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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2024

Liebe braucht manchmal den langen Atem

Das Jahr der zwei Welten
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Der Roman ermöglicht uns eine Zeitreise in die späten 1980er - vor dem Fall der Mauer - nach Westberlin. Mario verliebt sich in Silke. Doch die ist über eine alte Liebe noch nicht hinweggekommen und so ...

Der Roman ermöglicht uns eine Zeitreise in die späten 1980er - vor dem Fall der Mauer - nach Westberlin. Mario verliebt sich in Silke. Doch die ist über eine alte Liebe noch nicht hinweggekommen und so wartet Mario. Er arbeitet als Filmvorführer am Ku’damm und ist Autogrammjäger. Er ergattert eines von Sir Alec Guinness, doch das wird ihm beinahe wieder abgeluchst, von einem anderen Verehrer des großen Stars. Doch woher wusste dieser, wie er heißt und wo er arbeitet? Und so spinnt sich neben der auf kleiner Flamme schwelenden Liebesgeschichte noch ein Detektivgeschichte durch den Roman...

Der Stil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Der Handlungsverlauf wirkt auf mich sehr authentisch. Besonders gefallen hat mir, einen Blick hinter die Kulissen einen Kinos zu erhalten, nun ja, wie es vor 35 Jahren war, heute läuft ja alles digital. Ein weiteres Highlight ist die so ganz andere Art von „Liebesgeschichte“, solch einen Verlauf habe ich noch nie in einem Roman gelesen.
Und die Liebe des Autors zu Amrum ist unverkennbar.

Fazit: Ein ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich sehr gut unterhalten hat und ich habe noch was gelernt bei der Lektüre.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Lachs war bisher positiv besetzt bei mir

Liebe mit der Brechstange
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Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, was ich eigentlich erwartet hatte. Doch diese Erwartungshaltung wurde nicht erfüllt und das ist auch gut so. Geboten wird eine vielfältige Mischung mit folgender ...

Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, was ich eigentlich erwartet hatte. Doch diese Erwartungshaltung wurde nicht erfüllt und das ist auch gut so. Geboten wird eine vielfältige Mischung mit folgender Zutatenliste: Thriller, Gay Romance, Trash, Horror, Softporno, Mystik und irgendwie auch Independent-Filmkritik. Die Prise ‚magischer Realismus‘ hat mir persönlich besonders gut gefallen.

Die Handlung spielt in Berlin und ist auf dem Cover recht gut zusammengefasst. Im Laufe der Geschichte werden immer wieder Hinweise eingestreut, die irgendwie zusammenfinden, ohne jedoch ein abschließendes Gesamtbild zu ergeben. Der Autor lagert nicht alles auf dem Präsentierteller und bietet so Raum für eigene Interpretationen und Schlussfolgerungen. Über einiges musste ich eine Weile sinnieren, bevor der Groschen bei mir fiel.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er nicht in eine Schablone gepresst wirkt. Der Roman ist flüssig zu lesen. Vom Aufbau her bleibt mir jedoch das eine oder andere Fragezeichen. Es gibt sehr kurze Kapitel, die auf das Notwendigste begrenzt sind und lange, die fast ausschweifend wirken. Doch auch diesbezüglich kein 08/15 Grundschema.

Der Autor hätte – aus meiner Sicht – bezüglich des Ekelfaktors ruhig noch ein wenig mutiger sein dürfen. Phasenweise droht er fast in Vorserienniveau abzurutschen, bekommt dann aber immer wieder die Kurve. Ich vergebe die vollen Sterne vor allem wegen der bis zum Ende durchgehaltenen Nonkonformität.

Fazit: Vielschichtiger, als man denkt und ziemlich unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Beschwingter Zugang in eine andersartige Menschen- und Weltsicht

Der hochfrequente Mensch
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Das Buch klärt darüber auf, was mit hochfrequenten Menschen gemeint ist und welche besonderen Eigenschaften sie aufweisen. Darüber hinaus wird der Begriff teilweise abgegrenzt und teilweise vereinigt mit ...

Das Buch klärt darüber auf, was mit hochfrequenten Menschen gemeint ist und welche besonderen Eigenschaften sie aufweisen. Darüber hinaus wird der Begriff teilweise abgegrenzt und teilweise vereinigt mit hochsensibel, hochbegabt, neurodivers, hochsensitiv usw. Neue Aufschrift auf alter Verpackung? Ich denke nicht. Denn die Autorin geht einen Schritt weiter und zieht die Quantenphysik und morphische Felder hinzu.

Letztendlich handelt das Buch von Schwingungen beim Menschen und dem Rest der Welt und deren Ausprägungsgrad. Viele Informationen – aber relativ „leichtgängig“ beschrieben. Keine hochwissenschaftliche Abhandlung sondern recht gut zu lesendes Fachbuch. Viel Wissen, kompakt und nicht allzu ausschweifend.

Ich war mich vor Lektüre des Buches unsicher, würde danach aber behaupten, dass ich selbst nicht ‚hochfrequent“ bin, jedenfalls nicht nach Definition der Autorin. Für mich persönlich war vor allem der Abschnitt hinsichtlich luziden Träumens interessant, da ich mich speziell damit seit Jahrzehnten auseinandersetze.

Fazit: Mit einigen wenigen Äußerungen ging ich nicht konform, ansonsten war die Lektüre für mich eine Bereicherung meines Horizontes.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Du wirst erst Frieden finden, wenn du dich deiner Vergangenheit stellst!

ANTONIO - Dritter Teil
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Das könnte für mich die Überschrift für den dritten und letzten Teil der Serie sein. Nachdem ich vor kurzem den 2. Band gelesen hatte, wollte ich nicht lange warten, um zu erfahren, wie die Dreiecksgeschichte ...

Das könnte für mich die Überschrift für den dritten und letzten Teil der Serie sein. Nachdem ich vor kurzem den 2. Band gelesen hatte, wollte ich nicht lange warten, um zu erfahren, wie die Dreiecksgeschichte um Antonio, Michele und Johannes endet. Außerdem, wie es mit Francesca und Giuseppe weitergeht. Sich dem Vergangenen zu stellen ist nicht einfach. Dem anderen zu verzeihen auch nicht. Am schwierigsten ist vielleicht aber, sich selbst zu verzeihen.

Der Autor hält auch im letzten Band den flüssig zu lesenden und dialogreichen Schreibstil aufrecht. Ihm gelingt es, den Figuren Leben einzuhauchen.

Teilweise wird die Geschichte fast zu einem Thriller. Trotzdem stehen die Beziehungsverwirrungen weiterhin im Zentrum. Alles wird aufgeklärt, vor allem, wer der Tote ist, der in Band 1 schon erwähnt wurde. Bis dahin werden aber noch einige Schleifen gedreht, die zu ein paar kleinen Längen zwischendrin führen. Der Schluss wirkte auf mich ein wenig zu konstruiert, aber ansonsten wieder eine schöne Lektüre, die mich gut zu unterhalten wusste.

Fazit: Die Gegenwart wird von der Vergangenheit eingeholt und die Erzählstränge finden zueinander und ihren Abschluss.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Zwei Auserwählte in einer Familie

Kinder des Schicksals
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Der eine wird erbittert gejagt, auf den Schultern des anderen liegt die Hoffnung der Welt und beides sind noch Kinder.
Das Buch hat es mir aber nicht leicht gemacht, einen Einstieg zu finden. Den langen ...

Der eine wird erbittert gejagt, auf den Schultern des anderen liegt die Hoffnung der Welt und beides sind noch Kinder.
Das Buch hat es mir aber nicht leicht gemacht, einen Einstieg zu finden. Den langen Prolog und das erste Kapitel „Was hinter uns liegt“ konnte ich nicht einordnen. Erst ab Seite 38 knüpft für mich dann die Handlung am 1. Teil „Das Vermächtnis der Götter“ an, es geht weiter mit Marek und Adan und ihrer Familie. Im Laufe der Handlung bekommen sie sogar noch Zuwachs von ihrer neuen „Schwester“. Und auch das Schicksal von Jarell und seinen Eltern bleibt aufs engste mit ihnen verbunden.

Im ersten Teil taucht Mira auf, sie ist mit dem fahrenden bzw. fliegenden Volk unterwegs und bald wird klar, dass in ihr unglaubliche magische Fähigkeiten verborgen liegen. Diese Passage hat mir am besten gefallen: „Das fremde Mädchen“ und auch das nächste mit ihr „Entscheidungen“. Sehr gut hat mir auch der Rückblick auf die Geschichte von Honatius Silberwiesel gefallen, dadurch wird seine tragende Bedeutung klarer.

Mit dem Überraschungsangriff und der Zerstörung des Zufluchtsortes der Familie Tok beginnt eine sehr lange Passage, der Flucht, des Gemetzels, der nur teilweise gelungenen Abwehr und immer wieder neuer aussichtsloser Situationen. Die Vorzeichen beginnen ca. ab Seite 200 und reichen dann bis fast zum Ende. Erinnerte mich tatsächlich stark an den 3. Film von „Herr der Ringe“, da war ja auch fast nur Schlacht. Lange Zeit sieht es so aus, als ob die Helden-Gruppe – wie in amerikanischen Filmen – unzerstörbar sei. Das bleibt aber nicht so bis zum Ende. Trotzdem hat mir dieser Hauptteil nicht so gelegen.

Wenig überraschend war für mich, wer sich als Verräter herausstellt. Dass die bösen Widersacher immer die gleiche Platte abspielen, von Vorsehung und so. Nun ja.

Der lockere und gut zu lesende Schreibstil des Autors hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen.

Fazit: Nicht ganz so herausragend wie der 1. Teil, aber durchaus unterhaltsam, gebe knapp den 4. Stern.

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