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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

interessante Idee, schwache Umsetzung

Der Weg des ewigen Winters
1

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab lesen. Der Anfang hat mir direkt gefallen, weil man mitten in die Handlung geschmissen wird und dann auch noch in eine Verfolgungsjagd um das mysteriöse ...

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab lesen. Der Anfang hat mir direkt gefallen, weil man mitten in die Handlung geschmissen wird und dann auch noch in eine Verfolgungsjagd um das mysteriöse Mädchen Halla. Das Tempo war gut und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was es mit Halla auf sich hat. Warum haben es so viele verschiedene Personen und Gruppen auf sie abgesehen und was hat sie mit dem ewigen Winter zu tun? Schnell bildet sich eine bunte Reisegruppe, die aus verschiedenen Gründen versucht Halla zu beschützen.

Obwohl die Gruppe immer in Bewegung ist, sind wir in der Handlung wenig vorangekommen. Leider bekommen wir in Band 1 auch keine Antworten, es kommen im Verlauf nur immer mehr unbeantwortete Fragen hinzu. Das hat es für mich wirklich schwer gemacht, die Welt und auch die Charaktere kennenzulernen und zu verstehen. Ich habe zu fast niemanden eine richtige Bindung aufbauen können. Auch die fantastischen/magischen Elemente musste ich irgendwie hinnehmen, weil diese nicht erklärt, oder in irgendeinen Kontext zur Welt und deren Regeln gebracht wurden.

Die Geschichte spielt in unserer Welt, im Jahr 1007. Es kommen auch einige historische Persönlichkeiten vor, die allerdings eher frei interpretiert und historisch nicht korrekt dargestellt werden. Tatsächlich gibt es in diesem Band keine Hinweise, dass das gewählte Setting für die Handlung relevant wäre, weshalb mir persönlich eine komplett fiktive Welt sowie Charaktere besser gefallen hätten.

Insgesamt ist der Ansatz wirklich interessant und es gibt auch immer wieder spannende Szenen und Gegebenheiten, über die ich gerne mehr erfahren möchte. Mich hat Band 1 allerdings nicht vollends überzeugen können. Die Welt und Charaktere sind mir noch zu flach und auch das Tempo ist stellenweise seltsam. Wenig Handlung auf viel Buch. Ich werde wohl spontan entscheiden, ob ich weiterlese, sobald Band 2 erscheint.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

asiatische Urban Fantasy mit starker Idee, aber schwacher Umsetzung

Der chinesische Kompass
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Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas ...

Der Klappentext hat mir wirklich gefallen, weswegen ich mir viel von der Geschichte versprochen habe. Die Idee ist super und bietet wahnsinnig viel Potential, die Umsetzung wirkt allerdings noch etwas unausgereift.

Leider hat es knapp 1/3 des Buches gebraucht, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen bin. Anfangs wird kaum etwas erklärt, wir erfahren wenig über die Charaktere und die immer wieder zeitlichen, oder inhaltliche Sprünge haben mich oft aus dem Lesefluss gerissen. Ab Kapitel 9 war der Erzähstil angenehmer und flüssiger, ab da konnte ich der Geschichte auch gut folgen. Die fantastische Welt, die ab diesem Zeitpunkt näher beschrieben wird und in der wir uns mehr und mehr bewegen hat mir richtig gut gefallen und war auch sehr spannend. Auch die Geschichte nimmt fahrt auf und wird zunehmends interessanter.

Leider bin ich am Ende mit vielen Fragen zurückgeblieben. Insgesamt hätten der Geschichte mehr Seiten mit Beschreibungen zur Handlung und den Charakteren gut getan, auch um einige Situationen etwas auszudehen, damit sie nicht so gehetzt wirken. Ich bin nicht sicher, ob es einen zweiten Band geben wird, in dem alle offenen Fragen beantwortet werden, falls ja, hätte ich mir eher einen umfangreicheren Einzelband gewünscht.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Aufmachung und Setting Top, Umsetzung Flop

A Tale of Foxes and Moons
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Ich hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Mir haben direkt die Aufmachung und das japanische Setting gefallen und auch der Klappentext hat sich spannend angehört, zudem habe ich online schon ...

Ich hatte mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut. Mir haben direkt die Aufmachung und das japanische Setting gefallen und auch der Klappentext hat sich spannend angehört, zudem habe ich online schon recht viel positives Feedback gesehen. Inhaltlich war das Buch aber eher enttäuschend. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen und auch die grundlegende Idee finde ich immer noch interessant, aber es gab für mich einfach keine roten Faden. Wir springen von einer Handlung zur nächsten, alles ist irgendwie nur aneinandergereiht, auf einige Gegebenheiten wird gar nicht mehr eingegangen und die Charaktere handeln auch immer wieder ziemlich merkwürdig und unpassed.

Ich bin auch nicht richtig mit den Charakteren warm geworden und konnte sie nicht richtig greifen. Ich war nach den ersten Kapiteln z.B. überrascht, dass die Protagonistin ein Hörgerät trägt, weil es nie erwähnt wurde und dann nur in einem Nebensatz aufkam. Ich dachte erst, ich hätte mich verlesen. An einer anderen Stelle erfährt man in einem Satz, dass sie scheinbar spicy Romantasy-Bücher liest und dann wird nicht weiter drauf eingegangen. Diese Info hat zu dem Zeitpunkt für mich auch gar nicht zum Charakter gepasst und war deswegen eher irritierend. Die Protagonistin ist auch nicht wirklich als Feministin angelegt, bzw. kommen solche Themen überhaupt nicht in der Geschichte vor, aber an ein, oder zwei Stellen hauen sie und ihre Freundin Sätze raus, die ich ebenfalls nicht erwartet hätte und für mich deplatziert wirkten. Das ganze Taylor Swift Thema hat mich leider auch gar nicht abgeholt. einige Handlungen fand ich zudem eher unlogisch und nicht authentisch. Wie schaffen es junge Erwachsene bitte unbemerkt ins Gefängnis und können dann auch noch ausbrechen? Es gab nicht mal einen richtigen Plan, der irgendwie Sinn ergeben hätte.

Ich habe anfangs tatsächlich überlegt, abzubrechen, aber ich wollte das Buch wirklich mögen und hatte die Hoffnung, es könnte noch besser werden. Zumindest hat mir der Epilog ganz gut gefallen, auch wenn der Timeskip gerne größer hätte sein können. Positiv hervorzuheben war ansonsten noch die auf Konsens basierte Beziehung.

Für mich war das Buch leider gar nichts. Andere haben aber sicherlich Spaß an der Geschichte. von mir gibt es 2 Sterne für die Idee, Aufmachung und den Schreibstil.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

leider sehr langweilige Urban Fantasy

Witch of Fate and Poison
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Über die Aufmachung brauchen wir nicht sprechen. Das Buch ist optisch eine 10/10. Leider hört es da auch schon auf. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Hexen, Vampire, London. Das hätte wirklich ...

Über die Aufmachung brauchen wir nicht sprechen. Das Buch ist optisch eine 10/10. Leider hört es da auch schon auf. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: Hexen, Vampire, London. Das hätte wirklich gut werden können, aber bereits der Anfang des Buches konnte mich nicht überzeigen, dennoch habe ich durchgezogen. Mich haben drei wesentliche Punkte gestört:

1. Der Schreibstil ist sehr einfach und eher plump. Es gibt viele Wiederholungen in den Beschreibungen und Dialogen, da fehlt mir einfach die sprachliche Vielfalt.

2. Den Charakteren wird kein Raum für Emotionen und Wachstum gegeben. So bekommen weder die Protagonistin, noch die anderen Charaktere Tiefe und bleiben das ganze Buch über flach und eindimensional. Auch die Beziehung zwischen Arina und Henry fühle ich überhaupt nicht. Natürlich ist schon beim Klappentext klar, dass beide zusammenkommen werden, aber die ganze Zeit können sie sich nicht ausstehen, machen blöde Sprüche und vertrauen sich überhaupt nicht und dann, aus dem nichts, knutschen beide wild rum. Die Beziehung wurde emotional und dramaturgisch überhaupt nicht aufgebaut und wirkt dadurch unglaubwürdig. Das die beiden bereits Anfang zwanzig sein sollen, konnte ich mir ebenfalls nicht vorstellen, da sie eher wie Sechzehnjährige angelegt sind.

3. Das Buch hätte sehr gut eine Urban Fantasy Dystopie werden können, da im Zentrum die politisch und gesellschaftlichen Machtspiele einer Gruppierung stehen, gegen die unsere Protagonisten vorgehen möchten. Allerdings bleibt diese Gruppierung sehr abstrakt, da bis kurz vorm Ende keine Personen als Antagonisten auftreten, um sich unseren Protagonisten in den Weg zu stellen. Irgendwie bleibt dadurch alles sehr theoretisch und der Anflug dystopischer Elemente wird überhaupt nicht genutzt und verpufft. Da hätte man einen richtig großen Konflikt aufbauen können, immerhin gibt es Hexen, Schattenwesen, Dämonen und eine Göttin.

Insgesamt plätschert die Geschichte einfach so vor sich hin, Infos werden an zufälligen Stellen fallen gelassen, aber es wird nicht weiter drauf eingegangen und am Ende ist auch überhaupt nichts geklärt. Irgendwann waren nur noch 10 Seiten über und ich hab kurz überlegt, wie das ganze noch aufgeklärt werden soll ... Scheinbar erscheint demnächst ein zweiter Band. Allerdings hört es sich so an, als wäre es eine neue Story zu zwei in diesem Band vorkommenden Charakteren. Wir verlassen in Band zwei auch London und begeben uns nach Japan, daher bin ich nicht sicher, in wieweit die für mich noch offenen Punkte dort aufgegriffen und fortgeführt werden.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

langweilig und langatmig

Der Gott des Waldes
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Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer ...

Da ich bisher nur gutes gehört hatte, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch. Leider hat es mir dann aber überhaupt nicht gefallen. Anfangs ist es ein wenig verwirrend, da die Kapitel immer aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben sind (und von denen gibt es reichlich) und zusätzlich springen wir teilweise in der Zeit vor und zurück. Nach den ersten Kapiteln habe ich dann einen guten Überblick bekommen und kam mit dem Erzählaufbau gut zurecht. Was mich allerdings am meisten gestört hat ist, dass ich mit kaum einem Charakter so richtig was anfangen konnte. Vor allem die Frauen waren für mich schwierig zu verstehen. Ja, es spielt zu einer anderen Zeit und das muss man natürlich berücksichtigen, aber wie unsympatisch und passiv kann man Protagonist:innen schreiben? Es gab zudem einfach zu viele Charaktere, die alle ihren eigenen Handlungsstrang hatten, die am Ende zwar irgendwie zusammenliefen, aber oft nicht besonders spannend waren, oder auch viel kürzer hätten geschrieben werden können. Dadurch ist das Buch sehr lang, obwohl kaum was passiert. Auch die Auflösung war wenig spannend. Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass es noch irgendeinen Twist gibt, der mich überzeugt, aber leider war dem nicht so.

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