält und heilt.



„Wenn heute unser Morgen wäre“ ist ein bittersüßer Coming-of-Age-Roman, den ich allen Altersklassen empfehlen möchte, spricht Herbst doch von dem Mut, der in jedem von uns steckt, von der Angst, die es zu überwinden gilt, manchmal jeden Tag. Von Erfahrungen und Erlebnissen, die uns unwiderruflich verändern. Von Musik, Leidenschaft und von der Vergänglichkeit des Seins. Unglaublich einfühlsam und authentisch gibt die Autorin einer Krankheit Kontur, schafft die dringend benötigte Aufmerksamkeit, ohne in rosarote Töne zu driften. Neben Klischees und Stigmatisierung wird auch Medical Gaslighting angesprochen – etwas, was so selten Beachtung findet, dabei aber alltäglich ist. Wir werden mit schmerzlichen, realen Themen konfrontiert, mit Tod und Verlust, mit Hoffnung und Panik. Mit der Bedeutung, die Familie hat, und mit bedingungsloser Freundschaft, solche, die auch in den dunkelsten Tälern noch Bestand hat. Sophie führt uns vor Augen, was wirklich zählt im Leben, erinnert uns, wofür es sich lohnt zu kämpfen und daran, dass wir manchmal nicht in einem „Danach“ ankommen werden, sondern das „mit“ akzeptieren müssen. Oder das „ohne“.



Dieser Roman ist bedrückend, intensiv und echt. Eine Hommage an das Heute. Das Heute, das nicht zurückkommt, und das es wert ist, in jeder Nuance genossen zu werden.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Sehr gute Romance Suspense

All We Lost Was Everything – Deine Liebe brennt wie Feuer
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Vor neun Monaten ging Rivers Mutter ohne ein Wort.
Als wären dieser Verlust, die quälende Hoffnung und das nagende „Warum?“ nicht schon zerstörerisch genug, implodiert nur acht Wochen später das komplette ...


Vor neun Monaten ging Rivers Mutter ohne ein Wort.
Als wären dieser Verlust, die quälende Hoffnung und das nagende „Warum?“ nicht schon zerstörerisch genug, implodiert nur acht Wochen später das komplette Leben der Musikerin – von ihrer ersten Liebe vor die Tür gesetzt, steht sie jetzt vor einem Haufen Asche, dort, wo einst ihr Zuhause war. Nichts blieb übrig. Auch nicht ihr geliebter Vater …
Um Rechnungen und die Beisetzung zu bezahlen, initiiert Rivs beste Freundin einen Spendenaufruf, der erst nur die nötigen Kosten deckt, sie dann aber plötzlich zur Millionärin macht. Aber River kann sich nicht überwinden, die anonyme Spende anzurühren, zu bitter ist der morbide Beigeschmack. In dieser schweren Zeit verankern sie Tita Anna und Tawny McGill in der Realität, schenken ihr Trost, und ihr Job in Gerties Diner, der sie zwingt, Normalität zu mimen. Wäre da nur nicht Logan Evans, der sie mit seinem abweisenden Verhalten, seiner Gleichgültigkeit und seinem Aussehen in den Wahnsinn treibt … bis die beiden, verbunden in Schmerz, einander näherkommen. Vielleicht zu nah.
Denn das Schicksal ist noch lange nicht fertig mit River Santos.

♡„𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘴 𝘶𝘦𝘣𝘳𝘪𝘨 𝘨𝘦𝘣𝘭𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯.“

Nach „Everything We Never Said“ hatte ich hohe Erwartungen an „All We Lost Was Everything“ – den zweiten Suspense-Roman von Sloan Harlow.
Obgleich sich die Spannungskomponente eher subtil zeigt, durch fragliche Entwicklungen, Ausschnitte von nie erhaltenen Briefen und Informationen, die die Protagonistin nach und nach ausgräbt, zutage tritt, schafft es die Autorin, kontinuierlich ein mulmiges Gefühl in den Zeilen mitfließen zu lassen und zu eigenen Überlegungen zu animieren.
Erzählt wird vorrangig aus der Sicht der 18-Jährigen, sodass wir eine Verbindung zu ihr aufbauen, Teil der bodenlosen Trauer und Traurigkeit sind und ihre Verzweiflung körperlich fühlen können. Aufgehellt wurden die melancholischen Töne, die dunklen Nuancen von der Wärme, dem Rückhalt und der Fürsorge, die River von ihrer Mitbewohnerin und Tawny erhält. Vor allem Letztere – quirlig, direkt, liebevoll – war stets zur Stelle, wenn Riv drohte, in ihre eigenen Abgründe zu driften. Das Trio, ihr amüsantes Geplänkel und diese wunderschöne Freundschaft, die Mädchengespräche und leichteren Augenblicke gruben sich schnell in mein Herz, im Gegensatz zu den männlichen Figuren der Geschichte.
Scheint Noah für River nur noch eine ziepende Erinnerung zu sein, ein Feigling, der Daddy gefallen will, nimmt Logan nicht nur die zweite, jedoch selten zu Wort kommende Perspektive, sondern auch immer mehr Raum in ihren Gedanken ein. Erobert sich einen Platz in ihrem Leben, bekommt ihr Vertrauen. Ihr Lachen. …

Je tiefer Santos den plötzlich aufploppenden Ungereimtheiten nachspürt, Antworten auf Fragen sucht, die sie nie gedachte, sich stellen zu müssen, umso häufiger sie mit Wahrheiten konfrontiert wird, die alles – ihre Vergangenheit, ihr ganzes Leben und die Menschen, die sie liebt(e) – ins Wanken bringen und drohen, ihr auch noch den letzten Rest Boden unter den Füßen wegzuziehen, umso deutlicher erwacht ein ungewisses Misstrauen. Vergiftet jede Begegnung. Jedes Gespräch.

Harlows Stil ist wunderbar zu lesen, eindringlich und so bildreich, dass sowohl die Kulissen als auch die Charaktere und ihre Empfindungen vorstellbar wurden. Die Storyline ist detailliert, ohne ausschweifend zu sein, abwechslungsreich und durchdacht. Es war so einfach, mitzufühlen, mitzufiebern, die leise Hoffnung zu spüren und den Schmerz. Die kratzende Angst und den knallenden Schock – denn ja: Den Twist hab ich nicht kommen sehen!
„All we Lost was Everything“ ist von Anfang an mitreißend und emotional, voll von Geheimnissen, Lügen und unerwarteten Überraschungen. Neben Trauer und Verlust sind auch Wachstum und Loslassen zugegen, Seite an Seite mit Freundschaft und Liebe. Definitiv eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Beste MafiaRomance Reihe

Savage Hearts
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»Küss’ mich so, als würdest du es ernst meinen (…)«


Malek Antonov, eines der berüchtigsten und gefürchtetsten Mitglieder der russischen Mafia, ist auf dem Weg, Rache zu nehmen. Doch statt den Mörder ...

»Küss’ mich so, als würdest du es ernst meinen (…)«


Malek Antonov, eines der berüchtigsten und gefürchtetsten Mitglieder der russischen Mafia, ist auf dem Weg, Rache zu nehmen. Doch statt den Mörder seines Bruders zur Strecke zu bringen, holt er sich das Mädchen, das er so dringend retten wollte.
Riley Keller kann nicht fassen, dass ihre bildschöne, elegante Schwester nun auch noch den perfekten Mann gefunden hat – reich, attraktiv und Sloane verfallen. Dass Declan O’Donnell eine rot gesprenkelte Weste trägt, tut seinem Charme keinen Abbruch. Aber scheinbar hat der Boss der irischen Mafia einen tödlichen Schatten. Und dieser ist nun gekommen, um sich ein Vögelchen zu schnappen …

Knapp heruntergebrochen, denn ich kann euch versichern, dass auch die Umstände des 3. Teils der Romance-Reihe »Queens and Monsters« weitreichender sind, die Situation vertrackter und die Entwicklungen? Eine reinste Köstlichkeit.
Wieder schaffte es J. T. Geissinger mit Humor, viel Witz und Ironie eine spannende, aufregende Geschichte zu konzipieren, in der weder an Action noch an Dunkelheit, nicht an erotischer Anziehung oder Abgründen gespart wurde. Schüsse fallen und Blut fließt, während sich drei Mafiosis unterschiedlicher Einflussbereiche mit perfiden Plänen, hinterlistigen Anschlägen und purem Hass bekriegen. Dass diese Männer – mächtig, kaltblütig, skrupellos – von Frauen unterjocht werden, die mehr verbindet als ihre verrückte – und zugleich großartige – Liebe zu Killern, verschafft der Handlung erneut eine herrliche, frische Skurrilität.

Erzählt wird hauptsächlich aus der Perspektive der introvertierten Lektorin, die keinen Hehl aus ihren Unsicherheiten und dem Argwohn, den sie vor allem Sloane gegenüber hegt, macht. Umso verstörender für Riley sind die Hitzewallungen und das pulsierende Kribbeln, das der Fremde, ein Eindringling, mit jedem wahnsinnigen Blick, jedem unverständlichen Wort in ihr entfacht.
Malek hält nichts von Romantik und dem Eheschwur. In die Bratva gezwungen, sich die Furcht der gefährlichsten Menschen der Welt gesichert, gibt er seit Jahren alles, um den letzten Rest Familie zu schützen. Als ihm dieser genommen wird, will er Vergeltung – doch das zierliche Geschöpf, zu gut für die Welt, zu selbstlos, weckt in dem schattenhaften Auftragsmörder eine verloren geglaubte Verletzlichkeit … die es loszuwerden gilt.

Die Mafia-Komponente – die blutigen Kriege der einzelnen Parteien – bekam in diesem Band mehr Gewicht und Raum, was die feindselige Verbindung zwischen den kriminellen Organisationen unter den Führungen von Kazimir Portnov und Declan O’Donnell sowie Maleks Rolle noch deutlicher werden lässt.
Im wendungsreichen Verlauf schwingen Unbarmherzigkeit, strikte Regeln und Hierarchien mit, Deals, die angreifbar machen, und so viel echte Liebe. Neben pompösen Villen und Luxus wirft uns Geissinger in die harsche Moskauer Kälte, in ruhige Abgeschiedenheit und den Kampf ums Überleben. Setting und Geschehnisse wurden mit einer bedrohlichen Atmosphäre unterlegt und bildhaft gezeichnet. Informative Gespräche, sarkastische Monologe und spritzige Schlagabtausche vereinen sich mit temporeichen, adrenalingeladenen Szenen und unerwarteter Zärtlichkeit zu einer unterhaltsamen und mitreißenden Story, die uns in einem lockeren, oft derben und stets authentischen Ton veranschaulicht wurde. Wie schon in 𝐂𝐚𝐫𝐧𝐚𝐥 𝐔𝐫𝐠𝐞𝐬 und 𝐑𝐮𝐭𝐡𝐥𝐞𝐬𝐬 𝐂𝐫𝐞𝐚𝐭𝐮𝐫𝐞𝐬 sind auch die Protagonisten aus 𝐒𝐚𝐯𝐚𝐠𝐞 𝐇𝐞𝐚𝐫𝐭𝐬 fein konturiert, mit Vergangenheit und Eigenheiten, mit Streitlust und Beharrlichkeit gezeichnet, hinzu kommt einerseits die passend inszenierte individuelle, andererseits die romantische Entwicklung, für die Zeit und Tiefe aufgewendet wurde.

Obgleich die Bände der »Queens and Monsters« unabhängig voneinander funktionieren, werden LeserInnen der Reihe Freudenschreie ausstoßen, denn wir treffen die Hauptakteure der beiden Vorgänger wieder. Die Autorin verknüpft die Schicksale von Declan und Sloane, Kage und Natalie geschickt mit jenen Entscheidungen von Riley und Malek, sodass der komplette Plot, die Beziehungen und Freundschaften – ebenso wie die Konflikte und Rivalitäten – eine enorme Intensität erhalten. Doch so harmonisch die Stimmung gen Ende erscheint, das letzte Wort zwischen dem Iren und dem Russen ist noch nicht gesprochen. Und auch Rileys verschmähter Bodyguard wird noch seine Hauptrolle kriegen …

𝐒𝐚𝐯𝐚𝐠𝐞 𝐇𝐞𝐚𝐫𝐭𝐬 ist amüsant, aufregend, spannend und emotional. Jetzt heißt es warten, denn 𝐁𝐫𝐮𝐭𝐚𝐥 𝐕𝐨𝐰𝐬 erscheint erst im März 2026.

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